Immanuel Kants "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik". Programmatik und Charakter im Gegensatz zur "Kritik der reinen Vernunft"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

16 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

I. Die Prolegomena
1.1. Notwendigkeit der Prolegomena
1.2. Erläuterung des Ausdrucks Prolegomena

II. Programmatik und Charakter der Prolegomena im Gegensatz zur Kritik der reinen Vernunft
2.1. Programmatik der Prolegomena anhand der Vorrede
2.1.1. Bestimmung des Adressatenkreises
2.1.2. ‚Humesche Problem‘ als Anlass für die Kritik der reinen Vernunft
2.1.3. Aufbau der Prolegomena
2.1.4. Inhalt der Prolegomena mit Parallelen zur Kritik der reinen Vernunft
2.2. Programmatik der Prolegomena im Vergleich zur Kritik der reinen Vernunft
2.3. Charakter der Prolegomena im Vergleich zur Kritik der reinen Vernunft
2.4. Anhang der Prolegomena

III. Resümee und Ausblick
3.1. Resümee
3.2. Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufbau der Kritik der reinen Vernunft mit inhaltlichen Parallelen zur Prolegomena in Klammern

I. Die Prolegomena

„Rusticus expectat, dum defluat, at ille labitur et labetur in omne volubilis aevum.“ 1

(Horaz)

1.1. Notwendigkeit der Prolegomena

Die Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können, erschienen 1781, beschreibt Kant selbst als „Vorübungen“ [261] zu seiner ersten Auflage der Kritik der reinen Vernunft und nur in Zusammenhang mit dieser erschließt sich der Inhalt der Prolegomena für den Leser vollständig. Auf Grund öffentlicher Anfeindungen der ersten Auflage der Vernunftkritik, sah sich Kant genötigt, einige Missverständnisse in den Prolegomena aufzugreifen. So sollen diese dem Leser als Orientierung und Einführung zur Grundverständnis der wichtigsten Punkte der Vernunftkritik dienen. (vgl. Guyer, 2012)

Etwas polemisch wehrt Kant in der Vorrede der Prolegomena den Vorwurf eines anonymen Rezensenten2 ab, indem er diesen als „populären Witzling“ [259] beschreibt. Der Rezensent wirft Kant vor, er würde lediglich beweisen wollen, was dem reinen, gesunden Menschenverstand von Natur aus zugeschrieben wird. Demzufolge wäre hierin keine überragende philosophische Leistung zu sehen. (vgl. Zugabe zu den Göttingischen Anzeigen, 1782)

Eine Notwendigkeit für die Verfassung der Prolegomena sah Kant auch in dem Ausbleiben eines „dauernden Beifall[s]“ [255] der Anerkennung der Metaphysik als Wissenschaft im 18. Jahrhundert. Bis dahin gab es keinen eindeutigen Kriterienkatalog, um die Metaphysik als Wissenschaft anzuerkennen, obwohl dieses Jahrhundert als die Blütezeit für den Fortschritt in den mathematischen Wissenschaften und Naturwissenschaften bezeichnet wird. Weil der Mensch aber ein tiefes, essentielles Bedürfnis nach dem jenseits des physisch E rfahrbaren verspürt, wie die Fragen nach den transzendentalen Ideen - Freiheit, Seele und Gott wird sich „[…] die Nachfrage nach ihr doch auch niemals verlieren […].“ [257] Dies bestätigt Kant in der Vorrede zur ersten Auflage der Kritik der reinen Vernunft wie folgt: „Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: daβ sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.“ (Kritik der reinen Vernunft, A VII)

In der folgenden Arbeit soll zuerst der Begriff „Prolegomena“ geklärt werden und anschließend die Programmatik und der Charakter dieser im Gegensatz zur Kritik der reinen Vernunft erarbeitet werden. Die dafür relevanten Stellen beziehen sich auf die Vorrede [255-264], die einleitenden Paragraphen (§§) 1-5 [265-280], die Auflösung [365-371] und den Anhang [371-383] der Prolegomena, einschließlich der Parallelen aus der A-Auflage der Kritik der reinen Vernunft.

