Asset Deal versus Share Deal. Die Unternehmensübernahme der Shering AG durch die Bayer AG


Hausarbeit, 2020

22 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Asset Deal
2.1 Grundlagen
2.2 Rechtliche Sicht
2.2.1 Formerfordernisse
2.2.2 Wirksamkeitserfordernisse
2.2.3 Kaufgegenstand
2.2.4 Arbeitsrecht
2.2.5 Gewährleistung und Haftung
2.3 Steuerliche Beurteilung
2.3.1 Perspektive des Käufers
2.3.2 Perspektive des Verkäufers
2.3.3 Bilanzielle Behandlung

3. Share Deal
3.1 Grundlagen
3.2 Rechtliche Sicht
3.2.1 Formerfordernisse
3.2.2 Wirksamkeitserfordernisse
3.2.3 Kaufgegenstand
3.2.4 Gewährleistung und Haftung
3.3 Steuerliche Sicht
3.3.1 Perspektive des Käufers
3.3.2 Perspektive des Verkäufers
3.3.3 Bilanzielle Behandlung

4. Vor- und Nachteile
4.1 Vorteile
4.2 Nachteile

5. Übernahme der Schering AG durch die Bayer AG
5.1 Unternehmensprofile
5.2 Unternehmensübernahme
5.3 Auswirkungen
5.3.1 Auswirkungen auf Mitarbeiter
5.3.2 Auswirkungen auf Umsätze
5.4 Kritische Würdigung

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Umsatzentwicklung der Bayer AG in den Jahren 1995 bis zum 3. Quartal 2019

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Unternehmenskäufe – auch Mergers & Acquisitions genannt – sind in der wachsenden Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Bei der Umsetzung eines Unternehmenskaufs ist zwischen zwei Möglichkeiten zu differenzieren. Einmal der Unternehmenskauf in Form eines Asset Deals, bei dem alle zum Unternehmen gehörigen Wirtschaftsgüter, einschließlich der dazugehörigen Arbeits-, Vertrags- und anderen Rechtsverhältnisse, gekauft werden und einmal in Form eines Share Deals, übersetzt „Anteilskauf“, bei dem der Käufer die Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft erwirbt.1 Um für das Unternehmen die bestmögliche Variante zu finden, ist zu berücksichtigen, dass nicht nur der Preis oder Wert des Kauf- bzw. Verkaufsgegenstandes von Bedeutung ist, sondern auch welche rechtlichen und steuerlichen Aspekte sich daraus resultieren.

In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, welche Veräußerungsmethode, Asset Deal oder Share Deal, bei einem Unternehmenskauf bzw. -verkauf die bessere ist. Hierbei ist es von Nöten auf beide Varianten umfassend einzugehen. Im ersten Teil der Arbeit wird der Asset Deal erläutert, indem die Grundlagen genannt werden und der Kaufgegenstand eines Asset Deals definiert wird. Insbesondere wird die rechtliche und steuerliche Sicht auf nationaler Ebene, also mit Sitz in Deutschland, betrachtet. Im zweiten Teil der Arbeit wird der Share Deal erläutert, hier werden ebenfalls die Grundlagen genannt sowie der Kaufgegenstand definiert und die rechtliche und steuerliche Sicht auf nationaler Ebene betrachtet. Anschließend wird anhand von Vor- und Nachteilen der Asset- und Share Deal miteinander verglichen. Um das Thema zu verdeutlichten wird die Unternehmensübernahme von der Schering AG durch die Bayer AG dargestellt. Ein anschließendes Fazit rundet die Arbeit ab.

2. Asset Deal

Im Folgenden werden die Grundlagen eines Asset Deals erläutert, sowie der Kaufgegenstand definiert. Des Weiteren wird auf die rechtliche und steuerliche Sicht eingegangen.

