Kinder und Jugendliche entwickeln neben den motorischen Fähigkeiten auch noch andere kognitive Fähigkeiten im Sport, welche für die Gesamtentwicklung eines Kindes wichtig sind. Bewegung und Sport hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung eines gesunden Selbstkonzepts. Jede einzelne Sportorientierung, ob Ego-, Aufgaben-, Ziel- oder Wettkampforientierung, spiegelt sich im Charakter und der Interaktion mit anderen wider.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem motorischen Leistungsprofil sowie dem physischen Selbstkonzept von 11- bis 14-jährigen Sportlern und Sportlerinnen.
In welchem Zusammenhang das Selbst mit dem motorischen Leistungsniveau steht, wurde durch diverse Testverfahren ermittelt. Hinsichtlich des Leistungsniveaus wurden unter anderem Leistungsunterschiede zwischen einzelnen Subpopulationen gemessen. Am Ende werden die Ergebnisse der Untersuchung anschaulich dargestellt und interpretiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das „Selbst“ und seine Begriffsvielfalt
2.1 Begriffsbestimmung und Definitionen
2.2 Das „Selbst“ und seine geschichtlichen Ursprünge
2.3 Das „Selbstkonzept“ heute
2.4 Theorien - und Modelle zur Selbstkonzeptforschung
2.4.1 Hierarchische Modellvorstellung des Selbst
2.4.2 Informationstheoretische Modellvorstellung des Selbst
2.5 Entwicklung des Selbstkonzepts
2.6 Physisches Selbstkonzept
2.6.1 Definition und Begriffserklärung
2.6.2 Hierarchisch multidimensionales physisches Selbstkonzept
2.7 Die Erfassung des physischen Selbstkonzepts
2.7.1 Phyiscal Self Perception Profile (PSPP)
2.7.2 Physical Self Description Questionnaire (PSDQ)
2.7.3 Exercise and Self - Esteem Modell (EXEM)
2.7.4 Physical Self Concept (PSK)
2.8 Effekte von Sport auf die Entwicklung des Selbstkonzepts
2.9 Motivation
2.9.1 Definition und Begriffe
2.9.2 Intrinsische Motivation
2.9.3 Extrinsische Motivation
2.9.4 Die Bedürfnispyramide nach Maslow
3 Motorische und sportmotorische Grundlagen im Kinder- und Jugendalter
3.1 Begriffsbestimmungen
3.1.1 Kraft
3.1.2 Schnelligkeit
3.1.3 Ausdauer
3.1.4 Koordination
3.1.5 Beweglichkeit
3.2 Entwicklung der motorischen Fähigkeit
3.3 Motorische Entwicklungsphasen im Kindes- und Jugendalter
4 Orientierungen
4.1 Sportorientierung
4.1.1 Wettkampforientierung (WO)
4.1.2 Sieg-Gewinnorientierung (SGO)
4.1.3 Zielorientierung (ZO)
4.2 Egoorientierung
4.3 Aufgabenorientierung
5 Hypothesenformulierung
6 Untersuchungsmethodik
6.1 Stichprobe
6.2 Testverfahren
6.3 Zusammenstellung der Testserie
6.3.1 Testaufgaben (Einzeltests)
6.3.2 Testinstrumente
7 Sportmotorische Tests im Überblick
7.1 Aufbau sportmotorischer Tests
7.2 Gütekriterien
7.2.1 Hauptgütekriterien
7.2.2 Objektivität
7.2.3 Reliabilität
7.2.4 Validität
7.2.5 Nebengütekriterien
7.2.6 Testprofil und Testbatterie
7.2.7 Übersicht sportmotorische Tests
7.3 Testbeschreibungen
7.3.1 Kraft, Kraftausdauer und Schnellkraft der oberen Extremität
7.3.2 Sprungkraft orientierte Tests
7.3.3 Schnelligkeitstests
7.3.4 Tests zur Koordination unter Zeitdruck (Gewandtheit)
7.3.5 Tests zur Überprüfung der Ausdauerfähigkeit
7.3.6 Anthropometrische Messungen
8 Beschreibung der Testinstrumente
8.1 Testinstrument „Messung des Physisches Selbstkonzepts“ (PSK)
8.2 Testinstrument “Sport Orientation Questionnaire” (SOQ)
