Die Einsendeaufgabe setzt sich mit drei Themenbereichen aus der Allgemeinen Psychologie auseinander: Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse bei der Entstehung von Emotionen sowie Emotionale Intelligenz.
Zunächst wird das schizophrene Krankheitsfeld erläutert, wobei hier auch die Hinzuziehung des ICD-10 notwendig ist. Die zu definierenden Krankheitsbilder, sind die der Schizophrenie, der schizotypen und der wahnhaften Störungen. Anschließend befasst sich die Arbeit mit der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen es für Schizophrenie-Betroffene möglich ist, auf dem Arbeitsmarkt einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Abschließend werden Behindertenwerkstätte als mögliche Beschäftigungsform für Schizophrene näher betrachtet, sodass darauf aufbauend die Vor- und Nachteile einer solchen Beschäftigung abgewogen werden können.
Im zweiten Abschnitt sollen die Kausalmodelle zur Rolle der Bewertung bei der Entstehung von Emotionen erläutert werden. Dies befasst sich mit dem transaktionalen Stressmodell von Lazarus. Der Fokus liegt hierbei im Speziellen auf der Rollenzuteilung von Bewertungen und im Allgemeinen auf der Erklärung von Stressbewältigungsmethoden und Coping-Formen.
Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit dem Konzept der emotionalen Intelligenz (EI). Zuerst wird das Konzept vorgestellt und definiert, sodass anschließend die Bedeutung von EI bei der Teambildung und beim Teambildungsprozess erklärt werden kann. Abschließend wird die EI aus einem kritischen Blickwinkel heraus betrachtet und hinterfragt.
Inhaltsverzeichnis
1 Schizophrene Störungen
1.1 Das schizophrene Krankheitsfeld
1.1.1 Schizophrenie
1.1.2 Schizotype und wahnhafte Störungen
1.2 Schizophrenie im Arbeitsalltag: Kann das funktionieren?
2 Bewertungsprozesse
2.1 Die Rolle der Bewertung bei der Entstehung von Emotionen
2.2 Das Stressmodell von Lazarus
2.2.1 Der Bewertungsprozess
2.2.2 Stressbewältigungsmethoden und Coping-Formen
3 Emotionale Intelligenz
3.1 Eine Definition der emotionalen Intelligenz
3.2 Die emotionale Intelligenz im Zusammenhang mit Teams
3.3 Das Konzept der emotionalen Intelligenz – Ein kritischer Blickwinkel
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen psychischen Erkrankungen, insbesondere der Schizophrenie, und der Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung psychologischer Bewertungs- und Stressbewältigungsprozesse sowie des Konzepts der emotionalen Intelligenz.
- Symptomatik und Erscheinungsbilder der Schizophrenie
- Herausforderungen für Schizophrenie-Betroffene auf dem ersten Arbeitsmarkt
- Psychologische Kausalmodelle der Emotionsentstehung und Stressbewältigung (Lazarus-Modell)
- Bedeutung emotionaler Intelligenz für die Teambildung und Arbeitsleistung
- Kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Intelligenzmodellen
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Schizophrenie
Die Schizophrenie ist eine psychische Störung, die sich in schwerwiegenden Erlebens und Verhaltensveränderungen zeigt. Betroffene leiden meist unter einer gestörten Denkweise, bei der die Gedanken in keinem logischen Verhältnis zueinander stehen, sowie einer fehlerhaften, realitätsfernen Wahrnehmung, welche bei manchen sogar zum völligen Rückzug aus der realen Welt, hin zu einer halluzinierten und wahngeprägten Alternativwelt führen kann. Es kann zu gravierenden Konzentrationsproblemen und einem flachen Affekt, der sich in Antriebslosigkeit äußert, kommen. Dem ICD-10 zufolge sind die wichtigsten psychopathologischen, also das kranhafte Seelenleben betreffenden Phänomene im Zusammenhang mit Schizophrenie Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder -entzug, Gedankenausbreitung, Wahnwahrnehmung, Kontroll- sowie Beeinflussungswahn, Denkstörungen, Negativsymptome und innere Stimmen, die als eine Art Beobachter, das Tun und Handeln der betroffenen Person kommentieren. Zwar können sich im Laufe der Krankheit ebenfalls kognitive Störungen ausbilden, gleichwohl bleibt das Bewusstsein und der Intellekt der Patienten in der Regel unbetroffen.
