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Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Fake News, Faktenchecks und Desinformation

Titel: Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Fake News, Faktenchecks und Desinformation

Hausarbeit , 2019 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wann sprechen wir von Medienkompetenz und welche aktuelle Relevanz hat der Begriff? In der Arbeit wird die Entwicklung des Begriffs seit den 1970er Jahren dargestellt. Anschließend soll die aktuelle Relevanz anhand des Beispiels der "manipulierten Wetterkarte" in Zusammenhang mit der Bedeutung von Fake News, Faktenchecks und Desinformation aufgezeigt werden. Außerdem wird Medienkompetenz als generationsübergreifendes Thema diskutiert und erörtert, inwiefern eine Messbarkeit von Medienkompetenz möglich ist.

Im heutigen digitalen Zeitalter bieten soziale Netzwerke Raum für Desinformation und Fake News und sind dadurch eine Gefahr für die objektive Meinungsbildung. Das Internet bietet Mediennutzern die Möglichkeit, weitestgehend unkontrolliert Informationen zu veröffentlichen und zu verbreiten. Die Notwendigkeit der kritischen Auseinandersetzung mit Medien und der Mediennutzung wird mithilfe des Begriffs Medienkompetenz seit den 1970er Jahren wiederholt öffentlich diskutiert. Der kompetente Umgang mit Medien wird dabei im generationsübergreifenden Kontext zur Querschnittsaufgabe der Gesellschaft. Medienkompetenz kann dabei helfen, zukünftig objektiv und aufgeklärt am öffentlichen Diskurs teilzunehmen und Falschmeldungen zu erkennen. Die aktuelle Forschung zeigt, dass es nach wie vor keine ausreichende Messung des Konstrukts Medienkompetenz gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff Medienkompetenz

2.1 Historische Entwicklung des Begriffs Medienkompetenz

2.2 Der Begriff Medienkompetenz heute

3 Relevanz von Medienkompetenz

3.1 Desinformation am Beispiel der ARD-Wetterkarte

3.2 Medienkompetenz als generationsübergreifendes Thema

4 Messen von Medienkompetenz

5 Fazit und Zukunftsausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Entwicklung des Begriffs Medienkompetenz in der digitalisierten Gesellschaft. Dabei wird analysiert, wie Medienkompetenz vor dem Hintergrund von Desinformation, Fake News und dem digitalen Wandel eine unverzichtbare Schlüsselqualifikation darstellt und inwieweit das Konstrukt messbar gemacht werden kann.

  • Historische Herleitung und Begriffsdefinition von Medienkompetenz
  • Analyse der Notwendigkeit kritischer Mediennutzung durch aktuelle Praxisbeispiele
  • Diskussion von Medienkompetenz als generationsübergreifende Querschnittsaufgabe
  • Untersuchung der theoretischen und praktischen Herausforderungen bei der Messung von Medienkompetenz
  • Einordnung von Medienkompetenz in den Kontext von Fake News und Desinformation

Auszug aus dem Buch

3.1 Desinformation am Beispiel der ARD-Wetterkarte

Anfang Juni 2019 gehen zwei Wetterkarten der Tagesschau in den Sozialen Netzwerken viral. In den Sozialen Netzwerken, insbesondere bei Facebook, wurden zwei „Wetterkarten“ in einer Graphik untereinander gestellt, eine aus dem Jahr 2019 — in roter Färbung — und eine aus dem Jahr 2009 — weitgehend in grün. Über der Graphik steht der Satz „Fühlen Sie sich manipuliert?“ (Norddeutscher Rundfunk, 2019). Diese Graphik wurde vom AfD Bundestagsabgeordneten Jan Nolte veröffentlicht und daraufhin beispielsweise von der AfD mit folgendem Kommentar geteilt: „Noch offensichtlicher wie es die öffentlich-rechtlichen Sender zur Zeit tun, kann man wohl nicht ins Horn der Grünen blasen! Die „neue“ #Wetterkarte der #Tagesschau soll wohl dem Zuschauer „signalisieren“, er würde am Folgetag verbrennen [...]“ (Norddeutscher Rundfunk, 2019).

