Konformitätsexperiment von Asch. Ein Versuch der Reproduktion


Wissenschaftliche Studie, 2019

49 Seiten, Note: 5.5


Leseprobe

Inhalt

1 Vorwort

2 Abstract

3 Einleitung

4 Konformität / Gruppendruck
4.1 Informativer Einfluss
4.2 Normativer Einfluss

5 Aufbau Asch’sches Konformitätsexperiment

6 Reproduktion Asch’sches Konformitätsexperiment

7 Auswertung Reproduktion Asch’sches Konformitätsexperiment

8 Erkenntnisse

9 Schlussfolgerung

10 Schlusswort

11 Abbildungsverzeichnis

12 Literaturverzeichnis

13 Internetartikel

14 Anhang

15 Eidesstattliche Erklärung

1 Vorwort

Schnell war sich unsere Gruppe einig: Das IDPA-Thema soll aus dem Bereich der Psychologie stammen. Grund dafür war der geringe Bezug zu diesem spannenden und breiten Bereich im normalen Curriculum der. Aufgrund dessen wollten wir die Chance nutzen und unsere Wissenslücke mit unserer interdisziplinären Projektarbeit füllen. Da Psychologie ein unglaublich vielfältiges Themen- und Informationsfeld aufweist, haben wir beschlossen, uns auf die Sparte “Konformität / Gruppendruck” zu beschränken.

Gleich zu Beginn packten uns die unzähligen psychologischen Experimente, welche als Kurzfilme auf YouTube zu finden sind. So kamen wir auf die Idee ein bestehendes Experiment nachzustellen und anhand unserer Ergebnisse eine Widerlegung bzw. eine Bestätigung des ursprünglichen Experimentes aufzuzeigen.

Um eine möglichst reale Reproduktion zu erreichen, haben wir uns schliesslich für das Konformitätsexperiment von Asch entschieden.

Besten Dank an unsere Begleitperson, welcher uns mit seinem grossen Wissen rund um die Psychologie wertvolle Inputs geben konnte. Zudem hat er sich an zwei Samstagen die Zeit genommen, um uns als Aufsichtsperson das Durchführen des Experimentes im Schulgebäude zu ermöglichen. Ebenfalls ein Dankeschön geht an für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

2 Abstract

Solomon E. Asch hat im Jahre 1956 (Asch, 1956) in seiner Forschungsarbeit „A Minority of One Against a Unanimous Majority" die Theorie der Konformität eingeführt. Diese besagt, dass sich 75 Prozent der Befragten in mindestens einer der 18 gestellten Fragen der Meinung Anderer anschliesst. Dies obwohl die korrekte Antwort offensichtlich wäre.

Ziel unserer IDPA ist es, das bestehende Konformitätsexperiment von Asch zum Thema Gruppendruck anhand eines eigenen Versuches nachzustellen und experimentell zu bestätigen. Dazu haben wir 27 Gruppen mit jeweils fünf Personen gebildet, welche wir individuell ausgewertet haben.

Mithilfe unserer Ergebnisse wurden die Behauptungen des ursprünglichen Experimentes genauer unter die Lupe genommen und kritisch hinterfragt. Unsere Resultate belegen von Asch’schs Theorie, dass eine gewisse Beeinflussung in der Gruppe stattgefunden hat. Unter allen Befragten haben sich knapp die Hälfte der Probanden bei mindestens einer Frage der Mehrheit angeschlossen.

Allerdings kann das Ergebnis nicht eindeutig bestätigt werden, da die Reproduktion nicht exakt dem Original entspricht.

3 Einleitung

Egal ob durch die unzähligen Verkaufsstrategien oder bei politischen Wahlen und Abstimmungen, man versucht den Menschen tagtäglich zu beeinflussen. So neigt man zum Beispiel eher zum Kauf eines Produktes mit dem Preis CHF 9.90, als zum selben Produkt mit der Aufschrift CHF 10.00. Es sind meist kleine Tricks, welche die Bevölkerung in eine gewünschte Richtung steuern, ohne dass sie es überhaupt wahrnimmt.

