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Akzeptanz und Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht. Eine emipirsche Untersuchung

Titel: Akzeptanz und Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht. Eine emipirsche Untersuchung

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Angelina Lederer (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht folgender Frage nach: "Wird die Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht von Lehrpersonen als sinnvoll erachtet und seine Verwendung im Unterrichtskontext akzeptiert?“ Die Beantwortung der Frage soll durch die Durchführung einer empirischen Untersuchung anhand eines Fragebogens erreicht werden.

Seit Jahrzehnten steht die Schulgrammatik im Fokus zahlreicher Linguist/innen und Didaktiker/innen, wobei sie den Wissenschaftlern Kopfschmerzen bereitet. Die traditionelle Grammatik scheint teilweise nicht veränderbar, sie setzt auf die altbewährte Satzglied- sowie Wortartenlehre. Dabei sei eben dies der falsche Weg, denn verstaubte Muster werden wohl kaum neue Erkenntnisse aufwirbeln. Die deutsche Sprache befindet sich im Wandel und ihre jungen Phänomene werden im Deutschunterricht kaum beleuchtet. Auch der am-Progressiv, dem diese Arbeit gewidmet ist, ist eine Erscheinung, die bis zu diesem Zeitpunkt im Unterrichtskontext kaum oder geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird

Im Deutschen zeichnet sich der Progressiv durch seine Präposition "am" aus. Er wird in die Kategorie Aspekt eingeordnet, dies bedeutet, dass er ein Geschehen aus einer unvollendeten Perspektive zeigt und der Handlungsverlauf betont wird. Die am-Progressiv-Form deutet demnach stärker als das Präsens an, dass eine Handlung oder ein Geschehen gerade in diesem Moment passiert und andauert. Seinen Ursprung verzeichnet der am-Progressiv im dialektalen Umfeld, wobei die Form mittlerweile als mindestens umgangssprachlich angesehen wird. Wenngleich sich Belege für die Nennung des am-Progressives in Grammatiken finden lassen, stellt sich das Problem, weshalb dieses Phänomen in der Didaktik immer noch als Randerscheinung behandelt wird. Daraus ergibt sich die Fragestellung, die im Lauf der Arbeit untersucht wird. Ziel ist es, bestimmen zu können, ob der am-Progressiv im schulischen Kontext thematisiert werden soll und seine Verwendung akzeptiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Methode

4. Untersuchung und Ergebnisse

5. Diskussion

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht von Lehrpersonen als sinnvoll erachtet wird und ob dessen Verwendung im schulischen Kontext auf Akzeptanz stößt.

  • Status des am-Progressives im aktuellen Forschungsdiskurs
  • Empirische Erhebung der Einstellungen von Lehrpersonen und Studierenden
  • Differenzierung der Akzeptanz zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
  • Didaktische Perspektiven und Notwendigkeit der Integration in den Unterricht

Auszug aus dem Buch

2. Aktueller Forschungsstand

Dem Phänomen des am-Progressives kommt hauptsächlich in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit zu. Zunächst war es strittig, ob diese Form als dialektal einzustufen ist oder ob sie bereits in der Umgangssprache verwendet wird. In literarischen Texten ist die am-Progressiv-Form schon länger beobachtbar, vor allem seit 1970 scheint sich eine Steigerung der Verwendung abzuzeichnen. Klosa (1999: 138) findet Belege der Verwendung hauptsächlich in Dialogen von Figuren. Daraus schließt sie, dass die Form zunächst umgangssprachlich geprägt ist. Flick/Kuhmichel (2013: 52f) zeichnen eine Entwicklung, welche den am-Progressiv nicht dem dialektalen Umfeld zurechnet, sondern eine überregionale Einordnung vornimmt und die Form überdies in einem standardsprachlichen Kontext einbettet.

