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Musizieren in der Kindheit - Stand der Forschung, Ansätze in der Pädagogik und musikalische Förderung Fuldaer Grundschüler

Title: Musizieren in der Kindheit - Stand der Forschung, Ansätze in der Pädagogik und musikalische Förderung Fuldaer Grundschüler

Diploma Thesis , 2006 , 89 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Sozialpädagogin Petra Herr (Author)

Social Work
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Ziel dieser Arbeit ist das Herausstellen der Bedeutung musikalischer Förderung im Kindesalter. Es soll gezeigt werden, welche Bedeutung Musik in den Wissenschaften Wirkungsforschung und Pädagogik hat und welche Rolle sie für diese spielt. Außerdem wird anhand einer statistischen Datenerhebung durch eine Befragung der Eltern von Grundschulkindern in Fulda dargestellt, wie die Umsetzung von Förderung im musischen Bereich in der Praxis stattfindet.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird der aktuelleStand der Wirkungsforschungdokumentiert. In umfangreichen sozialpädagogisch und bildungspolitisch relevanten Studien wurde belegt, dass musikalische Förderung bei Kindern positive Auswirkungen auf deren kognitive, motorische und soziale Fähigkeiten hat. In der Langzeitstudie von Hans Günther Bastian an Berliner Grundschulen wurden einschlägige Erkenntnisse über den positiven Einfluss von Musik auf die (Persönlichkeits-)Entwicklung von Grundschulkindern erlangt. Daraus ergeben sich Forderungen an Bildungspolitik und Sozialpädagogik, die dringender Umsetzung bedürfen.
Im zweiten Teil wird darauf eingegangen, welche RolleMusik in den Reformpädagogikenspielt. Im gängigen staatlichen Schulunterricht wird der Musik mit maximal zwei Schulstunden wöchentlich keine weitereichende Bedeutung zuerkannt. Aus meinen Erfahrungen, die ich während meiner vierjährigen Anstellung bei den Chören am Dom in Fulda zur musikalischen Leitung verschiedener Singklassen im Grund- und Vorschulalter gesammelt habe, weiß ich, dass Kinder im Grundschulalter weitaus mehr Verständnis für musikalische Zusammenhänge haben, als ihnen im Schulunterricht einer allgemein bildenden Regelschule zugetraut wird. Daher werde ich im zweiten Kapitel dieser Arbeit einen Einblick in die „alternativen“ Pädagogiken Waldorf und Montessori geben und herausstellen, inwieweit diese Pädagogiken der musikalischen Förderung einen höheren Stellenwert zuerkennen.
Für den dritten und letzten Teil dieser Arbeit habe ich untersucht, inwieweitmusikalische Förderung in der Praxisin Fulda tatsächlich stattfindet. Hierzu habe ich eine Umfrage an fünf Fuldaer Grundschulen durchgeführt, durch die ich zu interessanten Ergebnissen und Thesen gelangt bin. Diese Ergebnisse stelle ich anhand der Auswertung der Fragebögen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

A Musik in der Wirkungsforschung – Einfluss von Musizieren auf die kindliche Entwicklung

