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Die moralisierende Wahrnehmung und der dramatisierende Umgang mit adoleszenten Müttern

Title: Die moralisierende Wahrnehmung und der dramatisierende Umgang mit adoleszenten Müttern

Term Paper , 2019 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit wird die Frage untersucht, inwiefern sich die Wahrnehmung von und der Umgang mit adoleszenter Mutterschaft dramatisierend als auch moralisierend gestaltet? Zunächst wird die Moralisierung sozialer Ungleichheit als theoretische Perspektive behandelt. Darauffolgend wird die adoleszente Mutterschaft behandelt. Anschließend widmet sich der Autor der Thematisierung von Dramatisierung und Moralisierung adoleszenter Mutterschaft als Strategien der gesellschaftlichen Wahrnehmung und des gesellschaftlichen Umgangs.

Die Arbeit bezieht sich auf die seit einigen Jahren vorherrschenden regen Debatten über eine scheinbare dramatische Expansion von Schwangerschaften und Geburten während der Jugendphase. In Hinblick auf den gesellschaftlichen Umgang mit und der Wahrnehmung der Zielgruppe adoleszenter Mütter geht es nicht nur um die angenommene Dramatik der Häufigkeiten früher Schwangerschaften, sondern ebenso um die moralische Beurteilung und Bewertung der Persönlichkeit und der Verhaltensweisen der betroffenen Mädchen und jungen Frauen. Hier werden zunächst gesellschaftlich gültige Normvorstellungen über Mutterschaft dargelegt. Vor dem Hintergrund normativer Vorstellungen erfolgt daraufhin die Thematisierung der Aspekte Alter, Sexualität als auch Bildung und Herkunft von adoleszenten Schwangeren und Müttern. Abschließend werden Babysimulatoren und die Fernsehsendung "Erwachsen auf Probe" als aktuelle Beispiele für praktische Kontexte der Dramatisierung und Moralisierung behandelt.

Adoleszente Mütter und ihre Kinder sind innerhalb der vergangenen Jahre vermehrt in das Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit geraten. Das Ereignis einer Mutterschaft außerhalb der Lebensphase, in der sie normativ vorgesehen ist, löst vielfache öffentliche Debatten aus, welche größtenteils negativ belastet und mit Vorwürfen und Vorurteilen versehen sind. Die seit einiger Zeit vermehrte gesellschaftliche Fokussierung auf junge Mutterschaft bewegt sich zwischen den Phänomenen Dramatisierung und Moralisierung als Mittel der gesellschaftlichen Wahrnehmung und des gesellschaftlichen Umgangs.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Moralisierung sozialer Ungleichheit

3. Adoleszente Mutterschaft

3.1 Begriffserklärung

3.2 Geschichte der Moralisierung junger Mütter

4. Dramatisierung und Moralisierung adoleszenter Mutterschaft

4.1 Dramatisierung adoleszenter Mutterschaft

4.2 Moralisierung adoleszenter Mutterschaft

4.2.1 Alter

4.2.2 Sexualität

4.2.3 Bildung und Herkunft

4.3 Aktuelle Beispiele für praktische Kontexte der Dramatisierung und Moralisierung

4.3.1 Babysimulatoren

4.3.2 Fernsehsendung „Erwachsen auf Probe“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die gesellschaftliche Wahrnehmung und der Umgang mit adoleszenter Mutterschaft durch Dramatisierungs- und Moralisierungsprozesse geprägt sind. Dabei wird analysiert, wie trotz statistischer Entwarnung ein diskursives Bild der Bedrohung konstruiert wird, das betroffene Mädchen und junge Frauen stigmatisiert und ihre Lebensentwürfe in einen defizitären Kontext stellt.