Dass die Verwendung des am-Progressives nicht mehr auf bestimmte dialektal geprägte Regionen beschränkt werden kann, zeigen sie durch Belege im deutschsprachigen Zeitungswesen (Flick/Kuhmichel 2013: 61f.). Diese Entwicklung ist auch durch die Nennung des am-Progressives in Grammatiken erkennbar. Gargyan (2010: 11) zeigt, dass die Form Ende des 20. Jahrhunderts nur wenig, dennoch mit steigender Tendenz, behandelt wird. Während die Duden-Ausgabe von 1984 den am-Progressiv nur beiläufig anspricht, findet sich in der Ausgabe von 1995 bereits eine umfassendere Behandlung der Form. In den letzten 20 Jahren stieg die Nutzung des Phänomens und demnach auch das Bewusstsein innerhalb der Linguistik für diese ursprüngliche Randerscheinung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Problematik der Schulgrammatik ein, stellt den am-Progressiv als unterrepräsentiertes Phänomen vor und definiert die Forschungsfrage bezüglich seiner Akzeptanz und Thematisierung.

2. Aktueller Forschungsstand: Hier wird der Wandel der Wahrnehmung des am-Progressives von einer dialektalen Randerscheinung hin zu einer zunehmend beachteten Sprachform in der Linguistik und Grammatikliteratur beleuchtet.

3. Methode: Der Abschnitt erläutert das Design der Querschnittstudie sowie die Instrumente zur Datenerhebung mittels Online-Fragebogen bei Lehrpersonen und Studierenden.

4. Untersuchung und Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden präsentiert, wobei insbesondere die unterschiedliche Akzeptanz des am-Progressives in mündlichen versus schriftlichen Kontexten hervorgehoben wird.

5. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der didaktischen Skepsis und der linguistischen Entwicklung und zeigt die Diskrepanz zwischen Sprachgebrauch und normativer Lehre auf.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

7. Anhang: Enthält gesammelte praxisorientierte Vorschläge für den Umgang mit dem am-Progressiv im Unterricht.

Schlüsselwörter

am-Progressiv, Deutschunterricht, Schulgrammatik, Didaktik, Sprachwandel, Akzeptanz, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Empirische Untersuchung, Sprachbewusstheit, Grammatikalisierung, Unterrichtskontext, Standardisierung, Sprachnorm, Sprachgebrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Einstellung von Lehrpersonen und Studierenden gegenüber dem sogenannten am-Progressiv und analysiert, ob diese Form im Deutschunterricht thematisiert und akzeptiert werden sollte.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themenfelder sind die linguistische Einordnung des am-Progressives, seine Wahrnehmung im Vergleich zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie seine didaktische Relevanz in Schulbüchern und im Unterricht.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht von Lehrpersonen als sinnvoll erachtet wird und ob dessen Verwendung akzeptiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine empirische Querschnittstudie durchgeführt, bei der mittels eines Online-Fragebogens 57 Lehrpersonen und Studierende befragt wurden, um quantitative und qualitative Einblicke zu erhalten.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Forschungsstands, die Erläuterung des methodischen Vorgehens, die Auswertung der Umfrageergebnisse sowie eine anschließende Diskussion dieser Resultate.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind am-Progressiv, Deutschunterricht, Didaktik, Akzeptanz, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Sprachwandel und Schulgrammatik.

Welche Diskrepanz besteht laut den Ergebnissen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit?

Die Studie zeigt, dass der am-Progressiv in der Mündlichkeit häufiger toleriert oder akzeptiert wird, während er in der Schriftlichkeit von vielen Befragten weiterhin als „Stilfehler“ oder „Makel“ wahrgenommen und korrigiert werden würde.

Welches Fazit ziehen die Befragten bezüglich des Einsatzes von Schulbüchern?

Die Meinungen sind zweigeteilt: Etwa 56 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Schulbücher den am-Progressiv thematisieren sollten, während 44 Prozent darin zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit sehen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Akzeptanz und Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht. Eine emipirsche Untersuchung
Hochschule
Universität Salzburg  (Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Deutsche Sprache (Standarddeutsch. Entstehung – Norm – Gebrauch)
Note
1,5
Autor
Angelina Lederer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V538827
ISBN (eBook)
9783346152978
ISBN (Buch)
9783346152985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
am-Progressiv Deutschdidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelina Lederer (Autor:in), 2020, Akzeptanz und Thematisierung des am-Progressives im Deutschunterricht. Eine emipirsche Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538827
Blick ins Buch
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