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Herbarium heimischer Heilpflanzen. Standorte, Inhaltsstoffe, Verwendung und Wirkung

Title: Herbarium heimischer Heilpflanzen. Standorte, Inhaltsstoffe, Verwendung und Wirkung

Elaboration , 2020 , 74 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

Biology - Botany
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden heimische Heilpflanzen vorgestellt. Heilpflanzen sind Pflanzen, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe zu Heilzwecken verwendet werden können. Dabei werden die Heilpflanzen in unterschiedlichen Formen und in verschiedenen Anwendungsgebieten eingesetzt. Diese sollen im Folgenden begrifflich voneinander abgegrenzt werden: Bei pflanzlichen Drogen handelt es sich „um getrocknete, in einen lagerfähigen Zustand überführte beziehungsweise aufbereitete Pflanzen oder Pflanzenteile sowie aus Pflanzen gewonnenen Produkte“. Es gibt eine Vielzahl an Formen von Drogen aus Heilpflanzen. Dazu zählen unter anderem Teedrogen, die sich „durch eine gute Verträglichkeit und eine große therapeutische Breite aus[weisen] und die auch zur Selbstmedikation geeignet sind“; Extrakte, die in unterschiedlichen Beschaffenheit vorliegen können (flüssig (Fluideextrakt), zähflüssig (Spissumextrakt), trocken (Trockenextrakt)) und bei denen die konzentrierte Zubereitung im Vordergrund steht; Tinkturen, bei denen es sich um die „flüssige Zubereitung aus getrockneten pflanzlichem Material“ handelt und die im Gegensatz zu den Fluideextrakten nicht konzentriert sondern verdünnt sind.

Aus den pflanzlichen Drogen können Phytopharmaka hergestellt werden. Phytopharmaka sind Arzneimittel, „die als wirksame Bestandteile ausschließlich Pflanzen, Pflanzenteile oder pflanzliche Bestandteile (z.B. ätherische Öle) in unbearbeitetem Zustand oder in Form von Zubereitungen enthalten“. Daneben werden viele Heilpflanzen in der Homöopathie verwendet. Bei der Homöopathie finden sowohl Pflanzen als auch Pflanzenteile breite Verwendung. Ungefähr 70 % der im homöopathischen Arzneibuch aufgeführten Mittel basieren auf pflanzlichen Ausgangsstoffen. Auch wenn es sich dabei um dieselben Pflanzenarten handelt, die bei Phytopharmaka eingesetzt werden, ist das homöopathische Heilverfahren von der Phytotherapie zu unterscheiden. Der Homöopathie liegt das Ähnlichkeitsprinzip zugrunde, das heißt ein Arzneimittel, das im gesunden Organismus bestimmte Symptome erzeugt, soll eine Krankheit, die ähnliche Symptome zeigt, heilen können. Phytopharmaka hingegen werden nach dem Gegenprinzip angewandt (z. B. wird eine Verstopfung mit Abführmittel behandelt).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Begriffsklärung: Heilpflanzen

Geschichtliche Aspekte

Naturschutzaspekte

Wirkstoffe

Baldriangewächse (Valerianaceae)

Birkengewächse (Betulaceae)

Brennnesselgewächse (Urticacea)

Doldenblütler (Apiaceae)

Efeugewächse (Araliaceae)

Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae)

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Johanniskrautgewächse (Hyperiacaceae)

Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Korbblütengewächse (Asteraceae)

Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Lippenblütengewächse (Lamiaceae)

Malvengewächse (Malvaceae)

Nachtkerzengewächse (Onagraceae)

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Rosengewächse (Rosaceae)

Rötegewächse (Rubiaceae)

Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)

Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae)

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über heimische Heilpflanzen zu geben, deren charakteristische Wirkstoffe zu erläutern und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Volksheilkunde sowie der modernen Phytotherapie darzustellen.

  • Systematische Einordnung heimischer Heilpflanzen in Pflanzenfamilien
  • Detaillierte Analyse pflanzlicher Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweisen
  • Grundlagen zur Identifikation und zum korrekten Sammeln von Wildpflanzen
  • Darstellung spezifischer Anwendungsgebiete für die medizinische Nutzung
  • Berücksichtigung von Naturschutzaspekten bei der Wildkräuterernte

Auszug aus dem Buch

Wirkstoffe

Um Wildpflanzen als Heilpflanzen verwenden zu können, sollte dabei auf deren Bekömmlichkeit und Unbedenklichkeit achten. Diesbezüglich spielen die in den Pflanzen vielfältig vorhandenen Inhaltsstoffe eine große Rolle. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass sich in jeder einzelnen Pflanze eine unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Inhaltsstoffen befinden, die gegenseitig miteinander in einer Wechselwirkung stehen. Diese Wechselwirkung führt entweder zu einer Aufhebung der Wirkung oder aber auch zu einer Wirkungsverstärkung. Manche dieser Wirkungen sind förderlich für die menschliche Gesundheit, andere sind gesundheitsschädigend.

