Die vorliegende Arbeit bietet eine Übersicht aktueller Forschungsansätze zur Literaturverfilmung.
Inhalt:
- Von der Raumtheorie über kulturhistorische und rezeptionsgeschichtliche Zugänge bis hin zu narratologischen Ansätzen;
- Der Entwicklungsversuch eines medienübergreifenden Untersuchungsmodells für Literaturverfilmungen;
- Von der Rahmentheorie zu Intermedialitäts- und Adaptionsprozessen;
- Literarische Vorlage und filmische Transformation verschmelzen zu einem Produkt
Inhaltsverzeichnis
1. Von der Raumtheorie über kulturhistorische und rezeptionsgeschichtliche Zugänge bis hin zu narratologischen Ansätzen
2. Der Entwicklungsversuch eines medienübergreifenden Untersuchungsmodells für Literaturverfilmungen
3. Von der Rahmentheorie zu Intermedialitäts- und Adaptionsprozessen
4. Literarische Vorlage und filmische Transformation verschmelzen zu einem Produkt
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über aktuelle Forschungsperspektiven im Bereich der Literaturverfilmung, indem sie zentrale theoretische Modelle und methodische Zugänge analysiert, die den komplexen Medienwechsel zwischen literarischer Vorlage und filmischer Adaption untersuchen.
- Analyse raumtheoretischer und narratologischer Ansätze in der Adaptionsforschung.
- Evaluation funktional-strukturalistischer Vergleichsmodelle für Literatur und Film.
- Diskussion intermedialer Transformationsprozesse und Rahmentheorien.
- Untersuchung der Verschränkung von literarischer Vorlage und filmischer Adaption als neues Gesamtmedium.
- Darstellung von Paratexten als Mittel der Transformation.
Auszug aus dem Buch
Der Entwicklungsversuch eines medienübergreifenden Untersuchungsmodells für Literaturverfilmungen
Volk setzt sich mit dieser Arbeit das Ziel, ein umfassendes theoretisches und medienübergreifendes Modell für den praktischen Vergleich von Literaturverfilmungen und ihren literarischen Vorlagen zu entwickeln. Mehrfach wird betont, dass es sich um ein funktional-strukturalistisches Vergleichsmodell handelt, das keine konkrete Checkliste bietet, sondern vielmehr in der praktischen Anwendung als methodischer Rahmen dient, der konkretisiert werden muss.
Die Literaturverfilmung wird in diesem Modell als Subjekt, die literarische Vorlage als Objekt des Vergleichs definiert. Die Vergleichsgrundlage bestimmt sich allein durch die literarische Vorlage, nur so könne „das tatsächliche Beziehungsverhältnis“ nachvollzogen werden. Das Vergleichsmodell zielt auf die „filmische Realisierbarkeit bzw. Analogisierbarkeit“ des künstlerischen Erzähltextes und seiner Literaturverfilmung ab. Die Grundstruktur des Modells bildet ein vertikaler Vergleich auf drei heuristisch aufeinander aufbauenden Ebenen (der Eigenschaftspotenzialen) des Textes: der Struktur, der Bedeutung und dem Sinn. Während das Strukturpotenzial weitgehend unabhängig vom Kommunikationskontext untersucht werden kann, lassen sich das Bedeutungs- und das Sinnpotenzial nur in Abhängigkeit des Produktions- und Rezeptionskontextes bestimmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Von der Raumtheorie über kulturhistorische und rezeptionsgeschichtliche Zugänge bis hin zu narratologischen Ansätzen: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Analysen vor, die Literaturverfilmungen unter anderem hinsichtlich ihrer Raumkonstruktionen und ideologischen Funktionalisierung untersuchen.
2. Der Entwicklungsversuch eines medienübergreifenden Untersuchungsmodells für Literaturverfilmungen: Hier wird das theoretische Modell von Stefan Volk präsentiert, das einen strukturalistischen Rahmen für den systematischen Vergleich von literarischen Texten und deren filmischer Transformation bietet.
3. Von der Rahmentheorie zu Intermedialitäts- und Adaptionsprozessen: Der Abschnitt diskutiert, wie durch Rahmungen und mediale Übersetzungen neue Perspektiven in Adaptionsprozessen entstehen und wie diese intermedial verstanden werden können.
4. Literarische Vorlage und filmische Transformation verschmelzen zu einem Produkt: Das Kapitel thematisiert die Rolle von Paratexten, wie sie etwa auf DVDs zu finden sind, durch die Vorlage und Verfilmung als Einheit in einem neuen Medium wahrgenommen werden.
Schlüsselwörter
Literaturverfilmung, Adaption, Medienwechsel, Transformationsanalyse, Intermedialität, Raumtheorie, narratologische Ansätze, Strukturpotenzial, Paratexte, mediale Übersetzung, Filmwissenschaft, Literaturwissenschaft, Äquivalenz, Rezeption, Diskursanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über aktuelle akademische Forschungsperspektiven zur Analyse von Literaturverfilmungen und den dabei ablaufenden Transformationsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Raumtheorie, intermediale Adaptionsmodelle, narratologische Untersuchungsmethoden sowie die mediale Verschränkung von Text und Film.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Zusammenführung und kritische Würdigung verschiedener theoretischer Ansätze zur methodischen Erfassung von Literaturverfilmungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wird ein Spektrum an methodischen Zugängen vorgestellt, mit einem Schwerpunkt auf funktional-strukturalistischen Vergleichsmodellen und der Transformationsanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Studien zu Adaptionen, die von Raumkonstruktionen bis hin zur quantitativen Errechnung von Abstraktionsniveaus in Verfilmungen reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adaption, Medienwechsel, Transformationsanalyse, Intermedialität und Literaturverfilmung charakterisiert.
Wie definiert Stefan Volk die Rollen von Literatur und Film in seinem Modell?
Volk definiert die Literaturverfilmung als Subjekt und die literarische Vorlage als Objekt des Vergleichs, um das tatsächliche Beziehungsverhältnis untersuchbar zu machen.
Welche Bedeutung haben Paratexte für das moderne Verständnis von Adaptionen?
Paratexte, wie sie auf DVD-Editionen vorliegen, führen laut Andrzej Gwóźdź dazu, dass Literatur und Film nicht mehr als getrennte Produkte gelten, sondern zu einem gemeinsamen Medium verschmelzen.
- Arbeit zitieren
- Sophie Hohmann (Autor:in), 2019, Literaturverfilmungen. Aktuelle Forschungsperspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538141