Betriebliche Gesundheitsförderung im Schulmanagement. Verbesserung der Schulqualität


Studienarbeit, 2015

25 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Abbildungsverzeichnis

2. Abkürzungsverzeichnis

3. Tabellenverzeichnis:

4. Literaturverzeichnis:

5. Einleitung

6. Literaturarbeit (Bereich A)

7. Auseinandersetzung mit Studieninhalten und Inhalten der Präsenzveranstaltung (Bereich B)

8. Praxisreflexionen/Handlungsreflexionen von Studieninhalten/Transfer (Bereich C)

9. Resümee

1. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Kernelemente des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

2. Abkürzungsverzeichnis

Abb. Abbildung

ArbSchG Arbeitsschutzgesetz

AVEM Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebnismuster

BMJV Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

bspw. beispielsweise

bzw. beziehungsweise

ca. circa

DAK Deutsche Angestellten Krankenkasse

DGSA Department Gesundheit und Soziales Aargau

d.h. das heißt

ICILS International Computer and Information Literacy Studie

i. d. in der

LUL Leuphana Universität Lüneburg

Nr. Nummer

o. g. oben genannt

RKI Robert Koch-Institut

SNGS Schweizerisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen

TU Technische Universität

u.a. unter anderem

v. g. vorher genannt

ZWW Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität

Bielefeld e.V.

