Gunnar Heinsohn und Otto Steiger stellen in ihrem Buch „Die Vernichtung der weisen Frauen“ die These auf, dass die Hexenverbrennungen einzig und allein nur stattfanden, um das Wissen der Frauen (insbesondere) zu Verhütung und Abtreibung auszulöschen.
Die Hebammen sollten nicht weiterhin die Anzahl der Geburten kontrollieren können.
Diese Hausarbeit wird sich mit der These auseinandersetzen. Es wird geprüft, ob es - abgesehen von der Ausrottung des Wissens - nicht noch andere Gründe zur Hexenverfolgung gab.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beginn der Hexenverfolgung
- Hexenhammer
- Methoden der Inquisition
- Anschuldigungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der These, dass die Hexenverfolgungen im Mittelalter einzig und allein dazu dienten, das Wissen der Frauen über Verhütung und Abtreibung auszurotten. Die Arbeit untersucht, ob neben diesem Grund weitere Gründe für die Hexenverfolgung existiert haben.
- Die Entstehung der Hexenverfolgung im Kontext des Mittelalters
- Der Einfluss des Hexenhammers auf die Hexenverurteilungen
- Die Methoden der Inquisition und ihre Rolle bei der Hexenverfolgung
- Die Art der Anschuldigungen, die gegen vermeintliche Hexen erhoben wurden
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die These von Heinsohn und Steiger zur Ausrottung des weiblichen Wissens als Hauptgrund für die Hexenverfolgung vor und kündigt die Untersuchung weiterer möglicher Gründe an.
- Beginn der Hexenverfolgung: Dieses Kapitel betrachtet die Entwicklung der Hexenverfolgung im Kontext des Wandels der gesellschaftlichen und religiösen Ansichten im Mittelalter. Es beleuchtet die Rolle der Kirche und der Inquisition.
- Hexenhammer: Dieses Kapitel analysiert das Werk "Hexenhammer" von Jakob Sprenger und Heinrich Institoris und untersucht, inwieweit es tatsächlich nur auf die Unterdrückung weiblichen Wissens über Geburtenkontrolle fokussiert war.
- Methoden der Inquisition: Dieses Kapitel befasst sich mit den brutalen Methoden der Inquisition, die eingesetzt wurden, um Geständnisse zu erzwingen, und analysiert, wie diese zur Verurteilung vermeintlicher Hexen beitrugen.
- Anschuldigungen: Dieses Kapitel beleuchtet die Art der Anschuldigungen, die gegen vermeintliche Hexen erhoben wurden. Es geht dabei um die Verbindung von Magie und Schadenszauber sowie die Rolle von Vorurteilen gegenüber Frauen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Hausarbeit sind die Hexenverfolgung im Mittelalter, der "Hexenhammer", die Methoden der Inquisition, die Rolle der Kirche und die Anschuldigungen gegen vermeintliche Hexen. Die Arbeit analysiert die These, dass die Ausrottung des weiblichen Wissens über Geburtenkontrolle der Hauptgrund für die Hexenverfolgung war.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptthese von Heinsohn und Steiger zur Hexenverfolgung?
Die Autoren behaupten, dass die Hexenverbrennungen primär dazu dienten, das Wissen der „weisen Frauen“ über Verhütung und Abtreibung auszulöschen, um die staatliche Kontrolle über die Geburtenraten zu sichern.
Welche Rolle spielten Hebammen bei der Hexenverfolgung?
Hebammen standen oft im Fokus, da sie über medizinisches Wissen verfügten. Laut der untersuchten These sollten sie daran gehindert werden, die Anzahl der Geburten eigenständig zu kontrollieren.
Was ist der „Hexenhammer“ (Malleus Maleficarum)?
Der Hexenhammer ist ein 1486 veröffentlichtes Werk, das als Anleitung zur Hexenverfolgung diente. Es legitimierte die Jagd auf Frauen und definierte magische Praktiken als Ketzerei.
Welche Methoden wendete die Inquisition an?
Die Inquisition nutzte grausame Foltermethoden, um Geständnisse zu erzwingen. Diese Geständnisse dienten oft dazu, weitere Frauen zu beschuldigen und den Mythos der Hexerei aufrechtzuerhalten.
Gab es neben der Geburtenkontrolle noch andere Gründe für die Verfolgung?
Ja, die Hausarbeit prüft weitere Faktoren wie religiösen Fanatismus, soziale Neidstrukturen, den Wandel gesellschaftlicher Ansichten im Mittelalter und Vorurteile gegenüber Frauen im Allgemeinen.
Wie hängen Magie und Schadenszauber mit den Anschuldigungen zusammen?
Vielen Frauen wurde vorgeworfen, durch Schadenszauber Krankheiten oder Missernten verursacht zu haben. Diese Anschuldigungen dienten oft als Vorwand, um gesellschaftlich unliebsame Personen zu eliminieren.
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- Eva Franke (Author), 2015, Hexenverfolgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536560