1.2. Erläuterung des Ausdrucks Prolegomena

Der Ausdruck Prolegomena war im 18. Jahrhundert eine gängige Beschreibung für eine Einführung zu Lehrbüchern, wie auch zum Beispiel für die Metaphysik der Philosophen Baumgarten und Wolff. (vgl. Schliemann, 2012) Dies darf nicht missverstanden werden mit den vorliegenden Prolegomena, denn diese sind nicht propädeutisch, da die Wissenschaftlichkeit der Metaphysik bis dato nach Kant noch zu beweisen war. Dadurch bestätigt sich der Zweifel an der Wirklichkeit dieser. [vgl. 256] Denn wäre Metaphysik als wirklich akzeptiert, wäre gemäß dem logischen Prinzip „ ab esse ad posse valet consequentia“ auch ihre Möglichkeit bereits gezeigt. (vgl. Schliemann, 2012, S.16; [271])

Kant aber ist davon überzeugt, dass es eindeutig zu formulierende Bedingungen für die Metaphysik gibt, „[…] auf welchen ihre Möglichkeit beruht […]“ [257] und sich ihr „Fundament“ [256] bildet. So setzt sich Kant in den Prolegomena und der Kritik der reinen Vernunft mit dieser Problematik auseinander, um das metaphysische Wissensbedürfnis des Menschen zu befriedigen.

II. Programmatik und Charakter der Prolegomena im Gegensatz zur Kritik der reinen Vernunft

„Es ist niemals zu spät, vernünftig und weise zu werden.“

( Kant, Prolegomena)

2.1. Programmatik der Prolegomena anhand der Vorrede

Die Vorrede behandelt die Frage, ob und wie Metaphysik möglich sei und dient somit der Problemexposition der Prolegomena. In der dreigeteilten Exposition präsentiert Kant die Adressatengruppe der Prolegomena, beschreibt den historischen Einschnitt synthetischer Erkenntnis a priori für die Metaphysik und setzt sich abschließend mit der Rezension der ersten Auflage der Kritik der reinen Vernunft auseinander. Alle drei Abschnitte sind neben der sachlichen Darstellung der Problematik mit einem gewissen Sarkasmus untermalt. [256-264]

2.1.1. Bestimmung des Adressatenkreises

Im ersten Abschnitt der Vorrede schränkt Kant den Adressatenkreis der Prolegomena strikt ein. Sie sind nicht für Schüler, sondern für „künftige Lehrer“ [255] geschrieben, da nur diese grundsätzlich fähig sind, sich eine völlig neue Wissenschaft anzueignen. Diejenigen Lehrer aber, „denen die Geschichte der Philosophie (der alten sowohl als neuen) selbst ihre Philosophie ist; für diese sind gegenwärtige Prolegomena nicht geschrieben“ [255], da diese sich bereits zu sehr auf ihr philosophiegeschichtliches Wissen berufen. Diese Voraussetzung wäre nach Kant für die Prüfung der Metaphysik als Wissenschaft sehr hinderlich, da sich der Leser bei dieser Unterfangung auf etwas vollkommen Neues einlassen muss. Ferner verlangt Kant vom Leser, sich die Bedeutungen der Begriffe der Metaphysik mit Hilfe der Prolegomena selbstständig zu entwickeln. [vgl. 278]

Kant geht dabei zunächst von der fundamentalen Fragestellung aus, ob Metaphysik überhaupt möglich ist. Um dies herleiten zu können, führt Kant den eigens dafür entworfenen Begriff der Transzendentalphilosophie3 ein. Sie stellt eine Wissenschaft dar, die sich mit der Grundlagenuntersuchung der Möglichkeit der Metaphysik beschäftigt.

2.1.2. ‚Humesche Problem‘ als Anlass für die Kritik der reinen Vernunft

[vgl. 257 Absatz II - 261, Absatz I]

Im zweiten Teil der Vorrede präsentiert Kant wie auch zuvor in der A- Auflage der Kritik der reinen Vernunft die philosophische Entwicklungsgeschichte der Metaphysik. (vgl. Kritik der reinen Vernunft, A 764 – 769] Kant verweist zunächst auf ausschlaggebenden Werke für die Metaphysik, wie die Kritik Humes4 neben der Werke von Locke5 und Leibniz6.

