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Selbsteinschätzung bilingualer Sprachkompetenzen und Erfahrungen

Title: Selbsteinschätzung bilingualer Sprachkompetenzen und Erfahrungen

Bachelor Thesis , 2015 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Birgit de Vries (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Der Hauptfokus richtet sich in diesem systematischen Review auf die Selbsteinschätzung von bilingualen Sprachkompetenzen und -erfahrungen.

Es wurden 16 Primärstudien ausgewertet, in denen Selbsteinschätzungsinstrumente im bilingualen Kontext eingesetzt wurden. In den ausgewählten Studien wurden Stichproben untersucht, die aus dem gesamten Erwachsenenbereich akquiriert wurden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf möglichen Zusammenhängen zwischen selbsteingeschätzten Sprachkompetenzen und Erfahrungen auf der einen Seite sowie objektiven Sprachtests und kognitiven Tests auf der anderen Seite.

Es zeigten sich hohe Korrelationen zwischen subjektiven und objektiven Sprachtests. Ein zentrales Ergebnis dieser Untersuchung war, dass Selbsteinschätzungsfragebögen ein effizientes Instrument in der bilingualen Diagnostik sind. Für eine differenzierte Beurteilung und Spracheinstufung von Zwei- und Mehrsprachigen in zukünftigen Forschungsprojekten ist aber ein multidimensionaler Ansatz bestehend aus subjektiven und objektiven Testverfahren wünschenswert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie

2.1 Klärung der Begriffe

2.1.1 Bilingualismus

2.1.2 Sprachkompetenz

2.1.3 Selbsteinschätzungsskalen

2.2 Forschungsstand und Fragestellung

2.2.1 Das Modell der bilingualen interaktiven Aktivierung (BIA+)

2.2.2 Instrumente zur Selbsteinschätzung bilingualer Sprachkompetenzen

2.2.3 Fragestellungen

3 Methode

3.1 Vorgehen bei der Recherche

3.2 Ein- und Ausschlusskriterien

4 Ergebnisse

4.1 Untersuchungsschwerpunkt kognitive Funktionen

4.2 Zusammenhang von subjektiven und objektiven Sprachtests

5 Diskussion

5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5.2 Methodische Schwächen und Einschränkungen

5.2.1 Limitationen der ausgewählten Studien

5.2.2 Limitationen der vorliegenden Arbeit

5.3 Ausblick und Implikationen für Forschung und Praxis

5.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch den Stellenwert und die Validität von Selbsteinschätzungsinstrumenten in der Bilingualismus-Forschung, insbesondere in Bezug auf ihren Zusammenhang mit objektiven Maßen kognitiver Funktionen und Sprachkompetenzen.

  • Bilingualismus und dessen interdisziplinäre Definitionen
  • Theoretische Modelle der Worterkennung (z.B. BIA+ Modell)
  • Vergleich von Selbsteinschätzungsskalen (LEAP-Q, LHQ, BDS)
  • Analyse kognitiver Vor- und Nachteile bei bilingualen Sprechern
  • Korrelationen zwischen subjektiven Angaben und objektiven Testleistungen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Modell der bilingualen interaktiven Aktivierung (BIA+)

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es einen starken Anstieg experimenteller Forschungsstudien, die sich mit Bilingualismus und besonders mit dem mentalen Lexikon sowie der bilingualen Worterkennung beschäftigten. Dijkstra, und van Heuven (2002) nennen hierfür verschiedene Gründe. Unter der Grundannahme, dass der lexikalische Wortzugriff in verschiedenen Sprachen einem einzigen System unterliegt, blieb die offene Frage, warum die Worterkennung einer Sprache unabhängig vom Wissen der anderen Sprache erlernt werden kann.

