Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen und Folgen des Körperkults im Zusammenhang mit Fitness und Bodybuilding. Das Thema hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung in der heutigen Gesellschaft, da jede Person, in jeder Altersgruppe, damit täglich bewusst als auch unbewusst konfrontiert wird. Meine Entscheidung fiel auf dieses Thema, da ich selber den Fitnesssport betreibe. Die Arbeit soll die Frage beantworten, warum die Menschen durch den Fitnesssport ihren Körper verändern wollen und inwiefern der Körperkult die Gesellschaft beeinflusst und verändert. Zunächst werden für die Arbeit relevante Begriffe definiert. Daraufhin werden die Gründe erläutert, die dazu führen, dass die Menschen Fitness betreiben und somit ihren Körper verändern wollen. Dabei wird zwischen persönlichen und sozialen Motiven unterschieden. Es soll untersucht werden, wodurch ein Idealbild vorgegeben wird und warum die Menschen sich an diesem orientieren. Im Fokus dieses Kapitels steht dabei der Aspekt des Figurbewusstseins. Darauf aufbauend werden im darauffolgenden Teil positive als auch negative Folgen des Körperkults auf das Individuum sowie auf die Gesellschaft dargestellt. Im Zentrum dieses Kapitels stehen die gesundheitlichen Vorteile des Körperkults, aber auch Extreme wie die Magersucht und die Verwendung von illegalen Substanzen als Doping sowie die Ausgrenzung, von Menschen, die keinen Sport betreiben. Ein Fazit und ein Appell beschließen die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Definition von Fitness, Bodybuilding und dem Körperkult
3 Persönliche Motive zum Betreiben von Fitness
3.1 Fitness als Ausgleich
3.2 Die Erhaltung und Förderung der Gesundheit
3.3 Das Leistungsmotiv
4 Soziale Motive zum Betreiben von Fitness
4.1 Das Figurbewusstsein
4.1.1 Einfluss der Medien und der Werbung auf das Idealbild
4.1.2 Die Rolle von Vorbildern
4.1.3 Wertvorstellungen in der früheren Gesellschaft und der Wertewandel
4.1.4 Die heutige Gesellschaft
4.1.5 Der Prozess der Identitätsbildung und die Teilidentität Körper
4.1.6 Soziale Anerkennung durch den Körper als Statussymbol
4.2 Das Machtmotiv
5 Folgen des Körperkults
5.1 Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit
5.2 Die Magersucht
5.3 Die Muskelsucht und der Gebrauch von Steroiden
5.4 Die Ausgrenzung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Ursachen sowie die gesundheitlichen Folgen des modernen Körperkults in der Fitness- und Bodybuildingszene.
- Differenzierung zwischen persönlichen und sozialen Motiven für Fitnesstraining
- Analyse des Einflusses von Medien, Werbung und Idealbildern auf das Selbstbild
- Untersuchung des Wertewandels in der heutigen Erlebnisgesellschaft
- Erörterung negativer Begleiterscheinungen wie Magersucht, Muskelsucht und Doping
- Kritische Betrachtung der Ausgrenzung von Personen, die dem aktuellen Schönheitsideal nicht entsprechen
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Einfluss der Medien und der Werbung auf das Idealbild
Im Folgenden gehe ich darauf ein, wodurch dieses Idealbild vorgegeben wird und wie es den Menschen vermittelt wird. Das Thema Körper ist heutzutage in allen Lebensbereichen präsent. Dies führt zu einer ständigen Konfrontation jedes Individuums mit diesem Thema. Dabei ist die Vorstellung eines ästhetischen Körpers nicht von Geburt an vorhanden, sondern wird durch verschiedene Faktoren geprägt und beeinflusst.
