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Wie der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gelingt. Sekundäre Traumatisierung als Berufsrisiko für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte?

Titel: Wie der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gelingt. Sekundäre Traumatisierung als Berufsrisiko für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte?

Fachbuch , 2020 , 161 Seiten

Autor:in: Ricarda Richard (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen erleben Traumata in familiären und sozialen Kontexten. Doch was ist ein Trauma und wann sprechen wir von der Traumatisierung einer Person? Welche Ereignisse lösen ein psychisches Trauma aus und wie reagieren Menschen darauf?

Ricarda Richard fokussiert sich auf traumatisierte Kinder und Jugendliche in stationären Erziehungseinrichtungen. Sie legt dar, auf welche Weise ein Trauma die kindliche Entwicklung beeinträchtigen kann und erläutert verschiedene psychotherapeutische Interventionsmöglichkeiten und pädagogische Ansätze.

Richard geht außerdem darauf ein, welche Risiken die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in sich birgt, wobei sie insbesondere den Aspekt der Sekundären Traumatisierung thematisiert. Ihr Buch richtet sich an Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen und pädagogisch-therapeutische Fachkräfte, die sie im Umgang mit der Dynamik von Traumata sensibilisieren und unterstützen möchte.

Aus dem Inhalt:
- Posttraumatische Belastungsstörung;
- Psychohygiene;
- Selbstfürsorge;
- Traumapädagogik;
- Folgen eines Traumas;
- Spieltherapie

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Was ist ein Trauma?

1.1 Trauma-Ereignis

1.2 Trauma-Reaktion

1.3 Kinder und Traumata

1.4 Besondere Situationen und Risikofaktoren

1.5 Trauma-Folgen

1.6 Neuropsychologische Aspekte

1.7 Stationärer Betreuungsrahmen

2 Der professionelle Umgang mit Traumata

2.1 Grundlagen der Traumapädagogik

2.1.1 Grundhaltung der Traumapädagogik auf der Mitarbeiter- und Leitungsebene

2.1.2 Konzept „Pädagogik des sicheren Ortes“

2.1.3 Selbstbemächtigung als Kernstück der Traumapädagogik

2.2 Kinder- und Jugendpsychotherapeutische Unterstützung

2.2.1 Die Traumabezogene Spieltherapie

2.2.2 Die Strukturelle Trauma-Intervention

2.2.3 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Jugendliche

2.3 Zusammenarbeit von Pädagogik und Therapie

3 Potenzielle Belastungen der pädagogisch-therapeutischen Fachkräfte

3.1 Die traumatische Übertragung und Gegenübertragung

3.2 Bindungsmuster der Kinder und Jugendlichen

3.3 Verhaltensweisen der traumatisierten Kinder

3.4 Bindungserfahrungen und persönliche Erfahrungswerte von Professionellen

3.5 Burnout und Personalführung

3.6 Sekundäre Traumatisierung

4 Empirischer Teil

4.1 Aktueller Forschungsstand

4.2 Methodisches Vorgehen

4.3 Die Erhebungsmethode

4.3.1 Die schriftliche Befragung

4.3.2 Der konzipierte Fragebogen

4.4 Die Auswertungsmethode

4.4.1 Die Qualitative Inhaltsanalyse

4.4.2 Das Statistikprogramm SPSS

5 Darstellung der Ergebnisse

Die Untersuchungsteilnehmer

Prävalenz der berufsbedingten PTBS, Kriterium- A

Prävalenz der berufsbedingten PTBS, Kriterium B-D

Betrachtung der einzelnen Symptome

Dauer der Reaktionen

Sekundäre Belastung

Zusammenhang zwischen Dauer und Schwere der Belastung

Präventive Vorkehrungen gegen berufsbedingten Stress

Rahmenbedingungen für ein sicheres Arbeitsfeld

6 Diskussion der Ergebnisse

6.1 Diskussion der Thesen

6.2 Symptomdauer in beruflichen Belastungsphasen

6.3 Sekundäre Traumatisierung und Diskussion der Resultate im Hinblick auf die Forschungsfrage

6.4 Ausbildung, Weiterbildung und Supervision

6.5 Strukturelle Voraussetzungen für ein sicheres Arbeitsumfeld

6.6 Psychohygiene im Team

6.7 Die Selbstfürsorge und Ressourcen der professionellen Fachkräfte

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Berufsrisiko der sekundären Traumatisierung bei pädagogisch-therapeutischen Fachkräften, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in stationären Settings arbeiten, um Belastungsfaktoren zu identifizieren und präventive Strategien aufzuzeigen.