Speziell auch das Thema Gruppendruck und Konformität spielt in der heutigen Zeit mit den öffentlichen Medien und den sozialen Netzwerken eine bedeutende Rolle. Jugendliche, wie auch Erwachsene, müssen sich untereinander beweisen und wollen nur ungern aus der Reihe tanzen oder gegen den Strom schwimmen. Doch wie stark lässt sich eine Person von ihrer Umgebung und deren Meinung beeinflussen? Ist das Selbstvertrauen genügend stark, um seine eigene Meinung als Minderheit unter Fremden zu vertreten? Ist man leicht aus seiner Komfortzone zu bringen?

Genau auf solchen Fragen basiert das Konformitätsexperiment von Asch aus dem Jahre 1956 (Asch, 1956). Anhand dieses bestehenden Versuches wollten wir herausfinden, wie stark der Gruppendruck und die Beeinflussung fremder Personen wirklich ist.

Nebst den grundlegenden Informationen zur Konformität wird im Kapitel vier ebenfalls auf die informativen und normativen Einflüsse eingegangen. Nach der Einführung in das Asch’sche Konformitätsexperiment findet man im Kapitel fünf alles rund um den klassischen Aufbau des Originalversuches und der daraus entstandenen Theorie. Basierend darauf wird im darauffolgenden Abschnitt das Vorgehen unserer Reproduktion des Asch’schen Konformitätsexperimentes erläutert. Dafür haben wir 27 Gruppen mit je fünf Testpersonen gewählt, welche jeweils die selben 18 Fragen beantwortet haben. Diese Experimentalgruppe setzte sich aus vier eingeweihten Personen aus unserem Umfeld und einem zufälligen Probanden, welcher willkürlich auf der Strasse im Bereich der angesprochen wurde, zusammen. Schlussendlich ist es das Ziel anhand der eigen ausgewerteten Ergebnisse die Theorie von Asch quantitativ aufzuzeigen. Das Folgekapitel beinhaltet die statistischen Auswertungen des Versuches, bevor im Kapitel acht die Auswirkungen der Umstände auf die Reproduktion genauer hinterfragt werden. Nebst einer kritischen Auseinandersetzung unseres Vorgehens, welche aufzeigt, wo wir potentiell einflussnehmende Vernachlässigungen im Versuchsaufbau getroffen haben, sind diesem Abschnitt auch die Rückmeldungen der einzelnen Probanden zu entnehmen. Es hat sich gezeigt, dass bei einer erneuten Reproduktion gewisse Optimierungen gemacht werden müssten, um dem Originalversuch gerechter zu werden. So sollte zum Beispiel der Versuchsleiter im Unwissen über das eigentliche Ziel des Experimentes sein, um den Rosenthal-Effekt gänzlich ausschliessen zu können (Rosenthal 1963, S. 183–189).

Im Schlusskapitel rekapitulieren wir den Versuch und stellen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Im Wesentlichen zeigt sich eine Tendenz zur Konformität, allerdings nicht im selben Ausmass wie im Originalexperiment. Dies lässt sich durch mehrere Aspekte erklären: Auswahl der Probanden, die Bekanntheit des Experimentes, so wie auch der bereits angesprochene Rosenthal-Effekt. Abschliessend kann die aktuelle Studie von Brian Nosek im Jahre 2016, welche behauptet, dass rund zwei Drittel aller psychologischen Studien nicht reproduzierbar sind, bestätigt werden (Nosek, 2016).

4 Konformität / Gruppendruck

Man spricht darüber und hört es immer wieder in den Medien – der Gruppendruck. Es ist bequem sich anzupassen und mit dem Strom zu schwimmen. Zumindest gibt es uns das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Unter den Sozialpsychologen, welche sich mit den Ursachen befasst haben, weshalb sich der Mensch anpasst, spricht man auch von Konformität (vgl. Aronson/Wilson/Akert 2008, S.232).

Was ist Konformität?

„Konformität ist die Tendenz von Menschen, das Verhalten und die Meinungen anderer Gruppenmitglieder zu übernehmen.“ (Zimbardo/Gerrig 2008, S. 674)

Unter Konformität wird verstanden, dass sich ein Individuum einer Gruppe anschliesst. Im Alltag kann man dies zum Beispiel beim Kleidungsstil oder auch dem Rauchverhalten von Leuten in einer Gruppe gut beobachten. Für den Menschen ist es sehr schwierig, sich dem Konformitätsdruck, auch Gruppendruck genannt, zu entziehen. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich dabei um den Druck, den mehrere Menschen auf einen Einzelnen ausüben und diesen damit unbewusst oder auch bewusst beeinflussen (F.B. 2000).