Dieses ästhetische Idealbild kommt aufgrund der multimedialen Verbreitung des „Körperthemas“, in verschiedenen Lebensbereichen, zustande. Massenmedien, die für jeden zugänglich sind, sind an einer kommerziellen Verwertung dieses Themas interessiert. Ein Teil davon sind Zeitschriften wie Fit for Fun, Shape, Wellness, sowie Bodybuilding- und Frauenmagazine. Darüber hinaus existieren auch TV-Ableger dieser Printmedien, die alle den trainierten und gepflegten Körper in den Mittelpunkt stellen (vgl. ebd.: 14 f.). Ein weiterer Teil sind große Hollywoodproduktionen. Filme als auch Serien stellen anhand der Schauspieler und Modells ein Ideal dar (vgl. Flügel 2005: 22). Selbst Kinder werden von dem Idealbild in einem frühen Alter stark geprägt. Betrachtet man eine Barbie-Puppe, werden einem die unnatürlich dünnen Körpermaße schnell deutlich. Sie spiegeln in keiner Weise die Maße einer normalen Frau wider, weswegen sie sehr realitätsfern sind. Ähnlich verhält es sich bei ihrem Freund „Ken“. Dieser hat breite Schulter und ein Six-Pack, wodurch er das Idealbild eines Mannes verkörpern soll. Allerdings ist sein Körper deutlich realistischer als Barbies. Trotz dessen muss dies kritisch betrachten werden, da kleinen Kindern die perfekten Körperbilder der Gesellschaft sehr früh vermittelt werden. Heutzutage gewinnen vor allem die sozialen Medien an Relevanz. Sie ergänzen das Bild des idealen Körpers durch Bilder von Fitnessmodells mit einem trainierten Körper.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Körperkults ein und legt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Die Definition von Fitness, Bodybuilding und dem Körperkult: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Persönliche Motive zum Betreiben von Fitness: Dieses Kapitel erläutert individuelle Beweggründe wie körperlichen Ausgleich, Gesundheitsförderung und das Streben nach Leistungssteigerung.
4 Soziale Motive zum Betreiben von Fitness: Hier wird untersucht, wie gesellschaftlicher Druck, Medien und der Wunsch nach sozialer Anerkennung das Trainingsverhalten beeinflussen.
5 Folgen des Körperkults: Dieses Kapitel beleuchtet sowohl die positiven gesundheitlichen Aspekte als auch die negativen Folgen wie Magersucht, Muskelsucht und gesellschaftliche Ausgrenzung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt die Ambivalenz des Körperkults zwischen gesundheitlichem Nutzen und sozialem Druck heraus.
Schlüsselwörter
Körperkult, Fitness, Bodybuilding, Idealbild, soziale Motive, Identitätsbildung, Magersucht, Muskelsucht, Steroide, Ausgrenzung, Gesundheitsförderung, Leistungsgesellschaft, Medien, Wertewandel, Statussymbol
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Gründen und den Folgen des heutigen Körperkults im Kontext von Fitness und Bodybuilding.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind persönliche und soziale Motive für den Sport, der Einfluss medialer Schönheitsideale sowie die gesundheitlichen Auswirkungen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, warum Menschen ihren Körper durch Fitnesssport verändern wollen und inwiefern der Körperkult die Gesellschaft sowie das Individuum beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der bestehende Fachliteratur und Studien genutzt werden, um die Motive und Folgen des Körperkults theoretisch zu durchdringen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Analyse persönlicher sowie sozialer Motive und eine kritische Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Folgen des Körperkults.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Körperkult, Identitätsbildung, Medien, Leistungsgesellschaft, Magersucht und Muskelsucht charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die "Muskelsucht" von der "Magersucht" laut der Arbeit?
Obwohl beide als Suchtformen eingestuft werden, zeigen sich in der Ausprägung Unterschiede: Während Magersüchtige den Kontakt zum sozialen Umfeld eher meiden, bilden Muskelsüchtige häufig kleine Gruppen im Fitnessstudio, wobei sie sich dennoch oft als Randgruppe wahrnehmen.
Warum wird der Körper laut der Arbeit zum "Statussymbol"?
Ein trainierter Körper wird mit Attributen wie Fitness, Stärke und Jugend assoziiert, was ihn für den Einzelnen zu einem Objekt macht, um Anerkennung und einen höheren sozialen Status im Umfeld zu erlangen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Wie uns der Körperkult beeinflusst, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539080