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"They don’t do this in America. They do this in Europe". Die Darstellung des 'Eigenen' und 'Fremden' in der Stand-Up-Comedy anhand von Gad Elmalehs "Gad Gone Wild" und "American Dream"

Titel: "They don’t do this in America. They do this in Europe". Die Darstellung des 'Eigenen' und 'Fremden' in der Stand-Up-Comedy anhand von Gad Elmalehs "Gad Gone Wild" und "American Dream"

Bachelorarbeit , 2019 , 37 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Sophie-Eileen Gierend (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es sollen zunächst die Besonderheiten der Stand-Up-Comedy im Vergleich zu anderen Comedy-Formaten wie Theater- oder Filmkomödien erläutert werden sowie die besondere Beziehung zwischen dem Stand-Up-Comedian und seinem Publikum. Daraufhin folgt der Hauptteil der Untersuchung, der in zwei Kapitel untergliedert ist. Das erste dieser beiden Kapitel umfasst die Betrachtung der Mittel und Vorgehensweise Gad Elmalehs zur Konstruktion des ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘. Dabei stehen die Verfahren der ‚Abgrenzung‘ und ‚Zuschreibung‘ im Vordergrund. Im zweiten Kapitel werden darauf aufbauend die Funktionen von Komik, Humor und Lachen anhand bekannter Humortheorien sowie weiterer Ansätze der Humorforschung bei der Konstruktion analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BESONDERHEITEN DER STAND-UP-COMEDY

2.1 ZUM GENRE

2.2 STAND-UP ALS INTERAKTION

3 KONSTRUKTION DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘

3.1 „C’EST TELLEMENT DIFFERENT DE CE QUI SE PASSE EN EUROPE“ ABGRENZUNG DES ‘FREMDEN’ VOM ‘EIGENEN’

3.1.1 VERBALE, PARAVERBALE UND NONVERBALE ABGRENZUNG

3.1.2 KULTURELLE BEZUGSGRÖSSEN

3.2 „AMERICANS ARE LIKE… AND FRENCH ARE LIKE…” ZUSCHREIBUNG VON EIGENSCHAFTEN

3.2.1 ZUSCHREIBUNGEN

3.2.2 VORURTEILE ODER REALE UNTERSCHIEDE?

4 FUNKTION VON HUMOR, KOMIK UND LACHEN IN DER DARSTELLUNG DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘

4.1 LACHEN ÜBER DAS ‚EIGENE‘

4.2 LACHEN ÜBER DAS ‚FREMDE‘

4.3 GEMEINSAMES LACHEN

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Stand-Up-Comedian Gad Elmaleh in seinen Shows "Gad Gone Wild" und "American Dream" die Konzepte des ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘ konstruiert. Ziel ist es, die sprachlichen, paraverbalen und nonverbalen Mittel zu analysieren, mit denen Elmaleh kulturelle Identitäten und Unterschiede im interkulturellen Kontext – insbesondere zwischen Frankreich und den USA – humoristisch darstellt und verarbeitet.

  • Konstruktion von kultureller Identität und Alterität in der Stand-Up-Comedy.
  • Analyse der Abgrenzungs- und Zuschreibungsmechanismen durch verbale und nonverbale Mittel.
  • Bedeutung von Humor, Komik und Lachen als Instrumente der Spannungsabfuhr und Identitätsstiftung.
  • Einfluss des Live-Publikums auf die Performance und die Wahrnehmung des ‚Fremden‘.
  • Vergleich der Darstellungsmethoden in unterschiedlichen kulturellen Zielgruppen (USA vs. Quebec).

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Verbale, paraverbale und nonverbale Abgrenzung

Wie zu Beginn dieses Kapitels erläutert geschieht Abgrenzung am einfachsten durch Gegenüberstellung, durch Vergleichen der Dinge oder Personen, die sich in einem oder mehreren Punkten unterscheiden. Häufig wird dabei zwischen zwei Seiten differenziert, die sich wie Antagonisten gegenüberstehen. Analog zu den genannten Gegensatzpaaren ‚eigen‘ und ‚fremd‘, ‚gleich‘ und ‚anders‘ erklärt Gad Elmaleh beispielsweise „En Europe, y’a le système métrique. Hum… Aux États-Unis, y’a le Starbucks Unit of measurement […]“ oder „Americans are like: ‘Who are these people?’ And French are like: ‘Shit, the show is in English.” Weitere solche Antagonistenpaare sind “French” und “English”, „immigrants” und „Americans”, „Méditerranéens“ und „Américains“, „there“ und „here“, „francophones“ versus „anglophones“ oder auch weniger gleiche Größen wie „one part of the world“ und „New York City“. Auch außerhalb der Darstellung des ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘ zeugen Formulierungen wie „Parce qu’il y a deux écoles. Y’a: ‚Écoute, tu ne dois pas faire ça. […].‘ Et y’a …“ oder „Les aéroports, c’est … soit t’as cinq minutes, tu crois que tu vas rater ton avion. Tu cours. Soit t’as cinq heures. T’as envie de te tuer.“ von der stark dualistischen Darstellungsweise des Comedians.

