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Das mittelalterliche Herrschaftsritual der Unterwerfung als Konfliktlösungsstrategie am Beispiel Friedrich Barbarossas und Mailand und seine Didaktisierung für den Geschichtsunterricht

Titel: Das mittelalterliche Herrschaftsritual der Unterwerfung als Konfliktlösungsstrategie am Beispiel Friedrich Barbarossas und Mailand und seine Didaktisierung für den Geschichtsunterricht

Seminararbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Gwisdeck (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der in der vorliegenden Arbeit thematisierte Konflikt zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa und der lombardischen Kommune Mailand endete nach zwei deditiones, also Unterwerfungen, der Mailänder Bürger und der anschließenden Zerstörung der Kommune. Diese wiederholte Unterwerfung der Mailänder ist beispiellos. Innerhalb dieses Konfliktes kam es zu einer Vielzahl von rituellen Handlungen, die den Machtanspruch Friedrichs I und die Demonstration seiner Macht eindrucksvoll versinnbildlichten. Im Vordergrund stehen die beiden deditiones, die ihrerseits wiederum von rituellen Handlungen geprägt waren. Die Quellenlage für diesen Konflikt und insbesondere für das Ritual der Unterwerfung ist sehr günstig, sodass die Quellen sich in vielen Aspekten gleichen oder sich gegenseitig ergänzen.

Zwei zentrale Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt waren die Herrschaftsausübung der Kaiser, Könige und anderer Herrscher sowie die ritualisierten Handlungsformen, die besonders in der Herrschaftsausübung und –präsentation Ausdruck gefunden haben. Beide Aspekte werden innerhalb des Konflikts zwischen Friedrich I. und Mailand deutlich. Auf Basis der guten Quellenlage lassen sich der Konflikt und die Handlungen gut rekonstruieren, sodass sich die Auseinandersetzung mit den Themen für den Geschichtsunterricht besonders eignet.

Einer Einordnung des Themas in den Kernlehrplan folgt die Entwicklung eines Themas für den Geschichtsunterricht und der damit verbundenen Erstellung einer Leitfrage. Bei der Entwicklung des Themas und einer historischen Fragestellung für den Geschichtsunterricht habe ich mich sowohl an das Relevanzmodell von Dirk Urbach als auch an das Kapitel „Die Konstruktion eines Themas“ aus der Monographie von Jelko Peters gehalten. Dieses Kapitel endet mit einer möglichen Leitfrage für die Unterrichtseinheit. Daraufhin wird ein Lernarrangement entworfen, innerhalb dessen zunächst ein geschichtsdidaktischer Zugriff gewählt wird, der sich für das oben genannte Thema anbietet und mit dem sich die Schülerinnen und Schüler auseinandersetzen sollen. Im darauf folgenden Abschnitt werden die Voraussetzungen, die die Schüler für das Lernarrangement mitbringen müssen, erläutert, das Material zur Erarbeitung des Thema vorgestellt und die Lernpotentiale, die das Lernarrangement in sich trägt und die von den Schülern erreicht werden sollen, hervorgehoben. Anschließend werden die Ergebnisse der Arbeit in einem Fazit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung des Themas in den Kernlehrplan

3. Thema und Fragestellung

4. Entwicklung eines Lernarrangements

4.1 Voraussetzungen für die Schüler

4.2 Materialien für das Lernarrangement

4.3 Lernpotenziale der Schüler

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den mittelalterlichen Konflikt zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Mailand als didaktisches Modell für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe I aufzubereiten. Dabei steht die Untersuchung von Herrschaftsritualen, insbesondere der Unterwerfung (deditio), sowie deren Funktion als Konfliktlösungsstrategie im Zentrum der historischen und fachdidaktischen Analyse.

  • Analyse mittelalterlicher Herrschaftsausübung und -präsentation.
  • Untersuchung von Herrschaftsritualen und deren symbolischer Bedeutung.
  • Entwicklung eines geschichtsdidaktischen Lernarrangements für die Jahrgangsstufen 5/6.
  • Anwendung der Quelleninterpretation nach Hans-Jürgen Pandel.
  • Reflexion über den Gegenwartsbezug von Konflikten und Machtdarstellungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der in der vorliegenden Arbeit thematisierte Konflikt zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa und der lombardischen Kommune Mailand endete nach zwei deditiones, also Unterwerfungen, der Mailänder Bürger und der anschließenden Zerstörung der Kommune. Diese wiederholte Unterwerfung der Mailänder ist beispiellos. Innerhalb dieses Konfliktes kam es zu einer Vielzahl von rituellen Handlungen, die den Machtanspruch Friedrichs I. und die Demonstration seiner Macht eindrucksvoll versinnbildlichten. Im Vordergrund stehen die beiden deditiones, die ihrerseits wiederum von rituellen Handlungen geprägt waren. Die Quellenlage für diesen Konflikt und insbesondere für das Ritual der Unterwerfung ist sehr günstig, sodass die Quellen sich in vielen Aspekten gleichen oder sich gegenseitig ergänzen.

