Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Freiwillige Kinderlosigkeit. Gesellschaftliche Sicht

Titel: Freiwillige Kinderlosigkeit. Gesellschaftliche Sicht

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katrin Szymoniak (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der gewollten Kinderlosigkeit in Deutschland, sowohl gegenwärtig als auch der letzten Jahre. In diesem Kontext wird die gesellschaftliche Perspektive auf diese Lebenswirklichkeit anhand von Befragungen und Forschungsergebnissen beleuchtet. Auch die Wahrnehmung der jeweiligen Leitbilder von Frau und Mann im klassischen Sinne wird nachgegangen und wie gewollte Kinderlosigkeit von der Gesellschaft beurteilt wird. [Von einer Analyse zu den womöglich unterschiedlichen Ergebnissen von Datenerhebungen zwischen Ost- und Westdeutschland sehe ich ab, da dies den Rahmen der Hausarbeit sprengen würde.]

In dieser Arbeit soll geklärt werden:
a) Wie ist die Betrachtung auf Menschen ohne Kinderwunsch bzw. welche Meinung hat die Gesellschaft von Menschen, die ohne Kinder bleiben – wobei evtl. unterschieden werden muss zwischen bewusstem Verzicht und Kinderlosigkeit aufgrund von körperlichen Defiziten?
b) Welche biografischen Hintergründe von Kinderlosigkeit gibt es?
c) Gibt es noch die klassische Rollenverteilung in einer Partnerschaft und sind die Stereotypen von Mann und Frau noch vorhanden?
d) Was trägt zur Entscheidung für eine Familienplanung bei und was dagegen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Themenstellung

2. Leitbild der Frau

2.1 Gründe für gewollte Kinderlosigkeit

2.2 Berufliche Betrachtung kinderloser Frauen

3. Geschlechterrolle des Mannes

3.1 Schwierigkeiten zur Befragung kinderloser Männer

3.2 Gründe für gewollte Kinderlosigkeit

4. Gesellschaftliche Beurteilung von Kinderlosigkeit

4.1 Negative Konnotation zur Kinderlosigkeit

4.2 Gesellschaftliche Akzeptanz von Kinderlosigkeit

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Thematik der gewollten Kinderlosigkeit in Deutschland im gesellschaftlichen Kontext, wobei die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Frauen- und Männerleitbildern sowie die gesellschaftliche Bewertung dieser Lebensentscheidung im Fokus stehen.

  • Analyse der Beweggründe für eine bewusste Entscheidung gegen Kinder.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Berufsleben und Familiengründung.
  • Betrachtung geschlechtsspezifischer Rollenbilder und deren Einfluss auf die Familienplanung.
  • Evaluation der gesellschaftlichen Akzeptanz bzw. Verurteilung von kinderlosen Lebensentwürfen.
  • Gegenüberstellung von empirischen Ergebnissen und öffentlichen Debatten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Gründe für gewollte Kinderlosigkeit bei Frauen

Die Diskussionen zu den Motiven für freiwillige Kinderlosigkeit betreffen sowohl Frauen im genannten Auswertungsrahmen als auch Frauen, die bereits keine Kinder mehr bekommen können.

In der Forschung zur Kinderlosigkeit und im Kontext des demografischen Wandels wird bspw. die Altersspanne von 15 bis 45 Jahren festgehalten, somit sollen zuverlässigere Auswertungen ermöglicht werden (Konietzka/Kreyenfeld 2007: 16). Dieser zeitliche Rahmen wird gegeben, weil bei Frauen die endgültige Kinderlosigkeit dann eingestuft wird, wenn sie tatsächlich keine Kinder mehr bekommen kann. Andererseits wird bspw. bei den Mikrozensusbefragungen vom Bundesamt für Statistik Frauen im Alter von 15 bis 75 Jahren die Frage gestellt, ob sie Kinder geboren hätten, diese Frage bleibt natürlich bei Männern aus (Garsoffky/Sembach 2017: 44).

Die Umsetzung der Frauen ihren Bildungsgrad seit den 1960er Jahren auf ein akademisiertes Niveau zu erhöhen – sich also nicht mehr der klassischen determinierten Mutter- und Hausfrauenrolle zu fügen –, und dadurch dass sich ihr Einstieg in das Berufsleben verzögert, zeigen einen Zusammenhang beim Rückgang der Geburtenrate (Burkart 2006: 111). Dieser Trend scheint sich laut Bujard jedoch wieder umzukehren, so dass die Kinderlosigkeit bei Frauen mit akademischem Bildungsrad im Alter von 40 Jahren von 2007 auf 2011 um 2,3 % gesunken ist (2012: 23).

