In meiner Hausarbeit möchte ich über die Subkultur der Gothics schreiben und herausfinden, was Jugendliche dazu bewegt sich dieser anzuschließen.
Gothics zeichnen sich optisch durch schwarze Kleidung und Schminke sowie blasse Haut aus. Häufig werden sie mit Trauer, Todessehnsucht, Magie und Satanismus in Verbindung gebracht.
Doch was ist dran an diesen Vorurteilen? Was sind die wirklichen Ziele, Ideale und Werte dieser Subkultur? Was zeichnet sie wirklich aus und warum findet diese Kultur die auf den ersten Blick nur Traurigkeit und Tod verkörpert so viele Anhänger? Warum fühlen sich Jugendliche zu dieser Subkultur hingezogen?
Diesen Fragen möchte ich im Folgenden nachgehen. Zunächst beschreibe ich die Besonderheiten der Jugendphase. Darauf folgend beschäftige ich mich mit der Frage, was Subkulturen überhaupt sind und gehe dann näher auf die Gothic-Subkultur ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Besonderheiten der Jugendphase
2.1 Definition des Jugend-Begriffes
2.2 Eingrenzung der Jugendphase
2.4 Die Beziehung zu den Eltern
2.5 Die Biografisierung des Jugendalters
2.6 Der Drang nach Selbstständigkeit
2.7 Jugendliche in Gleichaltrigengruppen
3. Was macht eine Subkultur aus?
4. Was kennzeichnet die Gothic-Subkultur?
4.3 Die thematische Fokussierung der Gothic-Kultur
4.5 Zusammensetzung der Szene
5.1 Subkultur als Gesinnungsgemeinschaft
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die Attraktivität der Gothic-Subkultur auf Jugendliche im Kontext der Entwicklungspsychologie und des Sozialisationsprozesses.
- Identitätsbildung und Ablösungsprozesse in der Jugendphase
- Soziologische Definition und Funktion von Subkulturen
- Die Bedeutung von Musik, Ästhetik und Ideologie in der Gothic-Szene
- Die Rolle der Gruppe als soziale Stütze und Gesinnungsgemeinschaft
Auszug aus dem Buch
4.3 Die thematische Fokussierung der Gothic-Kultur
Bei Hitzler/ Bucher/ Niederbacher heißt es: „Jede Szene hat ein zentrales [...] Thema, auf das hin die Aktivitäten der Szene ausgerichtet sind. Dieses „issue“ kann z.B. ein bestimmter Musikstil sein,[...] eine politische Idee, eine bestimmte Weltanschauung.“24
Zur Thematik der Gothic-Kultur möchte ich zunächst Simon und Bodenski, Mitglieder der in der Szene bekannten Band Subway to Sally, zitieren:
„In einem Punkt treffen sich alle Bekenntnisse und Erklärungsmuster: Es geht um die dunkle Seite. Melancholie, Tod, Traurigkeit. Durchdrungen von einem ausgeprägten Ästhetizismus, der sich gern in den äusseren Attributen der Goths manifestiert. Bleiche Gesichter, schwarzes Outfit. Die Äusserlichkeiten der mehr als 20 Jahre alten Szene sind nebensächlich.
Wichtig sind die Inhalte. Auf den ersten Blick ist alles sehr wirr. Mittelalterliche Musik tummelt sich neben nordischem Runenkult. Der Fetischvampir wagt ein Tänzchen mit den dunklen Mächten des Bösen. Das Dichter-Denker-Klischee, romantische Verklärung einzelner Künstler, das abgleiten von Teilen der Szene in die Randbereiche nationalsozialistischer Ideologien – das alles sind Fragmente des grossen Puzzles.25
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für die Arbeit dar und formuliert die Forschungsfrage, warum sich Jugendliche trotz negativer Vorurteile der Gothic-Subkultur zuwenden.
2. Die Besonderheiten der Jugendphase: Dieses Kapitel beleuchtet die soziologischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen des Jugendalters, einschließlich der Ablösung vom Elternhaus.
3. Was macht eine Subkultur aus?: Hier werden soziologische Definitionen von Sub- und Gegenkulturen erörtert und die Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft thematisiert.
4. Was kennzeichnet die Gothic-Subkultur?: Das Kapitel analysiert den Ursprung, die politischen und religiösen Orientierungen sowie das Erscheinungsbild der Gothic-Szene.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, wie die Gothic-Subkultur als Stütze im Identitätsbildungsprozess und bei der Ablösung von der Herkunftsfamilie fungiert.
Schlüsselwörter
Jugendphase, Gothic-Subkultur, Identitätsbildung, Ablösungsprozess, Gleichaltrigengruppe, Soziologie, Jugendkultur, Musik, Ästhetik, Gesinnungsgemeinschaft, Individualität, Lebensphase, Sozialisation, Gruppenzugehörigkeit, Adoleszenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die soziologischen Hintergründe der Gothic-Subkultur und analysiert, warum sich Jugendliche in dieser Lebensphase von ihr angezogen fühlen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklungspsychologie der Jugendphase, dem Ablösungsprozess vom Elternhaus und der soziologischen Einordnung von Subkulturen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Beweggründe für den Beitritt zur Gothic-Szene aufzuzeigen, insbesondere vor dem Hintergrund des Wunsches nach Identitätsbildung und Eigenständigkeit.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer und sozialpädagogischer Fachliteratur zur Jugendsoziologie und zu jugendlichen Subkulturen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Jugendphase, die Definition von Subkulturen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Gothic-Kultur, ihrer Ästhetik und ihrer Funktion für Jugendliche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Jugendphase, Identitätsbildung, Gothic-Subkultur, Ablösungsprozess, Gleichaltrigengruppen und Sozialisation.
Warum spielt die Musik in der Gothic-Szene eine so große Rolle?
Musik dient als emotionaler Zugang und Identifikationsmerkmal. Die Texte greifen Themen wie Melancholie oder gesellschaftliche Kritik auf, wodurch sich Jugendliche verstanden fühlen.
Wie trägt die Subkultur zur Ablösung vom Elternhaus bei?
Sie bietet eine stabile Ersatzgemeinschaft (Gesinnungsgemeinschaft), in der Jugendliche eigene Regeln und Werte ausprobieren können, ohne auf die Unterstützung durch Gleichgesinnte verzichten zu müssen.
- Quote paper
- Anna Gathmann (Author), 2008, Warum fühlen sich Jugendliche zur Gothic-Subkultur hingezogen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538029