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Zusammenhänge zwischen Grammatik und mentalen Prozessen

Title: Zusammenhänge zwischen Grammatik und mentalen Prozessen

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 23 Pages , Grade: 5,5 (CH)

Autor:in: Maria Sandra Carrasco (Author)

German Studies - Linguistics
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Zur Einführung in das Thema „Probleme des Zusammenhangs zwischen Grammatik und mentalen Prozessen“ nimmt das Buch „Grammatik und mentale Prozesse“-Grundlage dieser Arbeit - einen wissenschaftshistorischen Rückblick auf die Entwicklung der Psycholinguistik vor, unter Berücksichtigung philosophiegeschichtlicher Einflüsse auf die Sprachtheorien des 19.Jh. Freilich gibt es diesbezüglich viel Erwähnenswertes, z.B. Humboldts energeia-Konzept von Sprache oder Hegels Verständnis vom Geist als sprachgebundener Vermittler zwischen Subjekt und Objekt, sowie Bühlers handlungstheoretische Bestimmung deiktischer Elemente. Die Liste ließe sich beliebig erweitern, doch möchte ich dies der Leserin dieser Arbeit ersparen und stattdessen einen zielgerichteteren Weg zu meinen Interessen an der Beziehung zwischen Grammatik und mentalen Prozessen einschlagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Über die kognitiven Hintergründe deutscher Klammerkonstruktionen

1.1. Allgemeines

1.2. Abfolge prädikativer Elemente im Nebensatz

1.3. Kognitive Funktion des Prädikats

1.4. Klammerung und Wortstellungsregularitäten: antizipatorisch-regressiver Wortbindungsmechanismus und Thema-Rhema-Gliederung des Satzes

1.4.1. Diskursive Gewichtung innerhalb der sprachlichen Äusserung

2. Zur Analyse der Verarbeitung abstrakter Konzepte mittels Präpositionen

2.1. Allgemeines

2.1.1. Definition

2.2. Zur Tiefenstruktur von Präpositionen

2.2.1. Beschaffenheit des durch Präpositionen erstellten Wirklichkeitsmodells

2.3. Präpositionsverwendung als mentale Handlung

3. Versprachlichung abstrakter Wirklichkeitsmodelle

3.1. Allgemeines zur Sprachproduktion

3.1.1. Unterschiedliche Bewusstseinsgrade der Spracherzeugung: zur Problematik der Produktionsbeschreibung

3.1.2. Erzeugung grammatischer Formen

3.2. Wortstellung (Rückblick auf die organisierende Funktion von Klammerung und Präpositionen in der Linearstruktur)

3.2.1. Reihenfolge der Wortgenerierung

3.2.2. Organisierendes Einsatzmoment von Klammerung und Präpositionen

3.3. Die diskursive Bedeutung von Klammerung und Wortfolge dargestellt am Beispiel des zusammengesetzten Satzes

3.3.1. Das Satzgefüge

3.3.2. Satzgefüge als Abbild mentaler Wissensrelationen

3.3.3. Oberflächenstrukturelle Diskrepanz zwischen Wortfolge und Logik

3.3.4. Beispiele extraponierter Satzteile und deren kognitive Bedeutung

4. Schlusswort

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen grammatischen Strukturen des Deutschen – primär der Satzklammer und der Verwendung von Präpositionen – und den ihnen zugrunde liegenden mentalen Prozessen bei der Sprachproduktion. Ziel ist es, zu analysieren, wie syntaktische Formen als Auslöser oder Resultate kognitiver Verarbeitungsschritte fungieren und wie sich diese Prozesse bei der Versprachlichung abstrakter Wirklichkeitsmodelle manifestieren.

  • Kognitive Hintergründe und psycholinguistische Funktionen der deutschen Satzklammer
  • Prozessierung abstrakter Konzepte durch Präpositionen als relationierende Handlungen
  • Modellhafte Darstellung der Sprachproduktion und Wortgenerierung
  • Diskursive Bedeutung von Wortstellung und syntaktischer Verschachtelung
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen tiefenstruktureller Logik und oberflächenstruktureller Linearität

Auszug aus dem Buch

1.4. Klammerung und Wortstellungsregularitäten: antizipatorisch-regressiver Wortbindungsmechanismus und Thema-Rhema Gliederung des Satzes

Die mentale Satzverarbeitung hat im Grunde das Ziel, von der Linearstruktur zu einer Hierarchiekonstruktion zurückzufinden, an deren Spitze – wie im vorigen Kapitel erklärt – das Prädikat steht. Eroms sieht die Klammerung – neben Wörtern, Morphemen, Intonation, Diskuswörtern als Verarbeitungssignal im Dienste der Rekonstruktion dieser abstrakten Hierarchiestruktur. Es ist also für die Erfassung dieses Rekonstruktionsprozesses lohnenswert, den internen Aufbau der Verbklammer darzulegen.