  • Traumatische Erfahrungen und ihre Folgen bei Kindern und Jugendlichen
  • Methoden der Traumapädagogik und psychotherapeutische Ansätze
  • Berufsspezifische Belastungsfaktoren und sekundäre Traumatisierung bei Fachkräften
  • Empirische Untersuchung der Arbeitsbedingungen und Belastungen in stationären Einrichtungen
  • Präventionsstrategien, Selbstfürsorge und institutionelle Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

1.2 Trauma-Reaktion

Voraussetzung für ein äußeres stressreiches Ereignis zu einem Trauma zu werden ist die Ingangsetzung einer Dynamik, „die [das, d. Verf.]4 Gehirn buchstäblich ‚in die Klemme bringt‘ und es geradezu dazu nötigt, auf besondere Weise mit diesem Ereignis umzugehen.“ (Huber, 2012, S. 38). Diese sogenannte Klemme bezeichnet Huber als „Traumatische Zange“ (ebd.).

Um die inneren Vorgänge, die während eines Traumas in der Person stattfinden nachvollziehen zu können, wird im nachfolgenden die psychobiologischen Reaktionen anhand einer schematischen Darstellung der „traumatischen Zange“ nach Huber illustriert (Scherwath/Friedrich, 2012, S. 19f.).

Sobald das Gehirn eine Situation als existentiell bedrohlich bewertet, kommt es zur Veränderung seines neurophysiologischen Gleichgewichts. Das lässt sich auch daran erkennen, dass die Atem-und Herzfrequenz erhöht werden und es zudem zur Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin, Noradrenalin und Cortisol kommt. Letzteres führt dazu, dass das Angstempfinden gesteigert wird und der Organismus hochwachsam reagiert. Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin führen dagegen zum Aufbau einer notwendigen Körperspannung für Flucht- und Kampfhandlungen (Uttendörfer, 2009 nach Scherwath/Friedrich, 2012, S. 19; Scherwath/Friedrich, 2012, S. 19).

In einer bedrohlichen Situation werden in der Großhirnrinde Funktionen die für das menschliche Denken und Handeln verantwortlich sind, außer Kraft gesetzt und alle Energie dafür verwendet, die Notfallprogramme zu aktivieren. Dadurch, dass die Amygdala, das Angstzentrum des Organismus, Alarm schlägt, wird dafür gesorgt, dass die angelegten Überlebensprogramme –Flüchten und Kämpfen- ausgelöst werden. Gelingt es der Person der Situation entweder durch eine Flucht zu entkommen oder dadurch, dass sie sich der bedrohlichen Situation stellt und durch Gegenwehr die Situation beenden kann, so kann normalerweise einer Traumatisierung entgegengewirkt werden (Friedrich/Scherwath, 2016, S. 19ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Was ist ein Trauma?: Dieses Kapitel erläutert den Fachbegriff des Traumas sowie die psychologischen und neurophysiologischen Reaktionen, die Kinder auf traumatische Erlebnisse zeigen.

2 Der professionelle Umgang mit Traumata: Hier werden pädagogische und therapeutische Interventionsmöglichkeiten vorgestellt, insbesondere die Traumapädagogik, die Spieltherapie und die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Jugendliche.

3 Potenzielle Belastungen der pädagogisch-therapeutischen Fachkräfte: Dieses Kapitel thematisiert die beruflichen Herausforderungen, wie Übertragungsphänomene, Bindungsdynamiken und das Risiko einer sekundären Traumatisierung.