8.3 Testinstrument “Task and Ego Orientation in Sport Questionnaire” (TEOSQ)
9 Datenauswertung
10 Untersuchungsergebnisse und Interpretation
10.1 Sportmotorische Untersuchungsergebnisse
10.1.1 Liegestütz mit Taktfrequenz
10.1.2 Medizinballweitwurf
10.1.3 Standweitsprung
10.1.4 Dreier Hop
10.1.5 20 Meter Sprint
10.1.6 Hürden Bumerang Lauf
10.1.7 High Box Jump
10.1.8 8 Minuten Lauf
10.2 Untersuchungsergebnisse der Testinstrumente
10.2.1 Unterschiede bei der Selbsteinschätzung
10.2.2 Unterschiede bei den Sportorientierungen
10.2.3 Unterschiede bei der Aufgaben- und Egoorientierung
10.2.4 Allgemeine Korrelationen der Stichprobe
10.2.5 Weitere auffällige Korrelationen
10.2.6 Interkorrelationen
10.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
11 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das motorische Leistungsprofil sowie das physische Selbstkonzept und verschiedene Sportorientierungen von 11- bis 14-jährigen Athletinnen und Athleten des Salzburger Landesskiverbandes, um Zusammenhänge zwischen sportlicher Leistungsfähigkeit und Selbstwahrnehmung zu analysieren.
- Motorisches Leistungsprofil von 11-14-jährigen Kader- und Vereinsathleten
- Physisches Selbstkonzept und dessen Messung mittels standardisierter Fragebögen
- Sportliche Orientierungen (Wettkampf-, Sieg- und Zielorientierung) im Skilanglauf und Biathlon
- Einfluss des Leistungsniveaus auf die Selbsteinschätzung der Athleten
- Vergleichende Analyse zwischen Kader- und Vereinssportlern sowie geschlechtsspezifische Unterschiede
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Hierarchische Modellvorstellung des Selbst
Dieses Modell ist hierarchisch geordnet und weist voneinander unabhängige Facetten des Selbstkonzepts auf. Die verschiedenen Inhaltsbereiche sind nach domänspezifischen Bereichen aufgliedert (sozial, physisch, psychisch, akademisch etc.). Das bedeutet, dass dieses Modell des Selbstkonzepts in verschiedene Kategorien aufgeteilt ist.
Das hierarchische Selbstkonzeptmodell von Shavelson, Hubner und Stanton (1976) ist ein einflussreiches und empirisch überprüfbares Modell der Selbstkonzeptforschung.
Shavelson, Hubner und Stanton (1976) postulieren eine hierarchische Struktur des Selbstkonzepts, welches wie ein Netzwerk aufgebaut ist. Auf der obersten Ebene des Modells befindet sich das allgemeine Selbstkonzept (auch globaler Selbstwert genannt). Das allgemeine Selbstkonzept teilt sich in das akademische und nicht-akademische Selbstkonzept. Der nicht-akademische Teil gliedert sich wiederum in weitere Teilbereiche wie das soziale Selbstkonzept (Familie, Peers, signifikante Andere), das emotionale Selbstkonzept (Gefühle/Emotionen, State) und das physische Selbstkonzept (körperliche Erscheinung (Aussehen) sowie sportliche Kompetenz (Fitness)). Das akademische Selbstkonzept baut sich wiederum auf Subdimensionen „subareas“ auf. Das mathematische oder verbale (Fremdsprachen etc.) Selbstkonzept unterscheidet Teilbereiche wie Mathematik, Englisch, Geschichte oder Wissenschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Sports für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dar und definiert das Ziel der Arbeit, das motorische Leistungsprofil und das Selbstkonzept junger Athleten im Skilanglauf und Biathlon zu erforschen.