3. Tabellenverzeichnis:

Tabelle 1: Überblick über die gewählten Aufgaben aus den Bereichen A-C

Tabelle 2: Literaturliste mit Autoren und Buchtitel

Tabelle 3: Literaturliste mit Autoren und Artikeltitel

Tabelle 4: Visionäre Einbindung von Erkenntnissen aus meiner Portfolio-Arbeit

4. Literaturverzeichnis:

- Baulecke, I. (2013): Schulklima und Schulmanagement. Führungsfeedback für die Bestandsaufnahme nutzen. Unter: https://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/ schul-management. München. Entnommen am 01.09.2015.
- Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus Wissenschaft und Kunst (2015): Bayerisches Schulfinanzierungsgesetz(BaySchFG) Unter: http://www. gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-Schul FinGBY2000rahmen&doc.Part= X&doc.origin=bs. München. Entnommen am 01.09.2015.
- Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus Wissenschaft und Kunst (2015): Landesprogramm für die gute gesunde Schule. Befragung von Gesundheit von Lehrkräften. Unter: http://www.ggs-bayern.de/anschub-de. München. Entnommen am 01.09.2015.
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2015): Psychische Gesundheit-Stress. Unter: http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Psychische-Gesundheit-Stress/Psychische-Gesundheit-Stress.html . Dortmund. Entnommen am 02.09.2015.
- Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) (2015): Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG). Unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ arbschg/gesamt.pdf. Entnommen am 02.09.2015.
- Bürgisser, T., Wicki, W. (Hrsg.) (2008): Praxishandbuch Gesunde Schule. Gesund- heitsförderung verstehen, planen und umsetzen. Bern - Stuttgart - Wien.
- Bürgisser, T., (2008): Gesundheitsfördernde Schule – Spannungsfelder und Chancen. Was Gesundheitsförderung zu guten Schulen beitragen kann. In: Bürgisser, T., Wicki, W. (Hrsg.): Praxishandbuch Gesunde Schule. Gesundheitsförderung verstehen, planen und umsetzen. S. 58-92. Bern - Stuttgart – Wien 2008.
- Bürgisser, T. (2008): Schulklima und Schulkultur. In: Bürgisser, T., Wicki, W. (Hrsg.): Praxishandbuch Gesunde Schule. Gesundheitsförderung verstehen, planen und umsetzen. S. 145-162. Bern - Stuttgart – Wien 2008.
- DAK und Leuphana Universität Lüneburg (DAK-LUL) (2011): Lehrergesundheit. Was hält Lehrer gesund? Unter: http://www.dak.de/dak/download/Studie_ Lehrergesundheit-1318 90 2.pdf. Lüneburg. Entnommen am 01.09.2015.
- Department Gesundheit und Soziales Aargau (Hrsg.) (2015): Gesundheitsförderung für Lehrpersonen und Schulleitungen. Ein Praxishandbuch als Beitrag zur Schulentwicklung. Bern.
- Heyse, H. (2011): Herausforderung Lehrergesundheit. Handreichungen zur individuellen und schulischen Gesundheitsförderung. Seelze.
- Heyse, H. (2015): Teamarbeit zwischen Belastung und Bereicherung. In: Department Gesundheit und Soziales Aargau (Hrsg.): Gesundheitsförderung für Lehrpersonen und Schulleitungen. Ein Praxishandbuch als Beitrag zur Schulentwicklung. S. 50-58. Bern 2015.
- Horster, L. (2011): Change Management und Organisationsentwicklung. Studienbrief SM0220 des Fernstudiengangs „Schulmanagement“ der TU Kaiserslautern. Unveröffentlichtes Manuskript. Kaiserslautern.
- Hundeloh, H. (2012): Gesundheitsmanagement als Aufgabe der Schulleitung. Studienbrief SM0730 des Fernstudiengangs „Schulmanagement“ der TU Kaiserslautern. Unveröffentlichtes Manuskript. Kaiserslautern.
- Konradt, U., Schäffer-Külz, U. (2009): Personal fördern. Personalerhaltung, Konfliktmanagement, Gesundheitsmanagement. Schulmanagement Handbuch 130. München.
- Krause, A. (2015): System Schule. Wie gesundheitsförderlich ist unsere Schule? In: Department Gesundheit und Soziales Aargau (Hrsg.): Gesundheitsförderung für Lehrpersonen und Schulleitungen. Ein Praxishandbuch als Beitrag zur Schulentwicklung. S. 59-68. Bern 2015
- Robert Koch Institut (RKI) (2013): Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Unter: http://www.kiggs-studie.de/fileadmin/KiGGS-Dokumente/kiggs _tn_broschuere_web.pdf. Berlin. Entnommen am 01.09.2015.
- Schäffer-Külz, U., Wendt, P. (2012): Gesunde Schule. Befunde, Konzepte, Praxis-tipps. Schulmanagement Handbuch 143. München.
- Schäfer-Külz, U., Wendt, P. (2012): Lehrergesundheit fördern. Befunde und Anregungen zum Gesundheitsmanagement. Unter: : https://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/ schul-management. München. Entnommen am 01.09.2015.
- Schratz, M. (2013): Pädagogische Führung und Leadership. Studienbrief SM0210 des Fernstudiengangs „Schulmanagement“ der TU Kaiserslautern. Unveröffentlichtes Manuskript. Kaiserslautern.
- Schüßler, I. (2008): Lernkulturwandel und Projektmanagement. Studienbrief SM0 120 des Fernstudiengangs „Schulmanagement“ der TU Kaiserslautern. Unveröffentlichtes Manuskript. Kaiserslautern.
- Sgier, S. (2008): Projektmanagement. In: Bürgisser, T., Wicki, W. (Hrsg.) (2008): Praxishandbuch Gesunde Schule. Gesundheitsförderung verstehen, planen und umsetzen. S. 117-144. Bern - Stuttgart – Wien.
- Seydel, O. (2013): Empfehlungen für einen zeitgemäßen Schulhausbau in Baden-Württemberg. Grundlagen für eine Überarbeitung der Schulbauförderrichtlinien. Unter: http://www.schulentwicklungnet.de/images/stories/Anlagen/510%20schulhaus-bau_BW_2013.pdf. Stuttgart. Entnommen am 01.09.2015.
- Zumstein, B. (2008): Netzwerke als schulinterne und schulexterne Unterstützungssysteme. In: Bürgisser, T., Wicki, W. (Hrsg.) (2008): Praxishandbuch Gesunde Schule. Gesundheitsförderung verstehen, planen und umsetzen. S. 198-208. Bern -Stuttgart-Wien.
- Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW) (2015): Kernelemente des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Unter: www.bgm-bielefeld.de/img/kernelemente. Bielefeld. Entnommen am 01.09.2015.

5. Einleitung

Gesundheitsförderung findet sich als wichtiges Handlungsfeld der Pflegeausbildungen wieder. Die Schulen schärfen den Blick auf die Schülergesundheit, um Schülern in Gesundheitskompetenzen zu fördern, die sie befähigen, körperliche und psychosoziale Belastungen im Berufsalltag strategisch entgegenzuwirken. Gesunde Schulen schaffen Rahmenbedingungen, in denen auch Mitarbeiter sich frei entfalten lernen und auf ihre Gesunderhaltung Wert legen. Für meine Portfolio-Arbeit wählte ich das Thema „Betriebliche Gesundheitsförderung und deren Einfluss auf die Schulqualität“ mit dem Ziel die Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, zu reflektieren und mögliche Rückschlüsse für die Schulpraxis und Schulqualität abzuleiten. Da an meiner Schule nur in Ansätzen ein betriebliches Gesundheitsmanagement vorliegt, sehe ich einen Handlungsbedarf und Motivation mich anhand der gewählten Aufgaben dem Thema zu nähern. Durch das umfassende Diskutieren der im Anschluss aufgeführten Aufgaben erwarte ich mir einen Zuwachs an wissenschaftlich fundiertem Wissen und ein Ideenreichtum wie eine visionäre Implementierung eines Gesundheitsmanagement in Schule möglich ist. Die Auswahl der Aufgaben lässt sich wie folgt darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle1: Überblick über die gewählten Aufgaben aus den Bereichen A-C

Zum Abschluss meiner Portfolioarbeit ziehe ich ein Resümee im Sinne einer Lernbilanz, reflektiere die Zielerreichung und stelle meinen persönlichen Lernfortschritt dar. Zudem leite ich mögliche Erkenntnisse über eigene weitere Studienplanungen ab.1 2 3

6. Literaturarbeit (Bereich A)

6.1 Erstellen einer Literatur kommentierten Literaturliste über die Angaben der Studienbriefen hinaus (Aufgabe 1)

6.1.1 Nennung von drei Titeln mit einer kurzen Inhaltsangabe

Um das Thema aufzubereiten entschloss ich mich mit den Inhalten aus drei Büchern, die in der nachstehenden Tabelle als Literaturliste aufgestellt sind, näher zu befassen. Zur Vereinfachung wende ich die in der ersten Spalte aufgeführten Nummern 1-3 der u. g. Tabelle als Orientierungshilfe für den Leser4 an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Literaturliste mit Autoren und Buchtitel

Als erstes formuliere ich die Inhaltsangabe zum Buchtitel Nr. 1. Das Sammelwerk ist eine Veröffentlichung von Autoren, die als Dozenten an Hochschulen, Kompetenzzentren in Deutschland und in der Schweiz arbeiten. Die Autoren formulieren gesundheitspsychologische Modelle als Grundlage der Gesundheitsförderung, sie beschreiben die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen und wie Lehrerinnen und Lehrer gesund bleiben und dies als Aufgabe eines funktionieren Gesundheitsmanagements und schlussendlich auch als Leadership-Aufgabe einer Schulleitung zählt. Sie präzisieren Ansatzpunkte der Schulleitung für betriebliche Gesundheitsförderung und wie Schulentwicklung und Elemente der Gesundheitsförderung in Verbindung stehen. Die Autoren greifen das Projektmanagement auf als wichtige Voraussetzung für die Implementierung eines Gesundheitsmanagements in einer Schule. Sie identifizieren gesundes Schulklima und dessen Auswirkung auf alle Akteure und weisen auf die Bedeutung der Netzwerke als schulinterne und schulexterne Unterstützungssysteme hin.

