Die Unternehmenskommunikation hat in den letzten Jahren einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfahren. Zum einen liegt das daran, dass sich das gesellschaftliche Umfeld der Unternehmen verändert hat, zum anderen aber auch die Unternehmen selbst Teil eines tief greifenden Wandels geworden sind. Zunehmende Privatisierungen, Fusionen oder Übernahmen beeinflussen die strategischen Entscheidungen des Managements und betreffen fast sämtliche Bereiche und Funktionen einer Organisation. Nicht zuletzt der globale Wettbewerb verlangt eine schnelle Reaktion auf Veränderungen, damit das Unternehmen erfolgreich am Markt bleiben kann. Jedes Unternehmen muss sich daher den Herausforderungen von Veränderungen stellen. Wie diese Veränderungen gestaltet und möglichst erfolgreich umgesetzt und kontrolliert werden können, damit beschäftigt sich das Change Management. Der technische Fortschritt hat diese Veränderungen begleitet, teilweise sogar beschleunigt und die Kommunikation im Unternehmen beeinflusst. Sowohl die externe als auch die interne Kommunikation werden durch die Entwicklung der elektronischen Medien geprägt. Neben den herkömmlichen Kommunikationsinstrumenten eröffnen Internet, Intranet, Datenbanken und Business-TV dem Unternehmen eine Vielzahl von Chancen und Perspektiven.
Ein tiefgreifender organisationaler Wandel eines Unternehmens kann nur in enger Kooperation mit allen Beteiligten erfolgreich sein – mit den Mitarbeitern, den Führungskräften, den Teilhabern, der Politik, der Mitbestimmungsseite, den Kunden, den Zulieferern und den Medien. Diese entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg eines Wandels. Für eine sinnvolle Zusammenarbeit bedarf es einer funktionierenden Kommunikation. Sie stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor für einen gelungenen Wandel und die Umsetzung des Change Managements innerhalb der Unternehmung dar.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Organisationaler Wandel
2.1 Gründe für organisationalen Wandel
2.1.1 Externe Ursachen
2.1.2 Interne Ursachen
2.2 Umsetzung des organisationalen Wandels
3 Information und Kommunikation in Unternehmen
3.1 Abgrenzung der Begriffe Information und Kommunikation
3.2 Kommunikation als entscheidender Faktor
3.3 Interne Kommunikation als Managementaufgabe
3.4 Integrale Bestandteile der internen Kommunikation
3.4.1 Medien der Abwärtskommunikation
3.4.1.1 Das Intranet
3.4.1.2 Die Mitarbeiterzeitung
3.4.1.3 Business-TV
3.4.2 Medien der Aufwärtskommunikation
3.4.2.1 Mitarbeiterbefragungen
3.4.2.2 Betriebliches Vorschlagswesen
3.4.3 Medien der Seitwärtskommunikation
3.4.3.1 Mitarbeitergespräche
3.4.3.2 Diskussionsforen im Intranet
3.4.3.3 Workshops und Seminare
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die kommunikativen Herausforderungen während eines organisationalen Wandels und analysiert die zentrale Bedeutung der internen Unternehmenskommunikation für den Erfolg solcher Veränderungsprozesse. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie durch gezielte Kommunikationsstrategien Mitarbeiterbindung und Identifikation gestärkt sowie Widerstände gegen Wandel abgebaut werden können.
