Der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Kaiser Wihelm I. und Kronprinz Friedrich Wilhelm

Traditionelle Spannungen und politische Differenzen im Herrscherhaus Preußens


Hausarbeit, 2020

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

1. EINLEITUNG

2. QUELLEN UND METHODIK

3. DER KONFLIKT ALS STRUKTURPROBLEM IM HERRSCHERHAUS
3.1 DER THRONFOLGER IN DER KONSTITUTIONELLEN MONARCHIE
3.2 DER FALL VON KÖNIG WILHELM I. UND KRONPRINZ FRIEDRICH WILHELM

4. FALLSPEZIFISCHE FAKTOREN
4.1 POLITISCHE ASPEKTE
4.2 MENSCHLICHE ASPEKTE

5. FAZIT

6. QUELLEN

7. LITERATUR

8. ANHANG

1. Einleitung

Voller Siegesfreude überreichte König Wilhelm I. seinem einzigen Sohn Friedrich Wilhelm auf dem Schlachtfeld von Königgrätz seinen eigenen Orden „Pour le mérite“, um dem Thron­folger für seine mitentscheidende militärische Leistung zu danken1 (Abbildung 1). Im zivilen Leben war das Verhältnis der beiden Fürsten weniger herzlich. In seinen Tagebüchern be­klagte der Kronprinz Mangel an Beachtung2 und politischen Informationen3 sowie sein unbe­friedigendes Leben in Warteposition zum Thron.4 Der vitale Vater dagegen scheint noch im hohen Alter Scherze auf Kosten des bereits schwer erkrankten Sohnes gemacht zu haben.5

Konflikte zwischen Vätern und Söhnen scheinen traditionell zur Familiengeschichte der Ho- henzollern zu gehören, von Kurfürst Friedrich Wilhelm und seinem Vater Georg Wilhelm6 bis zum traurigen Höhepunkt, als der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. den besten Freund und Fluchthelfer seines Sohnes Friedrich vor dessen Augen hinrichten ließ.7 Beim „Großen Kur­fürsten“ führten religionspolitische Differenzen während des 30-jährigen Krieges zum Streit,8 beim „alten Fritz“ hingegen stand charakterliche Unvereinbarkeit im Vordergrund.9

Als Ursache des Konflikts der ersten deutschen Kaiser aus dem Haus Hohenzollern diagnos­tizierten die frühen Biographen vor allem stark divergierende politische Ansichten. Die fort­schrittlich-liberalen Überzeugungen des Kronprinzen stellten ihn in Gegensatz zur konserva­tiven Grundhaltung des Vaters. Unzufrieden mit der für ihn untragbaren, den Thron gefähr­denden Regierungsweise des Königs stand Friedrich vor der tragischen Entscheidung, dem Vater zu gehorchen oder seinen eigenen Prinzipien treu zu bleiben.10

Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bezweifelten Historiker erstmals die tradierte Vorstellung von Friedrich III. als gefestigtem Liberalen. In seinem Aufsatz von 1949 zeichnete der Deutsch-Amerikaner Andreas Dorpalen den Kronprinzen als altpreußischen Offizier, dessen Liberalismus mehr auf jugendlicher Begeisterung als auf echter Überzeugung, vor allem aber auf dem Einfluss seiner Frau Victoria beruhte.11 Spätere Autoren beschrieben einen zwischen eigener konservativer Natur und liberalem Zeitgeist gespaltenen Thronfolger, der seinen Pro­test in höchster Erregung, auf Druck seiner Frau sowie in Sorge um die Zukunft der Dynastie öffentlich bezeugte.12 Patricia Kollander (1995) betonte die ausgeprägte Verfassungstreue und das tiefe Rechtsbewusstsein des Kronprinzen als Auslöser seines Widerspruchs,13 während Hans-Christof Kraus (2000) die Motivation des Prinzen in der Rettung der Verfassung und in der Wahrung seiner eigenen Integrität sah, falls die Regierung Bismarck bald stürzen würde.14 Die jüngsten Arbeiten zu Friedrich III. von Frank Lorenz Müller (2003) und Winfried Baum­gart (2015) bewerteten ihn als einen zur Herrschaft völlig ungeeigneten Menschen mit diffusen politischen Überzeugungen, dessen liberale Gesinnung maßgeblich von seiner Frau, der eng­lischen Prinzessin Victoria, und seinem Schwiegervater Vater Prinz Albert gesteuert wurden.15 Eine generalisierende Sicht auf den Konflikt eröffnete die 2019 erschienene Untersuchung von Frank Lorenz Müller zu den europäischen Thronfolgern des 19. Jahrhunderts. Müller ver­suchte aufzuzeigen, dass die verkrusteten Strukturen und Verhaltensregeln, mit denen sich die Herrscherfamilie als bürgerliches Ideal bei den Untertanen zu profilieren suchte, Streitfälle zwischen den Familienmitgliedern geradezu provozierten.16 Die konfliktträchtige Situation betraf vor allem die in ihrer Rangstellung schwachen Thronfolger, die sich gleichzeitig als Hoffnungsträger der Zukunft profilieren sollten. Der Autor untermauerte seine These mit den Beispielen von Friedrich von Preußen, Rudolf von Habsburg und Eduard von England.17 Die Diversität der Meinungen lässt vermuten, dass eine Kombination von Ursachen den Konflikt der beiden Hohenzollern bewirkte.

