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Bretonisch. Aktuelle soziolinguistische Sprachsituation und Einflussfaktoren des Sprachtods der inselkeltischen Minderheitensprache im westlichen Frankreich

Título: Bretonisch. Aktuelle soziolinguistische Sprachsituation und Einflussfaktoren des Sprachtods der inselkeltischen Minderheitensprache im westlichen Frankreich

Trabajo Escrito , 2019 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Philip Oppenländer (Autor)

Estudios franceses - Lingüística
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« La langue de la République est le français. », so ordnet es der zweite Artikel der französischen Verfassung an. Doch die sprachliche Wirklichkeit weicht von dieser Wunschvorstellung der französischen Sprachenpolitik ab. Innerhalb Frankreichs existiert eine Vielzahl von in der Regel regional begrenzten Minderheitensprachen neben der offiziellen Standardsprache Französisch. Zum Teil handelt es sich dabei lediglich um Varietäten oder Dialekte des Französischen, wie etwa im Fall des Pikardischen (str.). Andererseits gibt es Minderheitensprachen, die einer anderen Nachbarsprache des Französischen nahestehen (z.B. Elsässisch oder Francique in Lothringen als dem Deutschen nahestehende Sprachen) oder eigenständige Sprachen, die ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet außerhalb Frankreichs begründen, aber deren Sprachraum über die Staatsgrenze in das Staatsgebiet Frankreichs hineinreicht (etwa Katalanisch oder Flämisch).

Darüber hinaus existieren jedoch auch Minderheitensprachen, die keiner anderen größeren Standardsprache nahestehenden, darunter das Baskische in Südfrankreich und das Bretonische in Westfrankreich, dessen sich diese Hausarbeit widmen wird.

Le breton est une des langues minoritaires et régionales en France. Ce travail s’intéresse à la situation sociolinguistique et aux facteurs qui influencent le maintien du Breton pour finalement pouvoir identifier les problèmes et difficultés de la langue minoritaire. Premièrement, les fondements du breton sont donnés : catégorisation comme une langue celtique ; région où le breton est utilisé ; histoire de la Bretagne et du breton et variétés linguistiques du breton. Dans une deuxième étape, ce sont particulièrement des sondages traitant les nombres des utilisateurs du breton qui sont discutés. Après, on regarde d’autres facteurs sociolinguistiques comme l’âge des utilisateurs, la question si les vieilles générations des utilisateurs transmettent leur langue à leur descendants, les modes d’utilisation du breton et sa présence dans les médias sont traités. On prend aussi en vue les facteurs résultant de la politique linguistique : Cependant on regarde le développement de la politique des langues régionales et minoritaires de la France, mais on traite également les influences de la politique éducative, particulièrement l’offre des cours scolaires bilingues franco-bretons.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Bretonischen

2.1 Sprecherzahlen in der historischen Entwicklung

2.2 Sozio-Demographische Entwicklung

3. Sprachenpolitische Einflussfaktoren auf den bretonischen Sprachtod

3.1 Auswirkungen der französischen Regionalsprachenpolitik

3.2 Auswirkungen der französischen Bildungspolitik

3.3 Weitere Einflussfaktoren lokalpolitischer Bemühungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die aktuelle soziolinguistische Situation des Bretonischen zu analysieren und die verschiedenen Einflussfaktoren zu untersuchen, die maßgeblich zu einem drohenden Sprachtod dieser Minderheitensprache in der Bretagne beitragen.

  • Historische Entwicklung der Sprecherzahlen und demografische Altersstruktur
  • Einfluss der zentralistischen französischen Sprach- und Bildungspolitik
  • Rolle bilingualer Bildungsinitiativen und deren tatsächliche Nachhaltigkeit
  • Herausforderungen einer gemeinsamen Kodifizierung und Standardisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Auswirkungen der französischen Regionalsprachenpolitik

Im Zuge der französischen Revolution von 1789 verlor die Bretagne ihre Sonderstellung, die man ihr nach der Annexion durch Frankreich im Jahr 1532 eingeräumt hatte und die vor allem den Erhalt weitgehender Autonomierechte und eines eigenen Parlaments beinhalteten. Die Bretagne wurde in fünf Départements eingeteilt und obschon zunächst noch Übersetzungen offizieller Dokumente aus dem Französischen angeboten wurden, griff dennoch recht rasch das Motto « Une nation, une langue » um sich und die Bretagne wurde fortschreitend französisiert.

Die allgemeine, restriktive Regional- und Minderheitensprachenpolitik des zentralistischen Frankreichs griff auch in der Bretagne um sich, was etwa mit Verboten des Bretonischen in der Schule (« Il est defendu de parler breton et de cracher à terre […] ») und mit einer deutlichen Abwertung und Geringschätzung der Regionalsprache einherging. Wer Bretonisch sprach galt als dümmlich, einfältig und provinziell – Französisch sollte einzige Kultur- und Universalsprache sein.

