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Plastikfreie Supermärkte. Ein umweltbewusstes Pilotprojekt

Das Beispiel der Hieber’s Frische Center

Titel: Plastikfreie Supermärkte. Ein umweltbewusstes Pilotprojekt

Seminararbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Marco Baumgartner (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein überaus bedenkliches Problem unserer heutigen, und zukünftigen Generationen ist die ständig wachsende Menge an Abfällen, insbesondere jene, die nicht recycelt werden können. Der zunehmende Konsum, immer strengere Hygienevorschriften und nicht zuletzt die Bequemlichkeit der heutigen Bevölkerung alles separat und handlich zu verpacken, verursacht täglich Unmengen an Plastikmüll. Gerade bei Lebensmitteln nutzen wir praktische Plastiktüten, um unsere Äpfel, Tomaten oder das frische Fleisch nach Hause zu transportieren und entsorgen diese dann direkt im Anschluss. Doch während der Käse oder Salat meist schnell verbraucht wird, halten sich die Plastiktüten aus dem Supermarkt noch für Jahre. Was passiert anschließend mit diesen Einwegverpackungen? Wir schmeißen sie in den Müll, teilweise wird das Plastik recycelt, aber ein Großteil davon landet als riesiger Müllteppich in den Ozeanen. Laut einer Studie der Umweltorganisation WWF sind die zunehmenden Mengen an Plastikabfällen in den Meeren eine große Gefahr für zehntausende Tiere und auch Menschen. Denn Mikropartikel gelangen problemlos in die Körper der Meerestiere und durch deren Verzehr auch in den menschlichen Organismus, was schwerwiegende Krankheiten auslösen kann. Wie also können wir dieser dramatischen Entwicklung entgegenwirken und wie können wir versuchen die Massen an nicht recycelbaren Abfällen zu verringern? Erste Ansätze bieten zum Beispiel Geschäftsmodelle wie Original Unverpackt, ein verpackungsfreier Supermarkt in Berlin Kreuzberg oder die Plastikfreie Zone in München, in denen Lebensmittel ausschließlich in wiederverwendbaren oder sogar ganz ohne Verpackungenverkauftwerden. DochsolcheNischen-Konzeptesindvielmehrein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Verpackungsberge aus Plastik in konventionellen Supermärkten betrachtet und längst nicht flächendeckend genug, um eine wirkliche Veränderung anzustoßen.
Der Supermarktbetreiber Hieber’s Frische Center aus Süddeutschland versucht dem Wahn der Einzelverpackungen entgegen zu wirken und hat ein Konzept entwickelt, mit dem die üblichen Plastikverpackungen teilweise vermieden werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GEGENSTAND DER ARBEIT UND THESE

2.1 GEGENSTAND DER ARBEIT

2.2 PROBLEMBEZOGENE THESE

3. BESCHREIBUNG

3.1 BEGRIFFSKLÄRUNG

3.2 BESCHREIBUNG DES KONZEPTS DER HIEBER’S FRISCHE CENTER

4. ETHISCHE ANALYSE

4.1 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

4.2 BEWERTUNG DES KONZEPTS DER HIEBER’S FRISCHE CENTER

5. FAZIT

5.1 PERSÖNLICHE EINSCHÄTZUNG

5.2 WEITERER FORSCHUNGSBEDARF

DOKUMENTATION TELEFONINTERVIEW

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Pilotprojekt der Hieber’s Frische Center zur Reduktion von Plastikverpackungen, um die ökologische Nachhaltigkeit und die praktische Anwendbarkeit eines solchen Ansatzes im Lebensmitteleinzelhandel zu bewerten.

  • Analyse der ökologischen Auswirkungen durch Verpackungsabfälle im Supermarkt.
  • Untersuchung ethischer Grundlagen, insbesondere Utilitarismus und Folgenethik.
  • Evaluierung des Konzepts der Hieber’s Frische Center hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung.
  • Diskussion über die flächendeckende Umsetzbarkeit plastikfreier Konzepte.

Auszug aus dem Buch

3.2 Beschreibung des Konzepts der Hieber’s Frische Center

Entstanden ist die Idee für eine Reduzierung der Plastikverpackungen in den Hieber Märkten im heimischen Wohnzimmer von Dieter Hieber. Nach einer Dokumentation über den verpackungsfreien „Original Unverpackt“ Laden in Berlin dachte sich der Geschäftsführer, dass ein derartiges Konzept in seinen Supermärkten, zumindest teilweise, auch umsetzbar wäre.

Als Pilotprojekt führte er eine „Mehrweg-Hygiene-Schleuse“ in einem der Märkte ein, die mithilfe von UV-Licht mitgebrachte Behältnisse von Kunden reinigt und diese somit hygienisch unbedenklich von den Mitarbeitern an den Frischetheken mit frischen Lebensmitteln befüllt werden können.