Ausganspunkt für Humes Kritik war der Kausalbegriff, der besagt, „dass etwas so beschaffen sein könne, daß, wenn es gesetzt ist, dadurch auch etwas Anderes notwendig gesetzt werden müsse.“ [257] Hume argumentierte, dass die Vernunft nicht fähig ist diese notwendigen Ursache-Wirkung-Beziehungen zu denken. Die Erkenntnis aus einer Ursache-Wirkung-Beziehung beruht nach ihm immer auf Erfahrung und kann deshalb nie a priorisch7 sein. Deswegen ist Metaphysik nach Hume als Wissenschaft ausgeschlossen. Das ‚Humesche Problem‘ der notwendigen subjektiven Vernunfterkenntnis hat Kant, so schrieb er, aus seinem „dogmatischen Schlummer“ [260] geweckt. Nach Kant sind Humes Schlussfolgerungen deswegen falsch, weil er das Problem nicht vollständig erfasste. Dies gab ihm den Anlass, in der Kritik der reinen Vernunft sich mit diesem Problem „[…] in seiner möglich größten Erweiterung […]“ [260] zu beschäftigen. Ihm zufolge gibt es mehr Begriffe außer der der Kausalität, durch die der Verstand Erkenntnis a priori erlangen kann. Somit beginnt Kant mit der Deduktion dieser Begriffe, überzeugt davon, dass sie nicht aus der Erfahrung, sondern aus der reinen Vernunft entspringen. Dadurch beweist er die Existenz synthetischer Urteile a priori, was nach Kant „das Schwerste, das jemals zum Behuf der Metaphysik unternommen werden konnte“ darstellt und zugleich „ […] die Möglichkeit einer Metaphysik ausmachen soll.“ [260]

Schließlich konnte Kant mit Hilfe dieser Begriffe die Systematik der Metaphysik erläutern und somit „[…] den ganzen Umfang der reinen Vernunft, in seinen Grenzen sowohl als seinem Inhalt, vollständig und nach allgemeinen Prinzipien […] bestimmen […].“ [261]

2.1.3. Aufbau der Prolegomena

Die Prolegomena bauen sich wie folgt auf: Die einleitenden §§ 1 - 4 dienen der Erläuterung der fundamentalen Hauptfrage ob Metaphysik als Wissenschaft möglich ist und dienen der Begriffserläuterung analytischer und synthetischer Sätze. Die regressive Argumentationsweise der Prolegomena führt dazu, dass die fundamentale Hauptfrage in drei transzendentale Teilfragen zergliedert wird. So diskutiert Kant in den §§ 6-13 wie reine Mathematik möglich ist, in den §§ 14-39 forscht er wie reine Naturwissenschaft möglich ist und den §§ 40-60 wie Metaphysik überhaupt möglich ist. In der Auflösung der fundamentalen Hauptfrage, kommt Kant zu dem Ergebnis, das es Metaphysik gibt. Solange sie aber nicht wenigstens einen synthetischen Satz a priori beweisen kann, kann sie nicht als Wissenschaft anerkannt werden. [vgl. 368-369]

Die Beantwortung der drei Teilfragen hin zur Fundamentalfrage bildet den Inhalt einer ‚Kritik der reinen Vernunft‘ an sich. Zugleich suchen sie „[…] zu gegebenen Wissenschaften die Quellen in der Vernunft selbst […]“ [280], um den richtigen Gebrauch derer zu garantieren. (vgl. Bernhard, 2003)

Im abschließenden Anhang gibt Kant einen Ausblick, wie mit diesem Ergebnis weiter fortzufahren sei und geht nochmal auf die Rezension in den Göttinger Anzeigen ein. (Lyre, Schliemann, 2012)