Welche Arten von Einfluss gibt es?

Die Sozialpsychologen unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Ursachen zur Entstehung von konformem Verhalten. Zum einen gibt es den informativen sozialen und zum anderen den normativen sozialen Einfluss (Aronson/Wilson/Akert 2008, S.232-257).

4.1 Informativer Einfluss

Der informative soziale Einfluss, der Wille es richtig zu machen

Beim informativen sozialen Einfluss geht es um das Streben nach dem korrekten Verhalten. In seinem sozialen Umfeld versucht der Mensch sein Benehmen an der gesellschaftlichen Norm anzupassen. In Situationen, in denen die Einzelperson zu wenig Kenntnisse mitbringt um die richtige Wahl zu treffen, sucht sie sich Unterstützung in ihrer Umgebung. Um die korrekte Verhaltensweise, wie es die gesellschaftliche Norm vorgibt, unter diesen Umständen zu erkennen, nehmen wir unsere Mitmenschen zur Hilfe, welche wir als zuverlässige Informationsquellen ansehen. Eine wegweisende Bedingung hierfür ist jedoch, dass die Lage mehrdeutig sein muss und es kein eindeutiges Verhalten gibt (Aronson/Wilson/Akert 2008, S.233-239).

Sehr gut erkennbar ist der informative soziale Einfluss in Krisensituationen, da der Mensch in kurzer Zeit eine Entscheidung fällen muss. Individuen, die unter solchen Bedingungen einen klaren Ausdruck vermitteln, werden schnell als zuverlässige Informationsquellen erkannt und die übrigen Personen orientieren sich daran. Die Informationsquelle muss dabei nicht immer optimal sein, wie sich vor 50 Jahren in Vietnam zeigte. Im Dorf My Lai töteten unerfahrene US-Soldaten etwa 500 unschuldige Einwohner, da ihre Informationsquelle ihnen klar machte, dass es sich um Feinde handelte. Obwohl sie bemerkten, dass es schuldlose Dorfbewohner waren, folgten die US-Soldaten dem Befehl ihres Leutnants (Putz 2018; Schibielsky 2014, S.4).

Eines der bekanntesten Experimente zum informativen sozialen Einfluss wurde 1930 vom türkischen Sozialpsychologen Muzafer Sherif durchgeführt (Sherif, 1930). In einem dunklen Raum mussten Probanden zunächst alleine Schätzungen dazu abgeben, wie sich ein Lichtpunkt bewegt. Anhand des Berichtes von Sherif ist ersichtlich, dass die Probanden verschiedene Antworten gaben, sich aber dabei ihren eigenen Standard zurechtlegten. Nach mehreren Wiederholungen blieben die Probanden ihrem Standard treu. Anschliessend führte Sherif die Probanden in Zweier- und Dreiergruppen zusammen. Die Angaben, welche im Vorfeld sehr verschieden waren, vereinten sich nun in der Mitte und entwickelten sich zu einer Gruppennorm. Diese Gruppennorm war erstaunlicherweise auch im Nachhinein bei einer erneuten Einzelbefragung noch vorhanden. Daraus schloss Sherif, dass in nicht eindeutigen Situationen der Mensch sein Umfeld als Informationsquelle heranzieht und dessen Meinung vertritt (Sherif, 1935).

4.2 Normativer Einfluss

Der normative soziale Einfluss, der Wille dazu zugehören

Eine weitere Art der Beeinflussung ist der normative soziale Einfluss. Anders als beim informativen Einfluss ist hier eine eindeutige Situation vorhanden. Durch den Einfluss passen sich die Individuen den Normen einer Gruppe an, da sie sich ansonsten nicht wohl fühlen (Aronson/Wilson/Akert 2008, S.241).

Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen. Ihm ist der Kontakt zu seinen Mitmenschen wichtig und ohne diesen auch nicht in der Lage sich wohl zu fühlen. Der US-Amerikanische Psychologe Abraham Maslow stellte ein Model einer Bedürfnispyramide auf, welche in Abbildung 2 ersichtlich ist. Diese Pyramide ist eingeteilt in Wachstums- und Defizitbedürfnisse. Abraham Maslow wollte damit darlegen, dass die Menschen erst in der Lage sind sich wohl zu fühlen, wenn die Defizitbedürfnisse erfüllt sind. Zu diesen Defizitbedürfnissen gehören unter anderem auch die sozialen Verlangen. Die Wichtigkeit soziale Kontakte zu schliessen ist so essentiell, dass der Mensch öffentlicher Beachtung trotz fehlender privater Akzeptanz zustimmt. Der Mensch ist demnach bereit sich für sein Wohlbefinden einer Gruppe anzuschliessen, ohne aber dessen Meinung zu vertreten (Maslow 1954, S.97-104).

In der heutigen Gesellschaft ist der normative soziale Einfluss weit verbreitet. Zu nennen sind dabei die Modeerscheinungen, das vorherrschende Schönheitsideal oder auch der Drang das neuste iPhone zu besitzen. Jeder Mensch wird beeinflusst, auch wenn dies oft unmerklich geschieht. In der Wissenschaft wurde versucht die Beeinflussungen festzustellen und festzuhalten. Einer dieser Versuche war das Augenzeugenexperiment von Baron im Jahre 1996. In diesem Experiment untersuchten Baron und sein Helfer den normativen Einfluss auf die Probanden. Die Versuchspersonen bekamen für mehrere Sekunden zweimal hintereinander ein Bild von einem Verdächtigen gezeigt und mussten anschliessend die verdächtigte Person in einer Gruppe wieder identifizieren.

Um den informativen sozialen Einfluss aufzuheben, zeigte Baron die Bilder mehrmals und über eine längere Zeit. Da der Proband genügen Zeit hatte das Bild anzusehen, konnte er sich eine eindeutige Situation bilden. Nebst der Versuchsperson waren noch drei weitere Personen anwesend, welche als Eingeweihte absichtlich falsche Antworten gaben.

Baron führte dieses Experiment mehrmals durch und änderte laufend die Parameter. So wurde die Wichtigkeit der Situation erhöht und gleichzeitig die Zeiten angepasst. Daraus zog er den folgenden Schluss: Umso wichtiger und mehrdeutiger eine Situation, desto stärker verlässt sich die Menschheit auf das Urteil der Anderen und die Konformität steigt an (Baron/Vandello/Brunsman 1996).

Auf den Grundlagen eines der wohl bekanntesten Konformitätsexperimente, das Konformitätsexperiment von Asch aus dem Jahre 1956 (Asch, 1956), haben diese Herren ihre eigenen Versuche aufgebaut. Dieses Experiment, mit dem der normative soziale Einfluss nachgewiesen wurde, führten wir selbst durch und versuchten eine möglichst exakte Reproduktion zu erreichen.

5 Aufbau Asch’sches Konformitätsexperiment

Der im Jahre 1907 in Warschau geborene Solomon E. Asch war ein polnisch amerikanischer Gestaltpsycholog und ein Vorreiter im Gebiet der Sozialpsychologie. Mit 25 Jahren absolvierte er erfolgreich sein Doktorat in Philosophie an der Columbia University. Anschliessend arbeitete Solomon E. Asch über 19 Jahre lang am Swarthmore Collage als Professor für Psychologie. Bei seiner Anstellung als Psychologie Professor hatte er die Möglichkeit mit diversen bekannten Psychologen Bekanntschaft zu machen. Zu seiner grossen Bekanntheit gelangte er durch sein 1956 veröffentlichtes Konformitätsexperiment (Gawlick 2013).

Versuchsaufbau

Das von Solomon E. Asch veröffentlichte Konformitätsexperiment basiert darauf, dass eingeweihte Personen zusammen mit einem Probanden an einen Tisch gesetzt werden. Dabei geht die nicht eingeweihte Versuchsperson davon aus, dass die restlichen Personen im Raum ebenfalls freiwillig am Experiment teilnehmen würden. Die Verheimlichung der eingeweihten Personen gegenüber der Versuchsperson wird bewusst verschwiegen, um bei der Durchführung des Experimentes dem Probanden das Gefühl zu vermitteln, dass alle Personen gleichermassen unwissend sind (Asch, 1956).