Allerdings war diese Maßnahme nicht praktikabel genug, da ein Reinigungsvorgang ca. 45 Sekunden dauerte. So entschloss sich Dieter Hieber, in Abstimmung mit dem zuständigen Landratsamt, eine pragmatischere Lösung einzuführen. Zurzeit können die Kunden eigene Verpackungen, wie z.B. Tupperdosen, auf einem bereitgestellten Tablet abgeben und werden von den Mitarbeitern hinter der Theke mit Lebensmitteln befüllt, ohne dass diese in direkten Kontakt mit den Behältnissen kommen. Das Tablet wird anschließend wieder über die Theke gereicht und die Behälter von den Kunden verschlossen. Somit werden die geltenden Hygienevorschriften eingehalten, ohne einen Mehraufwand für alle Beteiligten zu verursachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der wachsenden Plastikabfallmengen und deren negative Folgen für die Umwelt sowie die menschliche Gesundheit, wodurch die Relevanz verpackungsfreier Konzepte begründet wird.

2. GEGENSTAND DER ARBEIT UND THESE: Dieses Kapitel definiert den Fokus auf die Hieber’s Frische Center und formuliert die These, dass deren Konzept einen ökologisch nachhaltigen Ansatz darstellt, der eine breite Anwendung finden könnte.

3. BESCHREIBUNG: Hier werden die relevanten Begriffe definiert und das konkrete Konzept der „Mehrweg-Hygiene-Schleuse“ sowie dessen Weiterentwicklung zur pragmatischeren Tablet-Lösung vorgestellt.

4. ETHISCHE ANALYSE: Basierend auf der Folgenethik und dem Utilitarismus erfolgt eine Bewertung des Konzepts, wobei der Gesamtnutzen für Umwelt und Gesellschaft gegen die Herausforderungen abgewogen wird.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Vorbildfunktion des Projekts und weist auf den notwendigen weiteren Forschungsbedarf sowie die Bedeutung individueller Verantwortung hin.

DOKUMENTATION TELEFONINTERVIEW: Dieser Abschnitt enthält das Gespräch mit Dieter Hieber, welches detaillierte Einblicke in die Motivation, die technischen Herausforderungen und die strategische Ausrichtung des Konzepts gibt.

Schlüsselwörter

Plastikverpackungen, Supermarkt, Nachhaltigkeit, Hieber’s Frische Center, Folgenethik, Utilitarismus, Corporate Social Responsibility, Umweltschutz, Mehrwegsystem, Abfallvermeidung, ökologische Wirtschaft, Pilotprojekt, Lebensmittelhandel, Konsumentenverhalten, Plastikfrei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Reduktion von Plastikverpackungen in Supermärkten am Beispiel des Pilotprojekts der Hieber’s Frische Center.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Nachhaltigkeit im Einzelhandel, Unternehmensethik, praktischen Lösungsansätzen zur Abfallvermeidung und der Umsetzbarkeit solcher Modelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob das Konzept der Hieber’s Frische Center ökologisch nachhaltig und sozial verantwortlich ist und ob es sich auf andere Supermärkte übertragen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ethische Analyse auf Basis der Folgenethik und des utilitaristischen Ansatzes durchgeführt, ergänzt durch Informationen aus einem Experteninterview.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept des Supermarktes beschrieben, ethische Grundlagen erläutert und das Konzept anhand utilitaristischer Kriterien bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Nachhaltigkeit, Plastikvermeidung, Unternehmensethik, Utilitarismus und ökologische Verantwortung.

Welche Herausforderungen gab es bei der ursprünglichen technischen Lösung?

Die ursprüngliche UV-Hygiene-Schleuse war zu zeitaufwendig und führte zu Problemen beim Einlegen der Gefäße, was eine pragmatischere Lösung erforderte.

Wie werden die Mehrkosten durch das Konzept kompensiert?

Die Mehrkosten für die alternative Verpackungsausgabe werden anteilig auf die Produkte umgelegt, wobei der Hauptgewinn in einem positiven Image liegt.

Warum hält Dieter Hieber den Verkauf offener Waren wie Müsli für problematisch?

Es besteht die Gefahr von Lebensmittelmotten und einer schnelleren Verderblichkeit der Produkte, weshalb er sich auf nachhaltige Verpackungen konzentriert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Plastikfreie Supermärkte. Ein umweltbewusstes Pilotprojekt
Untertitel
Das Beispiel der Hieber’s Frische Center
Note
2,4
Autor
Marco Baumgartner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V539681
ISBN (eBook)
9783346170699
ISBN (Buch)
9783346170705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beispiel center frische hieber’s pilotprojekt plastikfreie supermärkte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Baumgartner (Autor:in), 2016, Plastikfreie Supermärkte. Ein umweltbewusstes Pilotprojekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539681
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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