4 Empirischer Teil: Die Methodik der Untersuchung wird dargelegt, einschließlich der schriftlichen Befragung von Fachkräften in verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen.

5 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Datenanalyse werden präsentiert, wobei insbesondere die Prävalenz der sekundären Traumatisierung beleuchtet wird.

6 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch diskutiert, mit dem Forschungsstand in Beziehung gesetzt und hinsichtlich der Arbeitsbedingungen sowie Präventionsmöglichkeiten reflektiert.

7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung der Qualifizierung und Psychohygiene für Fachkräfte zusammen und betont die Notwendigkeit einer traumasensiblen Unterstützung.

Schlüsselwörter

Trauma, Traumapädagogik, Sekundäre Traumatisierung, Jugendhilfe, stationäre Erziehungshilfe, PTBS, psychotherapeutische Unterstützung, Spieltherapie, berufliche Belastung, Burnout, Resilienz, Supervision, psychosoziale Fachkräfte, Belastungsfaktoren, Traumaarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Berufsrisiko der sekundären Traumatisierung bei Fachkräften in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, die täglich mit traumatisierten Kindern arbeiten.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Auswirkungen von Traumata bei Kindern, pädagogische und therapeutische Interventionskonzepte sowie die psychischen Belastungen der helfenden Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern pädagogisch-therapeutische Fachkräfte spezifischen Belastungsfaktoren ausgesetzt sind, mit einem Fokus auf die sekundäre Traumatisierung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein methodisch gemischter Ansatz verfolgt, bestehend aus einer theoretischen Aufarbeitung sowie einer empirischen Studie mittels schriftlicher Befragung von 30 Fachkräften und anschließender Inhaltsanalyse und statistischer Auswertung (SPSS).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung zu Trauma und Interventionsmöglichkeiten sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Belastungsfaktoren im Arbeitsalltag der Fachkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Trauma, sekundäre Traumatisierung, Traumapädagogik, Jugendhilfe, berufsbedingte Belastung und Resilienz.

Welche Bedeutung haben die "sicheren Orte" in der Traumapädagogik?

Sie dienen als methodischer Ansatz zur Selbststabilisierung und Erschaffung geschützter Entwicklungsräume, in denen Kinder traumatische Erfahrungen durch korrigierende Beziehungserfahrungen verarbeiten können.

Warum wird die "Sekundäre Traumatisierung" als Erkrankung der helfenden Person betrachtet?

Sie entsteht durch die kontinuierliche Konfrontation mit Trauma-Material und Leid, wodurch die Fachkräfte selbst Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickeln können, auch ohne selbst unmittelbar von dem Ereignis betroffen gewesen zu sein.

Ende der Leseprobe aus 161 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gelingt. Sekundäre Traumatisierung als Berufsrisiko für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte?
Autor
Ricarda Richard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
161
Katalognummer
V539580
ISBN (eBook)
9783963550966
ISBN (Buch)
9783963550973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Traumapädagogik traumatisierte Kinder und Jugendliche sekundäre Traumatisierung Kinder und Traumata professioneller Umgang mit Traumata Trauma-Folgen Konzept Pädagogik des sicheren Ortes traumabezogene Spieltherapie dialektisch-Behaviorale Therapie für Jugendliche Belastungsfaktoren von Pädagogen traumatische Übertragung und Übertragung Verhaltensweisen traumatisierter Kinder und Jugendlicher Burnout und Personalführung schriftliche Befragung Qualitative Inhaltsanalyse stationäre Jugendhilfe Grundlagen der Traumapädagogik Strukturelle Trauma-Intervention Definition Trauma Trauma-Ereignis Trauma-Reaktion Risikofaktoren Trauma Posttraumatische Belastungsstörung PTBS Psychohygiene Selbstfürsorge Spieltherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ricarda Richard (Autor:in), 2020, Wie der Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gelingt. Sekundäre Traumatisierung als Berufsrisiko für pädagogisch-therapeutische Fachkräfte?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539580
Blick ins Buch
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