Wie spielten strukturell bedingte und fallspezifische Faktoren zusammen, so dass es zu dem kritischen öffentlichen Auftritt Friedrichs 1863 in Danzig kam, der unglücklicherweise die Beziehung für immer ruinierte?

2. Quellen und Methodik

Auf Grund der herausragenden Stellung der beiden Kaiser und der hohen Schriftlichkeit im Europa des 19. Jahrhunderts stehen sowohl eine Vielzahl von offiziellen Dokumenten wie Denkschriften, Redetexte und Briefe, als auch eine große Menge von sehr privaten Quellen ediert zur Verfügung.

Neben dem Schriftverkehr der beiden Fürsten während der Danziger Affäre,18 stellen die Ta­gebücher Friedrichs III. die wichtigste Quelle zur Fragestellung dar. Der Hohenzoller hinter­ließ 23 Bücher mit fast täglichen Einträgen, die über die Zeit von 1848 bis zu seinem frühen Tod 1888 Auskunft geben. Sie liegen vollständig in den bereits zitierten Ausgaben von Hein­rich Otto Meisner (für die Zeit von 1848 bis 1866) und Winfried Baumgart (von 1866 bis 1888) vor. Meisner gab 1926 bereits das Kriegstagebuch vom Feldzug 1870/71 heraus, in dem Friedich über die Ereignisse bei der deutschen Reichsgründung berichtete.19 Die Herausgeber mussten wegen der Materialfülle sich wiederholende, nichtssagende Einträge über Wetter, Natureindrücke, Schwimmbadbesuche etc. und allzu private Informationen weglassen.20 Friedrich scheint die Aufzeichnungen mit seiner Frau abgestimmt zu haben.21 Da der Kron­prinz die Publikation nach 1922 explizit erlaubte,22 könnte der Gedanke an eine mögliche spä­tere Leserschaft Inhalt und Formulierung der Einträge beeinflusst haben. Die Texte wirken jedoch ungeschminkt, authentisch und glaubwürdig. Aus dem überlieferten Schriftverkehr des Kronprinzen verwendet die Arbeit einige Briefe an seinen sehr verehrten zivilen Lehrer Ernst Curtius, mit dem Friedrich lebenslang im Gedankenaustausch blieb.23 Informationen finden sich auch in den zahlreichen Memoiren und Korrepondenzen zeitgenössischer Politiker und Schriftsteller. Die „Gedanken und Erinnerungen“ des Grafen Otto von Bismarck bieten eine interessante Seiteneinsicht, da der Reichskanzler mit beiden Fürsten über 30 Jahre in engem Kontakt stand.24 Als Egodokument mit politischen Rechtfertigungen, subjektiven Vorurteilen und auch Erinnerungsfehlern zog das Werk seit seiner Publikation kritische Anmerkungen nach sich.25 Gerhard Grundmann, der sich in seiner Doktorarbeit von 1925 speziell mit den Bedenken der Historiker zu den einzelnen Passagen beschäftigte, schätzte die Charakterisie­rung Wilhelms I. und die Darstellung der öffentlichen Opposition Friedrichs III. als besonders realistisch ein.26 Mir ist aufgefallen, dass Bismarck im Bericht über das Treffen in Gastein deutlich von Friedrichs Tagebuchnotiz abweicht. Während der Kronprinz behauptete, fest ge­blieben zu sein, erzählte Bismarck, dass dieser sein Unrecht eingesehen und sich entschuldigt hätte.27 In Anbetracht des weiteren Verlaufs des Streits erscheint mir Friedrichs Version glaub­würdiger. Weitere Informationen sowohl zur politischen Haltung Friedrichs als auch zu sei­nem Privatleben liefern die bereits 1889 erschienenen Erinnerungsblätter des Schriftstellers Gustav Freytag. Der Vertraute und Kriegsbegleiter von 1870/71 verfasste eine kurze und er­freulich wenig panegyrische Darstellung des Thronfolgers nach dem Bruch mit dem Vater.28 Auch General Albrecht von Stosch, ein Bismarck-Gegner, der bei Kaiser und Kronprinz gleichermaßen gut angesehen war, äußerte sich in seiner Korrespondenz mit Friedrich nahe­stehenden liberalen Politikern überraschend kritisch zu dessen Wesen und politischer Haltung, wenn man seine Chancen bedenkt, später Friedrichs Bundeskanzler zu werden.29