Als nächstes stelle ich die Inhaltsangabe des Buchttitels Nr. 2 dar. Der Verfasser dieses Buches arbeitete als Schulpsychologe und später am Aufbau und an der Leitung des Projektes Lehrergesundheit in Rheinland-Pfalz. Der Autor gibt Anregungen für Lehrergesundheit und skizziert ein Strukturmodell für psychische Gesundheit. Er beschreibt Ansatzpunkte für Verhaltensmanagement und Verhältnismanagement. Im Buch ist ein Teilbereich an Selbsterkennungsaufgaben verankert, um persönliche Belastungen und Ressourcen zu eruieren. Zudem erfolgt eine Darstellung von Arbeitshilfen zur Änderung eigener Verhaltensweisen und Gewohnheiten und zur Klärung von Belastungen und Ressourcen im schulischen Kontext und eine detaillierte Handlungsempfehlung, wie Lebensziele formuliert sein können. Der Autor erläutert die kollegiale Verantwortung im Schulteam, Widerstände gegen Veränderungen und die Schlüsselrolle der Schulleitung in diesem Prozess.

Für die weitere Bearbeitung des Themas finde ich den Buchttitel Nr. 3 als vornehmlich an. Es ist ein Sammelwerk aus verschiedenen Beiträgen von Fachleuten aus dem deutschsprachigen Raum, die in unterschiedlichen Professionen des Arbeitsfelds „Schule und Gesundheit“ tätig sind. Dabei legt dieses Handbuch den Fokus auf einen stärken-, lösungs- und ressourcenorientierten Ansatz und skizziert die Korrelation zwischen Gesundheitsförderung und Schulentwicklung. Dazu nehmen die Autoren die Grundpfeiler der Schulentwicklung (Personal,- Unterrichts- und Organisationsentwicklung), Teamarbeit und Leadership in den Blick.

