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Konflikt und Verhandlung

Title: Konflikt und Verhandlung

Term Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat sich in der internationalen Politik ein gestärktes Bewusstsein über die neuen Herausforderungen der friedlichen Konfliktbeilegung und Kriegsverhütung etabliert. Vor dem Hintergrund eines sich entwickelnden kooperativen Klimas, welches durch die Präsenz internationaler Organisationen wie der UNO spürbar geprägt wurde, ist die konstruktive Regelung langjähriger und kriegerischer Auseinandersetzungen in der Prioritätenskala der internationalen Politik an vorderste Stelle gerückt. Wie das aktuelle globale Konfliktgeschehen beispielsweise im israelisch-arabischen Konflikt zeigt, gibt es Streitgegenstände insbesondere bei lang anhaltenden Konflikten, die schwer vermittelbar sind. Wie wichtig es vor allem zum Wohle der Zivilbevölkerung ist, in Konflikten zu vermitteln und zu schlichten, wurde auf nationaler und internationaler Ebene längst erkannt. Folgende Arbeit gibt einen kurzen, informativen Abriss über das Thema "Konflikt und Verhandeln".

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Verhandlung

II.1 Verhandlung im internationalen Kontext

III. Konflikt

III.1 Konflikt im politischen und internationalen Kontext

III.1.1 Konfliktintensitäten

III.1.2 Konfliktstrukturen und Konfliktmorphologie

III.1.3 Wie werden Konflikte beendet?

IV. Konflikt und Verhandlung

IV.1 Dritte Parteien und ihre Funktion innerhalb von Konflikten

IV.2 Vermittlung in internationalen Konflikten und Akteure des internationalen Systems

IV.3 Empirische Aussagen über die Rolle von Vermittlung und Verhandlung angesichts Konfliktbewältigung

V. Schlussbetrachtung

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die empirische Relevanz von Verhandlungen und Vermittlungen als Instrumente der internationalen Konfliktbewältigung, um zu klären, unter welchen Bedingungen Dritte Parteien erfolgreich intervenieren können und welche Akteure dabei eine zentrale Rolle spielen.

  • Grundlegende definitorische Differenzierung zwischen Konflikt, Verhandlung und Vermittlung.
  • Analyse der Konfliktintensitäten und der entsprechenden Maßnahmen zur Konfliktbearbeitung.
  • Untersuchung der Rolle und Machtkonstellationen Dritter Parteien in internationalen Prozessen.
  • Empirische Auswertung der Wirksamkeit unterschiedlicher Akteure in der Konfliktbewältigung zwischen 1945 und 1995.

Auszug aus dem Buch

II.1 Verhandlung im internationalen Kontext

Ein entscheidender Unterschied zwischen privater und politischer Verhandlung skizziert sich im Handlungsspielraum: Während der individuelle Verhandler nach eigenem Ermessen nahezu ungebunden seine Positionen vertreten kann, agiert der Politiker vor dem Hintergrund seines Klientel (Wählerschaft, Partei, Fraktion, Regierung etc.); dies bedeutet, dass er angehalten ist, das kollektive Interesse zu vertreten. Das internationale System beansprucht angesichts einer ausgeprägten wirtschaftlichen und politischen Infrastruktur zwischen den Staaten eine komplexe und vielschichtige Form der Verhandlung. Akteure sind hier -im Gegensatz zu privaten Verhandlungen- repräsentative Körperschaften, also organisierte Gruppen, die nicht nur vor dem Hintergrund ihres Klientel, sondern auch kulturgeprägt interagieren. Ändert sich ein Konflikt, so hat dies auch Einfluss auf die Verhandlung: Verhandlungssituation und –Stil sind reziproke Faktoren des sozialen Prozesses, denn mit sich ändernden Kontexten variiert auch der Handlungsspielraum der Kontrahenten. Das Verhandeln in Krisensituationen folgt also anderen Gesetzen als das Verhandeln in ruhigen politischen Lagen. Die Kräfteverhältnisse der Kontrahenten nehmen ebenso Einfluss auf den Verhandlungsablauf bzw. auf das Ergebnis.

Die Machtkonstellationen spiegeln sich in den Beziehungen zwischen den Kontrahenten wider, jene können als symmetrisch oder asymmetrisch bestimmt werden. Symmetrische Beziehungen sind dann gegeben, wenn beide Konfliktparteien angesichts ihrer nationalen Ressourcen gleichrangige -im Sinne von ebenbürtige- Partner sind [Positiv-Summen-Spiel]. Asymmetrie bezeichnet ein ungleichgewichtiges nationales Ressourcenverhältnis [Null-Summen-Spiel]. Wenn nun eine Dritte Partei zu intervenieren versucht, muss ihr Verhältnis zu den Verhandlungsparteien äquidistant sein, um zum einen akzeptiert zu werden und zum anderen erfolgreich vermitteln zu können. Jedoch sei an dieser Stelle angemerkt, dass eine asymmetrische Beziehung zwischen den Konfliktparteien keine „einseitige“ Lösung zugunsten des Stärkeren impliziert. Auch eine solche Ausgangssituation kann im Zuge des Verhandlungsprozesses nivelliert werden: Symmetrie und Asymmetrie sind demnach wandelbare Faktoren, dies schließt die Möglichkeit mit ein, dass am Ende eines Verhandlungsverlaufs eine symmetrische Beziehung zwischen den Konfliktparteien geschaffen werden kann. Ein solches Ergebnis beweist sich empirisch betrachtet als stabil.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der friedlichen Konfliktbeilegung nach dem Zweiten Weltkrieg ein und erläutert die Korrelation von Konflikt und Verhandlung im internationalen System.