2.1 Grundlagen

Der Begriff Asset Deal stammt aus dem Englischen und bedeutet, dass bei einem Unternehmenskauf alle Vermögensgegenstände, also die sogenannten assets, einzeln auf den Käufer übertragen werden. Mitinbegriffen sind sowohl immaterielle Wirtschaftsgüter als auch die Übernahme der Verbindlichkeiten.2 Da es sich um einen Sachkauf handelt, kann man sich hierbei auf den § 433 Abs. 1 S.1 BGB beruhen, der den vollständigen Besitz und das Eigentum am Verkäuferunternehmen gewährleistet. Dies erfolgt im Rahmen der Singularsukzession, d.h. dass alle Vermögensgegenstände für sich alleine übertragen werden.3

2.2 Rechtliche Sicht

2.2.1 Formerfordernisse

Entscheidet man sich für den Unternehmenskauf gibt es einige Rechtsfolgen für Käufer und Verkäufer, auf die geachtet werden muss. Die Notwendigkeit einer notariellen Beurkundung bei einem Kaufvertrag in Form eines Asset Deal, hängt von der Sache der Übertragung ab.4 Handelt es sich um eine Übertragung des gesamten Vermögens oder Grundstücken, bedarf es lt. § 311b Abs. 1 S. 1 BGB einer notariellen Beurkundung. Findet dies nicht statt, ist das Rechtsgeschäft nichtig. Nicht beurkundungspflichtig sind Veräußerungen von materiellen und immateriellen Vermögensgegenständen.5

2.2.2 Wirksamkeitserfordernisse

Damit eine Vertragsübernahme wirksam ist, muss lt. § 415 BGB die Genehmigung des Gläubigers stattfinden. Bei einer Personengesellschaft ist die Zustimmung aller Gesellschafter gem. § 718 Abs. 1 BGB und bei einer Aktiengesellschaft die Zustimmung der Hauptversammlung gem. § 293 AktG notwendig.6

2.2.3 Kaufgegenstand

Der wichtigste und auch aufwendigste Teil bei einem Unternehmenskauf ist die Definition des Kaufgegenstandes. Da, wie oben bereits erläutert, bei einem Asset Deal jeder Vermögenswert einzeln übertragen wird, muss deshalb auch jedes Wirtschaftsgut einzeln im Kaufvertrag erfasst werden. Ausnahmen können beim Anlagevermögen gemacht werden. Wenn das komplette Anlagevermögen übertragen wird, reicht es meist aus, das Anlageverzeichnis per Unterzeichnungsstichtag als Anlage beizufügen.7 Sollte dies nicht der Fall sein, müssen alle Vermögensgegenstände einzeln aufgelistet werden.

Die Komplexität steigt an, wenn es um das Umlaufvermögen geht.8 Der Bestand bleibt im Zeitraum der Unterzeichnung des Vertrags und dem Vollzug voraussichtlich unverändert. Damit es zu keinen Komplikationen bei der Abwicklung kommt, sind „Aufstellungen z.B. über Inventar und Forderungen aus Lieferung und Leistung erforderlich“.9 Ebenso wie Anlange- und Umlaufvermögen, können auch Patente, Rechte und Mitarbeiter übertragen werden. Diese müssen ebenfalls klar definiert und übertragen werden. Damit die Mitarbeiter bei einem Unternehmenskauf nicht arbeitslos werden, greift hier der Gesetzgeber ein. Laut § 613a BGB „tritt [der neue Inhaber] in die Rechte und Pflichten aus den im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden Arbeitsverhältnisse ein.“10 Das heißt, dass alle Arbeitsverträge, trotz Inhaberwechsel, weiterhin wirksam bleiben.

2.2.4 Arbeitsrecht

Im Interesse aller Beteiligten hat die Sicherung der Arbeitsplätze bei einem Unternehmensverkauf Priorität. Wie oben bereits erwähnt, schützt hier § 613a BGB die Mitarbeiter vor einer Entlassung. Anders als beim Share Deal, bei dem sich nur der Gesellschafter ändert und somit die Arbeitsverträge unverändert bleiben, ist es beim Asset Deal. Hier ändert sich nach einem Betriebsübergang der Arbeitgeber.11 Damit die Arbeitsinhalte ihre Gültigkeit nicht verlieren, besagt der Paragraph 613a Abs. 1 S. 1 BGB, dass bei einem Übergang des Betriebes der neue Inhaber in alle Rechte und Pflichten der zuvor bestehenden Arbeitsverhältnisse tritt. Der Schutz dient auch bei Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen. Laut § 613a Abs. 1 S. 2 dürfen diese innerhalb eines Jahres nach Betriebsübergang nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers verschlechtert werden. Bestehen Ansprüche der Arbeitnehmer, die vor dem Zeitpunkt des Übergangs und vor Ablauf der Jahresfrist entstanden sind, so haftet der bisherige Arbeitgeber als Gesamtschuldner. Alle Ansprüche, die danach geltend gemacht werden, wirken sich nur anteilig auf den bisherigen Arbeitgeber aus.12 Für die Berechnung ist nach § 613a Abs. 2 S.2 der Zeitpunkt des Übergangs von Bedeutung.13

