Außerliterarische Anwendungen der Emblematik: Das Emblemprogramm des Großen Saals im Nürnberger Rathaus


Seminararbeit, 2006
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte des Rathaussaals

3. Isselburgs „Emblemata politica“ als wichtigste Rekonstruktionsquelle

4. Das Emblemprogramm im Nürnberger Rathaussaal

5. Die thematische Ordnung der Embleme

6. Beispiel zur Lesbarkeit des Emblemprogramms

7. Nürnberger Emblematik und Deutung des Programms im Ganzen

8. Schlusswort

9. Literaturverzeichnis

10. Abbildungsverzeichnis

11. Abbildungen

1. Einleitung

Insbesondere für die Verwendung in Dekorationsprogrammen war die offene Form des Emblems und die sprachliche Leistungsfähigkeit des Bildes wichtig, denn innerhalb eines Dekorationsprogramms war es kaum möglich, durch ausführliche Epigramme den Auslegungsteil mitzuliefern. Bei der angewandten Emblematik ist so eine Reduktion der Embleme auf Pictura und Motto zu erkennen. Als Bestandteile von festen Programmthemen stehen die Embleme dort nämlich in einem Kontext, der die Beziehungsfindung anstelle der epigrammatischen Auslegung vorgibt. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es zahlreiche Emblemzyklen, die außerhalb literarischer Publikationszusammenhänge entstanden und erst nachträglich in Buchform publiziert wurden.[1]

In meiner Hausarbeit möchte ich anhand des Emblemprogramms im Großen Saal des Nürnberger Rathauses zeigen, dass es für eine angemessene Interpretation eines außerliterarischen Programms unerlässlich ist, den ikonographischen und architektonischen Kontext einzubeziehen. Ebenso spielt auch die Funktion des Gebäudes im sozialen und historischen Prätext eine Rolle. Die Hierarchien in der Raumgestaltung geben Hinweise darauf, wie das emblematische Programm zu lesen ist.

In meinen Ausführungen soll besonders deutlich werden, dass sich die Embleme im Rathaus anders lesen und deuten lassen, als die gleichen Embleme in der späteren Buchpublikation Peter Isselburgs. Im Verlauf meiner Arbeit werde ich ein Beispiel für die Lesbarkeit des Programms geben, nach dessen Muster sich das gesamte Programm lesen lässt. Dabei werde ich mich auf zwei Embleme und ein Rundbild, welche miteinander im Zusammenhang stehen, beschränken. An diesem Muster soll ersichtlich werden, auf welche Weise sich das restliche Emblemprogramm des Rathauses deuten lässt.

2. Geschichte des Rathaussaals

Der Große oder Goldene Saal des Nürnberger Rathauses ist der älteste Teil des Gebäudekomplexes und wurde im Jahre 1340 vollendet. Acht Jahre zuvor kaufte der Rat der Stadt Nürnberg vom Kloster Heilsbronn ein Anwesen und ließ durch den Stadtbaumeister Philipp Groß den Rathaussaal errichten.[2] Er war mit einem Tonnengewölbe ohne Pfeiler der größte Saal und wurde als Versammlungshalle genutzt. Er war 40 Meter lang, 12 Meter breit und 14 Meter hoch.[3]

Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die an die Nordflügel des Rathauses stoßenden Bürgerhäuser aufgekauft, um so den Rathausbau erweitern zu können. Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten wurde der Saalbau 1520/21 einer Erneuerung unterzogen. Das Innere wurde mit Gemälden nach Entwürfen Albrecht Dürers geschmückt. Schon hundert Jahre später waren die Innenwände so verblasst, dass man im Jahre 1613 Maler mit ihrer Erneuerung beauftragte.[4]

Erst im Jahre 1613 wurde der Saal durch einen Zyklus von Emblemen in den Fenstern erweitert. Es gab 32 paarweise angeordnete Embleme in den Gewänden der beiden seitlichen Fenster der Ostwand, in allen elf Fenstern der Südseite und den drei Fenstern der gotischen Westwand. Bei den Emblemen handelte es sich um Sinnbilder mit staatspolitischen Aussagen zum guten Regiment und zur Gerichtspflege. Im Jahre 1621 kamen unter Georg Volckamer noch fünf weitere Embleme hinzu.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Nürnberger Rathaus von Bomben schwer getroffen und brannte vollständig aus. Die Bomben vernichteten die – inzwischen wiederhergestellte – Holzdecke vollkommen und auch ­–­ die noch immer nicht wieder restaurierten – malerischen Dekorationen der Wände bis auf marginale Reste. Glücklicherweise konnte das fast vollständig zerstörte Rathaus aus verschiedenen Quellen wieder rekonstruiert werden. So sind zum Beispiel die Vorlagenzeichnungen für die emblematischen Medaillons erhalten oder auch Fotografien des Rathauses aus der Zeit der Jahrhundertwende. Die wichtigste Quelle für die Motive der Embleme und ihre Bedeutung liefert allerdings das Emblembuch von Peter Isselburg mit seinen 32 Kupferstichen.