Schliesslich werden allen Personen in der Runde zwei Bilder gezeigt. Im ersten Bild ist nur eine einzelne Linie zu sehen, die sogenannte Referenzlinie. Auf dem zweiten Bild sind drei Linien abgebildet, welche jeweils mit der Beschriftung A/B/C gekennzeichnet sind. Dabei ist nur eine der drei Linien exakt gleich lang wie die nebenstehende Referenzlinie. Die unterschiedlichen Längen der einzelnen Vergleichslinien sind deutlich von blossem Auge erkennbar. Siehe als Beispiel Abbildung 3.

Nun sollen die Personen nacheinander bestimmen, welche der Linien A/B/C die entsprechende Länge der Referenzlinie hat und damit die passende Wahl ist

(Asch, 1956).

Mit diesem Experiment wird versucht das Verhalten betreffend Gruppendruck und Konformität einer Person unter bestimmten Einflüssen zu ermitteln. Der Versuch soll zeigen, ob sich ein Proband zu einer Entscheidung drängen lässt, welche er von alleine wohl kaum gefällt hätte.

Kontrollgruppe

Um nach der Durchführung des Experimentes aufschlussreiche Aussagen treffen zu können, wurde eine Kontrollgruppe erstellt. In dieser wurden die eingeweihten Personen gebeten ihre Einschätzung wahrheitsgetreu in der Gruppe zu äussern. Den Erwartungen entsprechend, antwortete in 99 Prozent der Fälle die Versuchsperson richtig (Asch, 1956).

Experimentalgruppe

Die Durchführung des Experimentes fand anschliessend in einer sogenannten Experimentalgruppe statt, welche pro Durchgang 18 Einschätzungen einholte. Um die Glaubhaftigkeit gegenüber der Versuchsperson nicht zu gefährden, wurden von den eingeweihten Personen insgesamt sechs Antworten absolut korrekt angegeben. Die restlichen zwölf Einschätzungen wurden von den Wissenden absichtlich einstimmig falsch beantwortet. Welche der Aussagen richtig bzw. falsch beantwortet wird, entspricht einer rein zufälligen Reihenfolge (Asch, 1956).

Auswertung

Das Experiment zeigt bei den Experimentalgruppen einen auffälligen Durchschnitt von 37 Prozent fehlerhafter Antworten der Versuchspersonen. Somit haben sich die Probanden bei gut einem Drittel der Einschätzungen der deutlichen Mehrheit angeschlossen, obwohl die Antworten eindeutig als falsch erkennbar waren.

Trotz den eher wenig vorhandenen Fehlentscheidungen, war mit 75 Prozent die Anzahl der offensichtlich beeinflussten Versuchspersonen wesentlich höher.

75 Prozent aller Versuchspersonen haben bei den zwölf manipulierten Einschätzungen über das ganze Konformitätsexperiment mindestens eine falsche Antwort abgegeben.

Die restlichen 25 Prozent blieben unbeeinflusst (Asch, 1956).

[...]

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Konformitätsexperiment von Asch. Ein Versuch der Reproduktion
Note
5.5
Autoren
Jahr
2019
Seiten
49
Katalognummer
V539335
ISBN (eBook)
9783346145635
ISBN (Buch)
9783346145642
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Maturaarbeit wurde an einer technischen Berufsmatura verfasst.
Schlagworte
Psychologie, Asch, Konformität, Gruppendruck, Maturaarbeit, wissenschaftliche Arbeit, Experiment, Gruppenzwang, Selbstvertrauen, Überzeugung, Meinung, Gruppenverhalten, Reproduktion, Konformitätsexperiment, Eigenversuch, Beeinflussung, Komfortzone, Maslow, Bedürfnisse, Gruppe, Verhalten, Nosek, Brian Nosek, Einfluss, Konformitätsdruck, Aronson, WIlson, Akert, Benehmen, Norm, gesellschaftliche Norm, normativer Einfluss
Arbeit zitieren
Cedrik Brunner (Autor)Joël Ammann (Autor)Rahel Emmenegger (Autor)Stephan Kneubühler (Autor), 2019, Konformitätsexperiment von Asch. Ein Versuch der Reproduktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539335

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