2.1.4. Inhalt der Prolegomena mit Parallelen zur Kritik der reinen Vernunft

Die Prädestination der Metaphysik hängt allein von der Möglichkeit synthetischer Erkenntnis a priori ab. Diese macht den Inhalt sowohl der Kritik der reinen Vernunft als auch der Prolegomena aus. [vgl. 377] In §1 und § 2 der Prolegomena legt Kant deutlich den Unterschied von analytischen und synthetischen Urteilen dar. Dabei geht er zuerst auf den Aufbau eines Urteils im Allgemeinen ein. Urteile, die „bloß erläuternd sind und zum Inhalt der Erkenntnis nichts hinzutun“ [266] werden analytisch genannt, während Urteile, die „erweiternd und die gegebene Erkenntnis vergrößern“ [266] synthetische sind.

Bereits in der Kritik der reinen Vernunft geht Kant auf den fundamentalen Unterschied von diesen beiden Urteilsarten ein. Im analytischen Urteil wird „der Begriff, den ich schon habe, auseinandergesetzt, und mir selbst verständlich gemacht“, während „ […] bei synthetischen Urteilen ich außer dem Begriffe des Subjekts noch etwas anderes (X) haben müsse, worauf sich der Verstand stützt, um ein Prädikat, das in jenem Begriffe nicht liegt, doch als dazu gehörig zu erkennen.“ (Kritik der reinen Vernunft, A 7 f.) Letztere unterteilt er in den Prolegomena zum Zwecke der Abgrenzung noch in Erfahrungsurteile und mathematische Urteile ein.

Kant nimmt die Existenz synthetischer Urteile a priori, welche nicht auf dem Satz des Widerspruches beruhen und von jeglicher Erfahrung unabhängig sind, als gegeben an. [vgl. 277] Er macht dies durch folgendes Beispiel der Arithmetik deutlich: 7+5=12. Der Begriff, die Summe aus 7+5 enthält nur die Information der „Vereinigung beider Zahlen in eine einzige.“ [268] Das Ergebnis zwölf steckt aber nicht in der gedachten Vereinigung dieser beiden Zahlen. Auf die zwölf kommt man nur durch Anschauung, indem man zum Beispiel seine Finger zur Hilfe nimmt und zu der sieben fünf dazu zählt. Dadurch wird die eigene Erkenntnis erweitert. Arithmetische Sätze sind somit notwendig immer synthetisch. [269]

Die bisherige Philosophie, so auch Hume, hat behauptet, dass sowohl mathematische, als auch metaphysische Urteile aus analytischen Sätzen bestehen. Durch diesen Fehlschluss war es nicht möglich, Metaphysik an sich zu beweisen und als Wissenschaft geltend zu machen. [vgl. 272] Der Fehler bestand laut Kant darin, dass man geglaubt hat, dass in einem apodiktischen Urteil (7+5=12) das Prädikat 12 schon im Subjektbegriff (7+12) enthalten ist. Dies war jedoch ein großer Irrtum, da es nicht darauf ankommt, dass zu einem bestimmten Begriff ein bestimmtes Prädikat gedacht werden soll, sondern was man tatsächlich zu einem bestimmten Subjektbegriff hinzudenkt. Hier beweist Kant nun, dass bestimmte Prädikate zu bestimmten Begriffen nicht unmittelbar notwendig, sondern durch Anschauung zugeschrieben werden. Reine mathematische Erkenntnis beispielsweise wird durch die Konstruktion von Begriffen gewonnen. „Die Sätze der Mathematik gehen also über die Begriffe hinaus zu den Anschauungen, die diesen Begriffen korrespondieren und sind somit synthetisch und nicht analytisch.“ (Bernhard, 2003, S.29)

Kant betont ausdrücklich in §3, dass vor seiner Vernunftkritik Philosophen wie Wolff8, Baumgarten9 und Locke diese analytisch-synthetische Unterscheidung überhaupt nicht, oder unzureichend erfasst haben. Kant wirft Ihnen vor, dass sie nicht einmal wussten, „daß ihren eigenen Bemerkungen eine solche Idee zum Grunde liege.“ [270] So lehnt er in § 4 sowohl den Wolffschen Dogmatismus ab, „der uns nichts lehrt“ [272], als auch den Humeschen Skeptizismus, „der uns gar überall nichts verspricht“ [272] und der eine „Denkungsart, darin die Vernunft so gewalttätig gegen sich selbst verfährt, daß diese niemals als in völliger Verzweiflung an Befriedigung in Ansehung ihrer wichtigsten Absichten hätte entstehen können.“ [271] So muss die fundamentale Hauptfrage, ob überhaupt Metaphysik möglich sei, geklärt werden, ohne auf diese beiden philosophischen Strömungen zurückzugreifen.