Dadurch, dass die Symptome der Schizophrenie derart vielfältig in ihrem Auftreten und auch nicht bei allen Betroffenen gleichermaßen zu finden sind, können keine spezifischen Behandlungsmethoden entwickelt werden, da die Ursachenzuschreibung für diese Krankheit noch nicht im Bereich des Möglichen zu sein scheint. Deswegen werden die Symptome in Kategorien eingeordnet, sodass zumindest eine gewisse Regelung der Symptomatik vorhanden ist. Es wird zwischen positiven, negativen und desorganisierten Symptomen unterschieden, wobei die positiven Symptome etwas zum Erleben und Verhalten hinzufügen, während negative Symptome das Erleben und Verhalten einschränken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Schizophrene Störungen: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild der Schizophrenie sowie verwandte Störungen und analysiert die schwierigen Bedingungen für Betroffene auf dem Arbeitsmarkt.
2 Bewertungsprozesse: Hier werden die Rolle von Bewertungen bei der Entstehung von Emotionen sowie das transaktionale Stressmodell von Lazarus inklusive Coping-Strategien erläutert.
3 Emotionale Intelligenz: Dieses Kapitel führt in das Konzept der EI ein, beleuchtet deren Rolle bei der Teambildung und hinterfragt die Validität der Theorien kritisch.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Emotionale Intelligenz, Stressmodell, Lazarus, Coping, Arbeitsmarkt, Psychiatrie, Psychologie, Teambildung, ICD-10, Symptomatik, Emotionen, Kritik, psychische Störung, Werkstatt für behinderte Menschen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Menschen mit Schizophrenie in den Arbeitsalltag und setzt dies in den Kontext von emotionalen Bewertungsprozessen und der emotionalen Intelligenz.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Definition schizophrener Störungen, psychologische Stressmodelle nach Lazarus, das Konzept der emotionalen Intelligenz und die Anwendung dieser Konzepte im beruflichen Teamkontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten einer beruflichen Eingliederung schizophrener Personen zu analysieren und zu hinterfragen, inwiefern psychologische Konzepte wie emotionale Intelligenz den Erfolg in der Arbeitswelt beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der bestehende psychologische Modelle (ICD-10, Lazarus, Salovey/Mayer, Goleman, Bar-On) in Bezug auf die Fragestellung zusammengeführt und diskutiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Einordnung von Schizophrenie, die theoretische Fundierung von Stress und Emotionen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der emotionalen Intelligenz in Bezug auf Teamleistung und Kritikfähigkeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schizophrenie, Coping, Stressmodell, Emotionale Intelligenz, Arbeitsmarktintegration und kognitive Bewertung.
Warum wird die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) kritisch betrachtet?
Der Autor argumentiert, dass WfbM zwar eine Beschäftigungsform bieten, aber oft nicht die notwendige berufliche Autonomie und Integration in den ersten Arbeitsmarkt fördern, was bei Betroffenen zu Frustration führen kann.
Wie begründet der Autor die Kritik an Golemans Modell der emotionalen Intelligenz?
Der Autor führt an, dass Eysenck und andere Forscher das Modell als wissenschaftlich schwach kritisieren, da die Korrelation zwischen Erfolg und emotionaler Intelligenz empirisch schwer zu belegen ist und teilweise auf Persönlichkeitsmerkmalen statt auf einer spezifischen Intelligenzform beruht.
- Arbeit zitieren
- Stefan S. (Autor:in), 2020, Schizophrene Störungen, Bewertungsprozesse und Emotionale Intelligenz. Themenbereiche der Allgemeinen Psychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538756