Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem

Eine Analyse mithilfe des Diskontierungsmodells


Bachelorarbeit, 2016

51 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Der Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem

II. Das Phänomen Klimawandel – Ursache, Folgen, Reaktion
2.1. Investition in Klimaschutz versus Klimaanpassung
2.2. Intergenerationelle Klimagerechtigkeit aus ökonomischer Sicht
2.2.1. Das Diskontierungsmodell
2.2.2. Annahme: reine Zeitpräferenz
2.2.3. Annahme: Wirtschaftswachstum
2.3. Diskontierungsmodell im Klimakontext

III. Kritik an der Klimadiskontierung aus ökonomischer Sicht
3.1. Kritik an der reinen Zeitpräferenz
3.2. Kritik am Wirtschaftswachstum

IV. Kritik an der Klimadiskontierung aus ethischer Sicht
4.1. Der Faktor Unsicherheit im Diskontierungsmodell
4.2. Unzulässigkeit der Klimawertminderung

V. Ethische Positionen im Hinblick des Klimawandels
5.1. Ökonomische Ethik
5.2. Klassischer Utilitarismus
5.2.1. Verteidigung des Utilitarismus: Derek Parfit
5.2.2. Verteidigung des Utilitarismus: Bernward Gesang

VI. Diskussion: Plädoyer für eine nachhaltige Entwicklung

VII. Konklusion und Ausblick

Glossar

Literaturverzeichnis

Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem

Der Umgang mit dem Klimawandel steht im Fokus der aktuellen politischen Diskussion. Wie Kosten und Nutzen von Klimaschutzinvestitionen (Climate Mitigation) oder Anpassungsmaßnahmen an Klimaveränderungen (Climate Adaptation) auf verschiedene Generationen aufgeteilt werden, stellt ein intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem dar. Deswegen müssen klimapolitische Entscheidungen sowohl ökonomisch als auch ethisch gerechtfertigt werden. Als klimapolitische Diskussionsgrundlage dient das Diskontierungsmodell, ein anerkanntes und einflussreiches Instrument in den Wirtschaftswissenschaften. Durch die Anwendung des Diskontierungsverfahrens werden in der Mikroökonomie rationale Investitionsentscheidungen von ökonomischen Gütern gerechtfertigt. Es wird gezeigt, dass die Anwendung des Modells auf klimapolitische Investitionsentscheidungen sowohl aus ökonomischer als auch aus ethischer Sicht problematisch ist. Die ethische Kritik richtet sich an die Vorgehensweise, den Wert eines intakten Klimakonsums für zukünftige Generationen zu vermindern. Um dem ethischen Einwand entgegen zu kommen, wird dem Diskontierungsmodell eine utilitaristische Nutzenmaximierungsstrategie zugrunde gelegt, die das Modell ethisch vertretbar erscheinen lässt. Doch eine genauere Analyse zeigt, dass der ethische Ansatz der Ökonomie eine Zweckverfremdung des klassischen Utilitarismus in Hinblick auf den Klimawandel darstellt. Die Problematik einer utilitaristischen Rechtfertigung der ‚Klimadiskontierung‘ beruht vor allem auf der Verhaltensannahme der reinen Zeitpräferenz von Konsumenten und der Wirtschaftswachstumsannahme. Auf Basis dieser Annahmen kann aus Sicht der ökonomischen Ethik eine Klimadiskontierung befürwortet werden. Hingegen muss durch eine utilitaristische Position die ‚Klimadiskontierung‘ abgelehnt werden. Der Konflikt macht deutlich, dass der Umgang mit dem Klimawandel eine Herausforderung darstellt und verstärkter ethischer Diskussion bedarf.

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Investitionsentscheidung - Kauf eines Niedrigenergiefahrzeugs

Tabelle 2: Investitionsentscheidung - Climate Mitigation / Climate Adaptation

I. Einleitung: Der Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem

“All that is needed for the forces of evil to triumph is for good men and women to do nothing.”

(Edmund Burke, Irischer Philosoph)

Immer häufiger wiederkehrende Umweltkatastrophen wie das Hochwasser in Niederbayern im Juni 2016 werden als Folge des Klimawandels diskutiert.1 Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar, da unvorhergesehene Klima-katastrophen die Existenz vieler Menschen bedrohen. Deswegen ist es ethisch gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu verhindern.

