Das FreD- Programm, das in der folgenden Arbeit näher beleuchtet wird, spielt in der Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen eine wichtige Rolle. Da immer mehr Jugendliche ein Problem mit Suchtmitteln haben, legt das Programm den Fokus auf erstauffällige Jugendliche, mit dem Ziel, riskanten Konsum und eine Abhängigkeit zu vermeiden.
Im ersten Teil der Arbeit wird zunächst durch die Herausarbeitung des Unterschieds zwischen legalen und illegalen Drogen das Thema Drogenkonsum beschrieben und die Begriffe der Sucht und Abhängigkeit und dessen Auswirkungen erklärt. Der zweite Teil beschreibt den Begriff „Jugend“ näher und es wird ein Augenmerk auf Jugendliche und dessen Drogenkonsum gelegt.
Im dritten Teil wird das FreD- Programm näher vorgestellt, beginnend mit der Ausgangsituation, über die Zielgruppe, die Ziele, das Konzept und der Ablauf des Programms, bis hin zur Ausbildung zu einem zertifizierten FreD- Trainier. Im Anschluss daran geht es um die die Methode der Motivierenden Gesprächsführung von William R. Miller und Stephen Rollnick, auf die sich das FreD- Programm neben dem Transtheoretischen Modell der Verhaltensänderung, hauptsächlich stützt.
Zum Ende der Arbeit wird ein persönliches Fazit im Bezug auf die Forschungsfrage, ob die Methode der Motivierenden Gesprächsführung das FreD- Programm positiv beeinflussen kann und warum, gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Drogenkonsum
2.1 Legale Drogen
2.2 Illegale Drogen
2.3 Risiken des Substanzkonsums
2.4 Der Suchtbegriff
2.4.1 Substanzungebundene Süchte
2.4.2 Substanzgebundene Süchte
2.4.3 Stadien süchtigen Verhaltens
2.5 Abhängigkeit und ihre Auswirkungen
3 Das Jugendalter
3.1 Entwicklungaufgaben im Jugendalter
3.2 Jugend und Drogenkonsum
4 Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten- FreD
4.1 Die Ausgangssituation
4.2 Die Zielgruppe
4.3 Die Ziele und das Konzept
4.4 Der Ablauf des FreD- Programms
4.5 Die Ausbildung zum zertifizierten FreD-Trainer/-in
5 Die Motivierende Gesprächsführung
5.1 Kommunikationsstrategien
5.2 Kernprozesse der Motivierenden Gesprächsführung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwieweit die Methode der Motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing) einen positiven Einfluss auf das FreD-Konzept (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) ausüben kann, um Jugendliche präventiv vor einer manifesten Abhängigkeit zu schützen.
- Grundlagen des Drogenkonsums und Suchtbegriffs im Jugendalter
- Anforderungen und Entwicklungsaufgaben der Lebensphase Jugend
- Konzeptionelle Darstellung und Ablauf des FreD-Programms
- Methodik und Kernprozesse der Motivierenden Gesprächsführung
- Verknüpfung von Interventionsstrategien zur Förderung der Selbstreflexion bei jungen Konsumenten
Auszug aus dem Buch
2.4 Der Suchtbegriff
Süchtiges Verhalten ist ein Extrempol des menschlichen Verhaltens. Es kann nicht mehr kontrolliert werden und läuft automatisch, fast reflexartig ab. Süchtiges Verhalten tritt besonders im Zusammenhang mit dem Gebrauch von psychoaktiven Substanzen auf. Das sind Stoffe, die psychische Veränderungen erzeugen, dazu gehören sowohl legale wie auch illegale Drogen. Das suchtartige Verhalten kann sich auf den Konsum solcher Substanzen, aber auch auf Verhaltensweisen ohne Substanzkonsum beziehen. Diese werden entweder als „stoffgebundene“ oder „stoffungebundene“ Süchte bzw. Verhaltenssüchte bezeichnet. Jedes menschliche Verhalten kann zu einer Sucht werden.
