Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Um was handelt es sich grundsätzlich bei einem Projekt und wie sieht darin die klassische Vorgehensweise aus? Welche Unterschiede gibt es dabei zu einem wissenschaftlichen Forschungsprozess? Am Ende dieser Arbeit erfolgt eine kritische Zusammenfassung und Reflektion der gewonnenen Erkenntnisse. Der nachfolgende Teil beschäftigt sich zunächst mit der Theorie des Projektmanagements.
Kürzlich las man erneut von den Baufortschritten des neuen Berliner Flughafens. Nach dem jahrelangen Debakel und zahlreichen Verschiebungen des ursprünglich kolportierten Starttermins, hört man nun vereinzelt positive Meldungen vom Hauptstadtflughafen. Die millionenschweren Aufarbeitungen der gravierenden Betriebsmängel, die sich wie Wurzeln durch das einstige Vorzeigeprojekt der Länder Berlin und Brandenburg ziehen, scheinen hoffentlich bald ein Ende gefunden zu haben. Der nächste angesetzte Eröffnungstermin im Oktober 2020 soll demnach endgültig angestrebt werden (Balzer 2019). Obwohl Optimismus beim Berliner Flughafen seit Jahren nahezu verpönt ist, sind dies seit langem trotzdem positive Neuigkeiten. Es stellt sich hierbei jedoch die fundamentale Frage, weshalb dieses große Bauvorhaben dermaßen aus dem Ruder lief?
Ein Bauauftrag dieser Größenordnung erfordert selbstverständlich umfangreiche Planungen. In unserer heutigen digitalen Zeit beginnt kein größeres Unterfangen ohne ausgiebige Planung und Steuerung. Ein organisiertes Vorgehen zum erfolgreichen Abschluss soll im Vordergrund stehen. Man spricht hierbei oft von Projekten. Projekte können sehr vielseitig sein, man findet sie überall. Auch im privaten Sprachgebrauch finden sich zahlreiche Projekte. Das Beispiel des Berliner Flughabens ist sicherlich auch ein klassisches Projekt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Projektmanagement
2.1 Definition
2.2 Bestandteile & Methoden
2.3 Phasen im Forschungsprojekt
3. Einführung eines agilen Workflow-Tools zur Verbesserung der Effizienz in einer Bankabteilung
3.1 Problemstellung
3.2 Agile Projektmanagementsoftware Jira
3.3 Einführung von Jira
3.4 Ergebnis der Jira-Integration
4. Schluss
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Projektmanagements und setzt diese in Bezug zu wissenschaftlichen Forschungsprozessen. Das primäre Ziel besteht darin, durch die praktische Implementierung einer agilen Projektmanagementsoftware in einer Bankabteilung aufzuzeigen, wie Effizienz, Transparenz und Arbeitsstrukturen durch gezielte methodische Ansätze optimiert werden können.
- Grundlagen und Definitionen des klassischen Projektmanagements
- Struktur und Phasen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts
- Analyse von Problemstellungen in interdisziplinären Teams
- Einführung und Integration agiler Workflow-Tools (Jira)
- Messung von Effizienz und Arbeitsleistung im Bankwesen
Auszug aus dem Buch
3.3 Einführung von Jira
Nachdem in einem ersten Teammeeting die Umstrukturierung mittels der Integration des Jira-Tools in den Teamalltag bekannt gegeben wurde, begannen die Arbeiten am Umsetzungsplan. Der erste Schritt bestand darin, einzelne Interviews mit den Mitarbeitern zu führen. Diese hatten zum einen die Funktion, mehr über die interdisziplinären Tätigkeiten des jeweiligen Mitarbeiters zu erfahren, als auch über die Notwendigkeit der Integration aller Arbeitsvorgänge in Jira zu entscheiden. Dies hatte zum einen damit zu tun, dass in Jira abgebildete Tätigkeiten anhand des Arbeitsumfangs- oder der Komplexität nach der Fibonacci-Zahlenfolge (im festgelegten Intervall 1-13) geschätzt werden. Unwesentliche tägliche Aufgaben, wie beispielsweise das Beantworten von Emails oder das Bearbeiten kleinerer (Teil-) Aufgaben gehören nicht dazu. Auch sollte geklärt werden, welche Tätigkeiten im Speziellen in Jira gepflegt werden. Die Interviews hatten jedoch auch einen schulischen Charakter. Es fand eine persönliche Erklärung und Einführung in Jira statt, welche direkt in den praktischen Teil überging. Pro Mitarbeiter gab es ca. 2-3 Meetings, in welchem am Ende die Integration und das konkrete Einbauen der ersten Tätigkeiten erfolgte.