1.4.1. Diskursive Gewichtung innerhalb der sprachlichen Äusserung

Um den Beitrag der Klammerung zum Diskursfortschritt zu ermitteln, gilt es grundsätzliche Thema-Rhema Gliederungsregeln zu beachten. Ihnen zufolge ist der kommunikativ beladene Teil der Äusserung am Ende eines Satzes zu positionieren; dies entspricht also der Stellung des rechten Klammerteils. Vorversetzte Teile (z.B. die Personalform) werden hingegen thematisch ausgezeichnet, das heisst sie beziehen sich auf einen satzintern (wie (1)) oder allgemein-kontextuell gegebenen Sachverhalt (wie (2)).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und Eingrenzung auf die grammatischen Phänomene der Klammerung und Präpositionsverwendung im Kontext psycholinguistischer Theorien.

1. Über die kognitiven Hintergründe deutscher Klammerkonstruktionen: Analyse der Satzklammer als kognitiv organisierende Struktur, die durch ihre Spaltung Spannung aufbaut und zur Strukturierung des Rhemas beiträgt.

2. Zur Analyse der Verarbeitung abstrakter Konzepte mittels Präpositionen: Untersuchung von Präpositionen als Mittel zur mentalen Relationierung, die subjektiv-abstrakte Raumrepräsentationen abbilden.

3. Versprachlichung abstrakter Wirklichkeitsmodelle: Modellhafte Darstellung der Sprachproduktion, bei der grammatische Schemata die Überführung von Hierarchie- in Linearstrukturen steuern.

4. Schlusswort: Fazit über den Stellenwert mentaler Prozesse in der Sprachbeschreibung und Ausblick auf die Notwendigkeit interdisziplinärer psycholinguistischer Forschung.

Schlüsselwörter

Grammatik, mentale Prozesse, Psycholinguistik, Satzklammer, Präpositionen, Sprachproduktion, Thema-Rhema-Gliederung, Kognition, Tiefenstruktur, Oberflächenstruktur, Verbkomplex, Satzgefüge, Extraposition, Wissensrelationen, kognitive Basis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit grammatische Strukturen des Deutschen, insbesondere die Satzklammer und Präpositionen, mentale Prozesse widerspiegeln und steuern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die kognitive Funktion des Prädikats, die Rolle von Präpositionen als relationierende Prozeduren und die Dynamik der Sprachproduktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verbindung zwischen der oberflächlichen sprachlichen Form und der zugrunde liegenden mentalen Hierarchiekonstruktion bei der Sprachproduktion aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der auf psycholinguistischen Modellen (u.a. von Hermann und Eroms) basiert, um grammatische Phänomene als kognitive Handlungen zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die kognitive Organisation der Satzklammer, die Klassifikation von Bezugsobjekten durch Präpositionen und die Prozessualität der Sprachgenerierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Psycholinguistik, mentale Prozesse, Satzklammer, Präpositionen, Sprachproduktion und Kognition.

Welche Bedeutung hat die Satzklammer laut Autor für die Kommunikation?

Die Satzklammer dient als inhaltsgebundene, kommunikative Organisationsstrategie, die den Hörer bei der Verarbeitung semantischer Inhalte steuert.

Was zeigt die Analyse der Extraposition im dritten Kapitel?

Extrapositionen werden als Transformationen verstanden, die zur semantischen Vereinfachung dienen, um die Komplexität der Satzstruktur zu reduzieren und das Verständnis zu erleichtern.

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Details

Title
Zusammenhänge zwischen Grammatik und mentalen Prozessen
College
University of Basel  (Deutsches Seminar)
Grade
5,5 (CH)
Author
Maria Sandra Carrasco (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V53859
ISBN (eBook)
9783638491921
ISBN (Book)
9783656792727
Language
German
Tags
Zusammenhänge Grammatik Prozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Sandra Carrasco (Author), 2000, Zusammenhänge zwischen Grammatik und mentalen Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53859
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