Die Arbeit untersucht, was Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich des ökonomischen Lernens bedeutet. Hierfür werden die Begriffe "Nachhaltige Entwicklung" und "Ökonomische Bildung" unter theoretischer Perspektive erläutert und die Bedeutung der nachhaltigen Bildung im Bereich des ökonomischen Lernens der Grundschule untersucht, bevor in einem nächsten Schritt aufgezeigt wird, inwieweit das Themengebiet im Perspektivrahmen Sachunterricht und dem Rahmenplan Grundschule Sachunterricht Berücksichtigung findet. Im finalen Schritt der Arbeit wird das Augenmerk auf exemplarische unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeiten gelegt, welche vorgestellt und diskutiert werden.
Unsere Welt muss sich auf eine nachhaltige Weise weiterentwickeln, damit auch zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können. Bildung spielt bei der Umsetzung des Leitbildes "Nachhaltige Entwicklung" eine zentrale und fundamentale Rolle. Dabei stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, dass Grundschulkinder schon mit ökonomischen Inhalten konfrontiert werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Theoretischer Einstieg
2.1 Nachhaltige Entwicklung
2.2 Ökonomische Bildung
3. Grundlagen nachhaltiger Entwicklung im Bereich des ökonomischen Lernens
3.1 Ökonomisches Lernen in der Primarstufe
3.2 Bildung für Nachhaltige Entwicklung
3.3 Legitimation gemäß Rahmenplan und Perspektivrahmen GSDU
3.3.1 Verankerung im Perspektivrahmen Sachunterricht (GSDU)
3.3.2 Verankerung im Rahmenplan Sachkunde der Grundschule
4. Unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeiten
4.1 RentAbles Brett – Schülerfirma des GaS
4.2 Das Klimafrühstück
5. Schlussbetrachung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Kontext ökonomischen Lernens an Grundschulen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie komplexe ökonomische Zusammenhänge bereits in der Primarstufe altersgerecht vermittelt werden können, um Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsvollem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen.
- Theoretische Grundlagen nachhaltiger Entwicklung und ökonomischer Bildung
- Verankerung ökonomischer Kompetenzen in den Lehrplänen (GSDU und Sachkunde)
- Förderung der Gestaltungskompetenz im Sachunterricht
- Praktische Umsetzungskonzepte wie die Schülerfirma "RentAbles Brett"
- Das "Klimafrühstück" als Modell für nachhaltigen Konsum
Auszug aus dem Buch
4.1 RentAbles Brett – Schülerfirma des GaS
Eine erste unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeit liefert ein Projekt, in welches ich auf dem Gymnasium persönlich involviert war: die Schülerfirma Rentables Brett. In ihren Grundstrukturen und Leitideen ist diese ebenso für die Umsetzung in der Grundschule geeignet. Die Bedeutung des Namens liefert gleichzeitig auch die simple Geschäftsidee. Rent A Brett (Miete ein Brett) und Rentabel (es lohnt sich – für alle!) sind im Geschäftsnamen integriert und beschreiben das Konzept treffend. Die Schülerfirma, welche von Kindern geleitet wird, vermietet Regale, auf welchen Mieter dann eigene Produkte verkaufen können. Es wird also im Sinne eines Nachhaltigkeitsgedankens eine Möglichkeit geboten, alte Spiele, Bücher, Filme, Schmuck etc. preiswert zu verkaufen oder zu kaufen und dabei Konsumentscheidungen zu reflektieren.
Darüber hinaus wird eine günstige und einfache Alternative zum Kaufen oder Verkaufen über das Internet geboten, wobei das Konzept einer Schülerfirma die ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Allen Beteiligten wird praxisnah Wirtschaftswissen vermittelt. Schüler lernen von- und miteinander und verfolgen gemeinsam ein sinnhaftes Ziel. Durch die Arbeit im RentAblen Brett wird den Kindern als Mitarbeiter der Wert von Dingen bewusst und das Konzept der Wertschöpfung vermittelt. Das Rentable-Brett bietet einen Raum, in dem Kinder Dinge verkaufen können, die sie vielleicht selbst nicht mehr benötigen, bei denen sie aber das Gefühl haben, jemand anderem etwas Nutzbares bereitzustellen bzw. jemandem etwas Gutes tun zu können. Diese Leitidee, steht für mich ganz im Gedanken einer zukünftigen nachhaltigen Welt. Ökonomische Erfahrungen machen sowohl Arbeiter der Schülerfirma als auch Käufer, welche ein Kundenformular (siehe Anhang) im Sinne eines Mietvertrages bei der Miete ausfüllen. Auch im Umgang mit dem finanziellen Gewinn handelt die Schülerfirma RentAbles Brett ganz im Sinne der nachhaltigen Entwicklung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz ökonomischer Bildung für Grundschulkinder und führt in die Fragestellung ein, ob das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung im frühen Alter ausreichend Bildungspotenzial bietet.
2. Theoretischer Einstieg: Hier werden die zentralen Begriffe „Nachhaltige Entwicklung“ und „Ökonomische Bildung“ definiert sowie die Dimensionen und Prinzipien des Leitbildes einer nachhaltigen Welt hergeleitet.
3. Grundlagen nachhaltiger Entwicklung im Bereich des ökonomischen Lernens: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Konzepte mit der Primarstufe und zeigt deren Legitimation durch den Perspektivrahmen Sachunterricht und den Rahmenplan Sachkunde auf.
4. Unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeiten: Anhand konkreter Praxisbeispiele, wie einer Schülerfirma und dem „Klimafrühstück“, werden Möglichkeiten zur Umsetzung von BNE-Inhalten im Grundschulunterricht aufgezeigt.
5. Schlussbetrachung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, ökonomische Bildung bereits in der Grundschule zu etablieren, um Kinder auf Anforderungen der Sekundarstufe vorzubereiten.
Schlüsselwörter
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ökonomische Bildung, Grundschule, Sachunterricht, Gestaltungskompetenz, Nachhaltigkeit, Schülerfirma, RentAbles Brett, Klimafrühstück, Konsumverhalten, Partizipation, Wirtschaftliches Lernen, Lehrplan, Primarstufe, Globalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in das ökonomische Lernen im Grundschulalter.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung nachhaltiger Entwicklung, die ökonomische Bildung in der Primarstufe sowie praktische unterrichtliche Umsetzungsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie man Grundschulkinder für ökonomische Zusammenhänge im Kontext nachhaltiger Entwicklung sensibilisieren und diese in den Schulalltag integrieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Rahmenplänen und fachdidaktischen Konzepten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der Verankerung dieser Inhalte in den Lehrplänen sowie die Vorstellung der Praxisprojekte „RentAbles Brett“ und „Klimafrühstück“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gestaltungskompetenz, Sachunterricht und ökonomische Bildung.
Warum ist das Projekt „RentAbles Brett“ für Grundschulen geeignet?
Das Projekt vermittelt praxisnah ökonomisches Grundwissen und fördert soziale sowie nachhaltige Aspekte, indem es den Wert von Dingen und den bewussten Konsum in den Fokus rückt.
Welchen Beitrag leistet das „Klimafrühstück“ zur BNE?
Es macht komplexe Themen wie Klimawandel und Ernährungsgewohnheiten durch praktisches Erleben und den Alltagsbezug für Kinder greifbar und fördert ihre Gestaltungskompetenz.
- Arbeit zitieren
- Maurice Lorschiedter (Autor:in), 2018, Die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich des ökonomischen Lernens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539236