Unter dem Begriff ‚Klimawandel‘ versteht man den Zusammenhang von zunehmenden Treibhausgasemissionen2, vor allem von Kohlenstoffdioxid (CO2), auf den natürlichen Treibhauseffekt. Die CO2-Emission wird primär durch menschliches Handeln erhöht. Der erhöhte CO2 Anteil in der Atmosphäre führt zu einer Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes, was zu einem Wärmestau und dadurch zu einer Erhöhung der globalen Temperatur führt. Die Folgen der Klimaerwärmung, wie der Anstieg des Meeresspiegels, die Verringerung der Eisdecke sowie das Volumen des Eisschildes oder die Häufigkeit der Extremwetterkatastrophen sind nur einige der vielen Beobachtungen, die bereits heute deutlich bemerkbar sind (vgl. Rahmstorf & Schellnhuber, 2012).

Der entscheidende Punkt der Klimawandelproblematik ist, dass ein großer Teil der Folgen heutiger Handlungen erst in Zukunft relevant wird. Deswegen stellt der Klimawandel ein intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem dar, das ethisch diskutiert werden muss. Der Begriff der ‚intergenerationellen Gerechtigkeit‘ beschreibt die Beziehung der Generationen zueinander und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern gegenwärtige Individuen eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Individuen haben. Die Herausforderung liegt dabei in der zeitlichen Komponente des Gerechtigkeitsbegriffes. Dieser zeitlichen Herausforderung begegnet die Klimapolitik mit der Anwendung des ökonomischen Diskontierungsverfahrens. Das Verfahren ermöglicht es, mit einem wirtschaftsethischen Verständnis, eine nachhaltige Strategie für die Klimawandelproblematik zu finden. Hinsichtlich der Klimawandel- problematik muss aber ein wirtschaftsethisches Verständnis von einem philosophisch-ethischem Verständnis abgegrenzt werden.

In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass die Anwendung des Diskontierungsmodells in Bezug auf Klimainvestitionen sowohl aus ökonomischer als auch aus ethischer Sicht problematisch ist. Ökonomen versuchen dem ethischen Vorwurf entgegen zu kommen, indem sie das Diskontierungsmodell durch eine utilitaristische Ethik rechtfertigen. Jedoch zeigt eine genauere Betrachtung, dass die ökonomische Interpretation des Utilitarismus nicht mit der klassischen utilitaristischen Ethik in Bezug auf die Klimawandelproblematik gleichzusetzen ist. 3

Mit Blick auf die ökonomische Analyse der Klimawandelproblematik werden zuerst die beiden möglichen politischen Entscheidungsoptionen der heutigen Generation gegenüberstellt: einerseits die Investition in Klimaschutzmaßnahmen zur CO2 Reduktion (Climate Mitigation) und andererseits die Anpassungsmaßahmen an Klimaveränderungen (Climate Adaptation).4 Im Weiteren wird das ökonomische Diskontierungsmodell samt seinen Annahmen allgemein erläutert und anschließend die Anwendung des Modells auf Klimainvestitionen dargestellt. Für das Verständnis der Argumentation werden sämtliche Fachtermini aus der Ökonomie vorausgesetzt. Diese sind im Fließtext hervorgehoben und im Glossar alphabetisch erläutert.

Die Abwägung, wie Kosten und Nutzen aus Klimaschutz generationsübergreifend aufgeteilt werden, stellt einen Gerechtigkeitskonflikt dar, der ökonomisch wie ethisch diskutiert werden muss. Deshalb dürfen Entscheidungen nicht nur vor dem Hintergrund finanzpolitischer Maßnahmen, sondern müssen auch in Bezug eines verantwortungsvollen und moralischen Umgangs mit dem Klima betrachtet werden. Eine ethische Analyse der Anwendung des Diskontierungsmodell auf die Klimawandelproblematik zeigt, dass der utilitaristische Ansatz, auf den sich Ökonomen berufen, um gegenwärtige Klimahandlungen ethisch zu rechtfertigen, nicht mit dem Ansatz des klassischen Utilitarismus gleichgesetzt werden darf. Dies wird durch eine Gegenüberstellung der ökonomischen Ethik 5 mit dem klassischen Utilitarismus in Bezug auf den Klimawandel deutlich. Dabei zeigt sich, dass der ethische Ansatz der Ökonomie eine Zweckverfremdung des klassischen Utilitarismus ist. Anhand der philosophischen Theorien von Derek Parfit und Bernward Gesang wird eine klassisch utilitaristische Sicht auf die Klimawandelproblematik bestärkt. Durch die klassisch utilitaristische Position ist es möglich, eine Climate Mitigation Strategie ökonomisch wie ethisch zu rechtfertigen, was wiederum einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Klima ermöglicht. Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und ein Forschungsausblick gegeben.

II. Das Phänomen Klimawandel – Ursache, Folgen, Reaktion

“The business of business is business.”

