In dieser Hausarbeit wird zuerst einmal der Begriff Medium und der des Fernsehens geklärt, um danach einen Blick auf die Anfänge der Fernsehnutzung bei Kindern zu werfen. Anschließend werden die Präferenzen der jungen Konsumenten näher betrachtet und Gründe genannt, warum Kinder vom Fernsehen in den Bann gezogen werden. Danach wird der zentralen Frage der Hausarbeit nachgegangen, ob Fernsehen gesundheitliche Folgen für fernseherfahrene Kinder hat und welche Präventionsmöglichkeit es gibt. Anschließend erfolgt das Fazit
Kinderalltag ist heute Medienalltag. Medien sind ein immerwährendes, integriertes und für einige Kinder ein zentrales Element ihres täglichen Lebens. Allerdings trifft der „Medienalltag“ nicht nur für den Alltag der Kinder zu, sondern auch auf den der Erwachsenen - er steht somit für unsere ganze Gesellschaft. Ein Leben ohne Medien ist für niemanden weder denkbar noch möglich, selbst, wenn er ihnen vehement gegenübersteht. Fernsehen und Kinder - ein Thema, das die Öffentlichkeit schon seit geraumer Zeit beschäftigt. Heutzutage ist Fernsehen eine Alltagsbeschäftigung. Der Zauber, der den Fernseher in seinen Anfängen umgab, und die Spannung, die dieses Medium ausstrahlte, sind heute, so macht es jedenfalls den Eindruck, zur Selbstverständlichkeit geworden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
3. Die Anfänge der Fernsehnutzung bei Kindern
4. Präferenzen
5. Warum schauen Kinder fern?
6. Die Schattenseiten des Fernsehens
7. Auswirkungen auf die Gesundheit
8. Prävention
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen des Fernsehkonsums bei Kindern. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der regelmäßige Konsum von Fernsehmedien auf die physische Gesundheit, insbesondere im Hinblick auf Übergewicht und motorische Entwicklung, auswirkt und welche präventiven Maßnahmen durch Erziehungsberechtigte sinnvoll sind.
- Aktueller Stand der Mediennutzung bei Kindern im Vorschulalter
- Psychologische und soziale Motive für den Fernsehkonsum
- Zusammenhang zwischen Medienkonsum, Bewegungsmangel und Fettleibigkeit
- Wissenschaftliche Thesen zu physiologischen Auswirkungen des Fernsehens
- Die Rolle der Eltern als Medierzieher und Vorbilder
Auszug aus dem Buch
Auswirkungen auf die Gesundheit
Der aktuelle Forschungsstand zur Heranbildung medienbezogener Fertigkeiten in der Frühen Kindheit ist laut Fleischer (2014) nach wie vor fragmentarisch. Kaum wurden Kinder unter drei Jahren in Hinblick auf ihre Medienaneignung und ihrer Medienkompetenz beobachtet. Die empirische Forschung sieht sich in Bezug auf die Zugänge zur Gedankenwelt und den Emotionen der Kleinkinder vor eine immense Herausforderung gestellt, da sich die Zielgruppe kaum oder nur wenig verbal ausdrücken kann und sich nicht reflektieren kann. Daher ist die Forschung besonders auf Unterstützung durch die Eltern angewiesen. Des Weiteren gibt es kaum Studien, die das alltägliche Medienhandeln und das medienerzieherische Handeln von Familien beobachten. (Vgl. Fleischer, 2014, S. 310)
Im Jahre 2004 wurde auf dem Kinder- und Jugendmedizin-Kongress in Weimar die Zahlen der fettleibigen Kinder in Deutschland bekannt gegeben, 6,9% der Jungen und 7,1% der Mädchen seien übergewichtig. (Vgl. Spitzer, 2005, S. 20)
Ungefähr fünfzig wissenschaftliche Studien, die Untersuchungen bezüglich des Zusammenhangs zwischen erhöhtem Fernseh- beziehungsweise Videokonsum und Computergebrauch mit Fettleibigkeit durchführten, konnten einen solchen Zusammenhang nachweisen. (Vgl. Spitzer, 2005, S. 22) Hier liegt jedoch der Einwand nahe, dass dicke Kinder einfach gerne fernsehen, das heißt, der Fernsehkonsum durch das Übergewicht bestimmt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das Thema der modernen Medienwelt im Kinderzimmer und die Relevanz der Untersuchung des Fernsehkonsums.
Begriffserklärung: Definition grundlegender Begriffe wie Massenmedien und Fernsehen sowie Erläuterung der medienbezogenen Lernphasen bei Kindern.
Die Anfänge der Fernsehnutzung bei Kindern: Darstellung der statistischen Nutzungsgewohnheiten von Vorschulkindern und der steigenden Medienbindung im frühen Alter.
Präferenzen: Überblick über die beliebtesten Kindersendungen und TV-Sender basierend auf aktuellen Studien.
Warum schauen Kinder fern?: Analyse der sozialen und psychologischen Funktionen des Fernsehens, wie Unterhaltung, Identitätsbildung und Problemlösungshilfe.
Die Schattenseiten des Fernsehens: Kurzer Abriss über potenzielle Gefahren wie Überbelastung, Ängste und Lernschwierigkeiten.
Auswirkungen auf die Gesundheit: Eingehende Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Fernsehkonsum, verringertem Energieumsatz und der Entstehung von Übergewicht.
Prävention: Diskussion der elterlichen Verantwortung sowie praktische Ansätze für einen bewussten und kritischen Umgang mit Medien im Familienalltag.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Fernsehens und Plädoyer für eine praxisorientierte, begleitende Medienpädagogik.
Schlüsselwörter
Fernsehen, Kinder, Medienpädagogik, Medienkonsum, Gesundheit, Übergewicht, Fettleibigkeit, Medienaneignung, Vorschulalter, Elternverantwortung, Bewegungsarmut, Energieverbrauch, Sozialisation, Mediennutzung, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Fernsehens im Leben von Kindern und untersucht dabei kritisch die gesundheitlichen Auswirkungen des regelmäßigen Medienkonsums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Feldern gehören die Entwicklung des Medienumgangs im frühen Kindesalter, die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Fernsehen sowie pädagogische Strategien zur Medienprävention.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Literatur aufzuzeigen, wie Fernsehkonsum die körperliche Gesundheit beeinflussen kann und welche Bedeutung die aktive Rolle der Eltern bei der Medienerziehung spielt.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Untersuchung zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle Studien und Forschungsergebnisse aus der Medienpädagogik und Kinderheilkunde zusammenführt und auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Darstellung von Nutzungsgewohnheiten, die Analyse von Motiven für den Fernsehkonsum sowie die Untersuchung physiologischer Gesundheitsrisiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Medienpädagogik, Fernsehkonsum, Kinder, Übergewicht und präventive Medienerziehung beschreiben.
Welche Rolle spielt das Übergewicht in der Argumentation der Autorin?
Übergewicht wird als eines der signifikantesten gesundheitlichen Risiken identifiziert, wobei der Fernsehkonsum als Faktor für einen verminderten Energieverbrauch und Bewegungsmangel angeführt wird.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin in Bezug auf die Medienpädagogik?
Die Autorin plädiert gegen ein bloßes Medienverbot oder eine rein bewahrpädagogische Sichtweise und fordert stattdessen eine aktive, begleitende Medienpädagogik in der Familie.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Fritz (Autor:in), 2017, Die gesundheitlichen Auswirkungen des Fernsehkonsums bei Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538737