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Der Hexenwahn im Mittelalter

Titel: Der Hexenwahn im Mittelalter

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Stefanie Hanten (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Hausarbeit werde ich das Bild der mittelalterlichen Hexenvorstellung aufzeigen. Ich werde darstellen, wie es entstand und wie es von dieser aus dem Aberglauben entsprungenen Figur zum Hexenwahn und der Massenverfolgung im späten Mittelalter kam.
Zuerst werde ich den Begriff ,,Hexe’’ definieren, die verschiedenen Wurzeln der mittelalterlichen Hexe zurückverfolgen und dabei die Wichtigkeit des volkstümlichen Aberglaubens in Bezug auf die Entwicklung des Hexenbegriffs erklären.
Im Hauptteil der Arbeit zeige ich die drei Hauptfaktoren auf, die eine solche Jagd rechtfertigen sollten und ohne die eine Hexenverfolgung in den Ausmaßen nicht möglich gewesen wäre. Die wichtigsten Rollen dabei spielten der allgemeine Glaube an den Teufel, das Bild der Frau in der Kirche, in der Philosophie und natürlich die heilige Inquisition mit ihrem wichtigsten Werkzeug dem ,,Hexenhammer’’, ohne die eine Massenverfolgung und Vernichtung in dem Maße vielleicht nicht stattgefunden hätte. Ich werde darauf eingehen, welche Personengruppen zu dieser Zeit besonders gefährdet waren, ebenso auf die Folter, die Prozesse und deren Ausgang.
Im Schlussteil dieser Arbeit werde ich versuchen die Hintergründe der Hexenverfolgung darzulegen und die Frage beantworten, wer von einer Massenvernichtung der Frauen profitierte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.EINLEITUNG

II. DAS WESEN DER HEXE IN BEDEUTUNG UND ENTWICKLUNG

III. DIE DREI WICHTIGSTEN FAKTOREN IN DER MITTELALTERLICHEN HEXENVERFOLGUNG

1. Der Glaube an den Teufel

2. Das Bild der Frau in Kirche und Philosophie

3. Die heilige Inquisition

IV. SCHLUSS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der mittelalterlichen Hexenvorstellung sowie die zentralen Faktoren, die zur Massenverfolgung im späten Mittelalter führten, mit einem besonderen Fokus auf der Rolle der Frau und den zugrunde liegenden gesellschaftlichen und theologischen Strukturen.

  • Definition und Herkunft des mittelalterlichen Hexenbegriffs
  • Einfluss des volkstümlichen Teufelsglaubens auf die Hexenverfolgung
  • Konstruktion der Frau als minderwertiges Wesen in Kirche und Philosophie
  • Funktionsweise und Rolle der heiligen Inquisition
  • Analyse der sozioökonomischen Hintergründe der Hexenprozesse

Auszug aus dem Buch

II. Das Wesen der Hexe in Bedeutung und Entwicklung

Um etwa 700 n. Chr. entwickelte sich zeitgleich mit Altnordisch und Altenglisch, die altdeutsche Sprache. Der Begriff ,,Hexe’’ und kommt in allen Kulturen vor. In seiner Urbedeutung hat er verschiedene und doch ähnliche Wurzeln. Eine Abstammung aus dem althochdeutschen ist ,,hagazussa’’ was soviel wie ,,Zaunreiterin’’ bedeutet. Die alte Übersetzung von ,,hag’’ ist ,,Zaun’’, die von ,,Zussa’’ ,,Weib’’; dem zur Folge bedeutet ,,hagazussa’’ dann ,,Zaunweib’’. Der Ritt auf dem Zaun oder auf dem Besen entstammt der altgermanischen Hexenvorstellung. Beschrieben wurde damit ein weiblicher Zaungeist, ein Waldgeist oder auch eine gespenstische Erscheinung. Die gleiche Bedeutung wie ,,hagazussa’’ haben auch ,,tunridha’’ aus dem altnordischen und ,,zunrite’’ aus dem oberdeutschen. ,,Hegetisse’’ kommt aus dem flämischen und wurde für einen Dämon benutzt. Aus dem lateinischen wurden ,,lamia’’, ,,strix’’ und ,,striga’’ für einen weiblichen Dämon und später als Übersetzung für dämonische Frauen benutzt, die sich mit Wahrsagerei und Zauberei beschäftigten, genauso wie ,,malefica’’, übersetzt ,,Schadenszauberin’’.

