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Die Russische Revolution. Der Krieg und seine sozialen Folgen als Ursache für die Revolution?

Title: Die Russische Revolution. Der Krieg und seine sozialen Folgen als Ursache für die Revolution?

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Zülal Eskicirak (Author)

History - Miscellaneous
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Diese Arbeit thematisiert die Russische Revolution und beschäftigt sich mit folgender Frage: Kann der Krieg und seine sozialen Folgen als Ursache oder Anstoß für die Revolution gesehen werden? Die Russische Revolution im Februar 1917 ist eine Revolution der Hauptstadt. Im Verlauf der Auflehnung bis hin zur Revolution schließen sich Moskau und alle anderen Städte des Reiches an; allen voran auch die Front. Binnen weniger Tage bricht das ganze zaristische System zusammen. Am zweiten März 1917 dankt der Zar Nikolaus II. ab. Russland befindet sich seit 1914 im Ersten Weltkrieg mit Deutschland und Österreich. In dieser Zeit erleidet Russland an der Front immer wieder verlustreiche Niederlagen, wodurch die Stimmung im Reich kippt und die Missstände im Land zu einem großen Problem für das Regime werden.

In der nachfolgenden Arbeit werde ich die politische und wirtschaftliche Ausgangssituation bedingt durch den Krieg schildern. In diesem Kapitel wird neben der finanziellen Lage des Reiches und seine Folgen für die Gesellschaft auf die Versorgungskrise und die immer schlechter werdenden städtischen Lebens- und Arbeitsbedingungen eingegangen. Als Nächstes werde ich auf die Ereignisse in der Zeitspanne vom 23. bis 26. Februar eingehen und somit den Verlauf der Volkserhebung veranschaulichen. Daraufhin werde ich in dem letzten Kapitel den Wendepunkt der Geschehnisse und somit den Umschwung zur Revolution darlegen.

Um meine Frage beantworten zu können, dienen mir vor allem das Werk von Helmut Altrichter "Russland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst", Orlando Figes "Die Tragödie eines Volkes - Die Epoche der russischen Revolution 1891 bis 1924" und Manfred Hildermeier "Die Russische Revolution 1905–1921" als geeignete Nachschlagewerke, um die tatsächliche Ursache oder den Anstoß benennen zu können. Augenzeugenberichte und Telegramme aus dem Buch "Die Russische Revolution in Augenzeugenberichten", herausgegeben von Richard Kohn, helfen mir dabei eine detailliertere Sicht auf die Geschehnisse zu bekommen und dienen somit als historisch fundierte Untermalung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die politische und wirtschaftliche Ausgangssituation

3. Die Volkserhebung

4. Der Wendepunkt: Der Beginn der Revolution

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des Ersten Weltkriegs und seiner sozialen Auswirkungen als potenzielle Ursache oder auslösender Faktor für die Februarrevolution 1917 in Russland. Dabei wird analysiert, wie sich die prekäre Versorgungslage, die wirtschaftliche Instabilität und die Stimmung in der Bevölkerung gegenseitig bedingten und letztlich zum Zusammenbruch der zaristischen Autokratie führten.

  • Politische und wirtschaftliche Folgen des Ersten Weltkriegs
  • Entwicklung der Versorgungskrise und soziale Lebensbedingungen
  • Verlauf der spontanen Volkserhebungen in Petrograd
  • Die Rolle der Armee und der Kosaken bei der Eskalation
  • Krieg als Beschleuniger gesellschaftlicher Umbruchsprozesse

Auszug aus dem Buch

4. Der Wendepunkt: Der Beginn der Revolution

„Ich befehle, daß man gleich morgen den Unruhen in der Hauptstadt, die während des Krieges mit Deutschland und Österreich unzulässig sind, ein Ende setzt. Nikolaus.“

Hierbei handelt es sich um ein Telegramm vom Zaren das am Abend des 25. eintrifft und an den General Chabalov, dem damaligen Kommandanten des Petrograder Militärbezirks gerichtet ist. Auf das Telegramm hin berät sich Chabalov mit seinem Stab und erlässt zwei Verordnungen. In diesen werden zum einen öffentliche Ansammlungen offiziell verboten und zum anderen werden die Arbeiter aufgefordert bis zum 28. Februar an ihren Posten zurückzukehren. Andernfalls droht ihnen die Einberufung zur Armee und der Einsatz an der Front.