1998 stellten Dijkstra und van Heuven das erste Modell zur bilingualen Worterkennung vor, das bilingual interactive activation model (BIA). Dieses ursprüngliche Modell bezog sich ausschließlich auf orthographische Repräsentationen, welches sich bereits einige Jahre später als unzulänglich herausstellte und einer grundlegenden Revision und Erweiterung unterzogen wurde. Weil das neue Modell das alte zu einem großen Teil „einverleibte“, nannten die Autoren dieses neue Modell BIA+. Das alte wie das neue Modell nehmen an, dass das bilinguale Lexikon in alle verfügbaren Sprachen integriert ist und der Zugang zu diesem Lexikon sprachunabhängig ist. Das BIA+ Modell erweitert diese Annahme, die mit dem BIA nur für den orthographischen Bereich galt, auch für phonologische und semantische Repräsentationen. Es unterscheidet zwischen einem eingekapselten Worterkennungssystem (word identification system) und einem Aufgaben- und Entscheidungssystem (task/decision system).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Definition von Bilingualismus ein und umreißt die Problematik unterschiedlicher Messverfahren in der aktuellen Forschung.

2 Theorie: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Bilingualismus, stellt das BIA+ Modell zur Worterkennung vor und diskutiert gängige Instrumente zur Selbsteinschätzung.

3 Methode: Hier wird das methodische Vorgehen des systematischen Literaturreviews sowie die Kriterien für die Auswahl der untersuchten Primärstudien beschrieben.

4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertungen der 16 Primärstudien, unterteilt in die Schwerpunkte kognitive Funktionen sowie der Zusammenhang zwischen subjektiven und objektiven Sprachtests.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier zusammengefasst, interpretiert und kritisch hinterfragt, wobei auch praktische Implikationen und ein Ausblick gegeben werden.

Schlüsselwörter

Bilingualismus, Selbsteinschätzung, Sprachkompetenz, Sprachdominanz, BIA+ Modell, LEAP-Q, LHQ, kognitive Kontrolle, Worterkennung, Literaturreview, Sprachgeschichte, Bilingualitätsforschung, Sprachfähigkeiten, objektive Sprachtests, Sprachinterferenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität und der wissenschaftlichen Relevanz von Selbsteinschätzungsinstrumenten zur Erfassung bilingualer Sprachkompetenzen im Vergleich zu objektiven Testverfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Bilingualismus, gängige Fragebögen wie der LEAP-Q, der Zusammenhang zwischen Sprachfähigkeiten und kognitiven Leistungen sowie die Reliabilität von Selbstauskünften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie eng selbsteingeschätzte bilinguale Fähigkeiten mit objektiv gemessenen kognitiven Funktionen und Sprachleistungen korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview, bei dem 16 ausgewählte Primärstudien aus dem Zeitraum 2007 bis 2015 analysiert und ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Begriffe und Modelle (BIA+) geklärt, gefolgt von einer detaillierten Ergebnisanalyse, die zwischen kognitiven Funktionsbereichen und der Korrelation von subjektiven mit objektiven Sprachtests unterscheidet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselwörter sind Bilingualismus, Selbsteinschätzung, Sprachdominanz, Sprachkompetenz, LEAP-Q, LHQ sowie kognitive Kontrolle.

Warum sind objektive Tests laut dieser Arbeit oft ergänzend notwendig?

Da reine Selbsteinschätzungen bei der präzisen Bestimmung der Sprachausgewogenheit (balanced bilingualism) oder bei sehr feinen Unterschieden in der Sprachbeherrschung an ihre Grenzen stoßen, wird eine Kombination mit objektiven Tests empfohlen.

Welche Rolle spielt die Sprachdistanz bei der Selbsteinschätzung?

Studien deuten darauf hin, dass die strukturelle Distanz zwischen zwei Sprachen die Genauigkeit einer Selbsteinschätzung fördern kann, da größere Unterschiede die Differenzierung für den Sprecher erleichtern.

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Details

Title
Selbsteinschätzung bilingualer Sprachkompetenzen und Erfahrungen
College
University of Hagen
Grade
1,3
Author
Birgit de Vries (Author)
Publication Year
2015
Pages
82
Catalog Number
V539529
ISBN (eBook)
9783346158024
ISBN (Book)
9783346158031
Language
German
Tags
erfahrungen selbsteinschätzung sprachkompetenzen Bilingualität Diagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit de Vries (Author), 2015, Selbsteinschätzung bilingualer Sprachkompetenzen und Erfahrungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539529
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