Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Gewaltenteilung und Machtmonopol. Ein Vergleich der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes

Titel: Gewaltenteilung und Machtmonopol. Ein Vergleich der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes

Bachelorarbeit , 2019 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Beschäftigt man sich mit den neuzeitlichen Vertragstheorien, begegnet man unweigerlich den Konzeptionen von John Locke und Thomas Hobbes. Der Theoretiker John Locke spielt mit seinem Werk "Zweite Abhandlungen über die Regierung" eine prägende Rolle in der Neuzeit. John Lockes Theorie ist für die Epoche von großer Bedeutung, da er, neben Machiavelli, als einer der ersten Philosophen eine Gewaltenteilung in seiner staatstheoretischen Konzeption vorsieht. Demgegenüber steht die Theorie von Thomas Hobbes, welcher als Begründer der Staatsphilosophie der Neuzeit die Ära der modernen politischen Philosophie mit seinem Werk "Leviathan" aus dem Jahre 1651 prägt. Im Gegensatz zu John Locke ist seine Vorstellung von Staat weitestgehend absolutistisch geprägt.

Beide Philosophen suchen in erster Linie nach einer neuen Begründung für staatliche Gewalt, die sich von der Vorstellung einer göttlichen Legitimation, welche im Mittelalter vertreten wird, unterscheidet. Doch welche Verbindung besteht zwischen den Theorien dieser Urväter der politischen Philosophie? Warum erachtet John Locke die Gewaltenteilung als dringend notwendig, während Thomas Hobbes davon überzeugt ist, dass die Teilung des Staates diesen zu Grunde richten wird?

Die vorliegende Arbeit soll einen Vergleich der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes bieten. Hinsichtlich der Thematik ergeben sich folgende Forschungsfragen, die von Bedeutung sind: Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen den naturrechtlichen Vertragstheorien von Thomas Hobbes und John Locke? Warum geht John Locke davon aus, dass Gewaltenteilung notwendig ist und ein absoluter Herrscher nicht legitim wäre? Warum geht Thomas Hobbes von dem Gegenteil aus, dass eine Gewaltenteilung den Staat zerstört und ein absoluter Staat notwendig ist? An welcher Stelle ergibt sich dieser Kontrast, der zu unterschiedlichen Staatsformen führt? Sind die Argumentationen schlüssig oder ist eine unschlüssige Argumentation Grund für die Differenz zwischen den Theorien?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung und Fragestellung

2. Einführung in die vertragstheoretischen Konzepte

2.1 Liberalistische Gewaltenteilung bei John Locke

2.1.1 Naturzustand als Friedenszustand?

2.1.2 Entstehung von Staat und Gesellschaftsvertrag

2.1.3 Die Gewaltenteilung im Staat

2.1.4 Das Widerstandsrecht

2.2 Absolutistische Herrschaft bei Thomas Hobbes

2.2.1 Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf

2.2.2 Der Naturzustand als Kriegszustand

2.2.3 Der Staat und der Leviathan als künstliches Gebilde

3. Vergleichende Analyse

3.1 Übereinstimmungen zwischen den Staatstheorien

3.1.1 Entstehung der Staatskonzeptionen im historischen Kontext

3.1.2 Überschneidungen im Menschenbild

3.1.3 Gemeinsamkeiten in der Vorstellung eines Naturzustands

3.1.4 Gesellschaftsvertrag und Gesellschaftszustand

3.2 Begründungen für eine Gewaltenteilung oder ein Machtmonopol

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes, um zu klären, warum Locke eine Gewaltenteilung befürwortet, während Hobbes die Notwendigkeit eines absoluten Machtmonopols postuliert. Ziel ist es, die Konsistenz der Argumentationen zu hinterfragen und die Bedeutung der jeweiligen Konzepte für die Staatsform zu analysieren.

  • Vergleich der staatsphilosophischen Vertragstheorien von Locke und Hobbes.
  • Analyse der Konzepte von Naturzustand, Menschenbild und Gesellschaftsvertrag.
  • Untersuchung der Begründung für Gewaltenteilung gegenüber der Forderung nach absolutem Machtmonopol.
  • Kritische Würdigung des Widerstandsrechts und der Gefahr eines Machtmissbrauchs.