Analog zu den in der Leitfrage genannten Typen von Faktoren betrachtet die Arbeit Friedrichs öffentlichen Protest 1863 in Danzig in zwei getrennten Abschnitten. Der erste Abschnitt spie­gelt den Verlauf des Konflikts an Hand der zwischen den Beteiligten ausgetauschten Schrift­stücke im Hinblick auf Argumente und Äußerungen, die die Thesen Frank Lorenz Müllers zu bestätigen bzw. ihnen zu widersprechen scheinen. Der zweite Abschnitt beleuchtet fallspezi­fische Hintergründe, die Friedrich beeinflusst haben könnten, also die Relevanz des politi­schen Gegensatzes zum Vater, den Einfluss nahestehender Personen oder individuelle charak­terliche Eigenschaften des Fürsten, die zu dem Auftritt in Danzig beigetragen haben könnten. Am Ende bleibt abzuwägen, ob möglicherweise ein dominanter, ausschlaggebender Faktor erkennbar ist bzw. welche Faktoren den größten Anteil an der Entscheidung Friedrichs zum öffentlichen Widerspruch hatten.

3. Der Konflikt als Strukturproblem im Herrscherhaus

Vor der Analyse des Schriftwechsels zwischen Vater und Sohn nach dem offenen Bruch von Danzig erfolgt eine kurze Vorstellung der Thesen Frank Lorenz Müllers und eine Beschrei­bung der Situation des Thronfolgers im Königreich Preußen zur Zeit des Konflikts.

3.1 Der Thronfolger in der konstitutionellen Monarchie

30 Mitte des 19. Jahrhunderts präsentierte sich das in Folge von Aufklärung, Revolution und Sä­kularisierung angeschlagene Herrschaftssystem der Monarchie wieder erstaunlich stabil.31 Die davongekommenen Dynastien fanden neue Formen zur Legitimation ihres Machtanspruchs, in dem sie die Bedürfnisse der ebenfalls verunsicherten Untertanen nach Integration, Partei­enausgleich und einem Bollwerk der Kontinuität befriedigten.32 Von zentraler Bedeutung für die Erfüllung der Hoffnungen war das Herrscherhaus, das dem Volk das Modell einer idealen Familie vorlebte, die dem nun vorherrschenden bürgerlichen Wertekanon entsprach.33 Wie in einer Bürgerfamilie bestimmte der Chef des Herrscherhauses alle Bereiche, Partnerwahl,34 Kindererziehung,35 Freizeit,36 ja sogar das Testament aller Angehörigen.37 Gehorsam und Un­terwerfung der hohen Familienmitglieder sollten als Vorbild für das Verhalten der Untertanen gegenüber dem Souverän dienen. Zur Sicherung der Disziplin galt im Fürstenhaus ein striktes Hausrecht, das erlaubte und verbotene Verhaltensweisen, wie z. B. eine Scheidung, penibel regelte.38 Eine derart umfassende Gewalt des Patriarchen musste fast zwangsläufig zu Proble­men führen.39 In besonderem Maße engte das System den Thronerben ein, der zwar die Zu­kunft der Dynastie verkörperte, aber weder Macht noch politische Bedeutung beanspruchen konnte. Klaglose Unterordnung und Erfüllung der in den kommenden Herrscher gesetzten Er­wartungen (gute Bildung, Repräsentation, skandalfreies Leben) machten die Rolle des Kron­prinzen aus.40 Da der Prinz nicht wie ein Bürgerssohn das Haus verlassen konnte, musste der oft schon mit Enkeln gesegnete Prinz noch immer die Einmischungen des Vaters hinnehmen,41 was allein schon zu Unmut und Widerspruch führen konnte. Öffentliche politische Opposition war ihm gänzlich verboten, auch wenn zu befürchten war, dass die Politik des aktuellen Mo­narchen sich für ihn nachteilig erweisen oder sogar einen Umsturz auslösen konnte. Anderer­seits sollte sich der nächste Herrscher als zukünftiger gerechter und verfassungstreuer Mo­narch profilieren, um die Akzeptanz der Untertanen zu gewinnen,42 ohne das Oberhaupt an­zugreifen und als reale Konkurrenz aufzutreten. Monarch und Thronfolger fanden sich so in ein System von starren Regeln gezwängt, deren Befolgung zwar schier unmöglich war, deren Missachtung aber den Bestand der Dynastie gefährden konnte.43