Zusätzlich regelt der § 613a BGB das Informationsrecht der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter müssen vor der Unterzeichnung über folgendes unterrichtet werden: „den Zeitpunkt oder den geplanten Zeitpunkt des Übergangs, den Grund für den Übergang, die rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Übergangs für die Arbeitnehmer [sowie] die hinsichtlich der Arbeitnehmer in Aussicht genommenen Maßnahmen.“

Der Arbeitnehmer hat innerhalb eines Monats nach der Bekanntmachung des Betriebsübergangs die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Dieser Widerspruch kann sowohl gegenüber dem bisherigen als auch gegenüber dem neuen Inhaber einlegt werden.14

2.2.5 Gewährleistung und Haftung

Ein wichtiger Punkt in einem Unternehmenskaufvertrag ist die Gewährleistung und Haftung. Sie stellen die Risiken sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer bei der Veräußerung da. Der Verkäufer muss in der Lage sein, die einzelnen Wirtschaftsgüter sachgerecht gem. § 433 Abs. 1 S. 1 BGB zu veräußern.15 Der Paragraph 434 Abs. 1 BGB (kurz: § 434 I BGB) besagt, „dass die Sache frei von Sachmängeln [ist|, wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet.“ Ist dies nicht gegeben, hat der Käufer gem. § 439ff BGB Anspruch auf Nacherfüllung oder kann Schadensersatz verlangen. Zudem hat er die Möglichkeit von dem Kaufvertrag zurückzutreten.16 Neben einer sachgerechten Veräußerung müssen die Wirtschaftsgüter auch Rechtsmangelfrei sein. Ein Rechtsmangel liegt lt. § 435 BGB vor, wenn der Verkäufer nicht der Eigentümer der veräußerten Vermögensgegenstände ist. Hier hat der Käufer ebenfalls die gleichen Ansprüche wie bei einem Sachmangel.17

2.3 Steuerliche Beurteilung

Die steuerliche Beurteilung aus Sichtweise des Käufers variiert zur Sichtweise des Verkäufers. Im Folgenden werden beide Perspektiven dargestellt.

2.3.1 Perspektive des Käufers

Bei einem Unternehmenskauf sind die steuerlichen Interessen von Bedeutung. Der Käufer möchte, im Rahmen eines Asset Deals, den Kaufpreis der einzelnen Vermögensgegenstände möglichst niedrig halten und die Wirtschaftsgüter schnell abschreiben. Für die Abschreibungen ist der Gesamtkaufpreis aller einzeln erworbenen Vermögensgegenstände zu verteilen, damit man die Assets in der Bilanz mit dem Marktwert ansetzen kann. Die Vermögensgenstände können somit nach ihrer gewöhnlichen Nutzungsdauer gem. § 7 Abs. 1 S. 1 EStG abgeschrieben werden und vermindern in den Folgejahren den Gewinn. Sobald der Kaufpreis der Wirtschaftsgüter den Wert aller materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter übersteigt, stellt die Differenz ein Entgelt für das Unternehmen dar und ist somit über 15 Jahre abzuschreiben.18 Zudem hat er Käufer die Möglichkeit, die Finanzierungskosten, die für den Erwerb der Wirtschaftsgüter aufgebracht wurde, vom Gewinn des erworbenen Unternehmens abzuziehen.

2.3.2 Perspektive des Verkäufers

Der Verkäufer möchte seinen Gewinn durch die Veräußerung steuerlich so wenig wie möglich belasten. Normalerweise muss der Gewinn in voller Höhe versteuert werden. Allerdings besteht die Möglichkeit, wenn Kapitalgesellschaftsbeteiligungen veräußert werden, dass nach § 3 Nr. 40 EStG nur 60% versteuert werden müssen. Ergibt sich bei dem Verkauf ein Verlust, ist dieser nicht im vollen Umfang zu versteuern.19

Zudem hat der der Verkäufer Interesse an einer umsatzsteuerfreien Veräußerung. Diese ist gewährleistet, wenn nach § 1 Buchstabe a UStG eine Geschäftsveräußerung vorliegt. Eine Geschäftsveräußerung ist, wenn ein Unternehmen im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich übereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird.20 Der erwerbende Unternehmer tritt lt. 1 Abs. 1 Buchstabe a S. 3 UStG an die Stelle des Veräußerers.