6.1.2 Stellungnahme zu wesentlichen Aussagen und Verwendbarkeit in der Schulpraxis

Buchttitel 1

Eine wesentliche Aussage Bürgissers Artikels liegt darin, dass Akteure der Schule Gesundheitswissen, Kenntnis wirksamer Interventionen und Steuerungskompetenz benötigen, damit ein Gleichgewicht zwischen den Ansprüchen und Ressourcen möglich ist. Der Schulleitung stehen interne und externe Ressourcen zur Verfügung um Ansprüche von außen und interne Anforderungen zu begegnen (vgl. Bürgisser 2008, S. 59). Grundsätzlich kann ich den Ausführungen von Bürgisser folgen, ergänzend bemerken möchte ich, dass objektive Belastungsfaktoren und Anforderungen nicht zwingend auf alle Menschen in gleicher Weise wirken, sie ist vielmehr von den individuellen Bewertungs- und Bewältigungsprozessen abhängig (vgl. Hundeloh 2012, S. 9). Für Bürgisser ist die Hauptaufgabe schulischer Bildung die Kompetenzförderung bei Lernenden. Das Erlernen von Gesundheitskompetenz (Health Literacy) bewirkt bei Individuen eine Methodenvielfalt, die ein Nachforschen über Gesundheitsinformationen ermöglicht, um verantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen (vgl. Bürgisser 2008, S. 69). Lehrkräfte und Schulleiter nehmen eine Schülerentwicklung wahr, die neben der Verhaltensauffälligkeit, Unkonzentriertheit auch Gesundheitsbeeinträchtigungen hervorrufen und Persönlichkeitsentwicklung, Lern- und Leistungsfähigkeit und Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen stark hemmen (vgl. Schäffer-Külz, Wendt 2012, S. 16). Lehrkräfte und Schulleiter sind dadurch in ihrem Wirken stark beeinträchtigt und finden dies längerfristig als stark belastend. Insbesondere sind rezidiv auftretende Störungspotentiale für die Lehrergesundheit ungünstig zu bewerten (vgl. Schäfer-Külz, Wendt 2012, S. 17). Beeinträchtigungen der Lehrkräfte sind immer im Kontext gesundheitlicher Belastungen von Schülern zu sehen (vgl. Hundeloh 2012, S. 20). Sgiers betont in seinem Buchbeitrag „Projektmanagement“ die Bedeutung des Projektmanagements als Grundvoraussetzung, damit die Implementierung des Gesundheitsmanagements leichter gelingt. Teamkooperation, Kommunikation, selbstständiges Denken und Handeln und Problemlösungsfähigkeit sind notwendige Schlüsselkompetenzen (vgl. Sgier 2008, S. 118 ff). Ich messe dem Agieren mit Hilfe eines Projektmanagements eine hohe Prägnanz zu, um ein betriebliches Gesundheitsmanagement effektiv und effizient in einer Schule fest zu verankern (vgl. Schüßler 2008, S. 101). Bürgisser skizziert Schulklima und Schulkultur als wichtige Faktoren für Wohlbefinden aller Akteure, insbesondere für Arbeitszufriedenheit und Motivation von Lehrkräften in einer Schule. Motivationsverlust ist für Bürgisser ein wichtiger Indikator von Belastungen, die auf ein schlechtes Schulklima zurückzuführen sind (vgl. Bürgisser 2008, S. 152). Zudem weist er daraufhin, dass Schulleitungen und Lehrkräfte einen wesentlichen Einfluss auf Schulklimagestaltung nehmen können. Positives Klima beschreibt Bürgisser als eine angstfreie und unterstützende Grundhaltung, die Selbstwirksamkeitsentwicklung von Schülern fördert und nachhaltige Beziehungen und gemeinsame Konfliktbewältigung fördert (vgl. Bürgisser 2008, S. 158). Für mich ist diese Aussage eines der zentralen Elemente eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Schulleiter haben meines Erachtens eine wichtige Leadership- und Vorbildaufgabe, Schule so zu führen, dass ein Schulklima entsteht, getragen von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit, zugewandt sein, Unterstützungsbereitschaft, Leistungshonorierung und Involvierung in wesentlichen Entscheidungsprozessen, um motivierende und festigende Lern- und Arbeitserfahrungen zu ermöglichen (vgl. Hundeloh 2012, S. 44). Zumstein erwähnt, Schule als gesundheitsförderndes Projekt zu sehen und nicht Kräfte auf einzelne gesundheitsfördernde Interventionen zu vergeuden. Das System Schule selbst bildet ein internes Netzwerk, um ein gemeinsames Ziel nachzugehen muss sie ihre Netzwerkstrukturen kennen und koordinieren (vgl. Zumstein 2008, S. 199). Diesbezüglich ist es wichtig ein Commitment einzurichten, wo laufende Projekte mit dem Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ abgestimmt und priorisiert wird. Diese Aussage ist für mich stimmig, da eine gesunde Schule nicht nur vereinzelte Bausteine an Interventionen von Gesundheitsförderung braucht, sondern die Schule Strukturen bottom-up schaffen muss, die auf ein […] „schulisches Gesamtkonzept zur Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit“ […] (Schäfer-Külz, Wendt 2012, S. 63) basiert.