(Milton Friedman, amerikanischer Ökonom)

Der Begriff ‚Klima‘ zeichnet sich durch seinen langfristigen Charakter aus, da er in Bezug auf ein bestimmtes Gebiet das Langzeitverhalten von atmosphärischen Größen wie Temperatur, Wind, Strahlung, Feuchte, Bevölkerung oder Niederschlag beschreibt (vgl. Solomon et al., 2007). In Klimamodellen werden Annahmen über den Verlauf und die in der Atmosphäre verbleibende Menge an CO2 berechnet, um klimatische Veränderungen vorhersagen zu können. Aktuell existieren ungefähr 20 verschiedene wissenschaftlich akzeptierte Klimamodelle, die ständig optimiert werden und relativ präzise einen Großteil der Aspekte des Klimasystems wiedergeben (vgl. Frigg, Bradley, Steele, Thompson & Werndl, im Erscheinen). Doch die Vorhersage über die Klimaentwicklung beruht auf volatilen Annahmen, wie beispielsweise der Entwicklung der Weltbevölkerung oder des Wirtschaftswachstums. Derartige Faktoren bestimmen wesentlich die Höhe der anthropogenen Treibhausgasemission, die nachweislich einen kausalen Effekt auf die globale Klimaerwärmung hat (vgl. Frigg et al., im Erscheinen). Trotz der Unsicherheiten bestätigen alle Klimamodelle die Existenz des Klimawandels. Die zunehmende Treibhausgasemission der Menschen wird bereits in der nahen Zukunft eine Klimaerwärmung mit existenziellen Folgen verursachen - deren Ausmaß schwer abzuschätzen ist (vgl. Rahmstorf & Schellnhuber, 2012).6

Daher ist die Klimapolitik mit der zentralen Entscheidung konfrontiert, wie viel Aufwand in Form von Investitionskosten die gegenwärtige Generation gegen die Klimaveränderung aufwenden soll, um künftige Generationen7 vor unvorhersehbaren Folgen zu schützen.

2.1. Investition in Klimaschutz versus Klimaanpassung

Aus Vereinfachungsgründen wird im Folgenden das klimapolitische Entscheidungsproblem dichotomisch dargestellt, so dass eine der beiden Strategien Climate Mitigation oder Climate Adaptation gewählt werden kann.8 Während die Climate Mitigation Strategie eine (kosten)intensive Investition in Klimaschutzmaßnahmen zur CO2 Reduktion bedeutet, impliziert die Climate Adaptation Strategie eine Minimierung der Investitionskosten in Klimaschutz, um das sozioökonomische System der heutigen Generation nicht finanziell zu belasten (vgl. Nordhaus, 2008). Eine hohe finanzielle Belastung könnte unvorhersehbare soziale, ökonomische und politische Konsequenzen für die Gesellschaft haben. Dies kann zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums für die Industrienationen und somit des Wohlstands der heutigen Gesellschaft führen (vgl. Nordhaus, 2008). Deswegen findet lediglich eine Anpassung an die Auswirkungen der Klimaveränderungen statt. Folgen und Kosten des irreversiblen Schadens werden auf künftige Generationen abgewälzt.

Die heutige Investition in Maßnahmen zur CO2 Reduktion könnte hingegen die Folgen des Klimawandels für zukünftige Generationen abmildern. Die Hauptkosten für eine Climate Mitigation Strategie würden vorrangig in den nächsten 50 Jahren anfallen (vgl. Gesang, 2011). Durch die Anwendung des Diskontierungsmodells können die intergenerationell anfallenden Kosten für Klimainvestitionen miteinander verglichen werden.