Aus dem mittelhochdeutschen ,,hexse’’ wurde schließlich das heute gebräuchliche Wort ,,Hexe’’. Der Ursprung des Wesens der Hexe ist vorchristlich bzw. heidnisch. Verfolgt hat man Hexen in dieser Zeit jedoch noch nicht, da man ihre Existenz als Aberglauben verwarf und diejenigen sogar verfolgte, die an diesem Aberglauben festhielten. Im Christentum bekam dieses Wesen der Hexen einen extrem negativen Sinn, da die Urform der Hexe in der Mythologie eine Wandlung von einer Göttin zu einer Unperson darstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

I.EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt das Ziel der Arbeit, den Hexenwahn und die Entstehung des Hexenbildes sowie die drei Hauptfaktoren (Teufelsglaube, Frauenbild, Inquisition) zu analysieren.

II. DAS WESEN DER HEXE IN BEDEUTUNG UND ENTWICKLUNG: Dieses Kapitel erläutert die etymologischen und mythologischen Wurzeln der Hexenfigur und ihren Wandel von heidnischen Vorstellungen zum negativ behafteten Hexenbild des Christentums.

III. DIE DREI WICHTIGSTEN FAKTOREN IN DER MITTELALTERLICHEN HEXENVERFOLGUNG: Das Hauptkapitel untersucht die drei tragenden Säulen der Verfolgung: den Teufelsglauben, das kirchlich-philosophische Frauenbild sowie das Wirken der Inquisition und des Hexenhammers.

IV. SCHLUSS: Im Fazit werden die Hintergründe der Hexenverfolgung reflektiert und die Frage nach den Profiteuren und den gesellschaftlichen Motiven für die Massenvernichtung diskutiert.

Schlüsselwörter

Hexenwahn, Inquisition, Teufelsglaube, Misogynie, Hexenhammer, Mittelalter, Frauenbild, Scholastik, Aberglaube, Hexenprozesse, Folter, Häresie, Dämonologie, Maleficium, christliche Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung des Hexenbildes im Mittelalter und der anschließenden Hexenverfolgung, wobei insbesondere die sozio-theologischen Ursachen beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Wandlung der Hexenfigur, das Frauenbild innerhalb der Kirche und Scholastik sowie die Rolle der Inquisition als treibende Kraft bei der Hexenjagd.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, darzulegen, wie aus einem volkstümlichen Aberglauben ein systematisierter Hexenwahn entstehen konnte und welche Gruppen dabei besonders gefährdet waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und quellenbasierte Analyse, die sich auf historische Schriften, theologische Abhandlungen und moderne Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die drei entscheidenden Faktoren – Teufelsglaube, Frauenfeindlichkeit und Inquisition – detailliert analysiert, einschließlich der methodischen Vorgehensweise in Prozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Hexenwahn, Inquisition, Frauenbild, Teufelsglaube und die kritische Auseinandersetzung mit kirchlicher Dogmatik charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt dem „Hexenhammer“ in dieser Arbeit zu?

Der Hexenhammer wird als zentrales Werkzeug der Inquisition identifiziert, das als „Meisterwerk“ der Hexenverfolgung die theoretische und juristische Basis für die systematische Verfolgung lieferte.

Warum wurden laut Autorin besonders häufig Frauen denunziert?

Die Autorin führt dies auf die tief verwurzelte Misogynie der Kirche, die angebliche geistige Schwäche der Frau und deren soziale Stellung als unabhängige Akteurinnen (z.B. Hebammen) zurück.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Hexenwahn im Mittelalter
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Veranstaltung
Magie und Zauberei in mittelalterlicher Literatur
Note
2,3
Autor
Stefanie Hanten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
23
Katalognummer
V53889
ISBN (eBook)
9783638492188
ISBN (Buch)
9783656813569
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hexenwahn Mittelalter Magie Zauberei Literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Hanten (Autor:in), 2001, Der Hexenwahn im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53889
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Leseprobe aus  23  Seiten
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