  • Gesellschaftliche Konstruktion moralischer Normvorstellungen
  • Empirische Einordnung der Prävalenz adoleszenter Mutterschaft
  • Stigmatisierung durch mediale und pädagogische Interventionen
  • Rolle von Bildung, Herkunft und Sexualität im Diskurs
  • Analyse von Babysimulatoren als pädagogisches Instrument
  • Mediale Repräsentation durch Reality-TV-Formate

Auszug aus dem Buch

4.1 Dramatisierung adoleszenter Mutterschaft

In Deutschland hat die Thematik Schwanger- und Mutterschaft bei Mädchen und jungen Frauen zunehmend an Prominenz gewonnen. Adoleszente Mütter erhalten innerhalb der letzten Jahre immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit (vgl. Scheiwe, 2005, S. 154; vgl. Bindel-Kögel, 2006, S. 69). Die gegenwärtigen Debatten suggerieren adoleszente Mütter hierbei als soziales Phänomen, welches „in seiner quantitativen Ausbreitung einen historischen Höchststand erreicht habe“ (vgl. Klein, 2009, S. 27). Dieser vermeintliche Anstieg der quantitativen Verbreitung adoleszenter Schwangerschaften und ebenso von Schwangerschaftsabbrüchen wird vermehrt innerhalb der medialen Öffentlichkeit aber auch in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und ebenso in Presseberichten thematisiert. Den öffentlichen Diskussionen und Annahmen zufolge steigt die Anzahl von Schwangerschaften und Geburten innerhalb der Jugendphase konstant und in einem umfangreichen Ausmaß an. Die Debatten über die Zahlen adoleszenter Schwangerer und Mütter gestalten sich dementsprechend dramatisierend (vgl. Wallner, 2013, S. 49f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der Dramatisierung und Moralisierung adoleszenter Mutterschaft.

2. Moralisierung sozialer Ungleichheit: Hier werden theoretische Grundlagen zur Konstruktion von Moral als Instrument der gesellschaftlichen Kategorisierung und Ausgrenzung dargelegt.

3. Adoleszente Mutterschaft: Das Kapitel bietet eine Begriffsbestimmung sowie einen historischen Abriss über die moralische Bewertung junger Mütter.

4. Dramatisierung und Moralisierung adoleszenter Mutterschaft: Dieser Hauptteil untersucht die Diskrepanz zwischen statistischer Realität und diskursiver Dramatisierung sowie die Rolle von Alter, Sexualität und Bildung.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse und fordert eine Entdramatisierung sowie eine respektvolle gesellschaftliche Haltung gegenüber jungen Müttern.

Schlüsselwörter

Adoleszente Mutterschaft, Moralisierung, Dramatisierung, soziale Ungleichheit, Stigmatisierung, Babysimulatoren, Jugendphase, Bildungsstand, Sexualmoral, gesellschaftliche Konstruktion, Unterclass, Familienplanung, pädagogische Intervention, mediale Darstellung, Risikoerfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum und wie die gesellschaftliche Wahrnehmung von Schwangerschaften im Jugendalter in Deutschland moralisiert und dramatisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Konstruktion von Moral, der empirischen Überprüfung der Häufigkeit früher Mutterschaft und der Analyse von Instrumenten wie Babysimulatoren und medialen Formaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine selektive Wahrnehmung eine "dramatische Problematik" konstruiert wird, die nicht mit der statistischen Realität übereinstimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Perspektive, stützt sich auf vorhandene statistische Daten sowie relevante soziologische und pädagogische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Dekonstruktion von Vorurteilen hinsichtlich des Alters, der Sexualität und des Bildungsstatus betroffener junger Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Adoleszente Mutterschaft, Stigmatisierung, Moralisierung, soziale Ungleichheit und mediale Konstruktion.

Wie bewerten die untersuchten Projekte wie „Babysimulatoren“ die Situation?

Die Arbeit zeigt auf, dass diese Projekte oft eine abschreckende Funktion haben und die Teilnehmerinnen unter moralischen Druck setzen, anstatt sie individuell zu stärken.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der "Risikogruppe"?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass junge Mütter per se keine Problem- oder Risikogruppe bilden, sondern erst durch die gesellschaftliche Reaktion und Stigmatisierung in eine solche gedrängt werden.

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Details

Title
Die moralisierende Wahrnehmung und der dramatisierende Umgang mit adoleszenten Müttern
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
34
Catalog Number
V539066
ISBN (eBook)
9783346141491
ISBN (Book)
9783346141507
Language
German
Tags
wahrnehmung umgang müttern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Die moralisierende Wahrnehmung und der dramatisierende Umgang mit adoleszenten Müttern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539066
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