2.2. Intergenerationelle Klimagerechtigkeit aus ökonomischer Sicht

2.2.1. Das Diskontierungsmodell

Die Entscheidung zwischen Investition heute oder morgen beschäftigt Ökonomen seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Erst in den 1950er Jahre wurde das Capital Budgeting Model (Diskontierungsmodell) von den amerikanischen Ökonomen Bierman und Smidt entwickelt. Es wird bis heute als das Standardmodell für die Evaluierung von Investitionsentscheidungen verwendet (vgl. Johnson & Kaplan, 1991). Investitionsentscheidungen sind durch Zahlungsflüsse (Ein- und Ausgaben), die sich über einen Zeitraum erstrecken, charakterisiert. Das Diskontierungsmodell ermöglicht unter anderem eine Kosten-Nutzen-Analyse von Investitionen durch den Vergleich des Zukunftswertes mit dem Gegenwartswert von Ein- und Ausgaben. Im Folgenden werden nur die Ausgaben für Investitionsprojekte betrachtet. Ausgaben bezeichnen die Kosten einer Investitionsentscheidung. Auch der Nutzen stellt eine ökonomische Größe dar. Er repräsentiert die Summe der Vorteile, die ein rationaler Agent aus seinem Verhalten - in dem Fall aus der Entscheidung für oder gegen eine Investition -generiert (vgl. Bierman & Smidt, 2007). Das Diskontierungsmodell basiert auf vier Kenngrößen: dem Gegenwartswert [P] sowie dem Zukunftswert [F] einer Investition, der Diskontierungsrate [R] und der Anzahl der betrachteten Jahre [N] in Bezug auf die Investitionsentscheidung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Faktor [F] symbolisiert den Zukunftswert von Ausgaben. [N] gibt die Anzahl der Jahre an, die in der Berechnung diskontiert (abgezinst) werden sollen, während die Diskontierungsrate [R] den „Zeitwert des Geldes“ und einen „Risikofaktor“9 beinhaltet (vgl. Bierman & Smidt, 2007, 170). Der Risikofaktor repräsentiert die Unsicherheit der Veränderung des Geldes über die Zeit. Durch die Diskontierung wird es möglich, Auswirkungen von monetarisierbaren Investitionsprojekten, die sich über mehrere Zeitperioden erstrecken, vergleichbar zu machen. Zukünftig anfallende Kosten werden auf den gegenwärtigen Zeitpunkt abgezinst und können miteinander verglichen werden (vgl. Varian, 2011).

Die Methodik wird zuerst beispielhaft anhand einer mikroökonomischen Investitionsentscheidung verdeutlicht: dem Kauf eines Niedrigenergiefahrzeugs. Niedrigenergiefahrzeuge sind Fahrzeuge mit einem minimalen CO2 Ausstoß.10 Es liegen zwei mögliche Entscheidungsoptionen vor.

Option A: Das Fahrzeug wird jetzt für 40.000 Euro gekauft.

Option B: Kauf des Fahrzeugs in 5 Jahren [N] für 45.000 Euro.

Welche Entscheidung sollte getroffen werden?

Tabelle 1: Investitionsentscheidung - Kauf eines Niedrigenergiefahrzeugs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigenes Beispiel / Rational-ökonomische Entscheidung ist rot markiert

Angenommen [R] ist ein Diskontsatz von 4%. Das Einsetzen der gegebenen Werte in die Formel führt zu dem Ergebnis, dass der Gegenwartswert von 40.000 Euro ungefähr 36.987 Euro ergibt. Durch eine positive Diskontierungsrate ist Geld in der Zukunft weniger Wert als in der Gegenwart. Je höher die Diskontierungsrate gewählt wird, desto weniger wird der Nutzen aus Geldkonsum über die Zeit. Diese Feststellung wird im weiteren Verlauf vor allem für Klimainvestitionsentscheidungen relevant werden. Ein rationaler Agent, der aus Geld einen Nutzen zieht, sollte sich also für die billigere Option B entscheiden, da eine Ausgabe von 36.987 Euro weniger sind als 40.000 Euro unter der Annahme einer positiven Diskontierungsrate von 4% und einer Zeitspanne von 5 Jahren. Diese Entscheidung folgt dem ökonomischen Prinzip, nach dem entweder mit gegebenen Mitteln ein maximaler Nutzen oder ein vorgegebenes Ziel mit minimalem Aufwand erreicht werden soll (vgl. Woll, 2011). Letzteres wurde bei der vorliegenden Investitionsentscheidung angewendet (Tabelle 1). Entscheidungen nach diesem Prinzip werden als ökonomisch rational angesehen. Die ökonomische Rationalität beschreibt eine reine Zweck-Mittel-Beziehung (vgl. Woll, 2011).

Ökonomisch rationales Verhalten hängt also wesentlich von der beliebig gewählten Höhe der Diskontierungsrate ab. Je höher die Diskontierungsrate, desto weniger kostet eine Investition in der Zukunft unter der Bedingung, dass alle anderen Faktoren gleich bleiben. Bei einer negativen Diskontierungsrate hingegen, wird ceteris paribus eine Investition heute bevorzugt. Weiterhin wird ökonomisch rationales Verhalten von zwei Faktoren beeinflusst, nämlich der reinen Zeitpräferenz der Konsumenten und der Annahme von Wirtschafts-wachstum.