Buchttitel 2

Eine der zentralen Aussagen von Heyse liegt darin, dass eine gleichbleibende psychische und physische Gesundheit dann erreicht wird, wenn ein ausgleichendes Verhältnis zwischen SOLLEN, WOLLEN und KÖNNEN vorliegt. Für Heyse ist das Fundament der psychischen Gesundheit die Passung zwischen SOLLEN und KÖNNEN. Eine Diskrepanz kann leicht zu Überforderung oder Unterforderung führen (vgl. Heyse 2011, S. 16 ff). Liegt ein Missverhältnis von KÖNNEN und WOLLEN vor kann es zur Selbstüberforderung oder Selbstausbeutung kommen, wenn die betreffende Person ständig überhöhte Erwartungen an sich selbst stellt und diese aufgrund eigener Fähigkeiten oder Rahmenbedingungen nicht erfüllbar sind (vgl. Heyse 2011, S. 18 ff). Besteht ein Kontrast zwischen WOLLEN und KÖNNEN, entwickeln sich leicht die Gegenpole Überengagement und innere Kündigung. Ein Überengagement manifestiert sich, wenn eine Person stets mehr leisten möchte als gefordert wird. Die innere Kündigung ist die stärkste Ausprägung zwischen der Widersprüchlichkeit von WOLLEN und SOLLEN. Das passiert dann, wenn Lehrkräfte den Eindruck bekommen, dass Vorgesetzte wenig Solidarität, unfaires Verhalten, wenig Rücksicht auf private Belange, zeigen (vgl. Heyse 2011, S. 20 ff). Diese Aussage ist vielschichtig verankert, dem ich grundsätzlich beipflichte. Im Prinzip geht es darum mit seinen Ressourcen zu haushalten und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erwartungen und tatsächlich Leistbarem zu erzielen. Schulleiter und Lehrkräfte haben Hauptverantwortung für ihre Selbstsorge und Selbstentwicklung. Als Schulleiter ist es erforderlich die Arbeitssituation (Arbeitspensum, Rahmenbedingungen) mit den Leistungsmöglichkeiten einer Lehrkraft abzugleichen. Die privaten Verhältnisse einer Lehrkraft sind mit ins Kalkül zu nehmen, denn familiär geforderte Lehrkräfte erleben oft eine Ressourceneinschränkung (vgl. DGSA 2015, S. 73). Heyse betrachtet Gesundheitsförderung als elementare Ingredienz der schulischen Organisationsentwicklung, in den Strukturen, Verfahrensweisen, Arbeitsabläufe, Kommunikations- und Konfliktmanagement aus der Perspektive der Gesundheiterhaltung konzipiert werden (vgl. Heyse 2011, S. 98). Ich kann mich den Gedanken von Heyse anschließen und ihn nachstehend erweitern. Die Organisationsgestaltung der Schule prüft, ob sie die in Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags abgeleiteten Ziele und im Leitbild und Schulprogramm skizziert, erreicht haben. Dabei orientieren sie sich an den Qualitätsdimensionen guten gesunden Schulen. Durch eine gesundheitsorientierte Organisationgestaltung erfährt das Leitbild und Schulprogramm an Stabilität. Das Gesundheitsmanagement einer Schule erlebt erst dann an Wirksamkeit, wenn in der Organisationsgestaltung die gesundheitsrelevanten Tätigkeiten auch bestimmten Positionen zugeordnet sind (Hundeloh 2012, S. 94 ff).

Buchttitel 3

Heyse greift die Bedeutsamkeit von Teamarbeit für eine erfolgreiche Implementierung kollegialer Gesundheitsförderung an einer Schule auf. Es erfordert ein Zusammenwirken zwischen kooperationsbereiten Kollegen, um inhaltliche Herausforderungen und Widerstände begegnen zu können. Heyse sieht einen Gewinn, weil Teammitglieder eine Chance erhalten ihre eigene Position zu Veränderungen gesundheitlichen Verhaltens und Denkens zu beleuchten und durch Feedback eine Konsolidierung erfahren (Heyse 2015, S. 56 ff). Der Ansicht von Heyse kann ich gut folgen, wobei mir hier noch zwei wesentliche Ergänzungen wichtig erscheinen. Schulleiter haben die Aufgabe im Kollegium die Wichtigkeit und Vorteile eines Gesamtkonzeptes zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit zu diskutieren, für neue Aufgaben zu inspirieren und eine verlässliche Planung weiterer Handlungsschritte darzustellen (vgl. Schäffer-Külz, Wendt 2012, S. 62 ff, Schäffer-Külz, Konradt 2009, S.73 ff). Widerstände im Kollegium sollen aufgegriffen, thematisiert und in klärenden Gesprächen aufgeweicht und nicht negiert und abgewehrt werden, die Gefahr einer Verlagerung und Ausbrechens an einer anderen Stelle ist sonst gegeben (vgl. Schäffer-Külz, Wendt 2012, S. 62 ff). Die Einführung einer betrieblichen Gesundheitsförderung an Schulen könnte zu zwei Paradoxien führen. Zum einen ist eine Zunahme an Zeitbedarf durch z.B. Hospitationen und Gesundheitskonferenzen neben der regulären Arbeitszeit zu verzeichnen. Andererseits sind es Lehrkräfte gewöhnt umfassende Freiräume zu haben. Betriebliche Gesundheitsförderung setzt in Schulen bei der Arbeitsorganisation und somit an der kollektiven Autonomie an, um Spielräume im Schulteam zu nutzen. Das beinhaltet durchaus Einschränkungen bei der individuellen Lehrerautonomie, wenn dadurch Lehrkräfte verpflichtet werden an Schulungen verbindlich teilzunehmen (vgl. Krause 2015, S. 64 ff). Ich bin skeptisch eine betriebliche Gesundheitsförderung als zusätzliche Intervention einem Lehrerkollegium aufzuerlegen. Das Fundament einer guten Schulqualität ist zweifellos eine gesunde Schule und als Gesamtkonzept zu präferieren. Es bedarf einer nachvollziehbaren Argumentation gegenüber den Mitarbeitern um notwendige Veränderungen in Schulen zu inszenieren (vgl. Horster 2011, S.22). Kollegen dürfen sich nicht durch topdown Instruktionen überfahren fühlen, deshalb favorisiere ich Lehrkräfte im Rahmen des Empowerment ein hohes Maß an Mitbestimmung einzuräumen (vgl. Schäffer-Külz, Konradt 2009, S. 13 ff).

