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Ästhetische Werkstätten. Der imperfekte Körper zwischen Mode und Kleid

Titel: Ästhetische Werkstätten. Der imperfekte Körper zwischen Mode und Kleid

Projektarbeit , 2017 , 47 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Werken, Textiles Werken
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem imperfekten Körper zwischen Mode und Kleid. Nachdem zuerst eine Sammlung erstellt wird von den Vorstellungen über einen imperfekten Körper, wird anschließend ein theoretischer Bezug zum Thema hergestellt, sowie eine Definition, was Normalität ist oder sein könnte. Anschließend folgt eine Auseinandersetzung mit Ästhetischen Werkstätten zum Thema "Unnormal ist Normal". Die Ästhetischen Werkstätten werden dabei aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Zwischendurch werden Künstler präsentiert, die durch ihre Arbeit beispielsweise Körperformen verändern und so den bekannten Körper verfremden. Abschließend wird der Workshop "Textility – kreativ, heterogen, inklusiv" reflektiert.

Groß. Schlank. Stupsnase. Glänzende Haare. Dünne Beine. Muskulöse Körper. Immer die aktuellen Modetrends am Körper. Selbstbewusstsein. Beliebt sein. Schöne Füße. Saubere Nägel. Keine Hautunreinheiten. Modern. Kleine Ohren. Voller Mund. Große Augen. Hohe Wangenknochen. Diese Aufzählung ist nur ein Beispiel von wahrscheinlich vielen über die Vorstellung eines perfekten Körpers beziehungsweise einer perfekten Person. Doch wer entscheidet was perfekt ist? Entscheiden wir es individuell für uns indem was wir ansprechend finden? Entscheidet es unser Umfeld durch Blicke und Worte? Oder entscheiden es die Medien, durch die idealisierten Körper, die uns tagein tagaus begegnen? Vielleicht von allem ein bisschen.

Doch wenn man das Thema weiterdenkt, so stellt man sich Fragen wie: Wer findet seinen Körper schon perfekt? Hat nicht jeder etwas an sich auszusetzen oder zumindest etwas an sich, was nicht ganz so schön ist? Ich denke, diese Frage lässt sich mit Ja beantworten. Niemand findet sich perfekt. Doch was genau macht perfekt sein aus und sind es nicht gerade Fehler und Makel, die jedes Individuum besonders machen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Mein Spiegelbild – Bin ich perfekt?

Sammlung über imperfekte Körper

Körper zwischen Mode und Kleidung

„Comme des garçons“

Was ist normal? Und wann bin ich es?

Leigh Bowery und Alexander McQueen

Ästhetische Werkstätten im Textilunterricht

Ästhetische Werkstatt mit Beispielen

Schau hin

Informiere dich

Darf man das?!

Nichts ist unmöglich

Ästhetische Werkstatt „Unnormal ist normal“

Schau hin

Informiere dich

Darf man das?!

Nichts ist unmöglich

Didaktische Begründungen zu den einzelnen Bausteinen

Schau hin

Informiere dich

Darf man das?!

Nichts ist unmöglich

Textility – kreativ – heterogen – inklusiv

Schlusswort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den imperfekten Körper im Spannungsfeld von Mode und Kleidung. Ziel ist es, durch die Analyse gesellschaftlicher Normen und die Anwendung ästhetischer Werkstätten ein Bewusstsein für individuelle Körperbilder zu schaffen und starre Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen.

  • Bedeutung von Mode und Kleidung als Schutz, Schmuck und Ausdruck von Scham
  • Historischer Wandel und soziale Konstruktion von Normalität
  • Rolle von Künstlern wie Rei Kawakobu, Leigh Bowery und Alexander McQueen bei der Dekonstruktion von Körperbildern
  • Praktische Umsetzung ästhetischer Werkstätten im schulischen Textilunterricht zur Förderung von Inklusion und Kreativität

Auszug aus dem Buch

Körper zwischen Mode und Kleidung

Das Zusammenspiel aus Körper, Mode und Kleidung ist ein vielfach untersucht. Beginnend mit dem Gedanken, warum wir überhaupt Kleidung tragen und nicht einfach alle nackt herumlaufen. Was macht Kleidung aus, dass wir uns in ihr wohl und geborgen fühlen? Nach Ansicht des Psychologen John Carl Flügel trägt der Mensch Kleidung aus drei verschiedenen Gründen: Aus Scham, Schutz und Schmuck (Vgl. Flügel 1986: 209), zutreffend sind diese Motive für alle zivilisierten Gesellschaften. Doch es ist nicht auszumachen, welche von ihnen priorisiert werden sollte. Oft wird der Schutz als wichtigstes Merkmal von Kleidung bezeichnet, doch mit Blick auf die menschliche Natur lässt sich feststellen, dass heute noch primitiv lebende Völker trotz kalten Klimas keineswegs von Kleidung abhängig sind (Vgl. Flügel 1986: 209).

