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Ethisch gute Entscheidungen treffen. Die goldene Regel als Wegweiser

Title: Ethisch gute Entscheidungen treffen. Die goldene Regel als Wegweiser

Lesson Plan , 2018 , 31 Pages , Grade: 13

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Bei diesem Unterrichtsentwurf handelt es sich um eine Examenslehrprobe im Fach Evangelische Religion. Die Stunde mit dem Titel "Ethisch gute Entscheidungen treffen - Die goldene Regel als Wegweiser" beschäftigt sich mit der Lösung von Dilemmasituationen mit der goldenen Regel. Durch die Miteinbeziehung des Judentums und des Islams wird die Toleranz der Kinder gefördert und die Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen herausgehoben.

Der Entwurf beinhaltet neben der Sach- und der didaktischen Analyse noch verschiedene Materialien und Umsetzungsideen sowie eine Strukturskizze und eine Übersicht über die Unterrichtseinheit.

Die "Goldene Regel" stellt eine Grundregel des menschlichen Zusammenlebens dar. Im Rahmen der ethischen Erziehung im evangelischen Religionsunterricht wird sie als Ausspruch Jesu vorgestellt und somit als christlicher Wert. Doch nicht nur das Christentum kennt die "Goldene Regel". Sie ist in nahezu allen Religionen und Kulturen aufzufinden und somit für alle Menschen ein grundlegendes Moralprinzip. Besonders für Kinder bietet sie durch ihre Einfachheit und Klarheit eine Hilfestellung im alltäglichen Leben und kann als Wegweiser den Weg in schwierigen Situationen aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Analyse

2.1 Fachbezogene didaktische Überlegungen

2.2 Situation der LAA und schulische Rahmenbedingungen für die Stunde

3. Lernfeld

3.1 Didaktische Reduktion

3.2 Voraussetzungen der Lerngruppe bezüglich der Kompetenzen

3.3 Kompetenzerwartungen der Stunde

3.4 Differenzierungsmaßnahmen

4. Begründung methodischer Entscheidungen

5. Verlaufsplan

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Grundschülern die „Goldene Regel“ als universellen moralischen Wegweiser für schwierige Entscheidungssituationen nahezubringen, indem diese in interreligiöser Perspektive betrachtet und in lebensnahen Beispielen angewandt wird.

  • Vermittlung der „Goldenen Regel“ als christlicher und zugleich interreligiöser Wert
  • Förderung der ethischen Urteilsbildung bei Dilemmasituationen
  • Einordnung ethischen Lernens in den evangelischen Religionsunterricht
  • Anwendung der „Goldenen Regel“ auf lebensweltliche Beispielsituationen
  • Stärkung der Argumentations- und Sozialkompetenz durch Anspielmethodik

Auszug aus dem Buch

Die goldene Regel

Als „Goldene Regel“ bezeichnet man den Vers Mt 7,12: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Dieser Ausspruch ist eine ethische Schlüsselstelle in der Bergpredigt Jesu. Die Bergpredigt stellt die erste der fünf großen Reden Jesu dar, die das Grundgerüst des Matthäusevangeliums bilden. Sie beginnt in Kapitel fünf mit den Adressaten und den Seligpreisungen (5,3 – 5-16), konkretisiert sich in einer Art „Programmtext“ mit der Auslegung der Gesetze und Verhaltensweisen, welcher in der „Goldenen Regel“ gipfelt (5,17-7,12) und schließt mit den Perspektiven für ein gutes Leben.

Nicht nur für Christen stellt die „Goldene Regel“ eine zentrale Regel des Zusammenlebens dar. In nahezu allen Religionen und Kulturen ist die „Goldene Regel“ schon früh aufzufinden und „kann daher als gemeinsames Erbe der Menschheit angesehen werden.“

„Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“ - Judentum (Rabbi Hillel, Sabbat 31a)

„Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.“ - Islam (40 Hadithe (Sprüche Muhammads) von an-Nawawi 13)

„Man sollte sich gegenüber anderen nicht in einer Weise benehmen, die für einen selbst unangenehm ist; das ist das Wesen der Moral.“ - Hinduismus (Mahabharata XIII, 114,8)

Diese exemplarischen Beispiele aus den Weltreligionen zeigen, dass das Christentum hier keinesfalls einen alleinigen Anspruch auf die „Goldene Regel“ innehat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert den biblischen Ursprung der „Goldenen Regel“ in der Bergpredigt und beleuchtet ihre universelle Bedeutung als moralisches Prinzip in verschiedenen Weltreligionen.