2.2.2. Annahme: reine Zeitpräferenz

Allgemein wird unter der Zeitpräferenz die Ungeduld im Konsumverhalten verstanden. Nach der reinen Zeitpräferenz ist der Nutzen aus gegenwärtigem Konsum von Gütern immer größer als der Nutzen aus zukünftigem Güterkonsum (vgl. Varian, 2011). Demnach wird beispielsweise der Konsum einer Flasche Rotwein heute dem Konsum derselben Flasche Rotwein morgen bevorzugt. Die Gegenwartspräferenz wird durch die Prämisse gestützt, dass sich rationale Akteure risikoavers verhalten. Konsumaufschub birgt ein Risiko, da unvorhergesehene Veränderungen in der Zukunft, wie der Untergang des Gutes, Veränderungen am Güter - oder Kapitalmarkt, Wandel der persönlichen Präferenzen oder Unmöglichkeit des Konsums durch den eigenen Tod, eintreten können (vgl. Hampicke, 1992). Auch unter der Annahme, dass der Wert des Geldes über die Zeit durch Inflation abnimmt, wählen rationale und risikoaverse Agenten gegenwärtigen Güterkonsum (vgl. Varian, 2011). Deshalb muss der Nutzen aus zukünftigem Konsum wegen der reinen Zeitpräferenz ‚diskontiert‘ werden. Wann ein Individuum konsumiert, hängt maßgeblich von der individuellen Risikoaversion ab. Denn heutiger Konsum einer Flasche Rotwein kann morgen auch bereut werden, wenn sich die Zukunft nicht so wie geplant entwickelt (vgl. Grönemann & Döring, 2001). Das ist das Risiko, das jede Entscheidung beinhaltet. Die „Präferenz für Gegenwartspräferenzen“ (Birnbacher, 1988, 29) ist also der Ungeduld, Myopie und Risikoaversion des Individuums in Bezug auf eine unsichere Zukunft geschuldet. Die reine Zeitpräferenz wird im Diskontierungsmodell berücksichtigt.

2.2.3. Annahme: Wirtschaftswachstum

Ferner gilt das ökonomische Postulat des Wirtschaftswachstums, so dass künftige Generationen durch technischen Fortschritt reicher sein werden als die gegenwärtige Generation (vgl. Berk & DeMarzo, 2016).11 Aufgrund ihres größeren Reichtums sind ihre Kosten für den Umgang mit Klimaveränderungen geringer als im Vergleich zu heutigen Kosten. Gegenwärtige ärmere Individuen ziehen demnach einen größeren Nutzen aus einem zusätzlichen Euro im Gegensatz zu den reicheren künftigen Individuen. Deswegen sollten die reichen künftigen Generationen für die Kosten von Klimaschäden aufkommen. Dieser Zusammenhang wird durch das ökonomische Gesetz des abnehmenden Grenznutzens beschrieben. Der Grenznutzen bezeichnet den individuellen Nutzenzuwachs durch den Konsum einer zusätzlichen Einheit desselben Gutes. Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen rechtfertigt nur mathematisch die These, dass mit jeder weiteren zusätzlichen Einheit dieses Gutes der Nutzenzuwachs für das Individuum fällt (vgl. Varian, 2011). Demnach nimmt der Grenznutzen künftig reicher Individuen gegenüber zusätzlichem Konsum von Geld ab. Unter der Annahme von Wirtschaftswachstum würde bei einer Diskontierungsrate von Null die künftige reichere Generation der heutigen bevorzugt werden, was gegenüber der gegenwärtigen ärmeren Generation nicht gerecht wäre. Deswegen ist es vernünftig, über die Interessen künftiger Individuen weniger besorgt zu sein, als über die Interessen gegenwärtiger Individuen, was eine Climate Mitigation Strategie behindert (vgl. Nordhaus, 2008). Die Wirtschaftswachstumsannahme wird im Diskontierungsmodell be- rücksichtigt.

2.3. Diskontierungsmodell im Klimakontext

Die Anwendung des Diskontierungsmodells für klimapolitische Investitionsentscheidungen wird in einem Lehrbuch für Umweltökonomie folgendermaßen gerechtfertigt:

„Nach dem Gesetz der Gegenwartspräferenz wird ein Güterbündel heute einem Güterbündel in der Zukunft vorgezogen. Folglich muss der Nutzen zukünftiger Generationen „abdiskontiert“ werden“ (Siebert, 1987, 217).

Nach Siebert (1987) muss der Nutzen aus Klimakonsum für künftige Generationen ins Verhältnis zum heutigen Nutzen aus Klimakonsum gesetzt werden. Das Klima wird als ein ökonomisches Gut angesehen, dessen Wert sich über die Zeit durch die Gegenwartspräferenz der Konsumenten vermindert. Angenommen es liegen zwei mögliche Entscheidungsoptionen vor.

Option A: Eine gegenwärtige Investition von 100 Millionen Euro in Climate Mitigation wie zum Beispiel in die Forschung und Subvention erneuerbarer Energien.

Option B: Die Investition von 1 Milliarde Euro in 100 Jahren [N] der künftigen Generation, um die Folgen des irreversiblen Klimaschadens durch beispielsweise Flutdämme zu bekämpfen. Option B entspricht einer heutigen Climate Adaptation Strategie.