In Preußen hatte das konstitutionelle System verspätet und gegen den erbitterten Widerstand der Hohenzollern Einzug gehalten. Erst während der Revolution von 1848/49 musste Friedrich Wilhelm IV. eine Konstitution zugestehen, die sogar sehr fortschrittlich konzipiert war.44 Al­lerdings gelang es dem König, nach der Niederschlagung der Revolution erhebliche Änderun­gen zu Gunsten der Krone durchzusetzen, so dass die schließlich 1850 in Kraft tretende Charta dem Parlament nur geringe Machtbefugnisse gegenüber einer überragenden Stellung des Mo­narchen gewährte.45 Kritisch waren die Paragraphen 105, 108 und 110, die dem König in nicht näher definierten Zeiten der Gefahr die Alleinherrschaft erlaubte.46 Sogar die Hohenzollern- sche Hausordnung war in der Verfassung verankert (§53). Wilhelm I. soll besonders streng auf die Einhaltung dieses 62 Rangstufen unterscheidenden Hofzeremoniells geachtet haben,47 so wie er auch die Zügel der politischen Macht selbst in der Hand hielt.48 Die preußische konstitutionelle Monarchie war eine „ blendende Fassade, hinter der sich ein absolutistisches Gehäuse verbarg.“ 49

Preußens Kronprinz Friedrich Wilhelm, dessen Rolle in der Verfassung gar nicht vorkam, sah sich mit der von Müller beschriebenen, unbefriedigenden und zum Aufbegehren herausfor­dernden Situation aller europäischen Thronerben somit in vollem Umfang konfrontiert.

[...]


1 Heinrich Otto Meisner, Kaiser Friedrich III. Tagebücher von 1848-1866, Leipzig 1929, im Folgenden mit Meisner, TB 48-66 referenziell, S. 483, 3.8.1866; Guntram Schulze-Wegener, Wilhelm I. Deutscher Kaiser. König von Preußen. Nationaler Mythos, Hamburg, Bonn 2015, S. 372.

2 Winfried Baumgart, Friedrich III. Tagebücher 1866-1888, München 2012, im Folgenden mit Baumgart, TB 66-88 referenziert, S. 49, 5.2.1867: „Mit dem sächsischen Kriegsminister [...] gesprochen und den geringen Einfluß meiner Auffassung auf die Regierung diskutiert “; S. 375, 17.1.1881: „ da man ja gewöhnlich wenig nach den Ansichten des Thronerben in der Politik zu fragen pflegt.

3 Meisner, TB 48-66, S. 140, 16.5.1862: „Ich erfahre alles nur zufällig oder gar nicht!“; Baumgart, TB 66-88, S. 94, 23.9.1867: „Habe plötzlich aus dem Stadtanzeiger die Auflösung des Abgeordnetenhauses erfahren.“

4 Ebd., S. 487, 3.11.1881: „Selten habe ich mich so überflüssig gefühlt, u. nur zu deutlich empfunden, wie meine génération von der nächstfolgenden überholt u. also beseitigt ist.“

5 Frank Lorenz Müller, Die Thronfolger. Macht und Zukunft der Monarchie im 19. Jahrhundert, München 2019, S. 80.

6 Christopher Clark, Fathers and Sons in the History of the Hohenzollern Dynasty, in: Sons and Heirs. Succession and Political Culture in Nineteenth-Century Europe, ed. by Frank Lorenz Müller and Heidi Mehrkens, London 2016, S. 19-37, here: S. 19.

7 Ebd., S. 25.

8 Ebd., S. 20.

9 Ebd., S. 22-24; Thomas Stamm-Kuhlmann, Die Hohenzollern, Berlin 1995, S. 52.

10 Beispiele: Erich Marcks, Kaiser Wilhelm I., Berlin 91943 [11897], S. 204f; Martin Philippson, Das Leben Kaiser Friedrichs III., Wiesbaden, vermehrte Auflage 21908, S. 75 und S. 91; Poschinger, Margaretha von, Kaiser Friedrich: in neuer quellenmäßiger Darstellung/2: 1862-1870, Berlin 1899, S. 18f.

11 Andreas Dorpalen, Emperor Frederick III. and the German liberal movement, in: The American Historical Review 54 (1948/49) pp. 1-30, here: p. 5 und pp. 9-11.

12 Franz Herre, Kaiser Friedrich III. Deutschlands liberale Hoffnung. Eine Biographie, Stuttgart 1987, S. 115f; Hans-Joachim Neumann, Friedrich III. Der 99-Tage Kaiser, Berlin-Brandenburg 2006, S. 52-62.

13 Patricia Kollander, Frederick III. Germany's Liberal Emperor, Westport, London 1995, S. 196.

14 Hans-Christof Kraus, Militärreform oder Verfassungswandel? Kronprinz Friedrich von Preußen und die “deutschen Whigs” in der Krise von 1862/63, in: Adel und Bürgertum in Deutschland/I. Entwicklungslinien und Wendepunkte im 19. Jahrhundert, hrsg. von Heinz Reif, Berlin 2000, S. 207-232, hier: S. 219f.

15 Baumgart, TB 66-88, S. 10, S. 13 und S. 18; Frank Lorenz Müller, Der 99-Tage Kaiser. Friedrich von Preußen. Prinz, Monarch, Mythos, München 2003, S. 52-54.

16 Müller, Thron, S. 69-72.

17 Ebd., S. 73-102.

18 Ernst Rudolf Huber, Dokumente zur Deutschen Verfassungsgeschichte/2, Stuttgart neubearbeitete und vermehrte Auflage 31960, im Folgenden mit Huber, DD referenziert; Heinrich Otto Meisner, Der preußische Kronprinz im Verfassungskampf 1863, Berlin 1931, im Folgenden mit Meisner, VK referenziert.

19 Ders., Das Kriegstagebuch Friedrichs III. von 1870/71, Berlin, Leipzig 1926, im Folgenden mit Meisner, TB 70/71 referenziert.

20 Ders., TB 48-66, S. XIIf; Baumgart, TB 66-88, S. 7.

21 Meisner, TB 48-66, S. 99, 7.7.1861: „Ein unartiges kleines [...] hat sich damit amüsiert, Unsinn in mein Buch zu kritzeln.“; Wilhelm Treue, Kaiser Friedrich, in: Drei deutsche Kaiser Wilhelm I. - Friedrich III. - Wilhelm II. Ihr Leben und ihre Zeit, hrsg. von dems., Freiburg, Würzburg 1987, S. 76-134, hier: S. 86.

22 Meisner, TB 48-66, S. 236 und S. 429; ders., TB 70/71, S. XXVII.

23 G. Schuster, Briefe, Reden und Erlasse des Kaisers und Königs Friedrich III., Berlin 1907.

24 Otto von Bismarck, Gedanken und Erinnerungen, hrsg. von Hermann Proebst, München 2007.

25 z. B. Peter Rassow, Der Konflikt Friedrich Wilhelms IV. mit dem Prinzen von Preußen im Jahre 1854. Eine preußische Staatskrise, Wiesbaden 1960, S. 7: Rassow nannte das Werk eine „Kampfschrift gegen Wilhelm II.“; Schulze-Wegener, S. 333: Bismarcks dramatischer Bericht als „konstruierte Selbstinszenierung“.

26 Gerhard Grundmann, Der gegenwärtige Stand der historischen Kritik an Bismarcks „Gedanken und Erinne­rungen“ Band I, Berlin 1925, S. 91.

27 Meisner, TB 48-66, S. 209, 11.8.1863; Bismarck, S. 246.

28 Gustav Freytag, Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone. Erinnerungsblätter von Gustav Freytag, Leipzig 31889.

