Die vorliegende Prosemiararbeit beschäftigt sich mit dem Bau beziehungsweise dem Neubau der Akropolis in Athen unter dem Staatsoberhaupt Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr. Perikles schuf in kürzester Zeit Gebäude für die Ewigkeit, welche zum Teil bis heute erhalten und zu bestaunen sind.
Zu Beginn der Arbeit wird auf das Leben des Perikles, als Schaffer vieler bleibender Bauwerke, eingegangen. Zusammen mit künstlerischen Beratern, prominenten Architekten und Künstlern der damaligen Zeit schufen die Athener unter Perikles unvergleichbare Gebäude für die damalige Zeit. In einem unglaublichen Tempo ragten die Gebäude in die Höhe. Dies wird in der Arbeit durch ein Zitat von Plutarch zu Tage gebracht. Hauptaugenmerk liegt dabei auf vier Bauwerken: Dem Parthenon, den Propyläen, dem Tempel zur Huldigung der Athena Nike und dem Erechtheion. Diese werden in diversen Punkten, wie Baustil, architektonischen Merkmalen und als Weihstätte verschiedenster Götter untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Perikles als Bauherr
3. Die Akropolis vor Perikles
4. Die Akropolis in neuem Licht
4.1. Der Parthenon
4.2. Die Propyläen
4.3. Der Tempel der Athena Nike
4.4. Das Erechtheion
5. Conclusio
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den umfassenden Neubau der Athener Akropolis unter der Schirmherrschaft von Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr. Dabei wird analysiert, wie in kurzer Zeit Bauwerke von bleibender ästhetischer und historischer Bedeutung geschaffen wurden, die bis heute als Symbole der griechischen Antike Bestand haben.
- Die Rolle des Perikles als politischer und künstlerischer Förderer
- Die architektonische Transformation der Akropolis von der Vorzeit bis zum Goldenen Zeitalter
- Detaillierte bauliche Untersuchung der Hauptmonumente Parthenon, Propyläen, Niketempel und Erechtheion
- Sozioökonomische Auswirkungen des Bauprojekts auf die athenische Bevölkerung
Auszug aus dem Buch
4.1. Der Parthenon
Da es vor dem Bauprojekt des Perikles bereits ein gewisses Baubegehen gab, steht der perikleische Parthenon zum Teil auf dem Fundament eines Vorgängergebäudes. Dieses Fundament soll bereits vor dem Einmarsch der Perser im Jahre 480 fertiggestellt worden sein. Ungewiss ist allerdings, ob auch schon Säulen gestanden sind, welche dann durch die Perser niedergebrannt wurden. Beschlossen wurde der Bau des Parthenon unter Perikles dann im Jahre 448/7 v. Chr. und circa 6 Jahre später, 443/2 v. Chr. wurde das Bauprojekt bereits abgeschlossen. Diese unglaubliche Schnelligkeit wurde bereits von der antiken Bevölkerung bestaunt.
Der altgriechische Bau ist ein dorischer „Peripteros“, das bedeutet, dass er von Säulen umgeben ist. Insgesamt acht Säulen an den jeweiligen Fronten, welche nach Osten und Westen zeigen und jeweils siebzehn Säulen an den Längsseiten. Das heißt im Ganzen 46 Säulen, welche aus pentelischem Marmor bestehen. Daraus ergibt sich am Säulenfuß ein Maß aus 30,86m Breite und 69,51m Länge. Das Fundament, bestehend aus drei Stufen, welches, wie weiter oben erwähnt, auf der Platte des Vorgängerbaus steht, wurde auf den Frontseiten durch jeweils drei weitere Stufen ergänzt, um der Bevölkerung den Zugang zu vereinfachen. Der Haupteingang befand sich jedoch nur auf der Ostseite. Inmitten der 46 Hauptsäulen befand sich der sogenannte „Sekos“, welcher eigentlich der Haupttempel war. Dies war ein rechteckiges Gebäude ohne Fenster mit den Maßen 59x21,72m.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Akropolis-Neubaus unter Perikles ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Auswahl der untersuchten Bauwerke.
2. Perikles als Bauherr: Dieses Kapitel beleuchtet die politische Rolle des Perikles und seine enge Zusammenarbeit mit Künstlern wie Phidias bei der architektonischen Neugestaltung Athens.
3. Die Akropolis vor Perikles: Es wird die historische Bedeutung des Felsens als Kultstätte und Palastanlage seit der mykenischen Zeit bis zur Zerstörung durch die Perser beschrieben.
4. Die Akropolis in neuem Licht: Hier erfolgt eine tiefgehende architektonische und kulturelle Analyse der vier Hauptbauwerke Parthenon, Propyläen, Niketempel und Erechtheion.
5. Conclusio: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und die bleibende Bedeutung der perikleischen Bauwerke für die Geschichte und Gesellschaft resümiert.
Schlüsselwörter
Akropolis, Athen, Perikles, Parthenon, Propyläen, Niketempel, Erechtheion, Architektur, Antike, Phidias, Marmor, Kultbauten, Griechische Geschichte, Klassik, Baudenkmäler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Proseminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem großangelegten Neubauprojekt der Akropolis unter der Führung des Staatsmannes Perikles im 5. Jahrhundert v. Chr.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Planung und Umsetzung der monumentalen Bauwerke, die ästhetische Gestaltung sowie die sozioökonomische Bedeutung dieser Projekte für Athen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die künstlerische Brillanz und die bemerkenswerte Schnelligkeit der Bauprozesse zu verdeutlichen, die die Akropolis zu einem Bauwerk für die Ewigkeit machten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Sekundärliteratur, historischen Berichten sowie archäologischen Erkenntnissen zu den Bauphasen der Akropolis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Entstehung und den baulichen Merkmalen von vier zentralen Monumenten: Parthenon, Propyläen, Niketempel und Erechtheion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Akropolis, Perikles, Architektur, klassische Antike, Parthenon und athenische Kultur.
Warum war der Bau der Propyläen erst nach dem Parthenon möglich?
Der Zugang musste zunächst für den Transport riesiger Baumaterialmengen zum Parthenon freigehalten werden, da er als einziger Zufahrtsweg fungierte.
Welche Funktion erfüllte der Erechtheion im Vergleich zu einem klassischen Tempel?
Durch seine komplexe, dem unebenen Baugrund angepasste Struktur wird er nicht als klassischer Tempel, sondern als Bauwerk mit besonderer kultischer Bedeutung interpretiert.
Welche Rolle spielte der Bildhauer Phidias bei diesem Bauprojekt?
Phidias fungierte als enger künstlerischer Ratgeber des Perikles und war maßgeblich an der Gestaltung und dem Schmuck der Bauten beteiligt.
Warum wird der Parthenon als dorischer „Peripteros“ bezeichnet?
Dieser Begriff beschreibt einen Bautyp, bei dem ein Gebäude allseitig von einer Säulenreihe (Pteron) umgeben ist.
- Quote paper
- Anja Pelzmann (Author), 2020, Die Akropolis unter Perikles. Ein Bauwerk für die Ewigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536678