Auch der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Marco Tullner (CDU) kommentierte die Graphik mit der Frage, warum die Wetterkarten bei gleichen Temperaturen von grün auf rote Färbung umgestellt werden würden (Norddeutscher Rundfunk, 2019). Der Vorwurf: Die Tagesschau habe Wetterkarten manipuliert, um die Veränderungen des Klimas zu dramatisieren und somit eventuell das Bündnis der Grünen zu unterstützen. Dem Medienrezipienten werde dabei das Gefühl vermittelt „zu verbrennen“. Wieso ist Medienkompetenz an dieser Stelle relevant? Als unvoreingenommener Nutzer ist ein Bild mit zugehörigem Text zu sehen, dessen Hintergründe zunächst nicht hinterfragt werden. Das Bild wird gemeinsam mit dem Vorwurf abgespeichert und trägt zur Konstruktion und Stabilisierung der sozialen Wirklichkeit bei.

Wenn erstmal eine Meinungsbildung stattgefunden hat, ist es oft schwer, diese wieder zu revidieren (vgl. Geiß, 2016; Kruger, Wirtz & Miller, 2005; Kirkebøen, Vasaasen, & Teigen, 2011). Man könnte also spekulieren, dass die Meinungsbildung eines Mediennutzers durch die Graphik beeinflusst wird. Eine Medienkompetente Person wird bzw. sollte sie sich nach Betrachten des Bildes einige Fragen stellen. Woher stammen die Wetterkarten? Kann ich der Quelle vertrauen? Habe ich das Bild wirklich objektiv zur Kenntnis genommen oder liegt hier eine subjektive Einschätzung vor?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart digitaler Medien in Deutschland und leitet die Relevanz des Begriffs Medienkompetenz aus aktuellen Herausforderungen wie Fake News und digitaler Desinformation ab.

2 Der Begriff Medienkompetenz: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Begriffs von den 1970er Jahren bis zur heutigen Bedeutung nach und definiert die zentralen Dimensionen der Medienkompetenz.

3 Relevanz von Medienkompetenz: Anhand des Beispiels der manipulierten Wetterkarte wird die Gefahr von Desinformation illustriert und die Notwendigkeit einer generationsübergreifenden Medienkompetenzförderung erörtert.

4 Messen von Medienkompetenz: Hier werden bestehende Skalen zur Erfassung spezifischer Teilbereiche vorgestellt und die methodischen Hürden einer umfassenden empirischen Messbarkeit diskutiert.

5 Fazit und Zukunftsausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung von Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe zusammen und betont, dass die Förderung dieser Kompetenz eine essenzielle Investition für eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft ist.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Digitalisierung, Desinformation, Fake News, Mediennutzung, Medienkritik, Mediengestaltung, Medienkunde, Faktenchecks, Generationen, Messbarkeit, Öffentlichkeit, Sozialisation, Journalismus, Medienpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konstrukt Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation in der heutigen, durch digitale Medien geprägten Informationsgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Begriffsherleitung, der praktischen Relevanz im Umgang mit Desinformation sowie den Herausforderungen der Messbarkeit von Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Medienkompetenz zur Bewältigung aktueller digitaler Risiken beiträgt und warum sie als gesamtgesellschaftliche Bildungsaufgabe zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung theoretischer Konzepte sowie aktueller Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der Thematik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse von Desinformation am Beispiel der ARD-Wetterkarte und die Diskussion von Medienkompetenz als generationsübergreifendes Thema.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Desinformation, Fake News, digitale Teilhabe, Medienkritik und medienpädagogische Operationalisierung.

Wie unterscheidet sich Medienkompetenz von reiner technischer Bedienfähigkeit?

Medienkompetenz umfasst über die technischen Aspekte hinaus die Fähigkeit zur kritischen Bewertung, die soziale Einordnung von Inhalten und die reflektierte Gestaltung medialer Prozesse.

Warum wird die Messung von Medienkompetenz als so schwierig erachtet?

Die Komplexität liegt in der notwendigen Abgrenzung zwischen kognitiven Fertigkeiten, affektiven Komponenten und handlungsorientiertem Wissen, was eine Reduktion auf einzelne Messwerte oft unzulässig macht.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Fake News, Faktenchecks und Desinformation
Hochschule
BSP Business School Berlin (ehem. Potsdam)
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V539266
ISBN (eBook)
9783346142818
ISBN (Buch)
9783346142825
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medienkompetenz zeitalter fake news faktenchecks desinformation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Fake News, Faktenchecks und Desinformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539266
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Leseprobe aus  23  Seiten
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