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Solidarnosc. Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung auf den Zerfall der UDSSR

Title: Solidarnosc. Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung auf den Zerfall der UDSSR

Term Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adam Balitzki (Author)

History of Europe - Europe in the Cold War
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Summary Excerpt Details

Diese politikwissenschaftliche Hausarbeit befasst sich mit der polnischen Arbeiterbewegung „Solidarność“, welche sich 1980 in Zeiten des kommunistischen Regimes gründete. Es soll der Frage auf den Grund gehen, wie weit der Einfluss dieser Arbeiterbewegung ging und welche tatsächlichen Auswirkungen sie auf den Zerfall der UDSSR hatte.

Als Einführung wird die Entstehung der Arbeiterbewegung erörtert, wer die Gesichter dieser Bewegung waren, welche Gründe die Proteste ausgelöst haben und welche Ziele genau mit der Solidarność-Bewegung verfolgt wurden.

Der zweite Teil dieser Arbeit soll Schritt für Schritt die Auswirkungen dieser sozialen Bewegung reflektieren. Dazu wierden die Entwicklungen innerhalb der baltischen Staaten und die innerhalb der Tschechoslowakei, in Form der „Samtenen Revolution“ gegenüber gestellt.

Anschließend soll im Kontext der Fragestellung betrachtet werden, in wie weit die Solidarność-Bewegung tatsächlich Einfluss auf den Zerfall der UDSSR hatte, d.h. ob überhaupt ein Einfluss stattfand und wenn ja, in welchem Umfang und wie der Zerfall vonstattenging.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Solidarność“

2.1. Entstehung der Arbeiterbewegung

2.1.1. Der Anfang

2.2. Lech Wałęsa

2.3. Ziele der Proteste

3. Auswirkungen der Proteste in Polen auf die UDSSR

3.1. Die Auswirkung auf die östlichen Staaten

3.1.1. Die baltischen Staaten

3.1.2. Samtene Revolution in der Tschechoslowakei

3.2. Der Zerfall der UDSSR

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung „Solidarność“ auf den Zerfall der Sowjetunion, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, in welchem Umfang die Proteste als Impulsgeber oder Beschleuniger für demokratische Umbrüche in Osteuropa fungierten.

  • Entstehung und Ziele der Solidarność-Bewegung.
  • Die Rolle von Lech Wałęsa als Symbolfigur des Widerstands.
  • Vergleichende Analyse der Auswirkungen auf die baltischen Staaten.
  • Untersuchung der „Samtenen Revolution“ in der Tschechoslowakei.
  • Reflektion über die Rolle der Solidarność als Brandbeschleuniger für den Zerfall der UDSSR.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Der Anfang

Die Solidarność-Bewegung ist am 31. August 1980 in Danzig entstanden, als die Administration des damals herrschenden kommunistischen Regimes eine vermeintlich kleine und unbedeutende Entscheidung getroffen hat: Die Entlassung der in der Danziger Leninwerft angestellte Kranführerin Anna Walentynowicz. Der Grund für ihre Entlassung wirkte für die damalige Zeit banal und war doch Mitauslöser für die Gründung der NSZZ Solidarność. Es läutete einen der größeren Wandel in der Europäischen Nachkriegsgeschichte ein.

Anna Walentynowicz war dem Regime ein Dorn im Auge, denn sie war ein Mitglied der Gesellschaft, welches sich nicht mit normalen Mitteln hat brechen lassen. Egal wie sehr man versucht hat Druck auf Sie auszuüben und welche menschenunwürdigen Mittel die Schergen des Staatsapparates anwendeten, Anna Walentynowicz hielt dem vehement entgegen.

