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Die Wewelsburg als Arbeitsplatz. Eine Reflexion über ein Praktikum im Museumsbereich für Studenten der Geschichtswissenschaften

Titel: Die Wewelsburg als Arbeitsplatz. Eine Reflexion über ein Praktikum im Museumsbereich für Studenten der Geschichtswissenschaften

Essay , 2019 , 10 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Niklas Gohrbandt (Autor:in)

Museumswissenschaft, Museologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay soll folgende Fragestellung auf erörtert werden: Wie sinnvoll ist die Dauerausstellung zur Geschichte der SS unter Berücksichtigung eines potenziellen Praktikums für Studenten der Geschichtswissenschaft aufgebaut?

Heute ist die Wewelsburg besonders für die nachfolgenden Generationen der Bewohner eben dieser Region der unmittelbarste Ort, an dem der größenwahnsinnige und menschenverachtende Zeitgeist dieser wohl schrecklichsten Epoche deutscher Geschichte erfahrbar ist. Der Museumsbereich der Wewelsburg steht heute vor mehreren schwierigen Aufgaben, die ihn als Ort der Auseinandersetzung und Erinnerung ebenfalls besonders machen. Zum einen wird versucht, darauf aufmerksam zu machen, dass die Wewelsburg auch bereits vor ihrer Nutzung durch die Nationalsozialisten eine interessante Geschichte besaß, zum anderen stellt der Umgang mit der Anziehungskraft dieses Ortes besonders für neo-nationalsozialistische Kreise eine besondere Herausforderung dar.

Um die Forschungsfrage beantworten zu können, wird zunächst der Aufbau der Dauerausstellung in groben Zügen vorgestellt. Anschließend wird abgewogen, inwiefern sie sich in die Fachliteratur zur Museologie einordnen lässt. Dann folgt dasselbe für den Inhalt der Dauerausstellung in Reflexion zum Forschungsstand der Fachliteratur zur SS. Abschließend wird das Fazit die Argumentation zusammenfassen und eine Beurteilung des Verfassers enthalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchung des Forschungsstandes und der Ausstellungskonzeption

2.1 Prinzipien der Dauerausstellung

2.2 Einordnung in den Forschungsstand zur Waffen-SS

2.3 Aktueller Forschungsstand und Kontrastierung

3. Reflexion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Reflexion der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ in der Wewelsburg unter der Fragestellung, wie sinnvoll ihr Aufbau im Hinblick auf ein mögliches Praktikum für Geschichtsstudierende ist.

  • Museumskonzeption und didaktische Vermittlungsprinzipien der Wewelsburg
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung der SS und der Waffen-SS
  • Abgleich der Ausstellungsinhalte mit dem aktuellen geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand
  • Diskussion über die Rezeption des „Mythos Wewelsburg“ in der heutigen Gesellschaft
  • Persönliche Reflexion über die Eignung der Gedenkstätte als Lernort für Studenten

Auszug aus dem Buch

Prinzipien der Dauerausstellung

Besonders bei der Präsentation originaler, „affirmativer Objekte“, wie sie der Begleitband nennt, scheinen die Entwickler und Verantwortlichen der Ausstellung keine Mühen gescheut zu haben. Man sei sich einig gewesen, die ideologischen Exponate auszustellen um über die von ihnen glorifizierte Ideologie aufzuklären und den Exponaten selbst ihre Mystik zu nehmen. Dabei sind folgende Prinzipien der Ausstellung entwickelt worden: Erstens, das Prinzip „Magazinordnung“, dass die neutrale Präsentation in weißen, magazinschrankähnlichen Vitrinen beschreibt. Zweitens das Prinzip „Verdecken-aber-nicht-Verstecken“, das vorsieht, Uniformen und Möbelstücke der SS teilweise mit Glasdekorfolien zu verdecken, um eine potenzielle Faszination zu stören. Drittens, das Prinzip der Vermassung. Alltägliche Gegenstände der Nationalsozialisten werden in möglichst großer Anzahl ausgestellt, um ihnen den Wert als besonderes Einzelstück zu nehmen. Viertens, das Prinzip der Kontrastierung. Hierbei werden ideologische Ideale der SS mit entsprechend wiedersprechenden Fakten und Zahlen kontrastiert, um ihren partiellen Irrsinn zu betonen. Und fünftens das Prinzip der Verantwortungsbewussten Kontextualisierung. Es besagt, dass Objekte zusammen mit dazu gehörigen Fotos und Dokumenten ausgestellt werden, um die ideologische Aufladung der Exponate zu brechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Wewelsburg ein und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der musealen Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie der Relevanz für Studierende.