In der späteren historischen Entwicklung erwies sich auch die bretonische Kollaboration mit den Deutschen während des zweiten Weltkriegs als unvorteilhaft für die Bretagne (zur Gebietsgeschichte vgl. Leutgeb, 2008, S. 28 ff.; zur Sprachgeschichte ferner: Broudic, 2017, S. 425 ff.; Kremnitz, 2015, S. 137 ff.). Trotz der Intensivierung der Restriktionen gegen das Bretonische nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges finden sich bis weit in die 1960er Jahre insbesondere in der östlichen, ländlichen Bretagne noch monoglotte Sprecher und vor allem Sprecherinnen (Tristam, 2001, S. 15). Die genaue Entwicklung von einer bretonischen Monoglossie zu einer französisch-bretonischen Diglossie und inzwischen hin zu einer französischen Monoglossie beschreibt Broudic:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die sprachpolitische Lage Frankreichs und die marginalisierte Position des Bretonischen, das als Minderheitensprache unter ähnlichen sozio-demografischen Herausforderungen leidet wie andere gefährdete Sprachen.

2. Grundlagen des Bretonischen: Das Kapitel beleuchtet die sprachgenealogischen Wurzeln, die historische Sprecherentwicklung sowie die sozio-demografischen Faktoren, die den Status und die Verwendung des Bretonischen heute bestimmen.

3. Sprachenpolitische Einflussfaktoren auf den bretonischen Sprachtod: Hier wird der Einfluss der restriktiven französischen Sprach- und Bildungspolitik sowie lokaler Bemühungen zur Wiederbelebung (wie das Office public de la langue bretonne) analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die prekäre Lage des Bretonischen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiveren Sprachförderung sowie Sensibilisierung, um den drohenden Sprachtod abzuwenden.

Schlüsselwörter

Bretonisch, Minderheitensprache, Sprachtod, Frankreich, Soziolinguistik, Sprachpolitik, Bildungspolitik, Neobretonisch, Diwan-Bewegung, Diglossie, Sprachwandel, Sprecherzahlen, Sprachgefährdung, Bretagne, Regionalsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziolinguistische Situation des Bretonischen in Frankreich und analysiert die verschiedenen Faktoren, die zum Rückgang der Sprache und dem drohenden Sprachtod beitragen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die historische Sprecherentwicklung, demografische Alterungsprozesse, die Auswirkungen der staatlichen französischen Sprachen- und Bildungspolitik sowie Herausforderungen bei der Standardisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein fundiertes Urteil über die aktuelle Sprachgefährdung des Bretonischen abzugeben und die Wirksamkeit bisheriger Erhaltungsmaßnahmen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von soziolinguistischer Fachliteratur, historischen Daten und spezifischen Studien zur Sprecherentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der soziolinguistischen Grundlagen sowie eine detaillierte Untersuchung politischer Einflussfaktoren, unterteilt in Regionalsprachenpolitik, Bildungspolitik und lokales Engagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind neben Bretonisch und Bretagne vor allem Sprachtod, Soziolinguistik, Minderheitensprache, Sprachpolitik und Neobretonisch.

Warum ist die demografische Überalterung für das Bretonische so kritisch?

Der Großteil der Sprecher gehört mittlerweile den älteren Generationen an, während die junge Generation das Bretonische kaum noch in der Familie lernt, was die Fortexistenz der Sprache ohne effektive Zweitspracherziehung stark gefährdet.

Welche Rolle spielt die sogenannte "Neobretonische" Norm?

Sie wurde von Linguisten geschaffen, um das Bretonische als Schriftsprache zu etablieren, wird jedoch von vielen Muttersprachlern aufgrund künstlicher Elemente und starker Einflüsse durch französische Lehnwörter kritisch betrachtet.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Bretonisch. Aktuelle soziolinguistische Sprachsituation und Einflussfaktoren des Sprachtods der inselkeltischen Minderheitensprache im westlichen Frankreich
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,7
Autor
Philip Oppenländer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
17
No. de catálogo
V539541
ISBN (Ebook)
9783346168238
ISBN (Libro)
9783346168245
Idioma
Alemán
Etiqueta
aktuelle bretonisch einflussfaktoren frankreich minderheitensprache sprachsituation Sprachtod Linguistik Romanische Philologie Sprachpolitik Französisch Westfrankreich Bretagne Regionalsprache Romanistik Französistik Frankoromanistik Breton langue régionale langue minoritaire
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philip Oppenländer (Autor), 2019, Bretonisch. Aktuelle soziolinguistische Sprachsituation und Einflussfaktoren des Sprachtods der inselkeltischen Minderheitensprache im westlichen Frankreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539541
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