Zu berücksichtigen gilt, dass fast alle Pflanzenarten höchst gesunde wie auch potenziell toxische Inhaltsstoffe aufweisen. An dieser Stelle sie auf das berühmte Zitat von Paracelus verwiesen: „Alle Dinge sind Gift und nichts ohn Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist“ (Fleischhauer et al. (2013), S. 10), was für Heilpflanzen bedeutet, dass es sich in geeigneter Dosierung um ein wirksames Heilmittel handeln kann, eine zu hohe Dosis aber auch zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Außerdem gilt es zu berücksichtigen, dass der Gehalt an Inhaltsstoffen häufig sehr großen Schwankungen unterliegt. Diese Schwankungen sind u.a. auf die jahreszeitlichen Wechsel oder des vorhanden Nährstoffangebots für die Pflanze zurückzuführen (ebd.).

Schönfelder weist daraufhin, dass oftmals der Einfluss eines Inhaltsstoffes, des sogenannten Hauptwirkstoffes besonders deutlich hervortritt (vgl. Schönfelder (2010), S. 20). Die Gesamtwirkung lässt sich dabei in den meisten Fällen allerdings nicht ausschließlich auf diesen einen Hauptwirkstoff zurückführen, sondern schließt weiter Verbindungen, die Nebenwirkstoffe mit ein, die den Hauptwirkstoff sowohl unterstützen als auch hemmen können (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Dieser einleitende Teil definiert den Begriff der Heilpflanze, grenzt pflanzliche Drogen von Phytopharmaka ab und gibt einen Überblick über historische Entwicklungen sowie ökologische Sammelprinzipien.

Wirkstoffe: Hier werden die chemischen Hauptgruppen pflanzlicher Inhaltsstoffe, wie Alkaloide, Ätherische Öle, Bitterstoffe und Flavonoide, in ihrer Funktion und Wirkung auf den menschlichen Organismus detailliert erläutert.

Baldriangewächse (Valerianaceae): Beschreibung des Arznei-Baldrians hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe und seiner beruhigenden Wirkung bei Schlafstörungen und nervösen Unruhezuständen.

Birkengewächse (Betulaceae): Untersuchung der Hänge-Birke und der Gewöhnlichen Hasel als Heilpflanzen mit Fokus auf ihre harntreibende bzw. venenstärkende Wirkung.

Brennnesselgewächse (Urticacea): Darstellung der Großen Brennnessel, ihrer Inhaltsstoffe in Blättern und Wurzeln sowie ihrer Anwendung bei entzündlichen Harnwegsbeschwerden und Prostataleiden.

Doldenblütler (Apiaceae): Porträtierung von Giersch, Pastinak und Wilder Möhre, wobei ihre Bedeutung für die Verdauung, Stoffwechselanregung und Harnausscheidung hervorgehoben wird.

Efeugewächse (Araliaceae): Fokus auf Efeu als bewährtes Mittel bei Atemwegsinfektionen, unter besonderer Berücksichtigung der Saponine und der notwendigen Vorsicht vor Giftigkeit.

Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae): Erläuterung des Weißen Gänsefußes als Pflanze mit entzündungshemmenden Eigenschaften für die innerliche und äußerliche Anwendung.

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae): Besprechung von Knolligem Hahnenfuß und Scharbockskraut, insbesondere im Hinblick auf deren Inhaltsstoffe wie Protoanemonin und ihre homöopathische Nutzung.

Johanniskrautgewächse (Hyperiacaceae): Analyse von Johanniskraut mit Schwerpunkt auf dessen Wirksamkeit bei Depressionen sowie der öligen Auszüge zur Wundheilung.

Knöterichgewächse (Polygonaceae): Porträt des Kleinen Sauerampfers und seiner Bedeutung in der Volksmedizin für die Blutreinigung und bei Hauterkrankungen.

Korbblütengewächse (Asteraceae): Umfassendes Kapitel zu verschiedenen Arten wie Beifuß, Kamille und Löwenzahn, die für ihre verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind.

Kreuzblütengewächse (Brassicaceae): Beschreibung von Hirtentäschel und Knoblauchsrauke und deren Verwendung als blutstillende Mittel bzw. antibiotische Heilpflanze.

Lippenblütengewächse (Lamiaceae): Darstellung diverser Arten wie Salbei und Taubnessel, deren ätherische Öle und Gerbstoffe bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie in der Frauenheilkunde eingesetzt werden.