Zwei zentrale Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt waren die Herrschaftsausübung der Kaiser, Könige und anderer Herrscher sowie die ritualisierten Handlungsformen, die besonders in der Herrschaftsausübung und –präsentation Ausdruck gefunden haben. Beide Aspekte werden innerhalb des Konflikts zwischen Friedrich I. und Mailand deutlich. Auf Basis der guten Quellenlage lassen sich der Konflikt und die Handlungen gut rekonstruieren, sodass sich die Auseinandersetzung mit den Themen für den Geschichtsunterricht besonders eignet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den historischen Konflikt zwischen Friedrich Barbarossa und Mailand ein und begründet die Relevanz des Themas für den Geschichtsunterricht sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Einordnung des Themas in den Kernlehrplan: Dieses Kapitel verortet das Thema im Rahmen des Kernlehrplans für das Gymnasium (Sekundarstufe I) und zeigt dessen Eignung zur Behandlung von Herrschaft und politischer Teilhabe auf.

3. Thema und Fragestellung: Hier werden die zentralen historischen Fragestellungen zu Herrschaftsritualen und Konfliktlösungen formuliert und der fachwissenschaftliche Kontext umrissen.

4. Entwicklung eines Lernarrangements: Das Kapitel detailliert die didaktische Planung, inklusive methodischer Voraussetzungen, der Auswahl der Materialien und der angestrebten Lernpotenziale für die Schüler.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Eignung des Themas für den Einsatz in den Jahrgangsstufen 5 und 6 unter Anwendung der Quelleninterpretation nach Pandel.

Schlüsselwörter

Friedrich Barbarossa, Mailand, Herrschaftsritual, deditio, Mittelalter, Geschichtsunterricht, Quelleninterpretation, Hans-Jürgen Pandel, Machtdemonstration, Konfliktlösung, Sekundarstufe I, Lernarrangement, Feudalismus, politische Partizipation, Unterwerfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den historischen Konflikt zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und der Stadt Mailand im 12. Jahrhundert, wobei der Fokus auf den rituellen Unterwerfungen der Bürger liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die mittelalterliche Herrschaftsausübung, die Rolle ritueller Machtdemonstrationen sowie deren didaktische Aufbereitung für den Geschichtsunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage: „Des Kaisers neue Strenge? – Eine Rekonstruktion der Lösung des Konflikts zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Mailand.“

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse der Quellen verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf das Modell der Quelleninterpretation nach Hans-Jürgen Pandel, um eine strukturierte und schülergerechte Quellenarbeit zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die curriculare Einordnung, die theoretische Herleitung der Fragestellung und die konkrete Entwicklung eines Lernarrangements inklusive Materialempfehlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Herrschaftsritual, deditio, Quelleninterpretation und historisches Lernen in der Sekundarstufe I geprägt.

Warum wird die Methode von Pandel für Schüler der 5. und 6. Klasse als geeignet angesehen?

Pandel bietet klare, leitfragenorientierte Strukturen, die Schülern helfen, den Inhalt der Quelle nicht aus den Augen zu verlieren, was bei der Arbeit mit komplexen mittelalterlichen Texten sehr hilfreich ist.

Inwiefern weist die Arbeit einen Gegenwartsbezug auf?

Die Arbeit stellt Analogien zwischen mittelalterlichen Ritualen und heutigen staatlichen Repräsentationsformen sowie dem allgemeinen Umgang mit gewaltsamen Konflikten und Unterdrückung her.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das mittelalterliche Herrschaftsritual der Unterwerfung als Konfliktlösungsstrategie am Beispiel Friedrich Barbarossas und Mailand und seine Didaktisierung für den Geschichtsunterricht
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Autor
Christoph Gwisdeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V538751
ISBN (eBook)
9783346148148
ISBN (Buch)
9783346148155
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich Barbarossa Ritual Unterwerfung Mailand Didaktisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Gwisdeck (Autor:in), 2017, Das mittelalterliche Herrschaftsritual der Unterwerfung als Konfliktlösungsstrategie am Beispiel Friedrich Barbarossas und Mailand und seine Didaktisierung für den Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538751
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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