Im Folgenden wird sich mit dem Begriff und der Definition des Klonens auseinandergesetzt. Danach wird auf die verschiedenen Klontechniken und deren Vor- und Nachteile eingegangen, sowie kurz die Evolutionstheorie von Charles Darwin erläutert. Anschließend weid sich mit den Ansichten in den verschiedenen Religionen befasst. Im Anschluss wird die rechtliche Grundlage beleuchtet und eine ethische Beurteilung mit Zielen beschrieben. Ein Fazit schließt die Arbeit ab.
Der Begriff "Klon" kommt aus dem Griechischen und heißt Sprössling. Das Klonen von Menschen ist die umstrittenste, aber auch eine der bekanntesten gentechnischen Anwendungsgebiete. Es lässt sich dazu sagen, dass eine allgemeingültige Definition des Begriffs Klon nicht existiert, da diese Bezeichnung für verschiedene Arten von Lebewesen gleichermaßen genutzt wird. Ein Klon ist ein Lebewesen, das aus einem Ursprungslebewesen hervorgegangen und ihm genetisch identisch ist. Das bedeutet, dass beide Lebewesen genau die gleiche Erbinformation haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärung/Definition „Klon“
3 Klontechniken
3.1 Natürliche Klontechnik
3.2 Therapeutische Klonen
3.2.1 Vor-Nachteile des therapeutischen Klonens
3.3 Reproduktive Klonen
3.3.1 Beispiel Dolly
3.3.2 Vor-Nachteile des reproduktiven Klonens
4 Evolutionstheorie
5 Ansichten verschiedener Religionen
5.1 Christentum
5.2 Judentum
5.3 Islam
6 Rechtlicher Aspekt
7 Ethische Beurteilung und Ziele
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den ethischen Diskurs rund um das Klonen von Menschen, hinterfragt die moralische Vertretbarkeit dieser biotechnologischen Möglichkeiten und beleuchtet die damit verbundenen gesellschaftlichen, religiösen sowie rechtlichen Herausforderungen.
- Klassifizierung und Funktionsweise unterschiedlicher Klontechniken
- Gegenüberstellung von therapeutischem und reproduktivem Klonen
- Kritische Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie in Bezug auf den menschlichen Eingriff
- Religiöse Perspektiven und rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
- Ethische Bewertung der Menschenwürde im Kontext genetischer Manipulation
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Beispiel Dolly
Eines der bekanntesten reproduktiven Klonvorgänge, ist das Klonen des Schafes Dolly. Es kam am 05.06.1996 geschaffen durch Keith Campbell und Ian Wilmut von Roslin, in einem schottischen Labor in Edinburgh zur Welt. Dolly wurde als erstes Säugetier aus einer adulten Zelle geklont, es war also eine genetische Kopie eines lebenden Tieres. Fast das gesamte Erbgut konnte Dolly mit ihrer Körper-Zellspenderin teilen. Für den Klonvorgang benötigten die Wissenschaftler viele Versuche, denn die wichtigsten Erbinformationen stecken in den winzigen Zellkernen. Dolly wurde etwa sieben Jahre alt und bekam drei Lämmer. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Schafen beträgt zwölf Jahre. Da jedoch im Herbst 2001 dann Arthritis festgestellt und zwei Jahre später eine unheilbare Lungenkrankheit diagnostiziert wurde, Dolly am 14. Februar 2003 eingeschläfert. Später stellten Forsche fest, dass übertragene Gene schneller altern. Derzeit steht Dolly im National Museum of Scotland in Edinburgh.
Die Nachricht von der Klonierung ging um die Welt. Die Errungenschaft rund um das Klonen machte den Menschen auf der einen Seite Hoffnung auf neue Heilmethoden, auf der anderen entstanden Befürchtungen. Dolly hat bewiesen, dass es die Möglichkeit gibt, Säugetiere, also auch Menschen mit identischem Erbgut zu erschaffen. Besonders zu diesem Zeitpunkt entstand auch ein ethischer Diskurs zur Thematik.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl durch ein literarisches Fallbeispiel und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Hausarbeit dar.
2 Begriffserklärung/Definition „Klon“: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung des Begriffs und definiert Klonen als die künstliche Erzeugung genetisch identischer Nachkommen.
3 Klontechniken: Hier werden die verschiedenen Arten der Klonierung, insbesondere das natürliche, therapeutische und reproduktive Klonen, in Theorie und Praxis vorgestellt.
4 Evolutionstheorie: Das Kapitel verknüpft die Prinzipien der natürlichen Selektion mit der Problematik eines künstlichen Eingriffs in das Erbgut durch den Menschen.
5 Ansichten verschiedener Religionen: Es wird analysiert, wie Christentum, Judentum und Islam ethisch auf die Möglichkeiten des Klonens reagieren.
6 Rechtlicher Aspekt: Dieser Abschnitt beleuchtet das Embryonenschutzgesetz in Deutschland und die internationale Rechtslage bezüglich genetischer Interventionen.
7 Ethische Beurteilung und Ziele: Die ethische Reflexion prüft die Legitimität der Ziele hinter dem Klonen anhand der Menschenwürde und des Selbstbestimmungsrechts.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen kritischen Stellungnahme der Autorin, die Klonen als unzulässigen Eingriff in die Natur ablehnt.
Schlüsselwörter
Klonen, Ethik, Menschenwürde, Embryonenschutzgesetz, reproduktives Klonen, therapeutisches Klonen, Gentechnik, Evolutionstheorie, genetische Identität, Stammzellen, Bioethik, Fortpflanzung, Dolly, Diskurs, Lebensschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den komplexen ethischen Diskurs zum Thema Klonen von Menschen, wobei sowohl technische Grundlagen als auch moralische Bedenken erörtert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die verschiedenen Klontechniken, religiöse Sichtweisen, die evolutionstheoretische Einordnung sowie der rechtliche und ethische Rahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die moralische und ethische Vertretbarkeit des Klonens kritisch zu prüfen und die Auswirkungen auf die menschliche Identität und Würde zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung, ethische Argumentationslinien und rechtliche Dokumente zusammenzufassen und kritisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Beschreibung, eine evolutionstheoretische Einordnung, eine vergleichende Analyse religiöser Ansichten, eine juristische Beleuchtung und eine ethische Grundsatzdiskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klonen, Ethik, Menschenwürde, Embryonenschutz und Bioethik charakterisiert.
Welche Rolle spielt das Schaf Dolly in der Argumentation?
Das Schaf Dolly dient als historisches und wissenschaftliches Beispiel, das bewies, dass die Klonierung von Säugetieren aus adulten Zellen möglich ist, und löste damit den weltweiten ethischen Diskurs aus.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise des Judentums von der des Christentums beim Thema Klonen?
Während das Christentum aufgrund des beginnenden Lebensschutzes ab der Empfängnis das Klonen meist ablehnt, zeigt sich das Judentum offener für Forschungszwecke an Embryonen, solange diese noch nicht eingenistet sind.
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- Anne Wölfle (Author), 2019, Der ethische Diskurs über Klonen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539288