1 Langzeitstudie: Musik(erziehung) und ihre Wirkung – ein Überblick

2 Ergebnisse der Basisdiagnostik

2.1 Statistische Zahlen

2.2 Musik und Musizieren der Kinder im Urteil ihrer Eltern

2.3 Die Stichprobe im Lehrerurteil

2.4 Ergebnisse erster Musikalitätstests: Musikalische Begabung Sechs- und Siebenjähriger

2.5 Zusammenhänge verschiedener Variablen

2.6 Zusammenhang zwischen musikalischer Begabung und Intelligenz

2.7 Kritik an den Ergebnissen

3 Ergebnisse der Studie

3.1 Einfluss von Musikerziehung auf die Intelligenz

3.1.1 Das Problem der Definition von „Intelligenz“

3.1.2 Vergleich der Entwicklung von Modell- und Kontrollgruppe

3.1.3 Entwicklung von Kindern mit unterdurchschnittlichen IQ-Werten

3.1.4 Entwicklung von Kindern mit überdurchschnittlichen IQ-Werten

3.1.5 Zur Problematik der Intelligenzwertbestimmung

3.2 Einfluss von Musikerziehung auf die soziale Kompetenz

3.2.1 Gewalt versus soziale Kompetenz

3.2.2 Sympathie und Antipathie gegenüber Mitschülern

3.2.3 Soziale Reflexionsfähigkeit

3.2.4 Soziale, emotionale und leistungsmotivationale Integration

3.2.5 Soziales Verhalten im Urteil der Eltern und der Lehrer

3.2.6 Zur Problematik der Monokausalität

3.3 Einfluss von Musikerziehung auf die Konzentration

3.4 Einfluss von Musikerziehung auf das Angsterleben

3.4.1 Ergebnisse der Schülertests: Selbsteinschätzung der Kinder

3.4.2 Einschätzung der Angst durch die Lehrer

3.4.3 Einschätzungen der Ängstlichkeit durch die Eltern

3.5 Einfluss von Musikerziehung auf schulische Leistungen

3.6 Einfluss von Musikerziehung auf die Kreativität

3.6.1 Musikalische Kreativität

3.6.2 Schöpferisches Denken

3.7 Einfluss von Musikerziehung auf die Musikalität

3.7.1 Reproduktionsleistungen in den Kategorien Singen, Rhythmus, Metrum

3.7.2 Dimensionen der Singfähigkeit

3.7.3 Wahrnehmungsleistung: sensorische Kompetenz

3.8 Zusammenfassung

B Musik in der Pädagogik

1 Einführung

2 Musik an Freien Waldorfschulen

2.1 Grundsätzliches zur Waldorfpädagogik

2.2 Die Rolle der Musik in der Waldorfpädagogik

2.2.1 Grundzüge des Musikunterrichts

2.2.2 Hauptunterricht

2.2.3 Konstitutive Aspekte

2.2.4 Fazit

3 Musik in der Pädagogik Maria Montessoris

3.1 Entstehung der Montessoripädagogik

3.2 Grundsätzliches zur Montessoripädagogik

3.3 Die Rolle der Musik in der Montessoripädagogik

3.3.1 Die Bedeutung der Musik für Maria Montessori

3.3.2 Die musikalische Erziehung

3.3.3 Bewegung und Musik

3.3.4 Hören und Musik

3.3.5 Fazit

4 Übertragbarkeit auf Regelschulen

C Musikerziehung in der Praxis – am Beispiel Fuldaer Grundschüler

1 Zur Motivation für die Befragung

2 Die Schulen

2.1 Adolf-von-Dalberg-Schule (DaS)

2.2 Domschule (DoS)

2.3 Grundschule Lehnerz (GSL)

2.4 Astrid-Lindgren-Schule (ALS)

2.5 Marquardschule (MS)

3 Die Stichprobe im Überblick

4 Ergebnisse

4.1 Wissenstand der Eltern über Angebote zur musikalischen Förderung in Fulda

4.2 Musizierverhalten in Abhängigkeit vom Geschlecht

4.3 Musizierverhalten in Abhängigkeit von Geschwistern

4.4 Musizierverhalten in Abhängigkeit vom Bildungsgrad der Eltern

4.5 Die Art der musikalischen Förderung

4.6 Einschätzung der Eltern bzgl. der Preise an Fuldaer Musikschulen

4.7 Zahlungsbereitschaft der Eltern

4.8 Gründe für das Nicht-Musizieren der Kinder

4.9 Gründe für das Musizieren der Kinder

4.10 Zwei Schlussbemerkungen

D Schlussbetrachtung

E Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung musikalischer Förderung im Kindesalter wissenschaftlich zu beleuchten. Dabei untersucht die Autorin, welche Rolle Musik in der Wirkungsforschung sowie in reformpädagogischen Ansätzen (Waldorf und Montessori) einnimmt, und evaluiert mittels einer statistischen Befragung, wie die musikalische Förderung von Grundschülern in der Praxis in Fulda tatsächlich umgesetzt wird.

  • Wissenschaftliche Wirkungsforschung von Musik auf die kindliche Entwicklung
  • Analyse reformpädagogischer Musikkonzepte (Waldorf und Montessori)
  • Statistische Untersuchung des elterlichen Wissensstands und Musizierverhaltens in Fulda
  • Evaluation der Barrieren und Motive für eine zusätzliche musikalische Ausbildung
  • Bildungspolitische Implikationen zur Förderung von Chancengleichheit durch Musik

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Vergleich der Entwicklung von Modell- und Kontrollgruppe

Zwischen Modell- und Kontrollgruppe gab es zu Beginn der Studie keine signifikanten Unterschiede bzgl. des Merkmals Intelligenz. Bei einer zweiten Messung am Anfang des 2. Schuljahres zeigte die Kontrollgruppe (IQ: 107) sogar einen leicht höheren IQ-Mittelwert als die Modellgruppe (IQ: 105). Nach vier Jahren erweiterter Musikerziehung hatte die Modellgruppe mit einem durchschnittlichen Wert von 111 an Intelligenz stark zugelegt, während die Kontrollgruppe ohne Musikerziehung auf einen Wert von 105 zurück fiel (vgl. Bastian 2000: 270).