Dieser Dualismus wird lediglich aufgebrochen, wenn Gad Elmaleh einen multinationalen Vergleich anstrebt wie beispielsweise in der folgenden Szene: Après, ça dépend des villes, ça dépend des pays, tu vois. Ce qui est cool à New York, tu lèves la main, le taxi s’arrête. C’est génial. Montréal, c’est compliqué. Paris, c’est encore plus fou. Il est libre, il t’a vu… Il s’arrête pas, c’est un concept. Le Maroc, c’est encore plus délirant. Il est pas libre. Et il s’arrête.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Karriere von Gad Elmaleh und die Thematik seiner Stand-Up-Shows, die den Neuanfang des Künstlers in den USA thematisieren.

2 BESONDERHEITEN DER STAND-UP-COMEDY: Analyse des Genres der Stand-Up-Comedy, insbesondere des Verhältnisses zwischen Performer und Publikum sowie der Informalität der Performance.

3 KONSTRUKTION DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘: Untersuchung der Mittel, die Gad Elmaleh zur Konstruktion von kultureller Identität und Alterität verwendet, mit Fokus auf Abgrenzung und Zuschreibung.

4 FUNKTION VON HUMOR, KOMIK UND LACHEN IN DER DARSTELLUNG DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘: Analyse der psychologischen und sozialen Funktionen von Humor und Lachen im Kontext interkultureller Comedy.

5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, wie Elmaleh durch Simplifizierung und Stereotypisierung Identitäten konstruiert und welche Rolle Humor bei der Überwindung von Fremdheit spielt.

Schlüsselwörter

Gad Elmaleh, Stand-Up-Comedy, Eignes und Fremdes, Interkulturelle Kommunikation, Identität, Alterität, Humor, Komik, Stereotypisierung, Kulturvergleich, Migration, Integration, Performance, Publikum, Sozialwissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Gad Elmaleh kulturelle Identitäten in seinen Stand-Up-Programmen durch humoristische Mittel konstruiert und verarbeitet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Genre der Stand-Up-Comedy, die Konstruktion von ‚Eigenem‘ und ‚Fremdem‘ sowie die soziale Funktion von Humor und Lachen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen Elmaleh durch verbale und nonverbale Mittel Grenzen zwischen Kulturen zieht und diese humoristisch verhandelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die linguistische und kommunikationswissenschaftliche Theorien zur Konstruktion von Alterität mit medienwissenschaftlichen Ansätzen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Abgrenzungs- und Zuschreibungsprozessen sowie die Analyse der Funktionen von Humor, Komik und Lachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Kommunikation, Identitätskonstruktion, Stereotypisierung, Gad Elmaleh und die Analyse von Comedy-Formaten.

Inwiefern beeinflusst das Publikum die Darstellung des ‚Fremden‘?

Die Arbeit zeigt, dass Elmaleh seine Performance an die jeweilige Zielgruppe anpasst, was zu unterschiedlichen Distanzierungen und Verbindungen gegenüber den US-Amerikanern führt.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Identitätskonstruktion?

Sprache dient als verbindendes Element zur Gruppenkohäsion, etwa durch die gemeinsame Verwendung des Französischen, aber auch als Abgrenzungsinstrument gegenüber dem anglophonen Raum.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"They don’t do this in America. They do this in Europe". Die Darstellung des 'Eigenen' und 'Fremden' in der Stand-Up-Comedy anhand von Gad Elmalehs "Gad Gone Wild" und "American Dream"
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Romanistik)
Note
1,1
Autor
Sophie-Eileen Gierend (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
37
Katalognummer
V540120
ISBN (eBook)
9783346155801
ISBN (Buch)
9783346155818
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gad Elmaleh Frankreich Französisch Englisch USA Kanada Quebec Stand-Up Stand Up Comédie Comedy Netflix American Dream Show
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie-Eileen Gierend (Autor:in), 2019, "They don’t do this in America. They do this in Europe". Die Darstellung des 'Eigenen' und 'Fremden' in der Stand-Up-Comedy anhand von Gad Elmalehs "Gad Gone Wild" und "American Dream", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540120
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Leseprobe aus  37  Seiten
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