- Bedeutung der Kommunikation bei organisationalen Wandlungsprozessen
- Interne Kommunikation als entscheidender strategischer Erfolgsfaktor
- Analyse von Medien der Abwärts-, Aufwärts- und Seitwärtskommunikation
- Rolle des Managements bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen
- Überwindung von Mitarbeiterwiderständen durch zielgerichtete Information
Auszug aus dem Buch
3.4.1.1 DAS INTRANET
Das Intranet ist ein auf den Elementen des Internets aufbauendes firmeninternes Netzwerk (Hegner 2001: 113). Mittels des Intranets werden alle unternehmensrelevanten Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit in der gleichen Version den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt – ohne Zugriffsmöglichkeiten für externe Nutzer (Herbst 2003: 220ff). Diese Art von Vernetzung ist zugleich standardisiert, offen und kostengünstig (Kalmus 1998: 122; Bruhn 2005: 1250). Jeder Mitarbeiter kann individuell auf Informationen, wie z.B. Datenbanken, Archive, elektronische Arbeitsplätze, Formulare, Produktinformationen usw. zugreifen oder mittels E-Mail oder Videokonferenzen kommunizieren. An der Mitwirkung und der Gestaltung des Intranets sind sowohl externe als auch interne Stellen und Mitarbeiter beteiligt. Die inhaltliche und technische Konzeption erfolgt in der Regel durch das Unternehmen, während die gestalterischen Parameter oftmals durch Multimedia- oder Spezialagenturen übernommen werden (Hegner 2001: 114). Eine besondere Stärke der Kommunikation mittels des Intranets ist die Möglichkeit der weltweiten Verbreitung von Informationen und dem Austausch von Know-how und bietet somit für international agierende Unternehmen eine effiziente Lösung. Vorteilhaft ist ebenfalls die Schnelligkeit, die mögliche Interaktivität und Dialogfähigkeit. Vor allem in Zeiten eines Reorganisationsprozesses ist das Intranet besonders geeignet, Neuerungen zu verbreiten und Gerüchten entgegenzuwirken (Bruhn 2005: 1250; Herbst 2003: 355). Besonders im Vergleich zur Mitarbeiterzeitung bietet das Intranet eine wesentlich höhere Aktualität der bereitgestellten Beiträge, da sie ohne Rücksicht auf Redaktionsschluss sofort ins Netz gestellt werden können (Klöfer 2003: 50).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Unternehmenskommunikation vor dem Hintergrund eines tiefgreifenden organisationalen Wandels und umreißt die Struktur der Arbeit.
2 Organisationaler Wandel: Das Kapitel analysiert externe und interne Ursachen für Reorganisationsprozesse und erläutert die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung von Change Management.
3 Information und Kommunikation in Unternehmen: Dieser Hauptteil differenziert zwischen Information und Kommunikation, definiert interne Kommunikation als zentrale Managementaufgabe und stellt verschiedene Medienkanäle für den Informationsfluss im Wandel vor.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein strategisches Kommunikationsnetzwerk und der persönliche Dialog entscheidend sind, um in dynamischen Wandlungsphasen Glaubwürdigkeit zu sichern und Widerstände abzubauen.
Schlüsselwörter
Organisationaler Wandel, Change Management, Interne Kommunikation, Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterbindung, Reorganisation, Informationsmanagement, Abwärtskommunikation, Aufwärtskommunikation, Seitwärtskommunikation, Intranet, Führungskompetenz, Identifikation, Unternehmenskultur, Wissensvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Kommunikation in Unternehmen spielt, wenn diese tiefgreifende Wandlungsprozesse durchlaufen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Kommunikation, dem Change Management und der Analyse spezifischer Medien zur Information der Belegschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Kommunikationsstrategie die Akzeptanz für Veränderungen bei Mitarbeitern erhöht und der Erfolg des Wandels gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Konzepte zu Personal- und Organisationsentwicklung basiert.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wandels sowie die detaillierte Vorstellung von Medien der Abwärts-, Aufwärts- und Seitwärtskommunikation.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit beschreiben?
Zentrale Begriffe sind Organisationaler Wandel, Change Management, interne Kommunikation und Mitarbeiteridentifikation.
Warum ist das Intranet für Veränderungsprozesse besonders geeignet?
Im Gegensatz zu Printmedien bietet das Intranet eine hohe Aktualität, ermöglicht eine schnelle Verbreitung von Informationen und bietet interaktive Dialogmöglichkeiten, um Gerüchten entgegenzuwirken.
Welche Bedeutung haben Mitarbeitergespräche im organisationalen Wandel?
Sie sind die individuellste Kommunikationsform und dienen dazu, Ängste abzubauen, Vertrauen zu fördern und ein klares Verständnis über Ziele und Erwartungen zu schaffen.
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- Margret Jonas (Author), 2006, Knackpunkt im organisationalen Wandel: die Bedeutung von Information und Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53699