2. Didaktische Analyse: Hier wird der theoretische Rahmen für ethisches Lernen im Religionsunterricht abgesteckt und das Konzept der Wertentwicklung nach Kohlberg sowie die Bedeutung des interreligiösen Lernens für die Zielgruppe dargestellt.

3. Lernfeld: Dieser Abschnitt beschreibt die didaktische Reduktion des Themas für die Grundschule, analysiert die Kompetenzvoraussetzungen der Lerngruppe und definiert die spezifischen Lernziele sowie Differenzierungsmaßnahmen.

4. Begründung methodischer Entscheidungen: Das Kapitel begründet den methodischen Aufbau der Unterrichtsstunde, einschließlich der Einstiegsrituale, der Hinführung durch Symboldidaktik und der ergebnisorientierten Arbeitsphasen.

5. Verlaufsplan: Dieser Teil bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die geplanten Lehrer-Schüler-Interaktionen und den Einsatz von Sozialformen sowie Medien.

Schlüsselwörter

Goldene Regel, Religionsunterricht, Grundschule, Ethik, Ethisches Lernen, Interreligiöses Lernen, Bergpredigt, Dilemmasituationen, Wertentwicklung, Lawrence Kohlberg, Religionspädagogik, Handeln in Verantwortung, Werteerziehung, Christentum, Weltreligionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsstunde für das Fach Evangelische Religion in der Grundschule, in der die Schülerinnen und Schüler lernen, ethisch fundierte Entscheidungen anhand der „Goldenen Regel“ zu treffen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die ethische Erziehung im Religionsunterricht, das interreligiöse Lernen durch den Vergleich globaler Moralprinzipien und die Reflexion von Alltagsregeln im Sinne der Verantwortungsübernahme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, dass die Kinder die „Goldene Regel“ als Hilfestellung für schwierige Situationen begreifen und erkennen, dass dieser Grundsatz über christliche Grenzen hinweg eine allgemeingültige Bedeutung für das menschliche Zusammenleben hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf didaktische Modelle wie die Wertentwicklung (nach Kohlberg) und die Wertkommunikation, kombiniert mit einer interkulturellen und interreligiösen Perspektive auf theologische Inhalte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die sachanalytischen Grundlagen, didaktische Begründungen, die Voraussetzungen der Lerngruppe sowie die methodische Planung einer spezifischen Unterrichtseinheit detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Goldene Regel, ethisches Lernen, Interreligiösität, moralische Urteilsfähigkeit und Grundschuldidaktik charakterisiert.

Warum spielt das „Anspiel“ eine wichtige Rolle in der Methodik?

Das Anspiel dient dazu, den Schülern zu helfen, sich in die Perspektive einer anderen Person hineinzuversetzen und durch das Formulieren von Gedanken einen inneren Konflikt argumentativ zu bearbeiten.

Wie trägt die Symbolik (Weg und Kreuzung) zum Lernprozess bei?

Das Symbol der Kreuzung verdeutlicht den Kindern visuell, dass im Leben schwierige Entscheidungen anstehen und man sich zwischen verschiedenen Wegen positionieren muss, für die es nicht immer eine einfache Lösung gibt.

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Details

Title
Ethisch gute Entscheidungen treffen. Die goldene Regel als Wegweiser
Grade
13
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
31
Catalog Number
V538925
ISBN (eBook)
9783346143280
ISBN (Book)
9783346143297
Language
German
Tags
Evangelische Religion Goldene Regel Klasse 3 Wegweiser Ethisches Handeln Entscheidungen treffen Dilemma Interreligiösität Chtistentum Ethik Verhalten Verantwortung Bergpredigt Regeln Regeln brechen Regeln halten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Ethisch gute Entscheidungen treffen. Die goldene Regel als Wegweiser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538925
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