2 Das „Selbst“ und seine Begriffsvielfalt: In diesem Kapitel werden grundlegende theoretische Konzepte zur Selbstkonzeptforschung, einschließlich historischer Ansätze und moderner multidimensionaler Modelle, detailliert erörtert.
3 Motorische und sportmotorische Grundlagen im Kinder- und Jugendalter: Dieses Kapitel fasst wichtige motorische Fähigkeiten und Entwicklungsphasen zusammen, die für die sportliche Förderung im Kindes- und Jugendalter relevant sind.
4 Orientierungen: Hier werden verschiedene sportliche Orientierungen, wie Wettkampf-, Sieg- und Zielorientierung, definiert und theoretisch abgegrenzt.
5 Hypothesenformulierung: In diesem Abschnitt werden die spezifischen Nullhypothesen und Arbeitshypothesen für die empirische Studie aufgestellt.
6 Untersuchungsmethodik: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenauswahl sowie die verwendeten Testverfahren und Instrumente für die Untersuchung.
7 Sportmotorische Tests im Überblick: Dieses Kapitel gibt eine Übersicht über die angewandten sportmotorischen Tests und erläutert die wissenschaftlichen Gütekriterien.
8 Beschreibung der Testinstrumente: Hier werden die Fragebögen (PSK, SOQ, TEOSQ) zur Messung des physischen Selbstkonzepts und der sportlichen Orientierung im Detail beschrieben.
9 Datenauswertung: Dieses Kapitel erläutert die statistischen Methoden, die zur Analyse der erhobenen Daten verwendet wurden.
10 Untersuchungsergebnisse und Interpretation: In diesem Kernkapitel werden die Ergebnisse der motorischen Tests und der Fragebögen detailliert dargestellt und fachlich interpretiert.
11 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Hinblick auf die Trainingspraxis und sportwissenschaftliche Zusammenhänge.
Schlüsselwörter
Selbstkonzept, physisches Selbstkonzept, sportmotorische Leistungsfähigkeit, Skilanglauf, Biathlon, Adoleszenz, Motivation, Wettkampforientierung, Zielorientierung, Talentförderung, Leistungssport, Bewegungsentwicklung, psychologische Diagnostik, Körperbild.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem motorischen Leistungsprofil und dem physischen Selbstkonzept von 11- bis 14-jährigen Skilangläufern und Biathleten des Salzburger Landesskiverbandes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen sind die Entwicklung motorischer Fähigkeiten im Kindes- und Jugendalter, Theorien zum Selbstkonzept, sportliche Orientierungsmuster sowie die empirische Analyse dieser Aspekte im Skisport.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung von Leistungsunterschieden zwischen Kaderathleten und Vereinsmitgliedern sowie der Zusammenhang zwischen sportlicher Leistungsfähigkeit und der individuellen Selbsteinschätzung.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem sportmotorische Tests durchgeführt und standardisierte Fragebögen (PSK, SOQ, TEOSQ) erhoben wurden, die statistisch mittels SPSS ausgewertet wurden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl theoretische Grundlagen zum Selbstkonzept und motorischen Entwicklung als auch die detaillierte Darstellung und Interpretation der empirisch erhobenen Leistungsdaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Selbstkonzept, motorische Leistungsfähigkeit, Skilanglauf, Biathlon, Talentförderung und Sportorientierung.
Welche Rolle spielt die Ausdauer für die untersuchten Athleten?
Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Athleten eine hohe Ausdauerleistung als den wichtigsten Faktor für ihren Erfolg ansehen, was sich auch in signifikanten Korrelationen zwischen ihrer Selbsteinschätzung und den Testergebnissen widerspiegelt.
Was zeigt der Vergleich zwischen Kader- und Vereinsathleten?
Die Studie belegt, dass Kaderathleten in fünf der acht durchgeführten sportmotorischen Tests ein höheres Leistungsniveau aufweisen als ihre Kollegen in den Vereinen.
- Arbeit zitieren
- Paul Kogler (Autor:in), 2014, Motorisches Leistungsprofil, Sport-, Aufgaben- und Ego-Orientierung sowie physisches Selbst im Skilanglauf und Biathlon der 11- bis 14-Jährigen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538415