In dieser Arbeit geht es um die Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung, insbesondere um die Gestaltungsmöglichkeiten, die zivilrechtlichen Strukturen und die juristischen Risiken. Die Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung sind von vielen Faktoren abhängig. Das sind unterschiedlichste Einflussfaktoren, die beispielsweise durch die Sicherungsabreden eingegrenzt werden können. In einem anwendungsbezogenen Teil werden die Risiken der Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung, unter der Berücksichtigung der Einflussfaktoren wie die Sicherungsabrede, diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen: Treuhandverhältnis und Kreditbesicherung
2.1 Definition Treuhandverhältnis
2.2 Definition Kreditbesicherung
3 Übersicht Kreditsicherungsrecht
3.1 Personal- und Realsicherheiten
3.2 Gesetzlich und außergesetzliche Kreditsicherheiten
3.3 Akzessorietät
4 Gestaltungsmöglichkeiten
4.1 Personalsicherheit – die Bürgschaft
4.2 Realsicherheiten
4.2.1 Sicherungsabtretung von Forderungen
4.2.2 Sicherungsgrundschuld
4.2.3 Sicherungsübereignung
5 Risiken
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung systematisch zu untersuchen, um deren zivilrechtliche Strukturen, Gestaltungsmöglichkeiten sowie die damit verbundenen juristischen Risiken transparent darzulegen.
- Grundlagen des Treuhandverhältnisses und der Kreditbesicherung
- Systematik des Kreditsicherungsrechts (Personal- vs. Realsicherheiten)
- Abgrenzung von akzessorischen und nicht-akzessorischen Sicherheiten
- Rechtliche Ausgestaltung der Bürgschaft, Sicherungsabtretung und Grundschuld
- Analyse der Risiken und Einflussfaktoren im Rahmen von Sicherungsabreden
Auszug aus dem Buch
4.2.3 Sicherungsübereignung
In der Praxis lässt sich das Pfandrecht nur schwierig darstellen, denn hier gilt, dass das Sicherungsmittel, also der Gegenstand, im Besitz des Gläubigers ist. Durch diese Problematik hat sich die Sicherungsübereignung oftmals bewehrt. Der Sicherungsgegenstand bleibt bei der Sicherungsübereignung im Besitz des Sicherungsgebers und das Eigentum wird lediglich treuhänderisch an den Sicherungsnehmer übergeben. (Wien, A. 2012., S. 219)
Anhand der Darstellung sollen die Beziehungen verdeutlicht werden. Der Kreditnehmer stellt die Sicherheit z.B. eine Maschine für den Kreditgeber und dieser akzeptiert die Sicherheit. Das entscheidende ist, dass der Sicherungsgegenstand im Besitz des Kreditnehmers bleibt, sodass er diesen auch nutzen kann. Das Eigentum an dem Gegenstand wird mittels eines sogenannten Besitzkonstituts an den Sicherungsnehmer übertragen. Der Kreditgeber ist somit berechtigt, den Gegenstand im Falle einer Zahlungsunfähigkeit zu verwerten. (Staab, H., Staab, P., 2014. S. 314) Andersherum ist der Sicherungseigentümer verpflichtet dem Sicherungsgeber das Eigentum wieder zu beschaffen, sobald dieser die Schuld beglichen hat. Es ist also festzuhalten, dass der Kreditgeber das Eigentum im eigenen Interesse erwirbt und nicht im Sinne vom Kreditnehmer. (Apathy P., 2012. S. 278)
Die Sicherungsübereignung besteht zum einen aus der Eigentumsübertragung und zum anderen aus der Sicherungsabrede. Nach § 929 und § 930 BGB übertragt der Sicherungsgeber das Eigentum am Gegenstand an den Sicherungsnehmer. Wie im BGB § 930 geschrieben, „ist der Eigentümer im Besitz der Sache, so kann die Übergabe dadurch ersetzt werden, dass zwischen ihm und dem Erwerber ein Rechtsverhältnis vereinbart wird, …“. Das wird als das Besitzkonstitut bezeichnet. (Güllemann. 2018. S, 274)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung ein, definiert den Aufbau der Arbeit und formuliert das Ziel der Untersuchung.
2 Definitionen: Treuhandverhältnis und Kreditbesicherung: Dieses Kapitel liefert die grundlegenden Definitionen für die zentralen Begriffe des Treuhandverhältnisses und der Kreditbesicherung.
3 Übersicht Kreditsicherungsrecht: Hier wird ein Überblick über die Systematik des Kreditsicherungsrechts gegeben, inklusive der Unterscheidung von Personal- und Realsicherheiten sowie der Akzessorietät.
4 Gestaltungsmöglichkeiten: In diesem Kapitel werden die konkreten rechtlichen Möglichkeiten der Kreditsicherung, wie die Bürgschaft und die Sicherungsübereignung, detailliert analysiert.
5 Risiken: Dieses Kapitel beleuchtet Risikofaktoren bei der Kreditsicherung und illustriert die Problematik anhand einer Statistik zur Überschuldung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Komplexität des Konsumentenverhaltens im Kontext der untersuchten Rechtsstrukturen.
Schlüsselwörter
Treuhandverhältnis, Kreditbesicherung, Personalsicherheiten, Realsicherheiten, Bürgschaft, Sicherungsabtretung, Sicherungsgrundschuld, Sicherungsübereignung, Akzessorietät, Sicherungsabrede, Kreditsicherungsrecht, Rechtsrisiken, Besitzkonstitut, Zweckerklärung, Eigentumsvorbehalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Strukturen und Gestaltungsmöglichkeiten von Treuhandverhältnissen bei der Kreditbesicherung sowie den damit verbundenen juristischen Risiken.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die zentralen Themenfelder sind die Definition von Kreditsicherheiten, die Differenzierung zwischen Personal- und Realsicherheiten sowie die rechtlichen Grundlagen der Sicherungsabtretung und Sicherungsübereignung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, wie Treuhandverhältnisse im Rahmen der Kreditsicherung rechtlich ausgestaltet sind und welche Auswirkungen dies auf die Rechtsbeziehungen zwischen Gläubiger und Schuldner hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der relevanten Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und eine Auswertung fachspezifischer Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht des Kreditsicherungsrechts sowie eine detaillierte Erläuterung der Gestaltungsmöglichkeiten von Sicherheiten wie Bürgschaften, Grundschulden und der Sicherungsübereignung.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind insbesondere Treuhandverhältnis, Akzessorietät, Sicherungsabrede und fiduziarische Sicherheiten.
Warum ist das "Besitzkonstitut" für die Sicherungsübereignung so wichtig?
Das Besitzkonstitut ermöglicht es dem Sicherungsgeber, den Gegenstand weiterhin im Besitz zu halten und zu nutzen, obwohl das Eigentum zur Absicherung treuhänderisch auf den Sicherungsnehmer übertragen wurde.
Welchen Vorteil bietet die Sicherungsgrundschuld gegenüber der Hypothek?
Die Sicherungsgrundschuld ist eine abstrakte Sicherheit, die nicht von einer konkreten Forderung abhängig ist, was dem Eigentümer mehr Gestaltungsfreiraum und Flexibilität bietet.
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- Nina Kesten (Author), 2019, Treuhandverhältnisse bei der Kreditbesicherung. Gestaltungsmöglichkeiten, zivilrechtliche Strukturen und juristische Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539698