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"Plotting and Writing Suspense Fiction" von Patricia Highsmith - eine kritische Analyse

Title: "Plotting and Writing Suspense Fiction" von Patricia Highsmith - eine kritische Analyse

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Melina Guske (Author)

Book Science
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Wenn ein Schriftsteller ein Buch über kreatives Schreiben verfasst, stellt sich zunächst einmal die Frage nach dem Warum. Will der Autor oder die Autorin Wissen weitergeben, um angehenden jungen Autoren zu helfen, oder geht es ihm oder ihr darum einen Einblick in die eigene Arbeit zu gewähren? Der Nutzen, den der Leser aus einem solchen Buch ziehen kann ist also höchst unterschiedlich. Im ersten Fall kann ein angehender Schriftsteller von der Vorgehensweise eines erfahrenen Kollegen lernen und daraus vielleicht seine eigene Arbeitsmethode entwickeln. Das heißt nicht, dass er sich bis ins Detail an einem etablierten Schriftsteller orientieren muss, aber er kann sich inspirieren lassen. Im zweiten Fall ist der Leser wohl eher ein Liebhaber des Werkes eines Schriftstellers und will erfahren, wie dessen Arbeiten entstanden sind.


Ein Autor, der einen solchen Ratgeber verfasst muss sich aber auch im klaren darüber sein, dass er „sich in die Karten schauen lässt“. Die von ihm gegebenen Ratschläge bilden eine Art Raster, dass auf alle seine vorliegenden und sämtliche zukünftigen Werke gelegt werden kann. Ein solches Buch kann das Maß sein, an dem ein Schriftsteller von diesem Zeitpunkt an gemessen wird. Patricia Highsmith verfasste 1965 Plotting and Writing Suspense Fiction, in dem sie in elf Kapiteln ihre Arbeitsweise erklärt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits zehn Romane unter ihrem eigenen Namen und ein Buch unter dem Pseudonym Claire Morgan ( Carol oder The Price of Salt, 1952 /1990) veröffentlicht, die sich in den USA leidlich in Europa aber sehr gut verkauft hatten, darunter Zwei Fremde im Zug (1950), Der Stümper (1954), Der talentierte Mr. Ripley (1955) und Der Süße Wahn (1960). Ihr Verlag hielt sie also für fähig ein solches Buch zu schreiben und nach einigem Zögern nahm sie den Auftrag gegen den Rat ihrer Agentin an.1 Den Anstoß dazu gab ein Artikel zum Thema „Suspense“, den Highsmith für den Verlag The Writer, Inc. schrieb, der eine Reihe von Ratgebern für junge Autoren herausgab. 2 Der Erfolg des Buches zeigt sich daran, dass die Schriftstellerin es selbst 1983 und 1990 überarbeitet hat und das hier verwendete Exemplar bereits die zehnte Auflage ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Nutzen für den Leser

1.1 Für den angehenden Autor

1.2 Für den generell Highsmith Interessierten

2. Selbstdarstellung und Realität

3. Hat sich Patricia Highsmith an ihre eigenen Vorgaben gehalten?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Ratgeber "Plotting and Writing Suspense Fiction" von Patricia Highsmith kritisch auf dessen praktischen Nutzen für angehende Autoren sowie auf seine inhaltliche Konsistenz mit der realen Arbeitsweise und Biografie der Autorin. Dabei wird beleuchtet, inwiefern die Ratschläge der Autorin den tatsächlichen Entstehungsprozess ihrer Werke widerspiegeln oder durch autobiografische Filter verzerrt werden.

  • Kritische Analyse des Nutzens von "Plotting and Writing Suspense Fiction" für verschiedene Lesergruppen.
  • Vergleich der schriftstellerischen Selbstdarstellung Highsmiths mit Erkenntnissen aus ihrer Biografie.
  • Untersuchung der Arbeitsmethodik: Von der Ideenfindung bis hin zur Charakterentwicklung.
  • Prüfung der Konsistenz zwischen den theoretischen Vorgaben der Autorin und ihrer literarischen Praxis.
  • Diskussion der Bedeutung von Individualität und Emotionen im Schreibprozess des Suspense-Genres.

Auszug aus dem Buch

Für den angehenden Autor

In der Einleitung zu Plotting and Writing Suspense Fiction macht Patricia Highsmith deutlich, aus welchem Grund sie dieses Buch geschrieben hat:

„Many beginning writers think that established writers must have a formula for success. Above all, this book dispels that idea. There is no secret of success in writing expect individuality, or call it personality. And since every person is different, it is only for the individual to express his difference from the next fellow. […] Plotting and Writing will not make anybody work harder. But it will, I hope, make people who want to write realize what is already within them.”