II. Verhandlung: Dieses Kapitel definiert Verhandlungen als sozialen und bilateralen Prozess, der auf gegensätzlichen Interessen basiert, und betont die Freiwilligkeit als notwendige Bedingung.

II.1 Verhandlung im internationalen Kontext: Hier wird der Handlungsspielraum politischer Verhandler analysiert und die Bedeutung von Machtkonstellationen sowie symmetrischen und asymmetrischen Beziehungen in internationalen Verhandlungen herausgearbeitet.

III. Konflikt: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Definition des Konflikts als Zustand und Handlung sowie eine Einordnung in verschiedene Ebenen von intrapersonellen bis hin zu internationalen Konflikten.

III.1 Konflikt im politischen und internationalen Kontext: Die Analyse konzentriert sich auf die spezifischen Kriterien und Gegenstände politischer Konflikte, insbesondere im staatlichen Aktionsfeld.

III.1.1 Konfliktintensitäten: Hier werden vier Stufen der Eskalation definiert, von latenten Konflikten über Krisen und ernste Krisen bis hin zum Krieg.

III.1.2 Konfliktstrukturen und Konfliktmorphologie: Das Kapitel untersucht strukturelle Faktoren wie politische Systeme und ideologische Überzeugungen, die auf die Eskalation oder Beilegung von Konflikten einwirken.

III.1.3 Wie werden Konflikte beendet?: Es werden sechs verschiedene Verfahren der Konfliktbeendigung dargestellt, wobei zwischen einvernehmlichen Lösungen und erzwungenen Ergebnissen unterschieden wird.

IV. Konflikt und Verhandlung: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Ansätze der Konfliktforschung mit der diplomatischen Praxis und den Determinanten der Konfliktbeilegung.

IV.1 Dritte Parteien und ihre Funktion innerhalb von Konflikten: Hier werden die Rollen Dritter untersucht, insbesondere in Form von guten Diensten, Untersuchungen, Vermittlungen und Schiedsgerichtsbarkeiten.

IV.2 Vermittlung in internationalen Konflikten und Akteure des internationalen Systems: Die Analyse umfasst verschiedene Akteure wie Nationalstaaten, internationale Organisationen und NGOs in ihrem jeweiligen Wirken innerhalb der Weltpolitik.

IV.3 Empirische Aussagen über die Rolle von Vermittlung und Verhandlung angesichts Konfliktbewältigung: Dieses Kapitel präsentiert statistische Daten zu Vermittlungsversuchen durch verschiedene Akteure im Zeitraum von 1945 bis 1995.

V. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die empirischen Ergebnisse und bestätigt die These der engen Korrelation zwischen Konflikt und Verhandlung im internationalen System.

VI. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Internationale Politik, Konfliktbewältigung, Verhandlung, Vermittlung, Dritte Parteien, Konfliktintensität, Friedenssicherung, Machtkonstellation, Krisenmanagement, internationale Organisationen, Diplomatie, Symmetrie der Mittel, Konfliktforschung, Internationale Beziehungen, Gewaltprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung von Verhandlungs- und Vermittlungsprozessen bei der Bewältigung internationaler Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Definitionen von Konflikten, die Analyse von Eskalationsstufen, die Rollen verschiedener Akteure (Staaten, Organisationen, NGOs) und die Instrumente der Konfliktbearbeitung ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Korrelation zwischen Konflikten und Verhandlungen aufzuzeigen und zu evaluieren, wie und durch wen Konflikte effizient und gewaltfrei beigelegt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischer Begriffsklärung und empirischer Datenanalyse, die vorwiegend auf Studien zu internationalen Konflikten zwischen 1945 und 1995 basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Intensitätsstufen von Konflikten, die Strukturen der Konfliktmorphologie, die Verfahren zur Konfliktbeendigung sowie die spezifischen Rollen Dritter Parteien bei der Vermittlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Internationale Politik, Konfliktbewältigung, Verhandlung, Vermittlung sowie das Konzept der Symmetrie der Mittel.

Wie definiert die Arbeit den „ripe moment“?

Der „ripe moment“ bezeichnet den idealen Zeitpunkt für eine Vermittlung, an dem ein Konflikt als „reif“ für eine Regelung gilt, beispielsweise weil die Konfliktparteien ihre Ziele nicht mehr einseitig erreichen können.

Welche Rolle spielen internationale Organisationen bei der Vermittlung?

Internationale Organisationen wie die UNO verfügen vor allem über „sanfte Mittel“ und sind besonders bei gewaltarmen Konflikten als Vermittler aktiv, während ihre Rolle in hochexplosiven, gewaltsamen Konflikten limitiert sein kann.

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Details

Title
Konflikt und Verhandlung
College
University of Heidelberg  (Politische Wissenschaft)
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V5394
ISBN (eBook)
9783638132824
ISBN (Book)
9783638686730
Language
German
Tags
Konflikt Verhandlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2001, Konflikt und Verhandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5394
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