Steuerlich unvorteilhaft ist, wenn bei dem Unternehmenskauf auch Immobilien übertragen werden. Folglich muss nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG Grunderwerbssteuer gezahlt werden.21

2.3.3 Bilanzielle Behandlung

Nachdem der Kaufvertrag und die daraus resultierenden rechtlichen Schritte erfolgt sind, werden die übernommen Aktiv- und Passivposten mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. In der Bilanz des Erwerbs gehören die erworbenen Posten – materielle und immaterielle Vermögenswerte – zu den Anschaffungskosten, sodass eventuelle stille Reserven aufgedeckt werden. Laut § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB (kurz: § 246 I 4 HGB) muss in der Bilanz ebenfalls der derivate Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert werden. Dieser ist der „Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme übersteigt.“ Der GoF ergibt sich laut IFRS 3 aus der Berechnung: Kaufpreis minus Summe der Zeitwerte aller zu aktivierenden Vermögensgegenstände plus Summe der Zeitwerte aller zu passivierenden Schulden. Der Unterschiedsbetrag kann sowohl positiv (Goodwill) als auch negativ (Badwill) sein.22 Nach § 253 HGB wird er planmäßig oder außerplanmäßig in den Folgejahren abgeschrieben.23

3. Share Deal

Der Share Deal ist die zweite Möglichkeit, wie man ein Unternehmen veräußern kann. Im Folgenden werden die Grundlagen des Share Deals erläutert, sowie auf rechtliche und steuerliche Sicht eingegangen und die bilanzielle Behandlung erläutert.

3.1 Grundlagen

Der Share Deal ist ein Anteilskauf an einer Gesellschaft und im Sinne des § 453 BGB wird er als ein Rechtskauf betitelt.24 Der Käufer tritt demnach in alle Rechte und Pflichten des Verkäufers. Durch den Erwerb erlangt der Anteilskäufer das gesamte Vermögen einer Gesellschaft, samt Verbindlichkeiten. Dies erfolgt nach der Gesamtrechtsnachfolge.25

3.2 Rechtliche Sicht

3.2.1 Formerfordernisse

Ebenso wie bei einem Asset Deal, gibt es bei dem Share Deal Förmlichkeiten, auf die geachtet werden muss. Das Gesetz nach § 15 Abs. 3 GmbHG gibt vor, dass bei Abtretung von Geschäftsanteilen durch Gesellschafter der Vertrag notariell Beurkundet werden muss.26 Die Notarpflicht dient vor allem der Beweisfunktion und stellt dar, dass sich alle Parteien zum Vertragszeitpunkt über den Veräußerungsumfang im Klaren waren. Zudem macht der Notar sowohl den Käufer als auch Verkäufer nochmal deutlich, welche möglichen Rechtsfolgen der Verkauf haben könnte.

Eine weitere Förmlichkeit, die nicht ausgelassen werden darf, ist die Eintragung ins Handelsregister. Hier hat der bisherige Gesellschafter lt. § 40 GmbHG Abs.1 S. 1 die Aufgabe, den neuen Gesellschafter beim Handelsregister zur Aufnahme in die Gesellschafterliste anzumelden.27

3.2.2 Wirksamkeitserfordernisse

Die Veräußerung von Anteilen ist lt. § 15 Abs. 1 GmbHG nicht eingeschränkt. Falls allerdings im Gesellschaftervertrag vorausgesetzt wird, dass bei einer Veräußerung die Zustimmung der anderen Gesellschafter verlangt wird, ist dies zu befolgen. Hier kann man sich auf den § 15 Abs. 5 GmbHG berufen, der besagt, dass die Abtretung der Geschäftsanteile von der Genehmigung der Gesellschaft abhängig gemacht werden kann. Bei Aktienanteilen ist in bestimmten Fällen die Zustimmung der Hauptversammlung erforderlich.28

3.2.3 Kaufgegenstand

Bei einem Share Deal kann der Käufer Anteile bzw. Beteiligungen erwerben. Darunter fallen Anteile an Aktien, Gesellschaften, Geschäften oder auch Personengesellschaften. Da es sich um einen Rechtskauf handelt, können bei einem Share Deal nur übertragbare Rechte wie Pfand-, Eigentums-, Besitz und Immaterialgüterrechte sowie Forderungen veräußert werden.29