6.2 Vergleichende Darstellung von Forschungsstandpunkten mit eigenen Resümee (Aufgabe 3)

In diesem Abschnitt zeige ich drei wissenschaftliche Artikel auf, die sich mit dem von mir gewählten Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern. Ich vergleiche, reflektiere und bewerte die zentralen Aussagen zu den Merkmalen Führungsverhalten und Beanspruchung, Schulklima und Schulkultur und Verhaltens- und Verhältnisprävention. Die u. a. Tabelle beinhaltet die ausgewählten Artikel.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Autoren mit Titel ihres Artikels

Führungsverhalten und Beanspruchung

Seitz sieht als Grundbaustein das Führungsverhalten eines Schulleiters. Mitarbeiter erwarten von ihren Vorgesetzten Entscheidungskompetenz und eine frühzeitige Information und Einbindung in wichtigen Entscheidungsprozessen (vgl. Seitz 2014, S. 35). Schäffer-Külz und Wendt kommen auch zum Ergebnis, dass Führungskompetenz eines Schulleiters eine besondere Rolle im Gesundheitsmanagement einnimmt. Ergänzend identifizieren sie fehlende Zuständigkeit und widersprüchliche oder unklare Anweisungen von Seiten der Führungskräfte als Ursache überhöhter emotionaler Beanspruchung von Lehrkräften (vgl. Schäffer-Külz, Wendt 2012, S. 32). Für Baulecke sind fehlende Transparenz und unklare Arbeitsteilung wesentliche Faktoren, die bei Lehrkräften zu einer verstärkten Belastung führt. Sie argumentiert dahingehend, dass unregelmäßige und lückenhafte Informationsweitergabe zu Fehlen von Vorgaben und daraus resultierendem Einzelkämpfertun führen kann (vgl. Baulecke 2013, S. 23). Eine unklare und intransparente Arbeitsteilung kann zu Mehrfacharbeiten oder sich nicht verantwortlich fühlen bei den Lehrkräften führen. Die Schulleitung ist verantwortlich Prioritäten zu setzen, Ziele fokussiert, transparent, strategisch zu gestalten und mit Lehrkräften zu diskutieren (vgl. Baulecke 2013, S. 23).

[...]


1 Bereich A: Literaturarbeit

2 Bereich B: Auseinandersetzung mit Studieninhalten und Inhalten der Präsenzveranstaltung

3 Bereich C: Praxisreflexionen/Handlungsrelevanz von Studieninhalten/Transfer

4 Aus Gründen der Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet, das sowohl weibliche wie männliche Personen gleichermaßen einschließt.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Betriebliche Gesundheitsförderung im Schulmanagement. Verbesserung der Schulqualität
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V540042
ISBN (eBook)
9783346167668
ISBN (Buch)
9783346167675
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betriebliche, gesundheitsförderung, schulmanagement, schulqualität, verbesserung
Arbeit zitieren
Wilfried Lechl (Autor), 2015, Betriebliche Gesundheitsförderung im Schulmanagement. Verbesserung der Schulqualität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540042

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Betriebliche Gesundheitsförderung im Schulmanagement. Verbesserung der Schulqualität



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden