Das Empowerment, sinngemäß die Selbsbemächtigung, ist für den Menschen wichtig, um einen selbstbestimmten und beständigen Platz in der Gesellschaft zu finden. In folgenden Kapiteln möchte ich diese These mit Fakten unterlegen.
Zuerst werden die Begriffe Empowerment, Gesellschaft und Inklusion, sowie Exklusion definiert. Anschließend wird die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft genauer beleuchtet. Dadurch soll ersichtlich werden, in welchen Bereichen der Empowerment–Ansatz greifen kann. Anschließend wird intensiver auf den Empowerment–Ansatz eingegangen. Dabei werden die Bereiche geschichtliche Entwicklung, Wirkungsebenen und die Bedeutung für die Gesellschaft genauer betrachtet. Zur besseren Darstellung des Empowerment–Ansatzes wird dieser am Beispiel der Rehabilitation erklärt. Abschließend soll verdeutlicht werden, inwieweit der Empowerment–Ansatz dem einzelnen Menschen einen beständigen, sowie selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft ermöglichen kann.
So vielfältig wie die Gesellschaft ist, so vielfältig sind die Möglichkeiten ihrer Definition. Es können dabei verschiedene Blickwinkel eingenommen werden, wie zum Beispiel aus politischer, geographischer, rechtlicher, kultureller, oder soziologischer Sicht. Dabei ist anzumerken, dass der Begriff Gesellschaft ein Grundbegriff in der soziologischen Wissenschaft ist und wissenschaftlich untersucht wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Empowerment
2.2 Gesellschaft
2.3 Inklusion und Exklusion
3 Die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft
4 Empowerment – Handlungskonzept der Sozialen Arbeit
4.1 Die geschichtliche Entwicklung vom Empowerment-Konzept
4.2 Die vier Wirkungsebenen vom Empowerment-Konzept
4.2.1 Die Individual-Ebene
4.2.2 Die Gruppen-Ebene
4.2.3 Die institutionelle Ebene
4.2.4 Die Gemeinde-Ebene
4.3 Das Empowerment-Konzept und die Bedeutung für die Gesellschaft
5 Das Empowerment-Konzept am Beispiel der Rehabilitation
6 Abschluss
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht das Empowerment-Konzept als zentrales Handlungsinstrument der Sozialen Arbeit, um Menschen in belastenden Lebenssituationen zu einer selbstbestimmten Teilhabe in der Gesellschaft zu befähigen.
- Grundlagen und Definitionen zu Empowerment, Inklusion und Exklusion
- Wechselwirkungen zwischen Individuum und gesellschaftlichen Strukturen
- Historische Entwicklung und Wirkungsebenen des Empowerment-Konzepts
- Bedeutung von Empowerment für die gesellschaftliche Teilhabe
- Praktische Anwendung des Konzepts am Beispiel der medizinischen Rehabilitation
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Die Individual-Ebene
Laut Prof. Dr. Herriger finden auf der Individual-Ebene die Beratungen und die soziale Einzelhilfe statt. In diesen beiden Bereichen soll den Menschen geholfen werden, Lösungsansätze für belastende Lebenssituationen zu entwickeln.
Dabei ist die Aufgabe der Sozialen Arbeit mit der Hilfe vom Empowerment-Konzept, bedürfnisorientierte Hilfen für belastete Menschen anzubieten und ihnen die eigenen Kompetenzen aufzuzeigen.
Prof. Dr. Herriger hebt folgende Methoden für die Beratung und die soziale Einzelhilfe hervor: das Case Managment, die Selbstnarration/ Biographiearbeit und den Kompetenzdialog.
Das Case Managment bezieht sich auf den systemischen Aufbau von Hilfeleistungen in der Einzelfallarbeit. Im bedürfnisorientierten Gespräch zwischen Sozialarbeiter und Klient werden institutionelle Hilfen festgelegt. In Absprache mit den Institutionen soll die Zielsetzung und der Entwicklungsablauf besprochen werden. Somit kann ein bedürfnisorientiertes Netzwerk aus institutionellen Hilfen entstehen.
Die Methode der Selbstnarration/ Biographiearbeit setzt sich mit der Lebensgeschichte der belasteten Menschen auseinander. Diese Identitätsarbeit lässt den belasteten Mensch zum Erzähler werden. Gemeinsam wird im Dialog nach dem Sinn des Daseins vom Klienten gesucht. Somit wird dem Klient ermöglicht, sein Leben besser zu verstehen, Geschehnisse aufzuarbeiten und bewusster auf sein Leben einzuwirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der persönlichen Motivation und der zentralen These, dass Empowerment ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
2 Begriffsbestimmung: Definition der zentralen Termini Empowerment, Gesellschaft sowie Inklusion und Exklusion unter Berücksichtigung verschiedener wissenschaftlicher Sichtweisen.
3 Die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft: Analyse der wechselseitigen Abhängigkeit und des Einflusses von gesellschaftlichen Strukturen auf das Individuum und umgekehrt.
4 Empowerment – Handlungskonzept der Sozialen Arbeit: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung, der vier Wirkungsebenen und der gesellschaftlichen Bedeutung des Konzepts.
5 Das Empowerment-Konzept am Beispiel der Rehabilitation: Übertragung des Konzepts auf den Bereich der medizinischen Rehabilitation und den damit verbundenen Paradigmenwechsel.
6 Abschluss: Zusammenfassendes Fazit über das Potential des Empowerment-Konzepts zur Förderung von Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe.
Schlüsselwörter
Empowerment, Soziale Arbeit, Inklusion, Exklusion, Selbstbestimmung, Gesellschaft, Rehabilitation, Partizipation, Individual-Ebene, Gruppen-Ebene, Kompetenz, Autonomie, Lebenssituation, Hilfeleistung, Biographiearbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Empowerment-Konzept als Methode der Sozialen Arbeit, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffen Empowerment, Inklusion und Exklusion sowie deren Bedeutung für das Individuum innerhalb einer Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Empowerment ein selbstbestimmter Platz in der Gesellschaft für belastete Menschen gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur sowie soziologischen und psychologischen Konzepten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, die Analyse von gesellschaftlichen Wechselwirkungen und die detaillierte Darstellung des Empowerment-Ansatzes in verschiedenen Wirkungsebenen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Besonders prägend sind die Begriffe Empowerment, Selbstbestimmung, Partizipation und soziale Inklusion.
Welche Rolle spielt die Rehabilitation im Kontext der Arbeit?
Die Rehabilitation dient als praxisnahes Beispiel, um den Paradigmenwechsel von einer defizitorientierten hin zu einer ressourcenorientierten Sichtweise zu verdeutlichen.
Was ist die Kernbotschaft in Bezug auf die institutionelle Ebene?
Institutionen sollen nicht mehr bevormundend wirken, sondern den Klienten als Partner einbinden, um Hilfsangebote individuell und bedürfnisorientiert zu gestalten.
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- Jasmin Böhme (Author), 2019, Empowerment. Ein selbstbestimmter Platz in der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539798