Sie will also Klarheit in das “Mysterium” des Schreibens bringen und sagt, dass auch etablierte Schriftsteller kein Erfolgsrezept haben, weil es kein Erfolgsgeheimnis gäbe. Sie geht davon aus, dass die Fähigkeit des literarischen Schreibens in jedem steckt.

Da sie Suspense Schriftstellerin ist, beschränkt sie sich im Großen und Ganzen auch auf dieses Genre. Viele ihrer Ratschläge, z.B. die äußerlichen Umstände des Schreibens betreffend können aber auch auf andere Literarische Bereiche angewendet werden. Bei ihren Ausführungen geht Highsmith verhältnismäßig chronologisch vor und beginnt mit der ersten Stufe, der Ideenfindung. Hier verwendet sie den für sie schon berühmten Satz:

„Ideas come to me like birds that I see in the corner of my eye“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Nutzen für den Leser: Dieses Kapitel erörtert den unterschiedlichen Wert des Ratgebers für angehende Autoren, die nach handwerklichen Inspirationen suchen, und für Fans der Autorin, die Hintergrundinformationen zu ihren Werken wünschen.

1.1 Für den angehenden Autor: Hier wird der Fokus auf Highsmiths Ratschläge zur Ideenfindung, die Bedeutung persönlicher Emotionen beim Schreiben und die Verwendung von Notizbüchern gelegt.

1.2 Für den generell Highsmith Interessierten: Dieser Abschnitt zeigt auf, welche Einblicke das Buch in die Fallgeschichten spezifischer Romane und die psychologischen Aspekte hinter Highsmiths Charakteren bietet.

2. Selbstdarstellung und Realität: Diese Analyse vergleicht das Bild, das Highsmith von sich und ihrem Schreiben zeichnet, mit den in Biografien belegten Fakten zu ihrem oft schwierigen Charakter und ihrer manischen Arbeitsweise.

3. Hat sich Patricia Highsmith an ihre eigenen Vorgaben gehalten?: Das Kapitel prüft anhand konkreter Beispiele aus ihrem Werk, ob ihre theoretischen Anleitungen, etwa zum Spannungsaufbau oder zur Charakterisierung, tatsächlich in ihren Romanen angewendet wurden.

Schlüsselwörter

Patricia Highsmith, Plotting and Writing Suspense Fiction, Kriminalliteratur, Kreatives Schreiben, Suspense, Notizbücher, Ideenfindung, Charakterentwicklung, Romananalyse, Autorenratgeber, Arbeitsweise, Identifikation, Likeable Criminal, Biografie, literarische Technik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert kritisch den von Patricia Highsmith verfassten Schreibratgeber und prüft dessen Authentizität und praktischen Wert durch den Abgleich mit ihrer Biografie und ihren literarischen Werken.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsmethodik von Highsmith, der Differenz zwischen ihrer literarischen Selbstdarstellung und ihrer realen Persönlichkeit sowie der praktischen Anwendung ihrer "Erfolgsrezepte".

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu beurteilen, ob der Ratgeber als nützliches Werkzeug für Autoren dienen kann und inwieweit die Autorin ihren eigenen hohen Anforderungen an Logik und Perfektion in ihren Werken gerecht wurde.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin der Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem sie Highsmiths eigene Aussagen aus dem Ratgeber mit biographischen Daten von Andrew Wilson und ihren Roman- sowie Kurzgeschichtentexten abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden die Aspekte der Ideenfindung, die Bedeutung des Notizbuch-Führens, die Charakterisierung (insbesondere des "likeable criminal") sowie die äußeren Arbeitsbedingungen beleuchtet.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Suspense, literarische Arbeitsweise, Authentizität, Charakterentwicklung und das Handwerk des Schreibens.

Warum betont Highsmith den "likeable criminal" in ihren Ausführungen?

Dies ist ein zentrales Merkmal ihres Schaffens, mit dem sie sich bewusst von traditionellen Krimi-Konventionen absetzt, indem sie Sympathie für moralisch ambivalente oder kriminelle Charaktere weckt.

Wie bewertet die Arbeit die Kürze des Ratgebers?

Die Arbeit kritisiert, dass das Buch in nur einem Monat verfasst wurde, was zu einer teilweise oberflächlichen Behandlung der Themen führt, obwohl Highsmith selbst einen hohen Perfektionsanspruch pflegte.

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Details

Title
"Plotting and Writing Suspense Fiction" von Patricia Highsmith - eine kritische Analyse
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,3
Author
Melina Guske (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V53994
ISBN (eBook)
9783638492898
ISBN (Book)
9783638902670
Language
German
Tags
Plotting Writing Suspense Fiction Patricia Highsmith Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melina Guske (Author), 2005, "Plotting and Writing Suspense Fiction" von Patricia Highsmith - eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53994
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