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Verpflichtende Neuerungen und Auswirkungen des IFRS 16 auf die Leasingbilanzierung von Unternehmen. Grundsätzliche Unterschiede zum Handelsrecht

Titel: Verpflichtende Neuerungen und Auswirkungen des IFRS 16 auf die Leasingbilanzierung von Unternehmen. Grundsätzliche Unterschiede zum Handelsrecht

Hausarbeit , 2019 , 32 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Leonard Bartz (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die beiden Standards gegenüberzustellen und die Auswirkungen der Umstellung vom alten IAS 17 auf den neuen IFRS 16 darzustellen. Dazu werden die Vorschriften des IAS 17 in Bezug auf die Bilanzierung erläutert und grundlegende Probleme aufgezeigt. Vergleichend dazu werden die Neuerungen des IFRS 16 herausgestellt. Es wird erläutert, wie sich die Bilanz und entscheidungsrelevante Kennzahlen verändern. Die verschiedenen Möglichkeiten bei der Vertragsmodifikation werden dabei nicht berücksichtigt. Als vergleichende Information wird abschließend die grundlegende nationale Leasingbilanzierung nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erklärt. Eine detaillierte Erläuterung der Anwendungserlasse ist nicht das Ziel.

Das Leasing ist, insbesondere auf Grund seiner hohen Flexibilität durch verschiedene Modifikationsmöglichkeiten, im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen oder dem klassischen Kauf sehr attraktiv. Leasing ist im Laufe der letzten Jahre auch bei Privatkunden eine immer beliebter gewordene Finanzierungsmöglichkeit, zum Beispiel für den Kauf von Fahrzeugen. Bei Unternehmern und Gewerbetreibenden dagegen ist Leasing schon länger etabliert. Problematisch war bisher jedoch die bilanzielle Abbildung der Leasingverhältnisse bei den Unternehmen nach dem International Accounting Standard (IAS) 17.

Nach den Vorschriften IAS 17 war es den Unternehmen bisher möglich, Vermögen und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht in der Bilanz darzustellen, sondern lediglich im Mietaufwand abzubilden. Diese Tatsache geriet häufig mit den Interessen der Jahresabschlussadressaten in Konflikt. Demnach blieben bisher fast 85 % aller Leasingverhältnisse, welche sich allein bei den börsennotierten Unternehmen auf etwa 3,3 Mrd. USD belaufen, fernab jeglicher bilanzieller Erfassung und fanden sich nur als Hinweis im Anhang wieder. Nach knapp acht Jahren Arbeit wurde im Januar 2016 schließlich der International Financial Reporting Standard (IFRS) 16 veröffentlicht, welcher für die Geschäftsjahre ab dem 01.01.2019 verpflichtend anzuwenden ist und den Standard IAS 17 ablöst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 IAS 17

2.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich

2.2 Feststellung eines Leasingverhältnisses

2.3 Einstufung von Leasingverhältnissen

2.3.1 Finanzierungsleasing

2.3.2 Mietleasing

2.4 Ansatz von Leasingverhältnissen

2.4.1 Ansatz von einem Finanzierungsleasing

2.4.2 Ansatz von einem Mietleasing

2.5 Bewertung von Leasingverhältnissen

2.5.1 Erstbewertung von einem Finanzierungsleasing

2.5.2 Folgebewertung von einem Finanzierungsleasing

2.5.3 Erstbewertung bei einem Mietleasing

2.5.4 Folgebewertung bei einem Mietleasing

2.5.5 Sonderform von Sale-and-Leaseback-Transaktionen

2.6 Angabepflichten nach IAS 17

2.6.1 Angaben für das Finanzierungsleasing

2.6.2 Angaben für das Mietleasing

2.7 Probleme des IAS 17

3 IFRS 16

3.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich

3.2 Feststellung eines Leasingverhältnisses

3.3 Einstufung von Leasingverhältnissen

3.4 Ansatz und Bewertung

3.4.1 Ansatz und Erstbewertung auf Seiten des Leasingnehmers

3.4.2 Folgebewertung auf Seiten des Leasingnehmers

3.4.3 Ansatz und Bewertung auf Seiten des Leasinggebers

3.4.4 Sonderform von Sale-and-Leaseback-Transaktionen

3.5 Angabepflichten nach IFRS 16

4 Auswirkungen auf den Jahresabschluss und Kennzahlen

5 Grundsätzliche Leasingbilanzierung nach HGB

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Neuerungen und Auswirkungen durch die Einführung des IFRS 16 auf die Leasingbilanzierung von Unternehmen im Vergleich zum bisherigen Standard IAS 17 sowie dem Handelsrecht (HGB). Ziel ist es, die Veränderungen in der Bilanzstruktur und bei entscheidungsrelevanten Kennzahlen darzustellen und zu bewerten.