Nach Kriegsende konnte der Rathauskomplex wieder neu entstehen. Man restaurierte den ältesten gotischen Teil (1332-1340) des Rathauses, ebenso die von Hans Behaim um 1515 erbaute spätgotische Fassade an der Rathausgasse, weiterhin den 1616-1622 von Jakob Wolff d. J. errichteten Spätrenaissance-Frühbarockbau, die Erdgeschosshalle und den Hof.[5]

3. Isselburgs „Emblemata politica“ als wichtigste Rekonstruktionsquelle

Das erste sich selbst als Sammlung von politischen Emblemen bezeichnende Buch und somit auch das früheste veröffentlichte Emblembuch war Peter Isselburgs „Emblemata politicia. In aula magna Curiae Noribergensis depicta“ von 1617. Übersetzt heißt der Titel: „Poltische Embleme, die im großen Nürnberger Rathaussaal gemalt sind“. Bei dem Buch handelt es sich also um die Publikation des architektonischen Dekorationsprogramms im Nürnberger Rathaus.

Der größte Unterschied zwischen Saal- und Buchemblemen ist das Fehlen der im Stich hinzugesetzten erläuternden Epigramme, also der emblematischen Subscriptio. An der entsprechenden Stelle befanden sich im Rathaus Blumen- oder Fruchtmotive. Über den querovalen Mottokartuschen schlossen Groteskenmalereien jede Dekorationseinheit nach oben ab.

Die Stiche in Isselburgs „Emblemata politica“ sind genauso angeordnet wie im Rathaus. So sind bei Isselburg insgesamt 32 Embleme überliefert.

Die Autoren der Embleme waren die Nürnberger Patrizier Georg Volckamer und Andreas Imhof. Volckamer war wie viele Patrizier Gelehrter und Staatsmann zugleich. Seit 1616 amtierte er auch als oberster Bauherr. Sein Anteil an der Erneuerung des Rathauses beschränkte sich nicht nur auf die Auswahl und Anordnung der Embleme; er war auch mit allen Entscheidungen und Problemen des Baus und der Ausstattung des neuen Rathauses befasst.[6]

Bei der Themenzusammenstellung der Rathausembleme griff Volckamer auf den Fundus der Altdorfer Preismedaillen zurück. Er selber war ein Zögling der Altdorfer Schule, die damals den Status einer Universität hatte, gewesen. Nicht weniger als 15 Rathausembleme gehen auf Altdorfer Medaillen zurück, also nahezu die Hälfte des Programms. Viele der Vorbilder wurden allerdings variiert, gemäß den Aussagen innerhalb eines politischen Programms.[7]

Ein Beispiel für den Rückgriff auf Altdorfer Medaillen ist das Sic orbis iter – Emblem (Abb. 1) des Rathausprogramms. Es versinnbildlicht den rückschrittlichen Lauf der Welt und geht zurück auf die Spruchweisheit vom Krebsgang der Welt, die schon in den „Adagien“ des Erasmus von Rotterdam vorkommt, sich auf ein Stück des Aristophanes bezieht und die Vorlage für die entsprechende Hieroglyphe in Valerians „Hieroglyphica“ bildet. Noch mit der Inscriptio Sic vertitur orbis iter (So wird der Lauf der Welt verkehrt) kam dieses Emblem in Camarius’ „Symbolorum et Emblematum centuriae“ vor, welches der Akademie in Altdorf schließlich auch als Vorlage für eine ihrer Preismedaillen diente.[8]

Georg Volckamer, der nach Abschluss seiner Altdorfer Studien 1579 zwei Jahre zur Ausbildung nach Italien gegangen war, griff auch auf ein ihm damals bekanntes Emblem zurück, und zwar auf die Festina lente – Imprese des toskanischen Medici-Großherzogs Cosimo I.[9]