Krätschmar-Hahn beschreibt, dass „die gestiegene Bildungs- und Erwerbsbeteiligung der Frauen, die zu einer nachhaltigen Veränderung der weiblichen Rolle in Partnerschaft, Familie und Gesellschaft geführt haben“ als Grund gesehen werden kann, dass die Familiengründung und Heirat unattraktiv geworden sind (2012:90).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Themenstellung: Einführung in die Thematik der gewollten Kinderlosigkeit in Deutschland unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Fragestellungen.

2. Leitbild der Frau: Untersuchung historischer und moderner Frauenbilder sowie deren Einfluss auf die Entscheidung zur Familiengründung.

3. Geschlechterrolle des Mannes: Analyse der männlichen Rolle als Ernährer und die spezifischen Herausforderungen bei der Erforschung kinderloser Männer.

4. Gesellschaftliche Beurteilung von Kinderlosigkeit: Diskussion über gesellschaftliche Vorurteile, die negative Konnotation von Kinderlosigkeit und die zunehmende Akzeptanz moderner Lebensentwürfe.

5. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Reflexion über die Komplexität der Entscheidung gegen ein Kind im Hinblick auf gesellschaftliche und persönliche Faktoren.

Schlüsselwörter

Gewollte Kinderlosigkeit, Familienplanung, Geschlechterrollen, demografischer Wandel, gesellschaftliche Akzeptanz, Erwerbsbeteiligung, Karriere, Vereinbarkeit, Traditionelle Rollenbilder, Lebenswirklichkeit, Fertilität, Familienleitbild, Deutschland, Sozialwissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Sicht auf die freiwillige Kinderlosigkeit in Deutschland und wie sich dieses Lebensmodell in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Normen einfügt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Rollenbildern von Frau und Mann, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Beurteilung kinderloser Individuen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird geklärt, wie die Gesellschaft Menschen ohne Kinderwunsch betrachtet, welche biografischen Hintergründe existieren und inwieweit klassische Rollenstereotypen die Familienplanung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender Befragungen, Forschungsergebnisse und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Hausarbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Frauen- und Männerbildern, die Gründe für gewollte Kinderlosigkeit und die Analyse, ob Kinderlosigkeit gesellschaftlich eher verurteilt oder akzeptiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Kernbegriffe sind gewollte Kinderlosigkeit, Geschlechterrollen, Vereinbarkeit, demografischer Wandel und gesellschaftliche Normen.

Warum ist die Trennung zwischen gewollter und ungewollter Kinderlosigkeit in der Forschung schwierig?

Die Autorin stellt fest, dass sich Lebensumstände ändern können und Menschen ihre Unfruchtbarkeit nach außen hin häufig als bewusste Entscheidung gegen Kinder tarnen, um gesellschaftlichem Druck zu entgehen.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Entscheidung gegen Kinder?

Während bei Frauen oft der Konflikt zwischen Karriere und Mutterschaft dominiert, spielen bei Männern häufig Unsicherheiten in der finanziellen Absicherung sowie die Angst, der Rolle als Ernährer nicht gerecht zu werden, eine zentrale Rolle.

Gibt es einen Wandel in der gesellschaftlichen Akzeptanz von Kinderlosigkeit?

Die Arbeit zeigt, dass Kinderlosigkeit zwar teilweise weiterhin egoistisch konnotiert wird, jedoch insbesondere bei jüngeren Menschen und höherqualifizierten Schichten eine zunehmende Respektierung dieses Lebensmodells zu verzeichnen ist.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Freiwillige Kinderlosigkeit. Gesellschaftliche Sicht
Note
2,0
Autor
Katrin Szymoniak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V539455
ISBN (eBook)
9783346155085
ISBN (Buch)
9783346155092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gender & diversity kinderlosigkeit freiwillige kinderlosigkeit kinderlos keine kinder gesellschaftliche sicht soziale sicht vorurteile anfeindungen gewollte kinderlosigkeit ungewollte kinderlosigkeit berufliche betrachtung leitbild der frau leitbild des mannes gründe hintergründe negative konnotation akzeptanz beurteilung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Szymoniak (Autor:in), 2019, Freiwillige Kinderlosigkeit. Gesellschaftliche Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539455
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum