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Zielsetzungen und Probleme der Beihilfenkontrolle der EU

Title: Zielsetzungen und Probleme der Beihilfenkontrolle der EU

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: International Economics M.A. Kenân Özkara (Author)

Economics - Finance
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Das wirtschaftliche Zusammenwachsen innerhalb der Europäischen Union (EU) der letzten Jahrzehnte sowie die Verwirklichung des europäischen Binnenmarktes im Jahr 1993 zwangen sowohl die Mitgliedstaaten als auch die Unternehmen, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Durch die Öffnung der nationalen Märkte sahen und sehen sich die Staaten und ihre heimischen Unternehmen einem steigenden Wettbewerbsdruck gegenüber, den sie mitunter mit unrechtmäßigen Mitteln zu unterlaufen versuchen: Wettbewerbsbeschränkende Absprachen zwischen Unternehmen auf der einen Seite und staatliche Maßnahmen auf der anderen Seite vermögen den Wettbewerb gleichermaßen zu beeinflussen.
Um die kompetitiven Marktstrukturen aufrechtzuerhalten, bedient sich die EU daher zweier Instrumente: Während die im Jahre 1990 erlassene europäische Fusionskontrollverordnung Wettbewerbsverfälschungen auf Unternehmensebene effektiv entgegenzuwirken versucht, regelt und überwacht die Beihilfenkontrolle die Beihilfenvergabe durch die Mitgliedstaaten. Gegenstand dieser Hausarbeit wird eine nähere Untersuchung und kritische Betrachtung der Beihilfenkontrolle der EU sein.
Einführend wird in Kapitel 2 zunächst der zentrale Gegenstand der Beihilfenkontrolle - sprich die Beihilfe - genauer betrachtet, bevor in gebotener Kürze ein Überblick über mögliche Vor-und Nachteile der Vergabe gegeben wird.
Gegenstand des dritten Kapitels ist die Beihilfenkontrolle durch die Europäische Kommission. Zunächst werden die Zielsetzungen sowie die Kriterien für die Rechtmäßigkeit einer Beihilfe dargestellt. Daraufhin sollen kurz das Verfahren der Beihilfenkontrolle sowie die rechtlichen Schranken skizziert werden, wobei weniger einzelne Details besprochen als vielmehr die Grundzüge aufgezeigt werden.
In Kapitel 4 erfolgt eine kritische Betrachtung der Beihilfenkontrolle und ihrer wichtigsten Problemfelder. Dabei werden zunächst die Überlastung der Kommission sowie die unzureichende Transparenz sowohl auf Seiten der Mitgliedstaaten als auch auf Seiten der Kommission betrachtet. Anschließend wird die Dimension politischer Zielkonflikte dargestellt, wobei auch ein kurzer Blick auf politökonomische Aspekte erfolgt. In einem letzten Punkt wird die Problematik unterschiedlicher wettbewerbstheoretischer Leitbilder innerhalb der EU und ihre Bedeutung für die Beihilfenkontrolle aufgezeigt, bevor in Kapitel 5 abschließend ein kurzes Fazit aus den vorangegangenen Überlegungen gezogen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beihilfenvergabe im wettbewerbspolitischen Kontext

2.1. Definition des Beihilfenbegriffs

2.2. Chancen und Risiken der Beihilfenvergabe

3. Beihilfenkontrolle als wettbewerbspolitisches Instrument der Europäischen Kommission

3.1. Zielsetzungen

3.2. Kriterien für die Rechtmäßigkeit einer Beihilfe

3.3. Das Verfahren der Beihilfenkontrolle

3.4. Rechtliche Grenzen der Beihilfenaufsicht

4. Kritische Betrachtung der Beihilfenkontrolle

4.1. Überlastung der Europäischen Kommission

4.2. Unzureichende Transparenz

4.2.1. Transparenzdefizite der mitgliedstaatlichen Beihilfenvergabe

4.2.2. Transparenzdefizite der Beihilfenkontrollpraxis

4.3. Politische Problembereiche

4.3.1. Zielkonflikte mit Gemeinschaftspolitiken

4.3.2. Zielkonflikte mit mitgliedstaatlicher Politik

4.4. Problematik unterschiedlicher wettbewerbstheoretischer Leitbilder

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und bewertet kritisch die Beihilfenkontrolle der Europäischen Union als Instrument zur Sicherung des Wettbewerbs auf dem europäischen Binnenmarkt. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie die Kommission trotz administrativer Überlastung, Transparenzdefiziten und politischer Zielkonflikte einen fairen Wettbewerb gewährleisten kann.

  • Grundlagen und ökonomische Einordnung des Beihilfenbegriffs
  • Die Kontrollfunktion der Europäischen Kommission
  • Administrative und qualitative Überlastung der Aufsichtsbehörde
  • Transparenzdefizite bei Mitgliedstaaten und in der Kontrollpraxis
  • Politische Spannungsfelder und wettbewerbstheoretische Leitbilder

Auszug aus dem Buch

3.3. Das Verfahren der Beihilfenkontrolle

Tätig wird die Beihilfenkontrolle aus eigener Initiative, aufgrund einer Beschwerde von Mitgliedstaaten, Unternehmen oder Privatpersonen oder aufgrund der Notifizierung einer geplanten Beihilfe durch einen Mitgliedstaat. Ob eine Beihilfe gegebenenfalls mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar ist, wird dann in dem durch Art. 88 EGV vorgesehenen Aufsichtsverfahren, dessen Entscheidungen vor dem EuGH anfechtbar sind, überprüft (Vogt 2000, 87).