Die 32 Embleme setzten sich im Großen Saal aus den vier Emblemen der Ostwand, den 22 der Südwand und weiteren sechs an der Westwand zusammen. Dieser Zustand bestand jedoch nur so lange bis Volckamer oberster Bauherr des Rathauses wurde. Aufgrund eines Umbaus des Gebäudekomplexes und zur Wahrung der achsensymmetrischen Ordnung musste die Westwand um eine Achse verbreitert werden. Der Neugestaltung fielen das elfte Fenster der Südwand und alle Fenster der alten Westwand zum Opfer, also acht Embleme des Programms von 1613. Der Bauteil wurde dann schließlich 1621 dekoriert, und es wurden 13 weitere Embleme hinzugefügt bzw. erneuert, so dass die Anzahl der Embleme jetzt 37 betrug. Die fünf neuen Embleme entnahm man aus damals verbreiteten Büchern; auf diese Weise entstand beispielsweise das Unde pluvat – Emblem, das den Gott Merkur zeigt, der Lorbeer begießt.[10]

Grundsätzlich gilt für die Gattung der Emblembücher der vom heutigen Verständnis abweichende damalige Inhalt der Termini „Politik“ und „politisch“, der neben den Staats- und Gesellschaftsangelegenheiten auch das kluge Verhalten des Einzelnen im Umgang mit seinen Mitmenschen beinhaltete. Entsprechend diesem weit gefassten Politikbegriff ist auch die Mehrzahl der sich selbst als „politisch“ bezeichnenden Emblembücher allgemeiner moralisierend gemeint.[11]

4. Das Emblemprogramm im Nürnberger Rathaussaal

Die Ausarbeitung der Dekorationen des Nürnberger Rathaussaals wurde nach den Vorgaben Albrecht Dürers von den besten und begabtesten Künstlern ausgeführt. Die Inschriften und Texte stammten teils von Willibald Pirckheimer, einem frühen Humanisten. Andere Künstler, die die Wandbilder ausführten und die Ausstattung des Saals in mehreren Gemälden dokumentierten, waren Veit Fischer und Paul Juvenel der Ältere.[12]

In den Jahren 1515 und 1517 entwarf Dürer auch den großen Triumphbogen für Kaiser Maximilian I. und arbeitete die Details für die feierliche Festinszenierung im Triumphzug des Kaisers aus. Eine Darstellung dieses Triumphzugs findet sich in der Rathausdekoration, was darauf schließen lässt, dass das Bildprogramm in engem Zusammenhang mit der kaiserlichen Politik und Repräsentation gesehen werden kann.[13]

Die Abfolge des Programms erschließt sich, wenn man der Topographie folgt, wie sie der Besucher des Rathaussaals erfährt: Beim Eintreten wendet sich der Besucher nach links und sieht, wie sich das Bild des Triumphwagens Kaiser Maximilians entlang der nördlichen Wand erstreckt – in Anlehnung an den wirklichen Triumphzug. Auf der Schmalseite der östlichen Wand befinden sich der Regalienschrein und in der südöstlichen Ecke der Kaiserthron. Beginnend in den beiden Fensternischen der östlichen und entlang der südlichen Wand sieht der Besucher die emblematischen Kartuschen. Die südliche Wand wird von 12 Fenstern unterteilt. Zwischen den Fenstern befinden sich Medaillons mit Szenen aus der antiken Geschichte und erläuternde Inschriften. Entlang der westlichen Wand zeigt ein Wandfresko die Szene des Jüngsten Gerichts. Das Bildprogramm schließt ab mit dem Fresko der Verleumdung des Apelles zum Thema der Gefahr von Betrug und Fehlinterpretation.[14]

Wie am Beispiel des Nürnberger Rathaussaals gezeigt werden kann, bestimmt die Raumfunktion den Bedeutungsrahmen der Embleme. Ein Motiv, das an sich mehrdeutig sein könnte, erhält durch seine Platzierung eine Spezifikation, die die Inscriptio allein nicht gewährleisten kann. In der Buchemblematik sind es gewöhnlich Inscriptio und Subscriptio, die den Kontext herstellen und den Schlüssel zur Interpretation des Emblems liefern. In der angewandten oder außerliterarischen Emblematik allerdings, wo oft der auslegende Text fehlt und lediglich die Inscriptio vorhanden ist, kann dieser notwendige Kontext auf andere Weise hergestellt werden.[15]

