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Die Baupolitik Herodes des Großen als Kommunikationsmittel mit der Gesellschaft

Titel: Die Baupolitik Herodes des Großen als Kommunikationsmittel mit der Gesellschaft

Hausarbeit , 2016 , 15 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Bauwerke spiegeln die Krisen und Wertvorstellungen einer Gesellschaft sowie ihren Zustand wieder. Darüber hinaus können gewisse Intentionen eines Bauwerks einen bestimmten Teil der Gesellschaft ansprechen und so diese von einem Standpunkt überzeugen. Aus diesem Grund entwickelte sich die Fragestellung, ob die Bauwerke Herodes des Großen als Kommunikationsmittel in der Gesellschaft dienten.

Zunächst einmal möchte ich einen kurzen Überblick über die Person und die Herrschaft des Herodes geben. Herodes war im jüdischen Glauben aufgewachsen. „Der aus Idumäa stammende Herodes herrschte als römischer Klientelkönig im späten 1. Jh. v. u. Z. über das judäische Reich, dessen Einwohnerschaft sich aus unterschiedlichsten Gruppen zusammensetzte.“ Herodes versuchte während seiner Herrschaftszeit, die Forderungen der einheimischen Bevölkerung und darüber hinaus die Forderungen Roms zu erfüllen. Die Baupolitik war ein bedeutender Teil dieser Bemühungen. Herodes dem Großen dienten die Bauprojekte und architektonischen Formen nicht nur als Repräsentation seiner Macht, sondern auch als Legitimation seiner Herrschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Analyse der Bauwerke

2.1 Der Alexandreion

2.2 Masada

2.3 Die Burg Antonia

2.4 Hyrkania

2.5 Theater und Amphitheater: Kaiserspiele in Jerusalem

2.6 Herodeion

2.7 Der Tempel in Jerusalem

3 Zusammenfassung der Analyse

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Bauwerke Herodes des Großen als Kommunikationsmittel gegenüber der Gesellschaft. Dabei wird analysiert, wie architektonische Projekte zur Repräsentation und Legitimation seiner Herrschaft sowie zur Kommunikation sowohl mit der jüdischen Bevölkerung als auch mit dem Römischen Reich dienten.

  • Analyse ausgewählter herodianischer Bauwerke und deren "Zeichensprache".
  • Untersuchung der herrschaftslegitimierenden Funktion architektonischer Projekte.
  • Spannungsfeld zwischen der Integration in das Römische Reich und der Akzeptanz durch die jüdische Bevölkerung.
  • Bedeutung der Baupolitik zur Sicherung der inneren und äußeren Stabilität.
  • Einfluss der antiken Quellen, insbesondere von Flavius Josephus, auf die Interpretation der Bauvorhaben.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Alexandreion

Der Palast Alexandreion war während des Bürgerkrieges im Jahr 37 v. Chr. einer Befestigung mit rein militärischen Charakter. Daher stand dieser Palast eher in hasmonäischer Tradition.

Darüber hinaus hatte Herodes, als auch die Hasmonäerin Salome Alexandra im Palast Alexandreion wertvolle Gegenstände untergebracht. Dieser Aspekt zeigt, dass das Bauwerk nicht nur als Befestigung diente, sondern auch als sichere Lagerstätte für Wertgegenstände. Des Weiteren wurden Mitglieder der hasmonäischen Familie im Alexandreion bestattet, es handelte sich also nicht nur um eine Militäranlage, denn es wurde dem Bauwerk damit auch eine Repräsentationsaufgabe gegeben. Der Palast war daher auch als ein Repräsentationsobjekt der Herrschaft Herodes zu sehen. Man kann diesen Palast also auch als ein Kommunikationsmittel mit dem Volk sehen, da das Volk ihn als Herrschaftssymbol sieht. Dieses Herrschaftssymbol strahlt Macht und Reichtum des Königreiches aus.

Die militärische Funktion des Palastes wurde im Laufe der Regierungszeit des Herodes immer mehr zu einer Palastfunktion, wobei der Charakter einer Befestigung nicht aufgegeben wurde.

Das Alexandreion hatte, obwohl es am Rande der Wüste lag, Beobachter. Die Straße Jericho-Samaria sowie die Straße im Jordantal war in Sichtweite des Palastes, wodurch das Alexandreion der Bevölkerung präsent war. Einerseits konnte der Palast als einen Triumph über die Hasmonäer verstanden werden, aber auch als eine Beständigkeit zu den Hasmonäern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung erläutert das Analysepotenzial von Bauwerken als Kommunikationsmittel und stellt die zentrale Fragestellung zur Baupolitik Herodes des Großen vor.

2 Die Analyse der Bauwerke: In diesem Hauptkapitel werden verschiedene Bauwerke wie das Alexandreion, Masada, die Burg Antonia, Hyrkania, öffentliche Bauten in Jerusalem, das Herodeion und der Tempel hinsichtlich ihrer strategischen und kommunikativen Funktion untersucht.

3 Zusammenfassung der Analyse: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, wonach die Bauwerke sowohl der Herrschaftssicherung als auch der Legitimation gegenüber der Bevölkerung und dem Römischen Reich dienten.

4 Fazit: Das Fazit bestätigt, dass die Baupolitik Herodes aufgrund ihrer architektonischen Repräsentation und Ausrichtung ein hohes Kommunikationspotenzial zur Steuerung der gesellschaftlichen Wahrnehmung besaß.

Schlüsselwörter

Herodes der Große, Baupolitik, Architektur, Herrschaftslegitimation, Zeichensprache, Römische Kaiser, Jüdische Bevölkerung, Palastbauten, Flavius Josephus, Repräsentation, Herrschaftssymbolik, Antike, Kommunikationsmittel, Machtanspruch, Tempelbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bauwerke des Königs Herodes des Großen unter dem Aspekt, ob und wie diese als Instrumente der Kommunikation mit der damaligen Gesellschaft fungierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die architektonische Selbstdarstellung, die Sicherung der Herrschaft durch Festungsbauten sowie das Spannungsfeld zwischen jüdischer Tradition und römischem Einfluss.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die Bauprojekte Herodes dazu dienten, seine Macht zu legitimieren und als Kommunikationsmittel gegenüber der Bevölkerung zu wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Analyse der architektonischen Befunde im Kontext historischer Überlieferungen, insbesondere durch den antiken Autor Flavius Josephus, vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Einzelbetrachtung verschiedener Bauwerke, von Festungsanlagen über Theater bis hin zum Tempelneubau in Jerusalem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Herodes der Große, Baupolitik, Herrschaftslegitimation, Repräsentation, antike Architektur und Kommunikation.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Tempels in Jerusalem?

Der Tempel wird als zentrales Element verstanden, das sowohl der Besänftigung der jüdischen Bevölkerung als auch der Sicherung der politischen Handlungsfreiheit Herodes diente.

Welche Bedeutung wird dem Alexandreion beigemessen?

Das Alexandreion wird sowohl als militärische Befestigung als auch als symbolisches Repräsentationsobjekt gedeutet, das Macht und Reichtum gegenüber der Bevölkerung kommunizierte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Baupolitik Herodes des Großen als Kommunikationsmittel mit der Gesellschaft
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V540084
ISBN (eBook)
9783346144409
ISBN (Buch)
9783346144416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
baupolitik herodes großen kommunikationsmittel gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Die Baupolitik Herodes des Großen als Kommunikationsmittel mit der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540084
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Leseprobe aus  15  Seiten
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