Auszug aus dem Buch

3.2 Begründungen für eine Gewaltenteilung oder ein Machtmonopol

John Locke erklärt in seinem Werk: „Das beweist, dass die absolute Monarchie, die manche Menschen für die einzige Regierung der Welt halten, in Wahrheit mit bürgerlicher Gesellschaft unverträglich ist und überhaupt keinerlei Form von bürgerlicher Regierung sein kann.“138 Thomas Hobbes hingegen führt im Leviathan an: „Wo also eine zweifache Gewalt in ein und demselben Staate gegeneinander wirkt, da sind ständige Bürgerkriege zu befürchten, wodurch der Staat zu Grunde gerichtet wird.“139 Mit diesen gegensätzlichen Zitaten argumentieren John Locke und Thomas Hobbes über Gewaltenteilung. Während John Locke sich gegen die von Thomas Hobbes vorgeschlagene absolute Herrschaft ausspricht, debattiert Thomas Hobbes gegen die Trennung der Gewalten nach John Locke. Doch aus welchem Grund ergibt sich ein so starker Kontrast trotz den im vorhergehenden Kapitel herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten zwischen den Konzeptionen? Welche Argumente führen die Philosophen für ihre Positionen an? An welchen Stellen der Theorien entwickeln sich Unterscheide zwischen den Konzeptionen, die dann zu unterschiedlichen Staatsformen führen? Sind die Argumentationen der Philosophen schlüssig oder gründet die Differenz der Theorien in der Unschlüssigkeit der Argumentation? Diese Fragen sollen mit Hilfe einer Analyse und Gegenüberstellung der Argumente von John Locke und Thomas Hobbes in diesem Kapitel gelöst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die vertragstheoretischen Ansätze ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Differenz zwischen Lockes Gewaltenteilung und Hobbes' Absolutismus.

2. Einführung in die vertragstheoretischen Konzepte: Hier werden die biografischen Hintergründe sowie die zentralen Begriffe wie Naturzustand, Menschenbild und Vertragslegitimation beider Philosophen skizziert.

3. Vergleichende Analyse: Dieses Kapitel stellt die Theorien gegenüber, deckt Gemeinsamkeiten auf und untersucht die Schlüssigkeit der Argumente für die jeweilige bevorzugte Staatsform.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird bewertet, dass Lockes Theorie eine schlüssigere Weiterentwicklung darstellt, und es werden Ansätze für weiterführende philosophische Forschung aufgezeigt.

Schlüsselwörter

John Locke, Thomas Hobbes, Gewaltenteilung, Machtmonopol, Vertragstheorie, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Leviathan, Souveränität, Widerstandsrecht, Politische Philosophie, Staatstheorie, Eigentum, Sicherheit, Absolutismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit vergleicht die neuzeitlichen Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes im Hinblick auf ihre unterschiedlichen Ansätze zur Staatsorganisation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Menschenbild, die Konzeption des Naturzustands, der Gesellschaftsvertrag sowie die Rechtfertigung einer absoluten Herrschaft versus einer Gewaltenteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum aus den Ansätzen von Locke und Hobbes so unterschiedliche Staatsformen resultieren und ob die zugrunde liegenden Argumentationen schlüssig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode (vergleichende Analyse), indem sie die theoretischen Konstrukte beider Philosophen gegenüberstellt und auf ihre logische Konsistenz prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der jeweiligen Theorien und eine anschließende detaillierte vergleichende Analyse, die Gemeinsamkeiten und Differenzen herausarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gewaltenteilung, Machtmonopol, Vertragstheorie, Naturzustand, Souveränität und Widerstandsrecht treffend beschreiben.

Warum hält Thomas Hobbes eine Gewaltenteilung für gefährlich?

Hobbes argumentiert, dass eine Teilung der Staatsgewalt zu permanenten Konflikten und letztlich zum Zerfall des Staates in den kriegerischen Naturzustand führen würde.

Was ist das zentrale Problem bei Lockes Widerstandsrecht?

Die Arbeit identifiziert als Problem, dass bei Locke eine klare Richterinstanz fehlt, die objektiv feststellen könnte, wann eine Revolution gegen die Regierung tatsächlich legitim ist.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewaltenteilung und Machtmonopol. Ein Vergleich der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes
Hochschule
Universität Münster  (Philosophisches Seminar)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
42
Katalognummer
V537195
ISBN (eBook)
9783346127310
ISBN (Buch)
9783346127327
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bachelorarbeit Staatsphilosophie Gewaltmonopol John Locke Thomas Hobbes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Gewaltenteilung und Machtmonopol. Ein Vergleich der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537195
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  42  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum