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Wie verhält sich das vegetative System in der Herzratenvariabilität bei Akupunktur?

Traditionelle Chinesische Medizin

Title: Wie verhält sich das vegetative System in der Herzratenvariabilität bei Akupunktur?

Master's Thesis , 2016 , 53 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Parvis Torbati (Author)

Medicine - Alternative Medicine
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Summary Excerpt Details

Ziel der Pilotstudie war die Untersuchung der Wirkung von Körperakupunktur auf das vegetative System. In einer Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin wurde im Laufe eines halben Jahres während der Akupunkturbehandlungen die Herzratenvariabilität HRV als Kurzzeitvariabilität gemessen.

In der Sportmedizin und in den Trainingswissenschaften werden auch bei Gesunden Auswirkungen von körperlichen Belastungen und die Erholungsfähigkeit über Messung des autonomen Nervensystems mittels Herzratenvariabilität (HRV) beurteilt. Als Grundlage dieser Messungen werden biologische Rhythmen verschiedener Funktionskreise erfasst.

Diese sind durch Oszillationen gekennzeichnet, deren Rhythmen unterschiedliche Periodendauern haben. Wissenschaften wie die Chronobiologie und Chronomedizin beschäftigen sich mit den Arten biologischer Rhythmen, der anatomischen Lokalisation und der Funktion biologischer Oszillatoren. Störungen dieser biologischen Rhythmen werden häufig angetroffen. Hierzu tragen eine Reizüberflutung durch stundenlange Tätigkeit am PC, Schichtarbeit, Fehlernährung, lange Autofahrten, Bewegungsmangel, häufige Interkontinentalflüge etc. bei.

In dieser Pilotstudie soll die Wirkung von Körperakupunktur auf das autonome Nervensystem untersucht werden. An PatientInnen, die überwiegend mit orthopädischen Beschwerden zur Therapie kommen, wird während der Akupunkturbehandlungen die HRV gemessen. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich Effekte auf das autonome Nervensystem ergeben und ob diese einer Systematik folgen. In der klinischen Studie, die als Längsschnittstudie über sechs Monate konzipiert ist, erfolgt die Auswahl der PatientInnen nicht zufallsorientiert. Die Therapieintervalle richten sich nach den Grunderkrankungen und werden für die Studie nicht geändert.

Im ersten Abschnitt der theoretischen Grundlagen wird ein Überblick über biologische Rhythmen gegeben. Nach einer funktionellen Betrachtung des autonomen Nervensystems folgt eine anatomische Übersicht des ANS gegliedert von der obersten Ebene im Gehirn, der mittleren Ebene auf Rückenmarkhöhe und der unteren Ebene der peripheren Nerven zu den Endorganen. Anschließend werden im Hauptteil verschiedene Organ- und Reflexsysteme besprochen, die sich in der HRV abbilden. Im zweiten Teil werden die Funktionskreise der Traditionellen Chinesischen Medizin dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biologische Rhythmen

2.1 Funktion des autonomen Nervensystems

2.1.1 Funktion von Sympathikus und Parasympathikus

2.1.2 Funktion des enterischen Systems

2.1.3 Funktion des afferenten Systems

2.2 Teilstrukturen des autonomen Nervensystems

2.2.1 Supraspinale Strukturen des autonomen Nervensystems

2.2.2 Spinale Strukturen des autonomen Nervensystems

2.2.3 Rezeptoren, Neurotransmitter und afferentes System

2.3 Autonome Regelsysteme, die den Sinusknoten modulieren

2.3.1 Baroreflexe

2.3.2 Vestibuloautonomer Reflex

2.3.3 Kardiopulmonale Reflexe

2.3.4 Humorale Volumenreflexe

2.3.5 Atemregulation

2.3.6 Arterielle Chemoreflexe

2.4 Die Herzratenvariabilität

2.4.1 Das HF-Spektrum

2.4.2 Das LF-Spektrum

2.4.3 Die VLF- und ULF-Spektren

2.4.4 Praxis der Herzratenvariabilitätsmessung

3. TCM – Die Funktionskreise

4. Methode

4.1 Studiendesign

4.2 Messvorrichtungen

4.3 Untersucher und Prüfablauf

5. Ergebnisse

6. Diskussion

7. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Die Studie untersucht die Wirkung von Körperakupunktur auf das vegetative Nervensystem bei PatientInnen mit orthopädischen Beschwerden. Das primäre Ziel ist es, mithilfe der Herzratenvariabilität (HRV) zu bestimmen, ob Akupunkturbehandlungen systematische Effekte auf die autonome Regulation ausüben.

  • Analyse des Einflusses von Akupunktur auf das vegetative System mittels HRV-Messung.
  • Untersuchung von physiologischen Grundlagen und biologischen Rhythmen.
  • Beziehung zwischen Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) und autonomer Regulation.
  • Statistische Auswertung der HRV-Parameter im Kontext verschiedener Akupunktur-Leitbahnen.
  • Erforschung der Unterschiede in der vegetativen Antwort bei verschiedenen energetischen Ausgangszuständen.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Das LF-Spektrum

Das LF-Spektrum umfasst Frequenzen von 0,03 bis 0,15 Hz (1,8-9/min). An diesem Frequenzspektrum sind die arteriellen Baroreflexe als auch efferente Sympathikusneurone im Hirnstamm mit intrisischer Aktivität beteiligt. Entgegen früherer Annahmen, bei denen das LF-Spektrum ausschließlich als efferente Sympathikusaktivität deklariert wurde, wird es heute als gemischt sympatho-vagal bezeichnet. Es gibt zwei Hypothesen, die im Rahmen der niederfrequenten gemischten Frequenzen dieses Spektrums diskutiert werden. Die Baroreflex-Feedback-Theorie erklärt das Zustandekommen dieser Schwingungen als Resonanzphänomen.

