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Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen

Der Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I

Titel: Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen

Seminararbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Trierweiler (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird der Einflussfaktor Familie auf den schulischen Werdegang von Kindern und Jugendlichen untersucht. Dabei wird der Fokus auf den Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I gesetzt. Dieser Übergang gilt in unserem Bildungssystem als weichenstellend für den späteren Lebenslauf von Kindern und Jugendlichen und hängt, im Vergleich zu späteren Bildungsentscheidungen, sehr stark von der Entscheidung der Eltern ab, welche nicht zuletzt von deren sozialem Umfeld beeinflusst ist. Der Arbeit wird folgende Forschungsfrage zugrunde gelegt: "Welchen Einfluss hat die soziale Schichtzugehörigkeit auf die Bildungsaspirationen der Eltern und den tatsächlichen Übergang ihrer Kinder von der Grundschule zur Sekundarstufe I?"

Nachdem der Begriff der Bildungsungleichheit geklärt und zwei Theorien zur bildungsbedingten Entscheidungsfindung beschrieben wurden, werden anschließend empirische Ergebnisse aus bereits durchgeführten Studien berichtet und diskutiert.

Im Jahr 2008 veröffentlichte die Zeit einen Artikel mit der Überschrift "Wenn Herkunft über Zukunft entscheidet", in welchem der starke Einfluss des Elternhauses auf den schulischen Erfolg beziehungsweise die Schullaufbahn von Kindern und Jugendlichen thematisiert wird. Darin weist der Autor besonders darauf hin, dass der erste Schulübergang, welcher die Basis der schulischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bildet, in einem Alter von nicht einmal 10 Jahren getroffen werden muss. Das bedeutet, dass die Entscheidung von den Eltern getroffen wird, wenn das Bildungssystem im jeweiligen Bundesland keine verpflichtende Übergangsempfehlung von Seiten der Lehrer vorsieht. Der Autor sieht genau diese Tatsache als Hauptgrund für den sozial ungleichen Bildungserfolg.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Fragestellung

2. Konzeptueller Hintergrund

2.1 Bildungsungleichheit

2.2 Bildungsentscheidungen

3. Studien

3.1 Einfluss des sozialen Status der Eltern auf die Wahl der weiterführenden Schule

3.2 Einfluss des sozialen Status der Eltern auf deren Bildungsaspiration

6. Diskussion

7. Fazit

8. Limitationen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der sozialen Schichtzugehörigkeit auf die elterlichen Bildungsaspirationen sowie den tatsächlichen Übergang von Kindern von der Grundschule zur Sekundarstufe I. Ziel ist es zu ergründen, wie soziale Herkunft Bildungschancen determiniert und welche Rolle Rational-Choice- sowie soziokulturelle Ansätze bei diesen Entscheidungen spielen.

  • Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem
  • Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg
  • Entscheidungsprozesse beim Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I
  • Bedeutung elterlicher Aspirationen und Lehrerempfehlungen
  • Vergleich theoretischer Modelle zur Entscheidungsfindung

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die Ergebnisse der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000 sorgten in Deutschland für großes Aufsehen und führten der Bevölkerung ein Problem vor Augen, dass nicht erst seit ein paar Jahren besteht. Die Rede ist von der Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem (vgl. Ditton, Krüsken & Schauenberg, 2005; Bildungsberichterstattung, 2012). Häufig kommt die Frage auf, was die Schulleistung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst und wie es daraufhin zu den großen Ungleichheiten kommt.

Renkl hat in seiner Arbeit aus dem Jahr 1996 herausgefunden, dass die Schulleistung von Schülerinnen und Schülern unter anderem von ihren intellektuellen Fähigkeiten und ihrem Vorwissen geprägt ist. Zudem wird sie von Faktoren wie Interesse, Motivation, leistungsbezogenen Emotions- und Kognitionsmustern und deren Regulierung beeinflusst. Diese Faktoren entwickeln sich im Laufe des Lebens der Jugendlichen und sind besonders durch familiäre Erfahrungen geprägt (Zimmermann & Spangler, 2001).

Bemerkenswert ist auch, dass die Ungleichheiten in unserem Bildungssystem vor allem da entstehen, wo Übergänge von einem Bildungsabschnitt in einen anderen stattfinden (Ditton et al., 2005). Sie entwickeln sich als kumulative Effekte von aufeinander aufbauenden Bildungsentscheidungen (Baumert, Watermann & Schürmer, 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bildungsungleichheit und Definition der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der sozialen Schicht auf den Schulübergang.

2. Konzeptueller Hintergrund: Theoretische Einordnung durch Definition von Bildungsungleichheit und Erläuterung des Rational-Choice- sowie des soziokulturellen Ansatzes zur Entscheidungsfindung.

3. Studien: Darstellung empirischer Befunde zum Einfluss des sozialen Status auf die Schulwahl und die elterlichen Bildungsaspirationen.

6. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund theoretischer Kategorien wie Primäre und Sekundäre Effekte nach Boudon.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der zentralen Erkenntnisse über den starken Einfluss des sozialen Hintergrunds auf Bildungslaufbahnen.

8. Limitationen und Ausblick: Kritische Auseinandersetzung mit der Forschungslage und Vorschläge für zukünftige, umfassendere Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Bildungsentscheidungen, Schullaufbahn, Sekundarstufe I, Rational Choice, Soziokultureller Ansatz, Primäre Effekte, Sekundäre Effekte, Bildungsaspiration, Lehrerempfehlung, Schulübergang, Bildungserfolg, PISA, Soziale Schichtzugehörigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwiefern die soziale Herkunft von Kindern und Jugendlichen deren schulischen Werdegang und insbesondere den Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Bildungsungleichheit, die Bedeutung des Elternhauses für Bildungsentscheidungen sowie die theoretischen Erklärungsmodelle (Rational Choice und soziokultureller Ansatz) für ungleiche Bildungsbiografien.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welchen Einfluss hat die soziale Schichtzugehörigkeit auf die Bildungsaspirationen der Eltern und den tatsächlichen Übergang ihrer Kinder von der Grundschule zur Sekundarstufe I?“

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende empirische Studien und Theorien zusammenführt, analysiert und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und Modelle sowie eine detaillierte Auswertung relevanter Studien, die den Zusammenhang zwischen sozialem Status und Schulwahl untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Bildungsentscheidungen, Rational Choice, soziokultureller Ansatz und Bildungsaspiration.

Welche Rolle spielen Primäre und Sekundäre Effekte nach Boudon?

Die Primären Effekte beziehen sich auf das durch das Elternhaus geprägte Leistungspotenzial, während die Sekundären Effekte die bewussten oder unbewussten Entscheidungen beschreiben, die unabhängig von der Leistungsfähigkeit getroffen werden.

Warum spielt die Lehrerempfehlung eine untergeordnete Rolle für die tatsächliche Anmeldung am Gymnasium?

Die Arbeit stellt heraus, dass Eltern ihre Entscheidung für eine weiterführende Schule oft stärker an ihrem eigenen sozialen Hintergrund und ihren Aspirationen ausrichten als an der reinen, leistungsorientierten Empfehlung der Lehrkräfte.

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Details

Titel
Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen
Untertitel
Der Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Sarah Trierweiler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V536426
ISBN (eBook)
9783346125965
ISBN (Buch)
9783346125972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss herkunft bildungsweg kindern jugendlichen übergang grundschule sekundarstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Trierweiler (Autor:in), 2015, Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536426
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Leseprobe aus  16  Seiten
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