Zwischen den beiden Gruppen gab es also keine signifikanten Unterschiede bzgl. des Merkmals Intelligenz unabhängig vom Faktor Zeit. Die Veränderungen der Intelligenzwerte im Gruppenvergleich über die Zeit hinweg waren hingegen sehr gravierend. Dies belegt zunächst, dass Intelligenz keine geerbte, lebenslange, unveränderliche Festgröße ist, sondern sie kann mit dem Alter durch Lernen gesteigert oder durch Vernachlässigung auch verringert werden (vgl. Bastian 2000: 273f; Bastian 2003: 78). Im Hinblick auf Musizieren heißt dies aber auch, dass „erweiterte Musikerziehung […] eine nicht zufällige positive Wirkung auf die Intelligenzentwicklung von Kindern [hat], wenn sie längerfristig eingesetzt wird und wirken kann“ (Bastian 2003: 79).

Zusammenfassung der Kapitel

A Musik in der Wirkungsforschung – Einfluss von Musizieren auf die kindliche Entwicklung: Dieses Kapitel dokumentiert auf Basis einer Langzeitstudie, dass musikalische Förderung kognitive, soziale und emotionale Entwicklungsbereiche positiv beeinflusst.

B Musik in der Pädagogik: Hier werden die musikdidaktischen Ansätze der Waldorf- und Montessoripädagogik analysiert und deren Übertragbarkeit auf Regelschulen kritisch hinterfragt.

C Musikerziehung in der Praxis – am Beispiel Fuldaer Grundschüler: Die Autorin präsentiert die Ergebnisse einer eigenen empirischen Umfrage an fünf Fuldaer Grundschulen zum Musizierverhalten und zum Wissensstand der Eltern.

D Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet bildungspolitische Forderungen ab, um die Bedeutung von Musik als integralen Bestandteil schulischer Bildung zu stärken.

Schlüsselwörter

Musikerziehung, Grundschüler, Wirkungsforschung, Waldorf, Montessori, Intelligenz, soziale Kompetenz, Musizierverhalten, Fulda, Musikpädagogik, Langzeitstudie, musikalische Förderung, Persönlichkeitsentwicklung, Instrumentenunterricht, Bildungsstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung musikalischer Förderung bei Grundschulkindern, sowohl theoretisch durch die Analyse wissenschaftlicher Wirkungsstudien und Reformpädagogiken als auch praxisbezogen durch eine Befragung in Fulda.

Welche reformpädagogischen Konzepte werden thematisiert?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Musik in der Waldorfpädagogik (nach Rudolf Steiner) sowie in der Montessoripädagogik (nach Maria Montessori).

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den nachgewiesenen positiven Einfluss von Musik auf die kindliche Entwicklung hervorzuheben und aufzuzeigen, wie musikalische Bildung in der Praxis – am Beispiel Fulda – gefördert oder behindert wird.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Neben der Auswertung bestehender Langzeitstudien (insb. Bastian) führte die Autorin eine quantitative Erhebung mittels Fragebögen bei Eltern von Grundschulkindern an fünf Fuldaer Schulen durch.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?

Der Hauptteil behandelt den Einfluss von Musik auf Intelligenz, soziale Kompetenz, Konzentration, Angsterleben, schulische Leistungen und Kreativität sowie die praktische Umsetzung musikalischer Angebote.

Welche Kernbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Musik(erziehung), Persönlichkeitsentwicklung, reformpädagogische Ansätze, schichtabhängige Korrelationen und das Musizierverhalten in der Grundschule.

Wie unterscheidet sich die Situation an den Waldorf- und Montessorischulen vom Regelschulbetrieb?

Während Waldorf- und Montessoripädagogik Musik als festen, pädagogisch konstitutiven Teil der Persönlichkeitsentwicklung sehen, wird Musik an Regelschulen oft auf ein Pflichtfach mit geringem Stundenumfang begrenzt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Stadt Fulda?

Die Autorin stellt fest, dass das Wissen über bestehende kostenlose oder kostengünstige Musikangebote bei Eltern gering ist und fordert eine bessere Vernetzung zwischen Grundschulen und Musikschulen.

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Details

Title
Musizieren in der Kindheit - Stand der Forschung, Ansätze in der Pädagogik und musikalische Förderung Fuldaer Grundschüler
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,0
Author
Dipl. Sozialpädagogin Petra Herr (Author)
Publication Year
2006
Pages
89
Catalog Number
V53795
ISBN (eBook)
9783638491433
ISBN (Book)
9783656791850
Language
German
Tags
Musizieren Kindheit Stand Forschung Ansätze Pädagogik Förderung Fuldaer Grundschüler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sozialpädagogin Petra Herr (Author), 2006, Musizieren in der Kindheit - Stand der Forschung, Ansätze in der Pädagogik und musikalische Förderung Fuldaer Grundschüler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53795
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