Dieser Arbei beschäftigt sich damit, welche Motivationsarten es gibt und was autotelische Tätigkeiten sind. Danach werden sich autotelische Persönlichkeiten angeschaut und diese in Bezug zum täglichen Leben und zum beruflichen Handeln in der Sozial- und Jugendarbei gesetzt. Anschließend folgt eine bähere Beleuchtung des nachhaltiges Lernen und dabei die Möglichkeiten zur Motivation, die optimale Erfahrung, den Zusammenhang von Lernen und Bewegung, das handlungs-/kontextbezogene Lernen sowie das konstruktive Lernen. Im Anschluss soll erarbeitet werde, wie man intrinsisches Lernen ins berufliche Handeln der Sozialen Arbeit einbeziehen kann.
Man unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Mit intrinsischer Motivation wird die Bezeichnung autotelisch, mit extrinsischer Motivation der Begriff exotelisch auf einer begrifflichen Ebene gleichgesetzt. Es wird gesagt, dass im (englischen) Sprachgebrauch intrinsisch so etwas wie innerlich, eigentlich oder wahr bedeutet, extrinsisch dagegen so etwas wie äußerlich, nicht wirklich dazugehörend. Intrinsische Motivation bezeichne ein Verhalten, das um seiner selbst willen geschehe bzw. dass eine Person aus eigenem Antrieb handele. Extrinsische Motivation bedeute, dass der Beweggrund außerhalb der eigentlichen Handlung liege bzw. dass die Person von außen gesteuert erscheine. Demnach sind alle Handlungen, die einen Anreiz wie Ziele oder Ereignisse benötigen, extrinsisch. Man kann sagen, dass intrinsische Motivation von Neugier, Begeisterungsfähigkeit und eigenem Antrieb gekennzeichnet ist, extrinsische Motivation dagegen von Anreizen von außen und sowohl positiver als auch negativer Verstärkung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen
2.1. Motivationsarten
2.2. Autotelische Tätigkeiten
3. Autotelische Persönlichkeit
3.1. Bezug auf das tägliche Leben
3.2. Bezug zum beruflichen Handeln in Sozial- und Jugendarbeit
4. Nachhaltiges Lernen
4.1. Möglichkeiten zur Motivation
4.2. Optimale Erfahrung (flow-Erlebnis)
4.3. Lernen und Bewegung
4.4. Handlungs- bzw. Kontextbezogenes Lernen
4.5. Konstruktives Lernen
5. Wie kann man intrinsisches Lernen ins berufliche Handeln der Sozialen Arbeit einbeziehen?
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Motivationsforschung für das berufliche Handeln in der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht die Frage, wie intrinsische Lernprozesse verstanden, aktiviert und gezielt zur Unterstützung der Klienten eingesetzt werden können, um nachhaltige persönliche Entwicklungen zu fördern.
- Grundlagen der Motivationsarten (intrinsisch vs. extrinsisch)
- Konzept der autotelischen Persönlichkeit und deren Relevanz
- Faktoren für nachhaltiges Lernen (Flow, Bewegung, Kontextbezug)
- Anwendung motivationspsychologischer Erkenntnisse in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
3.2. Bezug zum beruflichen Handeln in Sozial- und Jugendarbeit
Es ist in der Sozial- und Jugendarbeit wichtig, dass man die Person erst näher kennen lernt, um einschätzen zu können, ob man eine autotelische Persönlichkeit vor sich hat oder nicht.
Wenn es keine autotelische Persönlichkeit ist, sollte man mit ihr daran arbeiten, dass sie positive Reize erhält. Man sollte sie dazu motivieren, dass sie Dinge einfach mal ausprobiert, die ihr eventuell Spaß machen könnten. Man sollte sie dazu ermutigen, Neues oder auch aktuelle Themen positiv anzugehen. Man muß sie motivieren, sich weiterzuentwickeln. Dadurch erhöht sich die Chance, dass die Person sich im weiteren Verlauf zu einer autotelischen Persönlichkeit entwickelt. Dies kann dadurch geschehen, dass die Person, die bisher für eine Tätigkeit exotelisch motiviert werden musste, an dieser oder einer anderen Tätigkeit Interesse findet und dabei intrinsisch motiviert ist.
Sollte es eine autotelische Persönlichkeit sein, kann man viel leichter mit ihr arbeiten, da sie sehr leicht zu motivieren ist. Man muss ihr manchmal nur Anreize setzen, damit sie etwas ausprobiert.
Man kann sagen, dass autotelische Persönlichkeiten motivierter und neugieriger sind als exotelische Persönlichkeiten. Autotelische Persönlichkeiten sind leichter in eine Gruppe zu integrieren und lassen sich leichter motivieren, mal etwas Neues auszuprobieren oder etwas anders zu machen als bisher. Sie lassen sich leichter steuern.