Malvengewächse (Malvaceae): Fokus auf die Sommer-Linde, die insbesondere bei Erkältungskrankheiten und Hustenreiz Anwendung findet.

Nachtkerzengewächse (Onagraceae): Beschreibung des Schmalblättrigen Weidenröschens bei entzündlichen Prostata- und Blasenbeschwerden.

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae): Darstellung des Schwarzen Holunders und der medizinischen Verwendung seiner Blüten und Früchte bei Erkältungen.

Raublattgewächse (Boraginaceae): Untersuchung des Beinwells als wundheilendes und schmerzlinderndes Mittel für äußerliche Anwendungen.

Rosengewächse (Rosaceae): Porträts von Arten wie Brombeere, Frauenmantel und Weißdorn, deren Gerbstoffe und Flavonoide bei Durchfall, Frauenleiden oder Herzbeschwerden helfen.

Rötegewächse (Rubiaceae): Kurzvorstellung des Echten Labkrautes als blutreinigendes Mittel bei Nierenerkrankungen.

Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae): Analyse des Acker-Schachtelhalms als mineralstoffreiche Pflanze zur Behandlung von Harnwegsinfekten und zur Wundheilung.

Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae): Fokus auf Klee-Arten und deren Bedeutung bei Wechseljahrsbeschwerden sowie bei Entzündungen.

Wegerichgewächse (Plantaginaceae): Gegenüberstellung von Großem Wegerich und Spitzwegerich bezüglich ihrer schleimlösenden Wirkung bei Atemwegserkrankungen.

Schlüsselwörter

Heilpflanzen, Phytotherapie, Inhaltsstoffe, Alkaloide, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Volksheilkunde, Wildpflanzen, Naturheilkunde, Pflanzenbestimmung, Flavonoide, Wirkungsweise, Pflanzliche Drogen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine systematische Übersicht über heimische Heilpflanzen, deren Identifikation, Inhaltsstoffe und Anwendung in der traditionellen Volksheilkunde und modernen Naturheilkunde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Einteilung der Pflanzen nach Familien, die chemische Analyse ihrer Inhaltsstoffe, Hinweise zum korrekten Sammeln und die spezifischen Indikationen für die medizinische Nutzung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Nachschlagewerk zu bieten, das zeigt, wie verschiedene Wildpflanzen sicher als Heilmittel eingesetzt werden können, unter Berücksichtigung von Dosierung und Wirkstoffbesonderheiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und Recherche in botanischen und pharmakologischen Fachbüchern sowie einschlägigen Standardwerken zur Heilpflanzenkunde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in botanische Familien, wobei für die jeweiligen Arten Blütezeit, Standort, Inhaltsstoffe und die spezifische Wirkung als Heilpflanze tabellarisch und deskriptiv aufbereitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phytotherapie, Inhaltsstoffe, Heilpflanzen, Naturheilkunde und Botanik definiert.

Warum ist beim Sammeln von Heilpflanzen Vorsicht geboten?

Viele Pflanzen enthalten neben heilenden auch potenziell toxische Stoffe. Zudem können Gehaltsschwankungen der Inhaltsstoffe bestehen und es ist die korrekte Bestimmung essenziell, um Verwechslungen mit Giftpflanzen zu vermeiden.

Wie unterscheiden sich Phytotherapie und Homöopathie in diesem Kontext?

Obwohl beide oft dieselben Pflanzen nutzen, basiert die Phytotherapie auf der Wirkung der Pflanzeninhaltsstoffe (oft nach dem Gegenprinzip), während die Homöopathie dem Ähnlichkeitsprinzip folgt.

Welche Rolle spielt die Dosis bei der Anwendung von Heilpflanzen?

Nach dem Grundsatz von Paracelsus entscheidet die Dosis darüber, ob eine Pflanze als Heilmittel dient oder toxische Vergiftungserscheinungen hervorruft.

Excerpt out of 74 pages  - scroll top

Details

Title
Herbarium heimischer Heilpflanzen. Standorte, Inhaltsstoffe, Verwendung und Wirkung
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
74
Catalog Number
V538614
ISBN (eBook)
9783346136350
ISBN (Book)
9783346136367
Language
German
Tags
Herbarium Organismensammlung Heimische Heilpflanzen Standorte Inhaltsstoffe Verwendung Wirkung Heilkräuter Deutschland Arzneipflanzen Wiese Wald Botanik Biologie Pflanzen Pflanzenbestimmung Wildkräuter Pflanzenfamilien Systematik Blüten Blumen Pharmazie Natur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Herbarium heimischer Heilpflanzen. Standorte, Inhaltsstoffe, Verwendung und Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538614
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