Am 26. Februar ist die Lage im Zentrum verschärft. Absperrketten, Straßensperren und berittene Patrouillen schmücken die Straßen um den Newski-Prospekt herum. Alle Zugänge werden nun sorgfältig bewacht. Erstmals werden zusätzlich zur Polizei und Kosaken, Ausbildungseinheiten der Garderegimenter eingesetzt. Diese erweisen sich als loyal, was der nachfolgende Polizeibericht verdeutlicht:

„Im Verlauf der Unruhen konnte festgestellt werden, daß die aufrührerische Volksmenge den Militärpatrouillen starken Widerstand entgegensetze; wurde sie aufgefordert, sich zu zerstreuen, dann warf sie mit Pflastersteinen und Eisbrocken. Wurden Warnschüsse in die Luft abgefeuert, dann zerstreute sich die Menge nicht, sondern reagiert mit Hohngelächter. Nur mit Hilfe von gezielten Schüssen in die dicht gedrängten Menschenreihen war es möglich, den Mob auseinander zu treiben; allerdings versteckten sich die meisten Leute in den Höfen der umliegenden Häuser und stürmten wieder auf die Straße, sobald die Schießerei aufgehört hatte.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das historische Szenario des Jahres 1917 ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle des Ersten Weltkriegs als Auslöser für die Revolution.

2. Die politische und wirtschaftliche Ausgangssituation: Dieses Kapitel analysiert die kriegsbedingte Inflation, die katastrophale Versorgungslage und die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen als destabilisierende Faktoren für das Zarenreich.

3. Die Volkserhebung: Hier wird der Prozess von den ersten Streiks und Hungerdemonstrationen im Januar 1917 bis hin zur massiven Mobilisierung der Arbeiter und Arbeiterinnen am 23. Februar beschrieben.

4. Der Wendepunkt: Der Beginn der Revolution: Der Abschnitt dokumentiert die militärischen Maßnahmen des Zaren und den entscheidenden Moment, als Soldaten und Kosaken begannen, sich der revoltierenden Bevölkerung anzuschließen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass der Krieg primär als Beschleuniger fungierte, indem er existierende Missstände zuspitzte und den strukturellen Zusammenbruch der Autokratie herbeiführte.

Schlüsselwörter

Russische Revolution, Februarrevolution, Erster Weltkrieg, Zarenreich, Petrograd, Versorgungskrise, Autokratie, Arbeiterbewegung, Streik, Brot, Inflation, Lebensmittelknappheit, Volkserhebung, Nikolaus II., Militär

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen der Februarrevolution 1917 und analysiert, inwiefern der Erste Weltkrieg als direkter Auslöser oder lediglich als Katalysator für den Zusammenbruch der zaristischen Herrschaft fungierte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Destabilisierung durch den Krieg, der daraus resultierenden Versorgungskrise sowie der sozialen Dynamik und den spontanen Protesten der Bevölkerung in Petrograd.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Krieg und seine sozialen Folgen als eigentliche Ursache oder als bloßer Anstoß für die Revolution betrachtet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur sowie der Auswertung von Augenzeugenberichten und offiziellen Telegrammen der damaligen Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage, die Beschreibung der Eskalation der Volkserhebungen und die Analyse des entscheidenden Wendepunkts, an dem das Militär die Seite wechselte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Russische Revolution, Versorgungskrise, Autokratie, Beschleuniger-Theorie und gesellschaftlicher Umbruch definieren.

Warum war der 26. Februar für den Fortgang der Revolution so entscheidend?

An diesem Tag eskalierte die Gewalt durch den Schießbefehl auf die Massen, was zum endgültigen moralischen Bruch zwischen dem Zarenregime und den Soldaten führte.

Was unterscheidet laut Autor die "Volkserhebung" von der "Revolution"?

Die Volkserhebung wird als spontane Reaktion auf soziale Missstände beschrieben, während die Revolution erst durch den systemischen Zusammenbruch und den Übertritt des Militärs auf die Seite der Aufständischen vollendet wurde.

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Details

Title
Die Russische Revolution. Der Krieg und seine sozialen Folgen als Ursache für die Revolution?
College
Technical University of Braunschweig
Grade
2,0
Author
Zülal Eskicirak (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V538825
ISBN (eBook)
9783346138705
ISBN (Book)
9783346138712
Language
German
Tags
russische revolution krieg folgen ursache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zülal Eskicirak (Author), 2020, Die Russische Revolution. Der Krieg und seine sozialen Folgen als Ursache für die Revolution?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538825
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