Autotelische Persönlichkeiten kann man wohl als optimistische Personen bezeichnen, die auf eine Gruppe einen positiven Einfluß haben sollten.
So verschieden wie die Menschen sind auch die Reize, die sie motivieren. Es ist wichtig zu wissen, wie man die Menschen motiviert, etwas zu tun, sei dies die Schule (gut) zu beenden, eine Ausbildung oder ein Studium zu machen, die Arbeitslosigkeit zu beenden und dafür Bewerbungen zu schreiben und sich bei Firmen vorzustellen oder anderes auch. Daher sollte man in der Sozial- und Jugendarbeit gemeinsame Ziele mit dem Klienten entwickeln und schauen,
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Motivation im Alltag sowie in der Sozialen Arbeit und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Begriffserklärungen: Es werden die theoretischen Grundlagen der Motivation, insbesondere der Unterschied zwischen intrinsischen und extrinsischen Motivationsarten, dargelegt.
3. Autotelische Persönlichkeit: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept der autotelischen Persönlichkeit und deren Bedeutung für die Bewältigung des täglichen Lebens sowie das Handeln in der Sozialen Arbeit.
4. Nachhaltiges Lernen: Hier werden Bedingungen und Methoden für erfolgreiches Lernen analysiert, einschließlich der Rolle von Flow-Erlebnissen, Bewegung und konstruktiven Ansätzen.
5. Wie kann man intrinsisches Lernen ins berufliche Handeln der Sozialen Arbeit einbeziehen?: Basierend auf der Maslowschen Bedürfnishierarchie wird erörtert, wie Fachkräfte durch die Förderung von Neugier und Interesse intrinsische Lernprozesse bei Klienten anregen können.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Motivationsforschung unverzichtbar für eine konstruktive und erfolgreiche Gestaltung der Sozialen Arbeit ist.
Schlüsselwörter
Motivation, Motivationsforschung, Soziale Arbeit, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, autotelische Persönlichkeit, Flow-Erlebnis, nachhaltiges Lernen, konstruktives Lernen, Leistungsmotivation, Neugier, Handlungsbezogenes Lernen, Klientenmotivation, Maslowsche Bedürfnishierarchie, Selbstaktualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Motivationsforschung für die Praxis der Sozialen Arbeit spielt und wie Konzepte der Lernpsychologie genutzt werden können, um Klienten besser zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation, der autotelischen Persönlichkeit, den Bedingungen für nachhaltiges Lernen sowie der praktischen Anwendung dieser Erkenntnisse im sozialen Sektor.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, ob und wie Erkenntnisse der Motivationsforschung gezielt für die professionelle Arbeit mit Klienten in der Sozial- und Jugendarbeit nutzbar gemacht werden können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet zentrale Begriffe und Modelle der Motivations- und Lernpsychologie heraus, um diese auf den Kontext der Sozialen Arbeit zu beziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Motivationstypen und Persönlichkeitsmerkmalen, eine Analyse von Lernbedingungen wie Flow und Bewegung sowie eine Übertragung dieser Theorien auf die Bedürfnisse und Förderungsansätze in der Sozialen Arbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind intrinsische Motivation, autotelische Persönlichkeit, Soziale Arbeit, Flow-Erlebnis, nachhaltiges Lernen und Bedürfnishierarchie nach Maslow.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen autotelischen und exotelischen Persönlichkeiten?
Autotelische Persönlichkeiten bestimmen ihre Ziele selbst, sind neugierig und leichter in Gruppen zu integrieren, während exotelische Personen stärker von äußeren Anreizen, Belohnungen oder Zwängen gesteuert werden.
Welche Rolle spielt das Flow-Erlebnis für die Lernmotivation?
Das Flow-Erlebnis ist ein Zustand hoher Konzentration bei hoher Anforderung, der als autotelische Erfahrung selbstbelohnend wirkt und somit eine starke intrinsische Motivationsquelle darstellt.
Warum ist die Maslowsche Bedürfnishierarchie in diesem Kontext wichtig?
Sie verdeutlicht, dass Defizitbedürfnisse wie Hunger oder Sicherheit erfüllt sein müssen, bevor eine Person für intrinsische Wachstums- und Lernprozesse empfänglich ist.
Was schlägt die Autorin bei fehlender intrinsischer Motivation vor?
Wenn keine intrinsische Motivation vorhanden ist, sollte die Fachkraft unterstützend durch extrinsische Maßnahmen wie Lob oder klare Zielsetzungen motivieren, um langfristig das Interesse und die Eigenmotivation zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Monika Flügel (Autor:in), 2013, Motivationsforschung. Bedeutung und Nutzen für das Handeln in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538873