Welche Entscheidung sollte verfolgt werden?

Tabelle 2: Investitionsentscheidung - Climate Mitigation / Climate Adaptation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigenes Beispiel, Diskontierungsrate angepasst an Stern (2007) und Nordhaus (2008) / Rational-ökonomische Entscheidung ist rot markiert

Bei einer Diskontierungsrate von 5,5% ist der Gegenwartswert von 1 Milliarde nur 4,7 Millionen. Da 4,7 Millionen in der Zukunft nur einen Bruchteil der Option A-Ausgaben heute von 100 Millionen darstellt, sollte rational Option B gewählt werden. Sobald der Diskontierungsfaktor auf 1,4% verringert wird, ist der Gegenwartswert von 1 Milliarde bereits 249 Millionen – also mehr als doppelt so viel wie 100 Millionen heute. In diesem Fall müsste rational Option A gewählt werden. Das heißt also, je höher die Diskontierungsrate gewählt wird, umso weniger ist ein zukünftiger Vorteil in der Gegenwart wert. Die Problematik ist, dass eine Veränderung der Diskontierungsrate den zugeschriebenen Wert eines Gutes radikal vermindern kann. Durch die Wahl von [R] werden Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflusst. Die intergenerationelle Gerechtigkeit wird also von der beliebig gewählte Diskontierungsrate bestimmt. So herrscht unter Experten Uneinigkeit darüber, welcher Diskontsatz für die Berechnung des heutigen und künftigen Klimawertes verwendet werden sollte.

Der britische Klimaökonom Nicolas Stern veröffentlicht im Stern Review (2007) einen Kosten-Nutzen-Vergleich zwischen einer Climate Mitigation und einer Climate Adaptation Strategie der heutigen Generation mit dem Ergebnis, dass der Nutzen einer Climate Mitigation Strategie viel größer ist, als die Kosten, die künftige Generationen tragen müssten, um die Folgen des Klimawandels zu beheben. Stern (2007) gibt zu, dass es problematisch ist, Werte wie die einer intakten Natur in Geldeinheiten auszudrücken. Auf Basis des Reviews rechtfertigt Stern (2007) eine intensive Climate Mitigation Strategie, die bei einer Diskontierungsrate von 1,4% ermöglicht wird (vgl. Tabelle 2). Weiterhin plädiert er dafür, dass eine Diskontierungsrate die sehr viel größer als Null ist, ethisch unakzeptabel ist. Die Stern Review sorgte für große Aufmerksamkeit und teilte die Ökonomen in zwei Lager. Denn einige Ökonomen sind der Meinung, dass wirtschaftliche Konklusionen nicht auf ethischen Prämissen beruhen sollten. Zudem fordert Stern (2007) eine intensive Climate Mitigation Strategie, die hohe Kosten für die gegenwärtige Generation impliziert. Einflussreiche Ökonomen wie William Nordhaus (2008) hingegen sind der Meinung, dass ökonomische Handlungsnormen in der Klimapolitik nicht von ethischen Grundsätzen ausgehen sollten. Seiner Auffassung nach ist es nicht dringend notwendig, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Der amerikanische Ökonom Nordhaus (2008) fordert hingegen, dass die Diskontierungsrate aus Gerechtigkeitsgründen gegenüber der heutigen Gesellschaft an die Präferenzen gegenwärtiger Individuen angeglichen werden muss. Da sich die Präferenzen der Konsumenten in den exogen gegebenen Marktzinssätzen widerspiegeln, sollte die Diskontierungsrate an diese angepasst werden. Der Marktzinssatz ergibt sich aus dem Marktgleichgewicht von Angebot und Nachfrage, bei dem die Präferenzen der Marktteilnehmer optimal repräsentiert sind. Nordhaus (2008) plädiert im Gegensatz zu Stern (2007) für eine Diskontierungsrate von ungefähr 5,5% (vgl. Tabelle 2). Bei einer derartig hohen Diskontierungsrate wird der Wert von Klimakonsum in Zukunft stark abgezinst, so dass heute rational nicht in Klimaschutz investiert werden sollte. Dies wird dadurch begründet, dass die heutigen Kosten größer sind als der Nutzen zukünftiger Individuen aus Klimaschutzmaßnahmen (Tabelle 2). Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Diskontierungsrate von der ethischen Position der Ökonomen abhängt.