Hierbei gibt es zwei Arten von Verfahren (Püttner/Spannowsky 1998, 344): Während das repressive Kontrollverfahren bereits bestehende Beihilfen oder Beihilfenregelungen (sog. Altbeihilfen) fortlaufend überprüft, dient das präventive Erlaubnisverfahren der Einführung oder Umgestaltung von Beihilfen (sog. Neubeihilfen). Letztendlich spricht sich die Kommission dann für eine Genehmigung, Änderung oder Untersagung aus.

Unabhängig davon, ob eine Alt- oder Neubeihilfe vorliegt, besteht das Beanstandungsverfahren aus einer Vorprüfung und einer Hauptprüfung. Die Unterteilung in Vor- und Hauptprüfung dient vorrangig der Entlastung der Kommission sowie der Verfahrensbeschleunigung. Auf diese Weise können eindeutige Fälle ohne aufwendiges Verfahren bearbeitet und abgeschlossen und die Mittel auf die schwierigeren Fälle konzentriert werden (Sinnaeve 1999, 63). Damit die Kommission ihrer Aufgabe in diesem Sinne nachkommen kann, sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die geplante Beihilfenvergabe oder -umgestaltung frühzeitig bei der Kommission anzuzeigen (sog. Notifizierungspflicht). In der Vorprüfungsphase entscheidet die Kommission dann, ob das Vorhaben dem Gemeinsamen Markt widerspricht. Gibt es keine Beanstandungen, wird eine Genehmigung ausgesprochen. Andernfalls leitet die Kommission das Hauptprüfungsverfahren ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Beihilfenkontrolle innerhalb der EU ein und erläutert den Aufbau der Hausarbeit.

2. Beihilfenvergabe im wettbewerbspolitischen Kontext: Hier wird der Beihilfenbegriff definiert und die Chancen sowie Risiken der staatlichen Beihilfenvergabe aus ökonomischer Sicht dargelegt.

3. Beihilfenkontrolle als wettbewerbspolitisches Instrument der Europäischen Kommission: Dieses Kapitel erläutert die Ziele, die Kriterien für die Rechtmäßigkeit, das Kontrollverfahren sowie die rechtlichen Schranken der Aufsicht.

4. Kritische Betrachtung der Beihilfenkontrolle: Die kritische Analyse befasst sich mit der Arbeitsbelastung der Kommission, Mängeln in der Transparenz, politischen Zielkonflikten und divergierenden Wettbewerbsleitbildern.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit der Beihilfenkontrolle trotz bestehender administrativer und politischer Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Beihilfenkontrolle, Europäische Union, Europäische Kommission, Wettbewerbspolitik, Binnenmarkt, Staatliche Beihilfen, Notifizierungspflicht, Wettbewerbsverzerrung, Transparenz, Subventionswettlauf, Gemeinschaftspolitiken, Zielkonflikte, Europäischer Gerichtshof, Ermessensspielraum, Wettbewerbsleitbilder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und die Problematik der EU-Beihilfenkontrolle als zentrales wettbewerbspolitisches Instrument im Binnenmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Beihilfen, das Kontrollverfahren der EU-Kommission sowie die kritische Auseinandersetzung mit administrativer Überlastung und politischen Zielkonflikten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Untersuchung der Beihilfenkontrolle, um aufzuzeigen, wie diese ihre Aufgabe erfüllt und an welchen Stellen sie durch Praxisprobleme und Zielkonflikte an Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte der Wettbewerbspolitik mit der realen Kontrollpraxis der Europäischen Kommission verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Beihilfenkontrolle dargestellt, gefolgt von einer kritischen Analyse der Arbeitsprozesse, der Transparenz, der politischen Dimensionen und der theoretischen Leitbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Beihilfenkontrolle, Binnenmarkt, Wettbewerbsverzerrung, Notifizierungspflicht und Transparenz.

Welche Rolle spielt die Notifizierungspflicht im Verfahren?

Die Notifizierungspflicht ist essenziell, da sie die Mitgliedstaaten verpflichtet, geplante Beihilfen vorab bei der Kommission anzumelden, damit diese die Vereinbarkeit mit dem Gemeinsamen Markt prüfen kann.

Wie beeinflussen politische Zielkonflikte die Arbeit der Kommission?

Die Kommission agiert in einem Spannungsfeld zwischen ihrer Aufgabe als Wettbewerbshüterin und der Förderung anderer Gemeinschaftsziele wie Regional- oder Strukturpolitik, was zu Lobbyismus und Interessenkonflikten führen kann.

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Details

Title
Zielsetzungen und Probleme der Beihilfenkontrolle der EU
College
University of Göttingen
Course
Wirtschaftsförderung als Instrument der Wirtschaftspolitik
Grade
2,0
Author
International Economics M.A. Kenân Özkara (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V53637
ISBN (eBook)
9783638490337
ISBN (Book)
9783656810834
Language
German
Tags
Zielsetzungen Probleme Beihilfenkontrolle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
International Economics M.A. Kenân Özkara (Author), 2004, Zielsetzungen und Probleme der Beihilfenkontrolle der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53637
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