Betrachtet man die Begriffe Scham, Schutz und Schmuck in Bezug auf deren Bedeutung, so fällt auf, dass diese sich teils gegenseitig ausschließen. Während der Begriff Scham bedeutet, dass wir körperliche Eigenschaften verstecken wollen, von denen wir denken, dass die Aufmerksamkeit anderer sich auf sich richtet. Schmuck hingegen bezeichnet, dass wir unseren Körper verschönern wollen, indem wir beispielsweise besonders vorteilhafte Kleidung anziehen, um die Blicke anderer Menschen auf uns zu richten (Vgl. Flügel 1986: 212). Flügel beschreibt den aus den beiden Begriffen resultierenden Konflikt als nicht lösbar. Unsere Einstellung zu Kleidung sei daher von Beginn an gespalten, weil wir versuchen mit Hilfe unserer Kleidung zwei nicht vereinbare Neigungen zu befriedigen (Vgl. Flügel 1986: 212f.). Wenn wir uns schämen, dann fühlen wir uns unsicher und unwohl, so dass wir uns am liebsten verstecken oder bedecken möchten und wenn wir uns schmücken wollen, dann strahlen wir Selbstbewusstsein und Sicherheit aus, wir fühlen uns wohl und zeigen es auch.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Betrachtung der menschlichen Vorstellung von Perfektion und der Frage, inwieweit Makel und Fehler ein Individuum besonders machen.

Mein Spiegelbild – Bin ich perfekt?: Persönliche Reflexion über die Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung vor dem Spiegel und dem Gefühl in der Öffentlichkeit.

Sammlung über imperfekte Körper: Eine bildliche Dokumentation von Körperformen, die außerhalb der gängigen gesellschaftlichen Schönheitsnormen stehen.

Körper zwischen Mode und Kleidung: Theoretische Auseinandersetzung mit den psychologischen Motiven Scham, Schutz und Schmuck sowie deren Einfluss auf unser Verständnis von Kleidung.

„Comme des garçons“: Analyse der Arbeit der Designerin Rei Kawakobu, die durch ihre Entwürfe Geschlechterkonventionen infrage stellt.

Was ist normal? Und wann bin ich es?: Untersuchung des komplexen Begriffs der Normalität im historischen Kontext und der Entwicklung hin zum Inklusionsgedanken.

Leigh Bowery und Alexander McQueen: Darstellung der Strategien beider Künstler, durch die bewusste Verfremdung von Körpern und Kostümen traditionelle Denkmuster aufzubrechen.

Ästhetische Werkstätten im Textilunterricht: Einführung in das Konzept der ästhetischen Werkstatt zur Sensibilisierung von Schülern für eigene und fremde Muster.

Ästhetische Werkstatt mit Beispielen: Konkrete Anwendungsmöglichkeiten der vier Werkstattbausteine „Schau hin“, „Informiere dich“, „Darf man das?!“ und „Nichts ist unmöglich“.

Ästhetische Werkstatt „Unnormal ist normal“: Detaillierte Darstellung einer Unterrichtseinheit, die sich kritisch mit Körperidealen und der eigenen Wahrnehmung befasst.

Didaktische Begründungen zu den einzelnen Bausteinen: Pädagogische Reflexion über die Konzeption der Werkstattbausteine und deren Zielsetzung für die Sekundarstufe I.

Textility – kreativ – heterogen – inklusiv: Erfahrungsbericht von einer Fachkonferenz, die unterschiedliche methodische Ansätze zur Arbeit mit Körperbildern präsentierte.

Schlusswort: Fazit über die Bedeutung der kritischen Auseinandersetzung mit Mustern und die Notwendigkeit, Routine durch neue Perspektiven zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Körperbild, Mode, Kleidung, Normalität, Schönheitsideal, Scham, Schutz, Schmuck, Inklusion, Ästhetische Werkstatt, Gender, Transkulturalität, Wahrnehmung, Musterbildung, Körpererweiterung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung über den imperfekten Körper in der Mode sowie der Konstruktion von Normalitätsbegriffen im gesellschaftlichen und pädagogischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die psychologischen Aspekte von Kleidung, der Einfluss von Mode auf das Körperbild, die historische Entwicklung von Normalitätskonzepten und die praktische Vermittlung dieser Themen im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung zu schaffen, starre Schönheitsideale zu dekonstruieren und Schüler dazu zu befähigen, individuelle Körperbilder zu akzeptieren und wertzuschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur Theorie des Körpers und der Kleidung sowie die Erprobung und Reflexion ästhetischer Werkstätten nach Prof. Dr. Iris Kolhoff-Kahl angewendet.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Bezüge (z.B. Psychologie der Kleidung nach Flügel) als auch die praktische Arbeit an konkreten Unterrichtsmodellen zur Körpererweiterung und Hinterfragung von Normen detailliert dargelegt.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von wissenschaftlicher Reflexion, künstlerischen Positionen (z.B. Alexander McQueen, Leigh Bowery) und didaktischer Anwendbarkeit für den Textilunterricht aus.

Welche Bedeutung haben die „Ästhetischen Werkstätten“ für das Konzept?

Die Werkstätten dienen als methodischer Rahmen, um Schüler aktiv in einen Prozess der bewussten Wahrnehmung und der Hinterfragung kulturell geprägter Muster zu führen.

Warum spielt die Person Leigh Bowery eine Rolle?

Bowery fungiert als Beispiel für einen Künstler, der durch die bewusste Vermischung von Geschlechtermerkmalen und die Schaffung hybrider Körper den Betrachter zur kritischen Reflexion über Identität und Körperlichkeit zwingt.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ästhetische Werkstätten. Der imperfekte Körper zwischen Mode und Kleid
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
47
Katalognummer
V538755
ISBN (eBook)
9783346154781
ISBN (Buch)
9783346154798
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ästhetische körper kleid mode werkstätten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Ästhetische Werkstätten. Der imperfekte Körper zwischen Mode und Kleid, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538755
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  47  Seiten
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