  • Vergleich der Leasingstandards IAS 17 und IFRS 16
  • Analyse der geänderten Bilanzierungsvorschriften für Leasingnehmer
  • Auswirkungen auf Kennzahlen wie EBITDA, EBIT und Cashflow
  • Unterschiede zur Leasingbilanzierung nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB)

Auszug aus dem Buch

2.3 Einstufung von Leasingverhältnissen

Vereinbarungen werden immer komplexer und Leasingverhältnisse oftmals schwer aus diesen herauszustellen, da sie zum Beispiel in Dienstleistungsverträgen oder Ähnlichen eingebettet sein können. Beispielsweise sind Telekommunikationsverträge und Kapazitätsrechte oftmals schwer in den Rahmen eines klassischen Leasingverhältnisses einzuordnen.10 So kann es bespielweise eine Kombination aus einem Dienstleistungsertrag, für die Betreuung einer Telefonanalage, und einem Leasingverhältnis sein, wo eine monatliche Rate für die Nutzung der Telefonanlage zu entrichten ist.

Wird in einer Vereinbarung ein Leasingverhältnis nach IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert, wird eine Einstufung bzw. Klassifizierung von diesem vorgenommen.

Die Einstufung wird zu Beginn des Leasingverhältnisses in Übereinkunft zwischen dem Leasingnehmer und Leasinggeber vorgenommen.11 Abhängig von dieser Klassifizierung ist die bilanzielle Behandlung bei Leasinggeber und Leasingnehmer. Demnach kann ein Leasingverhältnis in unterschiedlichen Formen vorliegen. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Mietleasing, auch Operating-Leasing genannt, unterschieden. Die Unterscheidung hängt dabei gem. IAS 17.10 eher von der wirtschaftlichen Zuordnung des Leasinggegenstandes als von der rechtlichen Form der Vereinbarung ab.12

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung des Leasings und thematisiert die Kritik am IAS 17, der eine bilanzneutrale Darstellung ermöglichte.

2 IAS 17: Dieses Kapitel erläutert das Regelwerk des IAS 17, insbesondere die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasing sowie die entsprechenden Bewertungs- und Angabepflichten.

3 IFRS 16: Es werden die zentralen Änderungen durch den IFRS 16 dargestellt, wobei der Fokus auf dem Right-of-Use-Ansatz und der bilanziellen Erfassung aller Leasingverhältnisse beim Leasingnehmer liegt.

4 Auswirkungen auf den Jahresabschluss und Kennzahlen: Hier werden die bilanziellen Effekte der Umstellung auf den IFRS 16 analysiert, inklusive der Verschlechterung relevanter Finanzkennzahlen beim Leasingnehmer.

5 Grundsätzliche Leasingbilanzierung nach HGB: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die nationale Leasingbilanzierung, die sich primär am rechtlichen Eigentum und steuerlichen Vorschriften orientiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der IFRS 16 zwar Transparenzprobleme des IAS 17 löst, jedoch zu einer bilanziellen Mehrbelastung des Leasingnehmers führt.

Schlüsselwörter

IFRS 16, IAS 17, Leasingbilanzierung, Leasingnehmer, Finanzierungsleasing, Mietleasing, Operating-Leasing, Right-of-Use-Ansatz, Bilanzierung, Handelsgesetzbuch, HGB, Kennzahlen, EBITDA, Jahresabschluss, Bilanzverlängerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der verpflichtenden Umstellung von IAS 17 auf IFRS 16 für die Leasingbilanzierung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Einstufungskriterien von Leasingverhältnissen, der Ansatz in der Bilanz sowie die Unterschiede zwischen den internationalen Standards und dem deutschen HGB.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen der IFRS 16-Einführung auf die Jahresabschlüsse und Kennzahlen von Unternehmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse der Standardvorschriften und ihrer praktischen Auswirkungen auf die Bilanzierung.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf dem Vergleich der Bilanzierungsvorschriften zwischen IAS 17 und IFRS 16 sowie deren Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie IFRS 16, Leasingbilanzierung, Right-of-Use-Ansatz und Bilanzverlängerung beschreiben.

Warum wird IFRS 16 als kritisch für Leasingnehmer angesehen?

Weil durch die bilanzielle Erfassung aller Leasingverhältnisse Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote sinken und sich die Bilanz verlängert.

Wie unterscheidet sich die HGB-Bilanzierung vom neuen IFRS 16?

Das HGB stellt primär auf das rechtliche Eigentum ab, während IFRS 16 die wirtschaftliche Nutzung in den Vordergrund stellt und Leasingverhältnisse zwingend in die Bilanz des Leasingnehmers aufnimmt.

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Details

Titel
Verpflichtende Neuerungen und Auswirkungen des IFRS 16 auf die Leasingbilanzierung von Unternehmen. Grundsätzliche Unterschiede zum Handelsrecht
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Internationale Rechnungslegung
Note
2,2
Autor
Leonard Bartz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
32
Katalognummer
V538104
ISBN (eBook)
9783346133571
ISBN (Buch)
9783346133588
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS IFRS 16 Rechnungslegung Standard neu Leasing 16 Neuerungen Veränderungen Auswirkungen Bilanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonard Bartz (Autor:in), 2019, Verpflichtende Neuerungen und Auswirkungen des IFRS 16 auf die Leasingbilanzierung von Unternehmen. Grundsätzliche Unterschiede zum Handelsrecht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538104
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Leseprobe aus  32  Seiten
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