Für Kant ist demnach die Existenz synthetischer Urteile unproblematisch, da sie durch die „reine Mathematik“ und „reine Naturwissenschaft“ [275] bestätigt werden. Dies rechtfertigt aber nicht die Existenz der Metaphysik, sondern macht lediglich die Untersuchung dieser möglich. Sie hat das Ziel mit Hilfe synthetischer Sätze Erkenntnis a priori zu erzeugen, sowohl der Anschauung, als auch der Begriffe nach. [274] Im folgenden Teil der Prolegomena setzt sich Kant unter anderem damit auseinander, wie diese synthetischen Urteile a priori überhaupt möglich sind. (vgl. Kooperativer Kommentar, 2012, S. 25) Denn wenn deren Herkunft geklärt werden kann, so kann auch bestimmt werden, wie sie in Wissenschaften möglich sind und wie sie Metaphysik als Wissenschaft befürworten können.10

[...]


1 „Der Bauer wartet, bis der Fluss abgeflossen ist, dieser aber wird immer und immer weiter fließen.“ (Horaz)

2 Anonyme Rezension in der Zugabe zu den Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen unter der Aufsicht der Köngl. Gesellschaft der Wissenschaften, 19.Januar 1782, S.40-48.

3 Def. transzendental vs. transzendent: „[…] bedeutet nicht etwas, das über alle Erfahrung hinausgeht, sondern was vor ihr (a priori) zwar vorhergeht, aber doch zu nichts Mehrerem bestimmt ist, als lediglich Erfahrungserkenntnis möglich zu machen. Wenn diese Begriffe die Erfahrung überschreiten, dann heißt ihr Gebrauch transzendent, welcher von dem immanenten, d.i. auf Erfahrung eingeschränkten Gebrauch unterschieden wird.“ [Fußnote, 373-374]; als Transzendentalphilosophie beschreibt Kant ein System, das alle synthetischen Urteile a priori umfasst (vgl. Kritik der reinen Vernunft, A 11ff.)

4 Siehe David Hume, An Enquiry Concerning Human Understanding, London 1748

5 Siehe John Locke, An Essay Concerning Human Understanding, London 1689/90

6 Siehe Gottfried Wilhelm Leibniz, Nouveaux essais sur l’entendement humain, Amsterdam-Leipzig, 1765

7 Def. a priori: „jenseits der Erfahrung […], oder aus reinem Verstande und reiner Vernunft.“ [265]

8 Siehe Christian Wolff, Philosophia prima sive ontologia, Frankfurt-Leipzig, 1730

9 Siehe Alexander Gottlieb Baumgarten, Metaphysica, Halle 1739

10 Problematisch an diesem Schluss ist meiner Meinung nach, dass synthetische Urteile a priori in unterschiedlichen Wissenschaften aus verschiedenen Gründen notwendig sind und somit schwer zu vergleichen. (vgl. Bernhard, 2003)

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Immanuel Kants "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik". Programmatik und Charakter im Gegensatz zur "Kritik der reinen Vernunft"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Philosophie)
Veranstaltung
Immanuel Kant: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V539684
ISBN (eBook)
9783346141460
ISBN (Buch)
9783346141477
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Immanuel Kant, Prolegomena, Programmatik, Vorrede, Kritik der reinen Vernunft
Arbeit zitieren
Nicole Kaczmar (Autor), 2014, Immanuel Kants "Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik". Programmatik und Charakter im Gegensatz zur "Kritik der reinen Vernunft", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539684

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