Nicht die Droge erzeugt eine Sucht, sondern vor allem der Impuls sie zu nutzen. Der Mensch steht im Mittelpunkt einer Betrachtung über ein Drogenproblem und nicht die Droge und ihre Wirkung. Der Begriff Sucht ist mehrdeutig und ist gleichbedeutend mit einer Krankheit. Die Sucht ist eine krankhafte Interaktion zwischen einer Persönlichkeit und dem Suchtmittel. Sie nimmt einen prozesshaften Verlauf, der zur körperlichen, psychischen und sozialen Schädigung des Betroffenen führt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Suchtprävention bei Jugendlichen dar und führt in das FreD-Programm sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.
2 Drogenkonsum: Das Kapitel erläutert legale und illegale Substanzen, die damit verbundenen Risiken, definiert den Begriff Sucht und beschreibt Stadien sowie Auswirkungen von Abhängigkeit.
3 Das Jugendalter: Hier werden die spezifischen Entwicklungsaufgaben der Lebensphase Jugend sowie die Korrelation zwischen Jugendalter und Drogenkonsum analysiert.
4 Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten- FreD: Dieser Abschnitt beschreibt die Ausgangslage, Zielgruppe, das Konzept sowie den Ablauf und die Trainerausbildung des FreD-Programms.
5 Die Motivierende Gesprächsführung: Dieses Kapitel definiert die Methode des Motivational Interviewing, ihre Kommunikationsstrategien und die vier Kernprozesse innerhalb der Beratung.
6 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage durch die Synthese von Motivierender Gesprächsführung und FreD-Programm, wobei der positive Einfluss der Methode auf den Interventionsprozess hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
FreD-Programm, Motivierende Gesprächsführung, Drogenkonsum, Jugendalter, Suchtprävention, Erstauffälligkeit, Motivational Interviewing, Frühintervention, Abhängigkeit, Selbstreflexion, Substanzkonsum, Sozialarbeit, Entwicklungsaufgaben, Beratungskonzept, Jugendliche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendung der Methode der Motivierenden Gesprächsführung im Kontext des FreD-Programms zur Unterstützung erstauffälliger, Drogen konsumierender Jugendlicher.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Sucht, den Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, dem Ablauf von Frühinterventionsprogrammen und den Techniken der Motivierenden Gesprächsführung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit kann die Methode der Motivierenden Gesprächsführung das FreD-Konzept positiv beeinflussen?“ Ziel ist es, den Mehrwert dieser Methode für die Präventionsarbeit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine theoretische Auseinandersetzung mit den Konzepten Motivational Interviewing und FreD.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Drogenkonsums, die Besonderheiten der Zielgruppe „Jugend“, die Beschreibung des FreD-Interventionsprogramms und die detaillierte Darstellung der Motivierenden Gesprächsführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind FreD-Programm, Motivierende Gesprächsführung, Suchtprävention, Erstauffälligkeit, Jugendalter und Selbstreflexion.
Warum ist der Beziehungsaufbau laut der Autorin besonders wichtig im FreD-Kurs?
Da Jugendliche sich oft fremdbestimmt fühlen, ist ein kooperativer Gesprächsstil essenziell, um Widerstände abzubauen und die Jugendlichen zur aktiven Teilnahme und Reflexion zu bewegen.
Wie genau unterstützt die „Evokation“ den Veränderungsprozess bei den Jugendlichen?
Die Evokation hilft dabei, Ambivalenzen gegenüber dem Drogenkonsum offenzulegen und die intrinsische Motivation der Jugendlichen zu stärken, anstatt sie lediglich von außen zu belehren.
- Quote paper
- Laura Kersting (Author), 2019, Drogenkonsum bei Jugendlichen.Das FreD-Programm und die Methode der Motivierenden Gesprächsführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536423