Die Abfolge, wie das Bildprogramm gelesen werden soll, zeigt deutlich, wie sie wirken sollte und wie bedeutsam sie im Hinblick auf die politische Botschaft ist: Es werden die sozialen und politischen Hierarchien dargestellt und deutlich gemacht. Wer den Raum betrat, folgte also erst einmal dem kaiserlichen Triumphzug zum Thron, wandte sich dann den Sitzen der Ratsherren zu, welche sich an der Südwand befanden, und sah dann schließlich den Gerichtsbereich gegenüber an der westlichen Wand.[16]

5. Die thematische Ordnung der Embleme

An der Südseite des Saals repräsentierte der Rat der Stadt sich selbst in Form eines ausführlichen Emblemprogramms, vor dem Hintergrund Nürnbergs, welches sich vor den Fenstern des Saals erstreckte. Sinn und Zweck dieses Programms war also die Selbstdarstellung des Rates in den typischen Bürgertugenden. Dies bildete einen Tugendspiegel.

Ein Großteil des emblematischen Programms befand sich auf der Südseite des Saals, in den Laibungen der 12 hohen Fenster. Themen dieser Embleme sind die typischen Bürgertugenden. Sie beziehen sich auf das Gemeinwesen der Stadt. Aufgabe dieses Teils des Emblemprogramms war einerseits die Senatoren immer wieder an ihre Aufgaben zu erinnern und andererseits, deren Selbstverständnis zu dokumentieren.[17]

Die Gruppe der ersten drei Emblempaare beschäftigt sich mit den Bedingungen des menschlichen Lebens im Allgemeinen und handelt von Themen wie der Flüchtigkeit des irdischen Daseins und der Nichtigkeit menschlicher Handlungen gegenüber dem Streben nach Ausdauer und Geduld. Die zweite Gruppe handelt von Themen der gegenseitigen Abhängigkeit in der Gemeinschaft. Die letzte beschäftigt sich mit der Rolle des Gemeinwesens, dem Schutz der Schwachen gegenüber den Starken, der Stärke durch Einheit, den Gesetzen und der Verteidigung gegenüber Gefahren von außen.[18]

Thematisch ergänzen die Embleme die 12 Rundbildfriese mir ihren Szenen antiker Geschichte und Mythologie an der Südwand des Saals. Diese Regentschafts-Allegorien, welche Herrscher wie Trajan oder Solon zeigen, stehen in engem Zusammenhang mit den Tugenden, die in den Emblemen abgebildet sind, und bildeten ursprünglich die einzigen Dekorationen der Südwand.[19] Diese Medaillons bilden einen Teil des exemplarischen Geschichtsdenkens, das zur Zeit des Humanismus durchaus üblich war.

Die Embleme in den Fensternischen der Ostwand stellen die allgemeinen Tugenden des idealen Herrschers dar. Sie bezogen sich auf den Kaiser, der – etwa auf Reichstagen – anwesend war, denn für diese Gelegenheiten gab es den Thron, oder wenn er nicht anwesend war, so wurde die symbolische Anwesenheit des Kaisers in Form der kaiserlichen Regalia garantiert. Diese Insignien repräsentieren stellvertretend seine Macht, die während seiner Abwesenheit symbolisch auf den Rat der Stadt überging.[20]

An der Ostwand befinden sich vier Embleme, welche Eigenschaften zeigen, die ein guter Herrscher haben soll: Voraussicht, dargestellt durch das Emblem In pace quae belli sunt (Im Frieden sei immer des Krieges gewahr, Abb. 2) und Selbsterkenntnis, versinnbildlicht durch das Nosce te ipsum – Emblem (Erkenne dich selbst, Abb. 3). Die negativen Gegenstücke zu diesen Emblemen sind jeweils in den gegenüberliegenden äußeren Fensterlaibungen angebracht: Fortuna volubilis erat (Das Glück ist wechselhaft, Abb. 4) und Stultus amor nostri (Selbstliebe ist töricht, Abb. 5). Das Konstruktionsprinzip ist die spiegelbildliche Präsentation, die in der räumlichen Anordnung der Embleme ausgedrückt ist.[21]

Fortuna volubilis erat (Abb. 4) zeigt in der Pictura eine Szene aus der antiken Geschichte: Sesostris` Wagen wird von den besiegten Königen gezogen. Von diesem höchsten Triumph fiel Sesostris bald ins Unglück und endete durch Selbstmord. Dies ist eine Warnung vor der Unterschätzung des wechselhaften Schicksals und Glücks in der Politik.[22]