Es muss jedoch angemerkt werden, dass es in den Interviews vielfach auch um ein Abbauen von Motivationsbarrieren und Vorurteilen ging. Viele Mitarbeiter zeigten sich anfangs unsicher, inwieweit ihr persönlicher Workflow gemessen wird. Durch das Weglassen von Zeit-Tracking-Funktionen und die Nutzung der eigenständigen Komplexitätsschätzung – zusammen mit der selbstständig erstellten Anzahl an persönlichen Tätigkeiten – wurde diese Hürde jedoch aus dem Weg geräumt. Jira dient in der Bankabteilung vor allem als Tool zur Kollektivmessung, jedoch in keiner Weise als Überwachungssoftware. Insgesamt wurden alle 6 Mitarbeiter inklusive der Teamleitung interviewt. Bis jeder selbstständig in der Lage war Jira im Alltag zu nutzen dauerte es ca. 6 Wochen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit strukturierter Planung anhand von Projektbeispielen und stellt die Forschungsfrage nach den Gemeinsamkeiten zwischen Projektmanagement und wissenschaftlichen Forschungsprozessen.
2. Projektmanagement: Dieses Kapitel definiert den Projektbegriff und erläutert zentrale Komponenten, Methoden sowie die Phasen von Forschungsprojekten.
3. Einführung eines agilen Workflow-Tools zur Verbesserung der Effizienz in einer Bankabteilung: Das Kapitel beschreibt praxisnah die Analyse, Implementierung und die erzielten Ergebnisse der Einführung von Jira zur Prozessoptimierung in einer Bankabteilung.
4. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und bestätigt, dass ein planvolles Vorgehen und klare Zielorientierung entscheidend für den Projekterfolg sind.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Agile Organisation, Jira, Effizienzsteigerung, Bankwesen, Workflow, Forschungsprozess, Projektplanung, Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Teamarbeit, Transparenz, Stakeholder-Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen des Projektmanagements und deren Anwendung in einem realen, praktischen Umfeld zur Effizienzsteigerung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Projekten, die Strukturierung von Forschungsprozessen sowie die agile Implementierung von Softwarelösungen zur Workflow-Optimierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu demonstrieren, wie durch eine strukturierte Einführung agiler Tools in interdisziplinären Teams Transparenz und messbare Arbeitseffizienz geschaffen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen praxisorientierten Ansatz, der theoretische Managementmodelle auf eine konkrete Fallstudie in einer Bankabteilung anwendet.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Definition von Projektmanagement-Methoden, der theoretischen Herleitung von Forschungsprozessen und der detaillierten Beschreibung der Jira-Integration.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Projektmanagement, Agile Workflow-Tools, Prozessanalyse und interdisziplinäre Zusammenarbeit geprägt.
Warum wurde für die Bankabteilung gerade Jira als Software gewählt?
Jira überzeugte durch seine einfache Browser-Schnittstelle und die bestehende Kompatibilität mit der bereits genutzten Wissensdatenbank Confluence.
Wie wurden Motivationsbarrieren bei der Softwareeinführung abgebaut?
Durch den bewussten Verzicht auf Zeit-Tracking und die Einführung eigenständiger Komplexitätsschätzungen anstelle von Überwachungsmechanismen konnten Vorurteile der Mitarbeiter erfolgreich abgebaut werden.
- Arbeit zitieren
- F. A. Käsbauer (Autor:in), 2019, Einführung eines agilen Tools zur Steigerung der Effizienz beim Projektmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540198