Auch muss beachtet werden, dass sich die Forderungen beider Ökonomen auf die Jahre 2007/08 bezogen. Die 5,5% entsprachen also den amerikanischen Finanzmarktzinssätzen im Jahr 2008 bei einer positiven amerikanischen Inflationsrate von ungefähr 3,8% während einer ökonomischen Extremsituation: der globalen Finanzkrise.12 Ferner ist eine Diskontierungs-rate in Höhe der Finanzmarktzinssätze zu postulieren höchst problematisch, da diese länderspezifisch und zeitlich variieren.13 Negative Marktzinssätze würden beispielsweise bedeuten, dass der Geldwert in Zukunft steigt und somit gegenwärtige Investitionen gegenüber der Zukunft rational vorzuziehen sind.14

Im Weiteren wird gezeigt, dass das Präferenz- und Wirtschaftswachstumsargument proble-matische Annahmen hinsichtlich der Anwendung auf Klimainvestitionsentscheidungen beinhalten.

III. Kritik an der Klimadiskontierung aus ökonomischer Sicht

“Weighing costs against benefits does not entirely answer the question of what should be done about climate change.”

(John Broome, britischer Philosoph und Ökonom)

3.1. Kritik an der reinen Zeitpräferenz

Die reine Zeitpräferenz besagt, dass der Nutzen aus gegenwärtigem Güterkonsum unter anderem aufgrund der Ungeduld der Konsumenten immer größer ist als morgen (2.2.2.). Doch die Annahme der reinen Zeitpräferenz kann in Bezug auf Klimainvestitionsentscheidungen nicht angewendet werden, da es keinen Grund gibt ungeduldig im Konsumverhalten zu sein. Der Konsum von Klimabedingungen, wie zum Beispiel ‚Meeresluft‘, ist sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft gegeben. Die entweder-oder-Entscheidung von Konsum heute oder morgen steht außer Frage. Weiterhin greift das Argument der Risikoaversion gegenüber Marktveränderungen in der Zukunft nicht, denn die Möglichkeit zum Konsum von ‚Meeresluft‘ wird auch in Zukunft de facto für alle Individuen gegeben sein, denn Luft ist auf der Erde in ausreichender Menge vorhanden (vgl. Woll, 2011). Vielmehr bedarf die Qualität der ‚Meeresluft‘ in Zukunft durch die zunehmende Verschmutzung einer ökonomischen und ethischen Diskussion. Auch das Risiko der Veränderung des Marktwertes von ‚Meeresluft‘ findet keine Anwendung, da ihr aufgrund der Nichtexistenz eines Marktes kein ökonomischer Wert zugeordnet werden kann (Ausführung in 4.1.).15

Auch wurde ausgeführt, dass sich im Marktgleichgewicht die individuellen Konsumpräferenzen optimal in den Marktzinssätzen widerspiegeln (2.1.). Da sich wiederum politische Entscheidungen an den Präferenzen der Individuen orientieren, sollte nach Nordhaus (2008) für klimapolitische Entscheidungen aus Gerechtigkeitsgründen gegenüber der gegenwärtigen Generation eine marktübliche Diskontierungsrate verwendet werden. Durch ein Gedankenexperiment von Broome (2008) soll die Problematik dieses Ansatzes verdeutlicht werden:

Angenommen, ein in Zukunft lebendes Individuum erscheint in der Gegenwart, um künftige Güter am heutigen Markt zu erwerben. Für das Individuum sind Zukunftsgüter mehr wert als für heute lebende Menschen, da es einen Nutzen aus deren Konsum generiert. Weiterhin soll angenommen werden, dass das Individuum so reich ist, dass es eine hinreichend große Menge an künftigen Wirtschaftsgütern kaufen kann und somit den gegenwärtigen Marktpreis beeinflusst. Gemäß dem Gesetz des Marktgleichgewichte s steigt unter hinreichend großer Nachfrage bei konstantem Angebot das Preisniveau. Deswegen erhöht sich auch der Gegenwartswert des betrachteten Gutes. Bei gleichbleibendem Zukunftswert und gleichbleibender Anzahl der betrachteten Jahre muss gemäß obiger Diskontierungsformel der Marktzinssatz sinken. Das Gedankenexperiment verdeutlicht, dass die Konsuminteressen künftiger Individuen in gegenwärtige Marktpreise aufgegriffen werden müssen. Deswegen müsste auch die Diskontierungsrate für Klimaschutzinvestitionen an den verminderten Marktzinssatz angeglichen werden. Das Gedankenexperiment rechtfertigt eine Diskontierungsrate, die niedriger ist als der aktuelle Marktzinssatz, da die Präferenzen künftiger Generationen in gegenwärtigen, politischen Klimaentscheidungen zu berücksichtigen sind (vgl. Broome, 2008).

[...]