29 General Albrecht von Stosch, Politische Korrespondenz 1871-1896, hrsg. von Winfried Baumgart, München 2014, S. 24f.

30 Im Regelfall der erstgeborene Sohn oder jüngere Bruder, also ein Mann und nur in Ausnahmefällen eine Frau. Daher wird im Folgenden zur allgemeinen Bezeichnung der Rolle das männliche Nomen/Pronomen verwendet.

31 Arno J. Mayer, Adelsmacht und Bürgertum. Die Krise der europäischen Gesellschaft 1848-1914, München 1984, S. 18; Müller, Thron, S. 17f.

32 Ebd., S. 43.

33 Martina Fetting, Zum Selbstverständnis der letzten deutschen Monarchen, Frankfurt 2013, S. 12.

34 z. B. Baumgart, TB 66-88, S. 342, 6.12.1879: Wilhelm I. erlaubt die Ehe Wilhelms II.

35 z. B. ebd., S. 90, 7.9.1867: Wilhelm I. mischt sich in die Auswahl des Erziehers für Wilhelm II. ein.

36 z. B. Meisner, TB 48-66, S. 195, 10.5.1863: Wilhelm I. erlaubt einen Ball in Rokokko Kostümen.

37 z. B. ebd., S. 127f, 9.2.1862: Wilhelm I. bestätigt das Testament seines Sohnes.

38 z. B. Baumgart, TB 66-88, S. 171, 4.7.1870: Maria Anna, eine Schwägerin Wilhelms I., erkundigt sich bei Friedrich nach den Scheidungskonvention im Haus Hohenzollern.

39 Stamm-Kuhlmann, S. 42.

40 Müller, Thron, S. 49-57.

41 z. B. Baumgart, TB 66-88, S. 245, 28.12.1876: Friedrich Wilhelms Sohn Heinrich musste vor der Konfirma­tion auf expliziten Befehl des Kaisers eine besondere Prüfung ablegen; Müller, Thron, S. 54.

42 Ebd., S. 16-18.

43 Ebd., S. 71.

44 Volker Sellin, Das Jahrhundert der Restaurationen. 1814-1906, München 2014, S. 68.

45 Ebd., S. 70-72: Friedrich Wilhelm IV. erreichte u. a. das Drei-Klassenwahlrecht.

46 Rüdiger Hachtmann, Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution, Bonn 1997, S. 787: der König konnte via Notverordnungen ohne Parlament regieren.

47 Karl Hammer, Die Preußischen Könige und Königinnen im 19. Jahrhundert und ihr Hof, in: Hof, Kultur und Politik im 19. Jahrhundert. Akten des 18. Deutsch-Französischen Historikerkolloquiums Darmstadt vom 27.- 30.Sepramber 1982, hrsg. von Karl Ferdinand Werner, Bonn 1985, S. 87-98, hier: S. 96; Monika Wienfort, Monarchie im 19. Jahrhundert, Berlin, Boston 2019, S. 91-93.

48 Meisner, VK, S. 97-108, Nr. 35: Promemoria des Freiherrn Edwin v. Manteuffel vom 27.6.1863, hier: S. 106: „Das ganze Wesen der alten Monarchie besteht in der Realität, die moderne Verfassung ist bis jetzt bloß Theorie. [...] alle Blicke gehen noch auf den König. “

49 Schulze-Wegener, S. 211; vgl. auch Mayer, S. 98: eine „Quasi-Autokratie“.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Kaiser Wihelm I. und Kronprinz Friedrich Wilhelm
Untertitel
Traditionelle Spannungen und politische Differenzen im Herrscherhaus Preußens
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Vertiefungskurs Preußen unter Wihelm I.
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V537183
ISBN (eBook)
9783346158512
ISBN (Buch)
9783346158529
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
vorzüglicher Quellenbezug, insgesamt sehr gelungen, klare und präzise Sprache, sehr gut entlang der Quellen orientiert, Leitfrage stets im Blick, ausgeprägte Thesenorientierung, für eine Vertiefungskursarbeit sehr gute Literaturgrundlagen, Gliederung nicht ganz konsolidiert (Punkt 3.2) , nahezu tadellose Formalia, gut zu lesen.
Schlagworte
Vater-Sohn Konflikt, deutsche Einheit, Verfassungsstreit PReußen
Arbeit zitieren
Christa Gries (Autor:in), 2020, Der Vater-Sohn-Konflikt zwischen Kaiser Wihelm I. und Kronprinz Friedrich Wilhelm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537183

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