Auf der Internetseite der Bundesstiftung Aufarbeitung findet man in der Biographie zu Anna Walentynowicz eine Aufzählung all ihres “Ungehorsams“ und der daraus resultierenden Konsequenzen: im Jahr 1971 beteiligte sie „sich an der Weiterverbreitung illegaler Schriften und Flugblätter und organisierte Gedenkveranstaltungen zu den Jahrestagen der Ereignisse im Dezember 1970.“ (Adamowicz 2016). Dabei war illegal natürlich die Wortwahl der Gegenseite, heute wird dieses Aufbegehren als freie Meinungsäußerung aufgefasst und nachfolgende Generationen dazu ermutigt, von ihrem Recht Gebrauch zu machen. „Im Juli unterzeichnete sie die „Charta der Arbeiterrechte“ (Karta Praw Robotniczych), ein programatisches Dokument der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung.“ (Adamowicz 2016). Dies konnte natürlich nicht geduldet werden und „Die Folge war, dass Walentynowicz immer wieder für 48 Stunden in Polizeigewahrsam genommen und schikaniert wurde. Man untersagte ihr, während der Arbeitspausen ihren Kran zu verlassen, sperrte sie im Umkleideraum ein, unterzog sie Leibesvisitationen, sprach Verwarnungen und Verweise aus.“ (Adamowicz 2016). Doch trotz all dieser Maßnahmen ließ sich Walentynowicz ein knappes Jahrzehnt lang nicht zum Schweigen bringen und so entschied die Werftleitung sie zu entlassen, eine Entscheidung, die man im Nachhinein als i-Tüpfelchen bezeichnen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Fragestellung nach dem Einfluss der Solidarność auf den Zerfall der UDSSR vor und skizziert das methodische Vorgehen.

2. „Solidarność“: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Gewerkschaft, die Rolle von Lech Wałęsa und die formulierten Forderungen der Arbeiterbewegung.

3. Auswirkungen der Proteste in Polen auf die UDSSR: Hier werden die Übertragbarkeit der Proteste auf baltische Staaten und die Tschechoslowakei sowie die systemischen Ursachen für den Zerfall der Sowjetunion analysiert.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Solidarność zwar nicht die alleinige Ursache, aber ein maßgeblicher Brandbeschleuniger für den Zerfall der Sowjetunion war.

Schlüsselwörter

Solidarność, Polen, UDSSR, Zerfall, Arbeiterbewegung, Lech Wałęsa, Samtene Revolution, Baltische Staaten, Demokratisierung, Kommunismus, Planwirtschaft, Widerstand, Freiheit, Systemwechsel, Osteuropa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den tatsächlichen Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung „Solidarność“ auf den Zerfall der Sowjetunion Ende des 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung von Solidarność, das Wirken von Lech Wałęsa, die Protestbewegungen im Baltikum und die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob und in welchem Ausmaß die polnischen Proteste einen kausalen oder beschleunigenden Einfluss auf den Zusammenbruch der sowjetischen Herrschaft hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse durch Literaturrecherche, den Vergleich historischer Ereignisse und die Auswertung zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entstehung von Solidarność, der Rolle ihrer Führungspersonen, den 21 Forderungen der Danziger Werftarbeiter und der Verbreitung des Widerstandsgeistes in andere Ostblockstaaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Solidarność, Demokratisierung, Systemwechsel, Widerstand und den Zerfall der UDSSR charakterisieren.

Welche Bedeutung hatten die 21 Forderungen für die Bewegung?

Die 21 Forderungen fungierten als inhaltliches Programm, das sowohl soziale Verbesserungen als auch politische Grundrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit einforderte.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Solidarność im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Bewegung als „Brandbeschleuniger“ für einen ohnehin schleichenden Prozess der Destabilisierung der sowjetischen Hegemonie fungierte.

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Details

Title
Solidarnosc. Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung auf den Zerfall der UDSSR
College
Berlin School of Economics and Law  (Fachbereich 3)
Course
Politik und Verwaltung
Grade
1,3
Author
Adam Balitzki (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V538193
ISBN (eBook)
9783346158260
ISBN (Book)
9783346158277
Language
German
Tags
arbeiterbewegung einfluss solidarnosc udssr zerfall
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adam Balitzki (Author), 2020, Solidarnosc. Einfluss der polnischen Arbeiterbewegung auf den Zerfall der UDSSR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538193
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