In pace quae belli sunt (Abb. 2) rät zu ständiger Wachsamkeit, selbst in Zeiten der Harmonie, um im Falle eines unvorhergesehenen Wechsels gewappnet zu sein. Dargestellt wird dies durch einen Fuchs und einen Eber friedlich unter einer Eiche, aber in Erwartung der Gefahr. Im „Physiologus“ heißt es, dass der Fuchs „ein listiges Tier sei“[23], dessen Schlauheit ihn befähigt vorauszudenken. Der Eber wurde mit seiner Wehrhaftigkeit und Angriffslust das heilige Tier des antiken Kriegsgottes Mars.[24]

Dieselbe Gegenüberstellung von positiver und negativer Seite ein und derselben Sache zeichnet auch das nächste Emblempaar aus, das von Selbsterkenntnis und Eitelkeit handelt. Die Selbsterkenntnis wird dargestellt durch einen Pfau unter der Bildüberschrift Nosce te ipsum (Abb. 3). Der Pfau ist mit mächtig geschlagenem Rad, auf seine Füße blickend dargestellt. Entnommen ist das Sinnbild ebenfalls dem „Physiologus“, in dem es über den Pfau heißt: „[…] hat Freude an seinem Aussehen, schüttelt sein Gefieder, macht ein Rad und betrachtet sich wohlgefällig. Doch wenn er nach seinen Füßen sieht, schreit er wild und klagend auf, denn seine Füße passen nicht zu seiner sonstigen Gestalt“[25].

Die Eitelkeit wird durch das Stultus amor nostri – Emblem (Abb. 5) versinnbildlicht. Dargestellt ist ein Mädchen, das sich in einem Spiegel, den es in der Hand hält, betrachtet. Die halbentblößte Dame ist eine Allegorie der Eitelkeit, der Spiegel in ihrer Hand ein Vergänglichkeitssymbol, das an das Schwinden von Jugend und Schönheit erinnern soll.[26]

[...]


[1] Warn>

[2] Liebel: Das Rathaus zu Nürnberg, S. 4

[3] Mödersheim: Duce virtute, comite fortuna, S. 33

[4] Liebel: Das Rathaus zu Nürnberg, S. 4

[5] Schwemmer: Merian Nürnberg, S. 70

[6] Mende: Das alte Nürnberger Rathaus, S. 333

[7] Warn>

[8] Ebd., S. 95

[9] Ebd., S. 139

[10] Ebd., S. 142

[11] Warn>

[12] Mödersheim: Duce virtute, comite fortuna, S. 34

[13] Ebd.

[14] Ebd.

[15] Mödersheim: Duce virtute, comite fortuna, S. 44 f.

[16] Ebd., S. 35

[17] Ebd., S. 37

[18] Ebd., S. 37 f.

[19] Ebd., S. 38

[20] Mödersheim: Duce virtute, comite fortuna., S. 35

[21] Ebd.

[22] Ebd., S. 36

[23] Schönberger: Physiologus; S. 29

[24] Mende: Das alte Nürnberger Rathaus, S. 340

[25] Schönberger: Physiologus, S. 97

[26] Mende: Das alte Nürnberger Rathaus, S. 341

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Außerliterarische Anwendungen der Emblematik: Das Emblemprogramm des Großen Saals im Nürnberger Rathaus
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Kunstgeschichtliches Institut)
Veranstaltung
Text - Bild - Medien in der frühen Neuzeit
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V53976
ISBN (eBook)
9783638492805
ISBN (Buch)
9783656605126
Dateigröße
4381 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Emblemprogramm des Nürnberger Rathauses sowie mit der "Emblematica politica. In aula magna Curiae Noribergensis depicta" von Peter Isselburg in vergleichender Weise, da es sich bei den dargestellten Emblemen um die gleichen handelt. 14 Seiten plus Anhang
Schlagworte
Außerliterarische, Anwendungen, Emblematik, Emblemprogramm, Großen, Saals, Nürnberger, Rathaus, Text, Bild, Medien, Nürnberg, Frühe Neuzeit, Isselburg, Epigramm, Propaganda
Arbeit zitieren
Doreen Fräßdorf (Autor), 2006, Außerliterarische Anwendungen der Emblematik: Das Emblemprogramm des Großen Saals im Nürnberger Rathaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53976

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