2. Untersuchung des Forschungsstandes und der Ausstellungskonzeption: Dieses Kapitel analysiert die fünf Grundprinzipien der Dauerausstellung und gleicht die Exponate und Konzepte mit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur zur SS und Waffen-SS ab.

3. Reflexion und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die persönliche Wahrnehmung des Verfassers und kommt zu dem Ergebnis, dass die Ausstellung wissenschaftlich fundiert und didaktisch durchdacht ist.

Schlüsselwörter

Wewelsburg, SS, Ideologie und Terror, Dauerausstellung, Geschichtswissenschaft, Museumskonzeption, Waffen-SS, Forschungsstand, Nationalsozialismus, Gedenkstätte, didaktische Vermittlung, Kontrastierung, Magazinordnung, Erinnerungskultur, Praktikum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert ein Praktikum und die Auseinandersetzung mit der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ in der Wewelsburg aus der Perspektive eines Geschichtsstudenten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die museumspädagogische Aufarbeitung der SS-Geschichte, die Methoden der Exponatspräsentation sowie die historische Einordnung der Wewelsburg in den nationalsozialistischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie sinnvoll die Dauerausstellung aufgebaut ist, wenn man sie als Lernort für Praktikanten der Geschichtswissenschaft bewertet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine reflektierende Analyse, indem er die Ausstellungskonzeption mit aktueller Fachliteratur und modernen museologischen Standards abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf methodischen Prinzipien der Ausstellung detailliert vorgestellt und auf ihre Wirksamkeit in Bezug auf Forschungsergebnisse zur Waffen-SS und zum NS-Regime untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wewelsburg, Museumskonzeption, didaktische Vermittlung, SS, Forschungsstand und historische Kontrastierung geprägt.

Warum spielt das Prinzip der „Kontrastierung“ eine so große Rolle für den Autor?

Es dient dazu, die ideologische Faszination der Exponate durch Fakten zu brechen und so den „Irrsinn“ der nationalsozialistischen Ideale für den Besucher demaskierbar zu machen.

Wie bewertet der Autor das Maskottchen „Falko“?

Ursprünglich als albern empfunden, erkennt der Autor nach seiner Recherche, dass Falko ein Instrument ist, um das Historische Museum des Hochstifts Paderborn familienfreundlicher zu gestalten und vom SS-Thema abzugrenzen.

Was ist das Fazit des Autors bezüglich eines Praktikums?

Der Autor empfiehlt ein Praktikum auf der Wewelsburg uneingeschränkt, da die Ausstellung sowohl wissenschaftlich als auch museumspädagogisch auf einem exzellenten Stand ist.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wewelsburg als Arbeitsplatz. Eine Reflexion über ein Praktikum im Museumsbereich für Studenten der Geschichtswissenschaften
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,3
Autor
Niklas Gohrbandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
10
Katalognummer
V537817
ISBN (eBook)
9783346148643
ISBN (Buch)
9783346148650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wewelsburg Schutzstaffel Museum Holocaust
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Gohrbandt (Autor:in), 2019, Die Wewelsburg als Arbeitsplatz. Eine Reflexion über ein Praktikum im Museumsbereich für Studenten der Geschichtswissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537817
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Leseprobe aus  10  Seiten
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