1 Zusammenhang von Starkregen und Klimawandel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/unwetter-wie-klimawandel-und-starkregen-zusammenhaengen-1.3017830 (Zugriff: 07.07.2016)

2 Unter dem Begriff „Treibhausgase“ werden sechs verschiedene Gase verstanden: Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW), Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6). Die Treibhausgase verursachen den Treibhauseffekt. Die größte Wirkung auf den Treibhauseffekt hat das CO2 (vgl. Rahmstorf & Schellnhuber, 2012 / Solomon, Qin, Manning, Chen, Marquis, Averyt, Tignor & Miller, 2007).

3 Nach herrschender Meinung beruht die ökonomischen Theorie auf einem utilitaristischen Ansatz: „Indeed, the classic justification for the economic system we call market capitalism ist fundamentally utilitarian“ (Jones & Felps, 2013, 212). In der vorliegenden Arbeit wird diese Ansicht in Bezug auf die Klimawandelproblematik verneint.

4 In der aktuellen Klimawandeldiskussion hat sich die Verwendung der englischen Begriffe ‚ Climate Mitigation ‘ und ‚ Climate Adaptation‘ durchgesetzt. Das Verständnis beider Konzepte wird in der deutschsprachigen Klimawandeldebatte vorausgesetzt. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden nur die englischen Fachtermini benutzt.

5 Der Begriff wurde von Suchanek (2007) geprägt.

6 Wissenschaftlich akzeptierte Klimamodelle geben eine Zeitspanne von 100 Jahren wieder. In sogenannten Klimaszenarien werden die möglichen Klimawandelfolgen modelliert. Für eine ausführliche Diskussion siehe Rahmstorf & Schellnhuber (2012).

7 Bislang wurde der Begriff der ‚zukünftigen Generationen‘ nicht präzise definiert. Hier bedarf es weiterer philosophischer Diskussion. Aus Vereinfachungsgründe wird im Folgenden am gängigen Sprachgebrauch ‚zukünftiger Generationen‘ festgehalten (vgl. Gesang, 2016).

8 In der Realität stellt die Entscheidung einen Balanceakt dar, wie viel Climate Mitigation jetzt gegen wie viel Climate Adaptation später.

9 Bierman und Smidt sprechen von „time value of money“ und „risk“ (2007, 170).

10 Seit 2008 unterliegen Niedrigenergiefahrzeuge dem Standard des Enhanced Environmentally Friendly Vehicle (EEV) des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Dieser Standard beinhaltet einen CO2-Emission minimierenden Motor. Denn Verbrennungsmotoren von Autos sind etwa zu 20% am weltweiten CO2 Aufkommen beteiligt und leisten somit ihren Beitrag zur Klimaerwärmung (vgl. Dietsche, Jäger, Robert Bosch GmbH, 2003).

11 Dieser Zusammenhang gilt nur, wenn das Wachstum größer als der Kostenanstieg für Güter ist (vgl. Berk & DeMarzo, 2016).

12 Überblick über die historische Inflationsrate in den USA: http://www.usinflationcalculator.com/inflation/historical-inflation-rates/ (Zugriff: 08.7.2016)

13 Zum Vergleich: tägliche Schwankung in den Finanzmarktzinssätzen 30 jähriger Staatsanleihen in den USA: http://www.bloomberg.com/quote/USGG30YR:IND (Zugriff: 08.7.2016)

14 Dieses Phänomen trat am 14.06.2016 erstmals am deutschen Aktienmarkt auf. Die Zinssätze für 10 jährige deutsche Bundesanleihen fielen in den Negativbereich: http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/zehnjaehrige-bundesanleihe-dieser-chart-stellt-die-finanzwelt-auf-den-kopf/13709996.html (Zugriff: 08.7.2016)

15 Befürworter der Diskontierung von ‚Meeresluft‘ könnte erwidern, dass aufgrund der Möglichkeit des eigenen Todes ein Restrisiko besteht, so dass der Konsum von ‚Meeresluft‘ in Zukunft nicht mehr möglich ist und deswegen heutiger Konsum präferiert wird. Trotzdem bleibt die Anwendung des Diskontierungsmodells problematisch, da für die ‚Meeresluft‘ kein Markt und somit kein Marktpreis vorhanden ist, der diskontiert werden könnte (Ausführung in 4.1.).

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten

Details

Titel
Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem
Untertitel
Eine Analyse mithilfe des Diskontierungsmodells
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Philosophie)
Veranstaltung
Bachelorarbeitsseminar
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
51
Katalognummer
V536552
ISBN (eBook)
9783346130242
ISBN (Buch)
9783346130259
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klimawandel, Klimaschutz, Diskontierung, Unsicherheit, Utilitarismus
Arbeit zitieren
Nicole Kaczmar (Autor), 2016, Klimawandel als intergenerationelles Gerechtigkeitsproblem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536552

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