Die Regelvorgänge des Baroreflexes nach Aktivierung arterieller Druckrezeptoren wurden bereits in Kapitel 2.3.1 besprochen. Die efferenten Reflexsignale des Vagus und des Sympathikus aus der Medulla oblongata zum Sinusknoten sowie beim Sympathikus auch zu den Widerstandsgefäßen haben unterschiedliche Laufzeiten. Wie in Kapitel 2.4 dargestellt, ist der efferente Vagus schneller als der Sympathikus. Die Wandspannungsänderung im peripheren Widerstandsgefäß tritt gegenüber dem eigentlichen Auslöser der Perzeption eines Blutdruckanstieges in Carotisgefäßen und im Aortenbogen so spät auf, dass der initiale Reiz gar nicht gepuffert wird. Die reaktive Änderung der Wandspannung in peripheren Widerstandsgefäßen selbst bewirkt wiederum eine Blutdruckänderung, die von den arteriellen Barorezeptoren erneut registriert wird. „Durch diese Phasenverschiebung zwischen Eingangs- und Ausgangssignal kommt es zu einem positiven Feedback und zu einem Hin- und Herschwingen des Regelkreises im Sinne eines Resonanzphänomens.“ (Hottenrott 2004: 35) Eine andere Hypothese, das zentrale Oszillatorkonzept, besagt, dass die motorischen sympathischen und parasympathischen Hirnstammneurone selbst LF- und HF-Oszillationen aufweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Homöostase und des vegetativen Nervensystems sowie die Relevanz der HRV als diagnostisches Instrument.

2. Biologische Rhythmen: Erläutert die anatomischen und funktionellen Grundlagen des autonomen Nervensystems, seiner Regelsysteme und der physiologischen Parameter der HRV.

3. TCM – Die Funktionskreise: Stellt die Konzepte der Traditionellen Chinesischen Medizin dar und setzt sie in Bezug zu den physiologischen Rhythmen des Menschen.

4. Methode: Beschreibt das Design der Längsschnittstudie, die Messausrüstung, den Prüfablauf und die angewandten statistischen Verfahren.

5. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Messdaten, einschließlich der t-Tests und ANOVA-Analysen hinsichtlich Alters- und Leitbahneffekten.

6. Diskussion: Interpretiert die Studienergebnisse im Kontext bestehender wissenschaftlicher Literatur und diskutiert die klinische Relevanz der Akupunktur.

7. Schlussfolgerung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen, insbesondere zur modulierenden Wirkung der Akupunktur auf das vegetative System.

Schlüsselwörter

Akupunktur, Herzratenvariabilität, vegetatives Nervensystem, Sympathikus, Parasympathikus, Baroreflex, HRV-Diagnostik, Traditionelle Chinesische Medizin, Funktionskreise, Bio-psycho-soziales Modell, Spektralanalyse, Frequenzparameter, klinische Studie, Homöostase, Atemregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Körperakupunktur auf das vegetative System, gemessen über die Herzratenvariabilität (HRV) bei Patienten in einer TCM-Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die Neurophysiologie des autonomen Nervensystems, die physikalischen Grundlagen der Herzratenvariabilität sowie die theoretischen Funktionskreise der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Akupunkturbehandlungen systematische und reproduzierbare Effekte auf die autonome Regulation des Herz-Kreislauf-Systems ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine klinische Längsschnittstudie über sechs Monate mit 76 Patienten, bei denen vor und während der Akupunktur die HRV mittels EKG-Ableitungen aufgezeichnet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die biologischen Rhythmen und die Anatomie des Nervensystems theoretisch fundiert, gefolgt von einer Darstellung der TCM-Funktionskreise und der statistischen Analyse der Messdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Akupunktur, Herzratenvariabilität, Sympathikus, Parasympathikus und Homöostase geprägt.

Gibt es einen Einfluss des Alters auf die Wirkung der Akupunktur?

Nein, der t-Test der Ergebnisse zeigte, dass das Alter der Patienten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Wirkung der Akupunktur auf die HRV hatte.

Unterscheidet sich die Wirkung je nach Ausgangs-HF-Power?

Ja, Patienten mit einer hohen Ausgangs-HF-Power profitierten stärker von der Akupunktur, während bei Patienten mit niedrigen Werten eine Senkung der vegetativen Power beobachtet wurde.

Hat die Wahl der Leitbahn einen spezifischen Effekt auf die HRV?

Die einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den 14 untersuchten Leitbahnen bezüglich ihrer Wirkung auf die HRV.

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Details

Title
Wie verhält sich das vegetative System in der Herzratenvariabilität bei Akupunktur?
Subtitle
Traditionelle Chinesische Medizin
College
Technical University of Munich  (Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften)
Grade
2,0
Author
Parvis Torbati (Author)
Publication Year
2016
Pages
53
Catalog Number
V538122
ISBN (eBook)
9783346138880
ISBN (Book)
9783346138897
Language
German
Tags
Akupunktur Herzratenvariabilität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Parvis Torbati (Author), 2016, Wie verhält sich das vegetative System in der Herzratenvariabilität bei Akupunktur?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538122
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