3.2.4 Gewährleistung und Haftung

Bei der Haftung eines Unternehmenskauf im Rahmen des Share Deal muss vor allem zwischen dem Erwerb von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft und dem Erwerb von Anteilen an einer Personengesellschaft differenziert werden. Bei letzterem haftet der Erwerber nur mit seiner Einlagesumme. Sobald die Einlage geleistet wurde, ist die Haftung nach § 171 Abs. 1 HGB ausgeschlossen. Beschließt der Käufer ein Kommanditanteil zu übernehmen, haftet er für die Schulden unbeschränkt. Genauso wie bei der Personengesellschaft, können bei einer Kapitalgesellschaft, wie z.B. bei einer GmbH, die Gesellschafter mit ihrer Stammeinlage haftet. Grundsätzlich ist hier aber die Haftung beschränkt. Gemäß § 16 Abs. 2 haftet der Erwerber, neben dem Veräußerer, für Leistungen, die zum jeweiligen Zeitpunkt noch erbracht werden müssen.30

[...]


1 Vgl. Schalast C., Raetting L., Grundlagen des M&A-Geschäftes, 2019, S. 41.

2 Vgl. Wirtz B. W., Mergers & Acquisitions Management, 2017, S. 257.

3 Vgl. Backes M., § 23 Veräußerungsgeschäfte, 2018, S.683.

4 Vgl. Knott, Unternehmenskauf, 2019, S. 20 f.

5 Ebd.

6 Ebd.

7 Vgl. https://www.unternehmens-broker.de/beispiel-und-inhalte-eines-asset-deals-beim-unternehmensverkauf/, Zugriff am 01.02.2020.

8 Vgl. Schmidt M., Unternehmenskaufvertrag, 2019, S.393.

9 Ebd.

10 Vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__613a.html, Zugriff am 01.02.2020.

11 Vgl. Vgl. Picot G., Handbuch Mergers & Acquisitions, 2012 S. 302 f.

12 Vgl. Picot G., Handbuch Mergers & Acquisitions, 2012 S. 302 f.

13 Vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__613a.html, Zugriff am 05.02.2020.

14 Ebd.

15 Vgl. Brenner H., Misu C., Internationales Business Development, 2015 S. 287 f.

16 Ebd.

17 Vgl. Hamberger K. (Hrsg.), Goepfert A., Rottke N. B., Immobilienwirtschaftslehre -Recht, 2016, S.193

18 Vgl. https://www.juhn.com/fachwissen/unternehmenskauf-unternehmensverkauf/asset-deal/, Zugriff am 05.02.2020.

19 Vgl. Picot G., Handbuch Mergers & Acquisitions, 2012 S. 223

20 Vgl. Schalast C., Raetting L., Grundlagen des M&A-Geschäftes, 2019, S. 41.

21 Vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/grestg_1983/__1.html, Zugriff am 10.02.2020.

22 Vgl. von Glahn C., Keuper F., Häfner M., Der M&A-Prozess, 2016, S. 448.

23 Vgl. https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/geschaefts-oder-firmenwert-nach-hgb-estg-und-ifrs-221-handelsrecht_idesk_PI11525_HI2246760.html, Zugriff am 11.02.2020.

24 Vgl. Imping A., Knoche S., Arbeitsrecht, 2003, S. 242

25 Vgl. Hamberger K. (Hrsg.), Goepfert A., Rottke N. B., Immobilienwirtschaftslehre -Recht, 2016, S.98.

26 Vgl. Hamberger K. (Hrsg.), Goepfert A., Rottke N. B., Immobilienwirtschaftslehre -Recht, 2016, S.212

27 Vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__40.html, Zugriff am 12.02.2020.

28 Vgl. Hamberger K. (Hrsg.), Goepfert A., Rottke N. B., Immobilienwirtschaftslehre -Recht, 2016, S.213

29 Vgl. http://lexikon.jura-basic.de/aufruf.php?file=6&art=6&find=Rechtskauf, Zugriff am 14.02.2020.

30 Vgl. https://dejure.org/gesetze/GmbHG/16.html, Zugriff am 14.02.2020.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Asset Deal versus Share Deal. Die Unternehmensübernahme der Shering AG durch die Bayer AG
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,7
Jahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V537672
ISBN (eBook)
9783346156464
ISBN (Buch)
9783346156471
Sprache
Deutsch
Schlagworte
asset, bayer, deal, share, shering, unternehmensübernahme
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Asset Deal versus Share Deal. Die Unternehmensübernahme der Shering AG durch die Bayer AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537672

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